Das Treffen am 08.06.03
ein Ende mit Schrecken - besser als ein Schrecken ohne Ende

Es war ganz wichtig, daß wir (Bruno Neri, Sibylle Boehmer-Rawas, Wolfi Hofer, Thom Delißen und ich, Walter Koppe) uns einen Platz im Freien gesucht hatten.
Der von Bruno zu Beginn angemahnte Ton hielt nur wenige Minuten.
Thom sprach mich mit Herr Koppe an, danach Sibylle Thom mit Herr Delißen. Daraufhin wiederum fiel Wolfi Sibylle ins Wort: "Sind wir jetzt dabei uns per Sie anzureden?".
Die Einseitigkeit von Wolfi verwunderte mich. Ich machte ihn drauf aufmerksam, warum ihm dies nun erst bei Sibylle und nicht zuvor bei Thom aufgefallen sei - diese Einseitigkeit hielt bis zum Ende an.
Z. B. wehrte er Sibylles Einwände Thom gegenüber damit ab, wir sollten "die alten Geschichten endlich ruhen lassen" indem er wenige Minuten später einen von Sibylle in ihn persönlich verfassten Brief (aus der Zeit unseres 16. Treffens, also vor 16 Monaten!) aus seiner Tasche holte, in der sie ihn kritisiert hatte, weil sie sich ihm gegenüber im Gedanken-Sprung Nr. 3 unterpräsentiert fühlte).
Unheimlich selbstsicher widersprach er sich ständig selbst, so daß ich ihn immer wieder verwundert ansah, doch lächelte er nur seltsam, als stünde er allwissend und abgehoben über uns alle - nur leider auch entgegen der Realität, und Thom, dessen Augen sich hinter seiner dunklen Sonnenbrille verbargen, schwieg dazu.
Als ich Wolfi auf seine Widersprüche aufmerksam mache, fällt er mir ins Wort, später versuche ich wiederholt den eigenen Standpunkt zu erklären, doch wieder komme ich nicht weit.
Als ich die Situation beschreibe, wie Thom und Wolfi gemeinsam an den Ort kamen, fährt mich Wolfi als "paranoid" an (- eben genau als das, was Thom ist!) - und genau der zückt dann seine digitale Kamera, um festzuhalten, falls ich durchdrehe, tue ihm allerdings den Gefallen nicht. 

Die Frage von Bruno an Thom gleich zu Beginn, ob er sich denn als Herausgeber des Gedanken-Sprung sehe, bejaht er trotzig. "Wir hätten ihn doch dazu gemacht, der Walter sei selbst schuld" - meint er lächelnd und in zynischem Ton.
Ich erwidere trocken aber bestimmt: "Der Erdinger Literatentreff ist der Herausgeber, denn es sei die Zeitschrift des Erdinger Literatentreff und nicht die von Thom Delißen. Dieser wurde durch Beschluß des Vereins zwar Herausgeber, jedoch auf Zeit. Jedenfalls könne er sich nicht über Vereinsinteressen stellen". Genau das war wiederholt geschehen, auch indem er behauptet, es sei sein Projekt.

Ich und Sibylle führten die zahlreichen Redaktionssitzungen an, die verschiedenen Mitwirkenden, die vielen, die an Ideen beitrugen, auch Juliane Hutterer, der der Name "Gedanken-Sprung" eingefallen war, alle an der Arbeit beteiligten, der Rolle von Sibylle als Gastgeberin dieser Treffen, und zuletzt als die, welche den Gedanken-Sprung zu Verlagen mach München brachte und es heute bereut, den selben Fehler wie ich gemacht, und Thom dabei mitgenommen zu haben.
Bei dieser Gelegenheit gab ich einen Einblick in die Vorgeschichte zur Gründung des Literatentreff; daß bereits ein Jahr vor dem Kontakt zu Thom bereits der zu Sibylle existierte (z. B. über deren gemeinsamen Ausstellung mit Alfred Lenz), genauso wie zu zahlreichen Künstlern z. B. im Kunstverein; daß ich damals Thom die Frage stellte: "gründen wir einen Literatentreff?" ihm die Hand entgegenstreckte, Thom war der Passive, der diese Hand entgegennahm. Ich nahm ihn dann in alle Kreise, vor allem zu Vernissagen mit, stellte ihn einer Vielzahl von Künstlern als gleichberechtigten Mitinitiator vor.
Egal ob Gottfried Bach, Reinhard F. Grill, Martina Ottmann, deren Lebensgefährten ich seit zwanzig Jahren kenne, zu Sinnflut-Veranstalter Börnie Sparakowski, den ich seit etwa zehn Jahren kenne, zu Brigitte Klemm und Wolfram Wildner samt Fotoklub, zu Tagwerk und dessen Mitglied Jane Clouston, Petra Heilmann vom JuZ, zu Peter Hauber oder Peter Hackl, mit dem ich seit 1999 in freundschaftlichem Kontakt stehe, zu Harry S. zu Sabine Penzenstadler oder Günter Bichlmaier vom Bezirkskrankenhaus Taufkirchen.
- ich möchte hier nochmals klarstellen, es kam mir zuvor noch nie in den Sinn, darauf hinzuweisen, wer nun mehr oder weniger der Initiator ist, wer mehr oder weniger die Kontakte einbrachte, ...
allerdings soll es den Unterschied deutlich machen, wo Thom nun glaubt, die alleinigen Rechte am Gedanken-Sprung zu besitzen!

Dann erklärte er, daß sein Ziel eine "globale" Ausrichtung der Zeitschrift sei; begründete das auf Nachfrage mit André Körber, der sich einige Zeit in Südamerika aufhielt.

Wenn Thom eine professionelle und globale Ausrichtung gelänge, wie könnte dies zu Wolfis Vorstellung passen, für den der Gedanken-Sprung wichtig ist, um sich dort selbst zu präsentieren?
Thom ist ein Dilletant, z. B. was Design und Geschmack betrifft. Weder studiert, noch in Design, Text- oder Bildbearbeitungsprogrammen sich auskennend, machte ich ihm auf die windige Qualität der jpg-Bilddateien aufmerksam, die er entweder als viel zu große oder kleine Dateien in den Text einfügte. Dann lud er sich aus dem Internet irgendwelche Bilder herunter, um sie zu verzerren, und dann Thom Delißen drunter zu setzen, um sich dann nicht mehr nur als "Chefredakteur", sondern auch noch als Künstler fühlen zu dürfen.

Auf diese Weise entstanden im Heft 2, Seite 60 "Frontiere final", S 66 "Take a ride" und 69 "o. T."
Heft 3, Seite 11 "Time Machine",
Heft ... "Schilderwald", Bild aus dem Internet, leicht verfremdet, die Titel-Idee kam von mir, Thom setzte seinen Namen drunter. Globaler Anspruch?

Ich riet ihm damals vor einer eigenen Delißen-Ausstellung im Landratsamt ab, die er fest vor hatte - und immer noch vor hat. Am Ende der Vernissage der Jahresausstellung des KVE stand er bereits vor Kulturreferent Sattelmeier, doch glücklicherweise für Thom hatte dieser für ihn keine Zeit.

In dieser Zeit (Anfang Oktober 2002) passierten eine ganze Reihe von Dingen, die mich endgültig aufrüttelten. Da war z. B. die immer aggressiver werdende uneinsichtige Weise, mit der er Presseberichte zum Kultur- und Bürgerhaus schreiben wollte, die grenzenlose Power und unüberlegte Art, die er in solche Aktivitäten hineinsteckte.

Erstmals wende ich mich an Sibylle: "Ich hab ein komisches Gefühl, mir kommt Thom wie ein Luftballon vor, der nahe am platzen ist. Sibylle nahm meine Warnung zunächst nicht ernst, wird sich kurze Zeit später aber recht gut an diese Worte erinnern.

Er verdreht sämtliche Realitäten, indem er mich egozentrisch nennt, damit also genau jene Eigenschaft verwendet, für die er das Musterbeispiel abgibt, wenn er in beispielloser Art und Weise sich ohne Rücksichten auf Kosten der anderen und auf eitelster Art zu profilieren sucht; ohne Sinn für Maß.

Einige Tage später hatte ich mich vom letzten Literantentreff begeistern lassen, schrieb am 11.10.02 folgenden Kommentar ins S6-Kulturforum:

"wer weis schon zuvor, in welche richtung die post abgeht -
und welche facetten unsere treffen entwickeln.
die spannung jedesmal die gleiche: glückt die operation?
so gewinnt jedes der mittlerweise 24 treffen erst allmählich sein ganz spezielles eigenleben, seine eigendynamik, spinnt ein eigenes netz in den köpfen der beteiligten auch noch stunden und tage danach weiter - für aussenstehende schwer erklärbar kann diese art der kommunikation süchtig machen. texte, selbsterklärend oder abstrakt, unterhaltend, ausdrucksstarke personen mit auren, lockerheiten, ein sich-kennenlernen.
auch neue gesichter, vorsichtig und ein bisschen schüchtern waren darunter, sich langsam öffnend und vertrauen findend.

keine angst, es gibt ein nächstes mal:
nach dem treff im jugendzentrum sind wir am 07.11. ab 19 uhr im fischers seniorenheim.
mit alter frische werden weitere texte geknüpft, werft die netze aus, wir und sie, er und du."

Rechts dann die Pressemitteilung vom Treffen (EA vom 26.10.02), von Thom Delißen verfaßt, mit Delißen-Bild und dem eigenem Text;
W. Koppe als "Delißen-schwärmt-Zitat",
- und ganz nebenbei (ab Zeile 12) hat sich Thom zum ersten mal zum Vorsitzenden erklärt.


Nur wenige Tage später:
Rechts der Zeitungsartikel vom 30.10. im Erdinger Anzeiger, in dem Thom Delissen im Namen der Erdinger Literaten e. V. und natürlich erneut ohne Rücksprache mit diesem, Vizelandrat Max Gotz u. a. "Scheuklappendenken", "dreistes Ansinnen", "vernebelte Aussagen eines Mannes, der gerne mitreden" und sich "profilieren" möchte, vorwirft.

Darunter hat sich Michaela in einem weiterem Leserbrief "geopfert", um dem von Thom mehr Gewicht zu verleihen.
Denn natürlich wußte er, daß er keine Unterstützung von Vereinsseite bekommen kann!

Wieder stellten wir Thom zur Rede.

Doch der reagierte vollkommen uneinsichtig; trotzig.
Schließlich kam ein "meinetwegen, es tut mir leid".

Während sich Sibylle über die Presse distanziert, telefonierte ich mit Max Gotz, entschuldigte mich für Thom.
Gotz, der Michaela von ihrer Arbeit im Rathaus her kennt, zeigt sich von dieser sehr enttäuscht.

Thom hat bis heute nichts eingesehen, und ist auch weiterhin der Meinung, im Recht zu sein. Und ständig mache ich immer wieder die gleiche Erfahrung: Zu Eigenkritik ist er nicht imstande.

Sibylle nennt es Projektion, anderen gegenüber genau die Fehler vorzuwerfen, die man selbst besitzt
- denn Thoms Zitate "dreist ist sein Ansinnen", "vernebelt die Aussagen eines Mannes, der gerne mitreden" und sich "profilieren" möchte, passen ganz wunderbar auf seine eigene Person.

Genauso schlüpft Thom im S6-Kulturforum ( hier ) dann in die Maske des kleinen Freiheitshelden Frodo im Kampf gegen die Schwarzen Reiter, oder eines David im Kampf gegen Goliath.

Das einfachst mögliche Ziel, schlicht und naiv, um davon abzulenken, daß er selbst derjenige ist, der auf aggressive Weise stets die anderen angreift.

Nach außen hin präsentiert er sich jedoch weiterhin als Friedensapostel und Opfer, und zwar auf eine Weise, als hätte Person 1 nichts mit Person 2 zu tun. Dann ist er der Autor und bewegend Vortragende von tiefsinnigen Texten, z. B. über die Gerechtigkeit, in dem er sich selbst zum Bild macht. Als Leidenden und ungerecht behandelten.
Das aber wiederum ist genau das Problem, wenn sich Dritte unserem Konflikt gegenüber einschalten und teilweise unverständlich reagieren, oder sich auf dessen Seite stellen, wenn man von Thom Konsequenzen fordert.
Die müssten dann sein zynisches Lachen erleben (- Ich war zwei Jahre mit ihm in intensiverem Kontakt, habe genau das erlebt, dachte ihm das irgendwann nehmen zu können, weil ich ein Idealist bin). Ich kenne beide Seiten von Thom nur zu gut, und weis, dass sein Verhalten wechselt und taktisch bedingt ist.

 


Delißen ist alkoholkrank. Er kann sich kaum in die Motive anderer hineinversetzen. Um selbstbewusst aufzutreten greift er zu Drogen, hat aus diesem Grund seit langem keinen Führerschein mehr. Nach dessen Einnahme wächst er für kurze Zeit über sich hinaus.

Kurz vor dem Artikel wurde ich im Anschluss an einer Bürgerversammlung zu dem ich ihn mitnahm (wir trugen kurz zuvor dort die Idee zum Kultur- und Bürgerhaus im ehem. Postgebäude vor), Zeuge eines sehr heftigen epileptischen Anfalls. Bevor er stürzte warf ich mich unter ihn, fing ihn auf, hielt ihn fest. Er schlug wild um sich. Als er im Kreiskrankenhaus aufwachte, wunderte er sich, daß er "diesmal" keine Verletzungen davongetragen hatte. Zu diesem Vorfall gibt es Zeugen, z. b. CSU-Stadtrat Dr. Bauer, die SPD-Stadträte Niestroy und Kronseder, ...

Es gibt eine ganze Reihe anderer sehr merkwürdiger Erlebnisse. Im Gespräch andern gegenüber gebrauchte er für sich den Titel „Chefredakteur“ inflationär, stellte sich schließlich als Vorsitzender des Literatentreffs vor. Auch heute noch erzählt er, der Gedanken-Sprung wäre „sein Kind“, und ausschließlich sein Produkt. Leider haben sich viele davon beeindrucken und täuschen lassen, sind völlig ahnungslos und nehmen ihm das ab.

Ich habe keine Lust dazu, mich widert es an, aber zwischen dem was Thom nach Außen gibt und dem was er tut, liegen Welten. Ich warne davor. Er präsentiert sich als Frieden und greift an, ist aggressiv. Er ist der Krieg!

Es geht ihm auch nicht um irgendeine Philosophie. Es geht nur um ihn und sonst um niemanden. Für Thom selbst gibt es nur ein ganz Oben oder ein ganz Unten, und sobald er Oben ist, genügt ihm das nicht. Das scheint eine Folgewirkung seiner Krankheit, seiner Wahnideen. Er hüllt sich in große beeindruckende und „globale“ Worte, aber es sind Hülsen, es befindet sich kein Inhalt, keinerlei Wert darin. Ich sehe die Gefahr, dass sich gerade labile Leute von ihm beeindrucken und führen lassen könnten. 



Nach einer Veranstaltung gegen den Irak-Krieg am Schrannenplatz bekomme ich mit, daß sich Kabarettistin Martina Ottmann bei Thom bedankt, bietet ihm einen Rhetorik-Kurs. Sie möchte sich damit für den Zeitungsartikel im Erdinger Anzeiger vom 30. Treffen bedanken, als Martina innerhalb unseres Rahmens einen Auftritt im Atelierhaus hatte, weil er im folgenden Presseartikel für ihre Veranstaltungen, u. a. in der "Lach- und Schieß" geworben habe.
Soll ich den beiden nun ins Gespräch fallen, und erklären, dass sie diese Textstelle allein mir zu verdanken hat? Genau diese Werbung ergänzte ich am Ende des Presseberichts, den Thom lediglich vorformuliert hatte. 
Natürlich fiel es Thom nicht ein, dies richtig zu stellen.

 Eine riesige Anzahl weiterer Einzelerlebnisse, zuletzt auch von anderen in ähnlicher Form bestätigt, möchte ich hier ergänzen:


Im Sommer 2002 hatte ich für den Literatentreff eine email-Adresse eröffnet, welche allen aus unserer Gruppe offen stehen sollte.
Diese lautete: "Erdinger Literaten" lited1@yahoo.de.
Das Kennwort gab ich an alle im Inner Circle weiter. (rechts oben ein typisches Mail von Wolfi an diese Adresse)
Eines Tags wunderte ich mich: ich hatte von dieser Adresse aus irgendeine Idee an Wolfi weitergeleitet, nun bedankte der sich bei Thom dafür, um die Idee mit ihm weiter zu diskutierten.
Weil es mir damals nicht wichtig genug erschien, beließ ich es dabei, doch dann fiel mir des Rätsels Lösung auf.
Thom hatte sich die email-Adresse angeeignet, hatte den Namen "Erdinger Literaten" durch "Thom Delissen" ersetzt.
Rechts unten ein konkretes Beispiel, wie ein eigenes Mail bei Wolfi Hofer ankam:

Da ihm lited1@yahoo.de nicht reicht, richtet er die zusätzliche emailadresse erdinger-literaten@web.de ein, über die er, vieles ohne Rücksprache für den Erdinger Literatentreff ausmachte.


Auch die Anrede seiner email-adresse firstunicorn63@aol.com verändert er;
nicht mehr "Thom Delissen", sondern "Erdinger Literaten" stand nun auf seiner Privatadresse. Delissen wurde zum Erdinger Literatentreff!

Später erfuhr ich, dass manche Autoren und Künstler Texte und Bilder an Delißen schickten, weil sie dachten, diese kämen in den nächsten Gedanken-Sprung. Statt dessen tauchten sie später in seiner Zeitschrift "Schrieb" auf, die er zunächst als "konkurrierende" Zeitschrift bezeichnet. Die Autoren und Künstler, z. B. Marta Melniczuk, Sonja Lenz, Wolfgang Ammer, Max Matthes, ... vereinnahmte er ohne Rücksprache ganz selbstverständlich für seine Seite. Nachdem sich viele der Autoren auch deshalb von Thoms Schrieb distanzieren, weil die Zeitschrift in der Presse als "Konkurrenz zum Gedanken-Sprung" beschrieben wurde, hieß es in allen folgenden Presseberichten ausdrücklich "keine Konkurrenz... " - aus einer taktischen Not heraus. 

An: "Erdinger Literaten" lited1@yahoo.de

HI!

Wahrscheinlich findet am 30.05.2003 entweder in der Stadthalle Erding oder sogar in einem Schloß (wo weiß ich nicht genau) ein Abend mit einem Weltrekordversuch und Spendensammlung für unseren Verein "Mit Sicherheit für eine gute Sache" statt.
Dazu wäre der Erdinger Literatentreff herzlich eingeladen, ...

Servus Wolf


An: "Thom Delißen" lited1@yahoo.de

Thom Delißen schrieb:

> hallo wolfi,
>
> hast du fotos gemacht?
> bitte schick sie auf lited1.
>
> c.u.
> walter

 



Als uns wegen evtl Gastronomie in einem Kultur- und Bürgerhaus ein Brauerei-Sprecher besucht, stellt er zunächst mal sich selbst vor, dann Sibylle: "Das ist die Zweite Vorsitzende" , und dann mich: "Herr Koppe ist auch im Vorstand"

Im Telefongespräch mit unsrer Gesprächspartnerin im Stadttheater stellt er mich als "Zweiter im Vorstand" vor

Solche Dinge passierten ständig, und sie sind stellvertretend für die zahlreichen Gespräche, die er vollkommen ohne Rücksprache führte.
Es geht nicht darum, Thom seine Qualtitäten abzusprechen, und dass er Gelegenheiten nutzt, um sich zu entwickeln und zu präsentieren - ich bestärkte ihn darin auch, ich stelle mich anderen gegenüber nur selten als Vorsitzender vor, weil es mir nicht wichtig war, eher tat ich das mit ihm, präsentierte ihn als "Chefherausgeber", obwohl mir das ständige und krampfhafte nach Anerkennung Heischende auf die Nerven ging.
"Wie war ich heute?"
"Waren wir in der Zeitung?"
Umgekehrt denkt er gar nicht daran, einmal anderen Anerkennung zu geben; dies würde ja sein eigenes Licht verkleinern.
Auf diese Weise wiederum gelang es ihm, sich nach Außen als Ansprechpartner des Literatentreffs darzustellen. Dazu trug auch bei, dass lange nur seine Adresse im Gedanken-Sprung stand.
So wiederum kam der Kontakt zwischen Mike Landau und Thom zustande, der dann nicht den Erdinger Literatentreff, sondern in Falschkenntnis Thom (alias "Erdings Literatentreff") zum Ansprechpartner von "Ambience" machte, schließlich mangels Verständnis über irgendwelche Zusammenhänge im Literatentreff den "Ballon" Thom derart aufblies, bis dieser ohne Rücksicht nun erst recht glaubte, Entscheidungen ohne Rücksprache treffen zu können, und sich über alle zu stellen.


In den letzten drei Tagen vor Erscheinen der ersten Auflage des Gedanken-Sprung Nr. 7 hatte ich 20 Stunden vorwiegend deswegen an Thoms PC verbracht, um dessen verlorene Daten neu zu erstellen.
Den Grund für den Datenverlust erklärte er mir damit, dass er vor der Installation seines neuen Betriebssystems zwar alle Daten versucht hat zu sichern, dass dies aber schließlich nur für die oberste Datenebene funktioniert hätte.
An einem dieser Nachmittage, ich bin dabei, die davon betroffenen Bios-Seiten neu zu gestalten, erhält Thom einen Anruf von Wolfgang J. Bekh; und zwar eine Einladung ins Gasthaus Mayr Wirt, wo dieser am Abend ein Referat zu einem heimischen Autor des 18. Jahrhundert hält.
Thom fragt mich, ob er da hingehen kann, ich bin einverstanden, sage ihm, dass ich schon allein zurecht komme, und arbeite dann bis Thom zurückkommt, einige Stunden alleine weiter.
Hinterher erfuhr ich von Sibylle, dass Thom an sie weitergab, ich wäre Schuld gewesen, weil ich Herrn Algasinger vom Copy-Shop gegenüber den zuvor vereinbarten Termin (Kopie der ersten Auflage) nicht eingehalten hätte (er hatte die Dateien verloren und ich hatte sie wieder hergestellt!), und dass man sich auf mich nicht verlassen kann
- auf diese Weise also spielt er andere gegeneinander aus!
Als ich von ihm eine Erklärung fordere entgegnet er mir, ich würde seine Gastfreundschaft nicht wert schätzen - immerhin hätte er mir ja gestattet, mich in seinem Arbeitszimmer aufzuhalten - während er selbst den Termin bei Bekh wahrnahm, um auf diese Weise seinen Kontakt zu ihm zu vertiefen.  



Als Sibylle Böhmer-Rawas im Gedanken-Sprung Nr. 7 einen zu der Zeit aktuellen Artikel zur Bücherverbrennung schreiben wollte, nahm Thom die Idee auf und machte es zu seiner eigenen Idee. Dazu machte er sich im Internet schlau, und setzte unten seinen Namen zu einem fulminanten Aufruf zum Gedenken der Bücherverbrennung.
Als Sibylle ihn zur Rede stellte, verhöhnte er sie wochenlang in emails und drohte, er werde sie "abwählen lassen", "altes Mädchen" du solltest dir mal lieber eine neue Gesichtscreme kaufen "gegen deine welke Haut". 



Ausschlaggebend für diese Niederschrift waren schliesslich die anonymen Einträge im S6-Kulturforum von www.xed.de und www.plattform-heimstetten.de, dass Thom Delissen und Wolfgang Hofer für den Vorsitz des Erdinger Literatentreff im Nov. 2003 kandidieren wollten. Eine eingeweihte Vertrauensperson bestätigte mir gegenüber, dass es sich um die genannten Personen handelt.
Der niveau- und völlig konstruktivlosen literatenunwürdigen wiederholten Einträge wegen musste das ehemals ursprünglich freie und lebendige Forum moderiert werden, wobei mir von ebenso anonymer Seite Zensur vorgeworfen wurde. Ich solle das Forum inkl. xED doch gleich ganz löschen, so die anonymen Beiträge, die eigentlich längst nicht mehr anonym waren.
Die Ankündigung, auf das Amt verzichten zu wollen, nahm ich aus Angst um den Literatentreff zurück. Es blieb mir gar keine andere Wahl.
Richtig aber auch: Hätten sich oben genannte Vorkommnisse nicht so zugetragen, wären TD und WH wahrscheinlich heute Vereinsvorsitzende.



Günther M. Doliwa (Lehrer und Moderator einiger Treffen im Jahr 2000) hatte mich von Beginn an gewarnt:
"Walter, die Idee mit dem Literatentreff ist eine tolle Idee, aber der größte Fehler ist Thom Delissen. Glaub mir, ich habe Erfahrung mit Alkoholikern. Entweder sie sind ganz unten oder ganz oben"
Ich hatte das damals nicht wahrhaben wollen, dachte an Entwicklungsmöglichkeiten und Einsichten, und widersprach ihm damals.
Doliwa hatte recht.
Ich glaube allerdings, es gibt Situationen, egal wie man sich entscheidet, es ist immer falsch.

So verhält es sich wohl auch mit diesem Schreiben. Falls ich es öffentlich mache, bin ich für die Folgen zuständig. Wenn ich es nicht öffentlich mache, fragen vielleicht andere, wieso hast Du uns nicht gewarnt? 


Sibylle (per email an Manfred Trautmann und Friedeborg Stisser)

Hallo, Ihr alle, die Ihr damals nicht dabei wart. Thom D. hat noch vor einem Jahr nicht nur Walter als "Trottel" und "Vollidiot" bezeichnet und vor allen Literaten als lächerlich und völlig unfähig hin gestellt, den von ihm, Walter, initierten Literatentreff zu führen. Er hat gleichzeitig mich wochenlang in täglichen emails verhöhnt und bedroht, er werde mich "abwählen lassen", "altes Mädchen" du solltest dir mal lieber eine neue Gesichtscreme kaufen "gegen deine welke Haut". Gleichzeitig hat er mir mehrmals Ideen ("Bücherverbrennung", worüber ich einen Artikel im GS bringen wollte, einfach weg genommen, sich selber im Internet schlau gemacht und dann einen fulminanten Aufruf zum Gedenken an die Bücherverbrennung unter seinem Namen eingefügt). Am Pfingstmontag 2003 hat er, zusammen mit Wolfgang Hofer, und sichtbar unter dem Einfluss eben genommener Drogen, uns bedroht und beleidigt. Der stille Bruno Neri war Zeuge. Ich habe den Tagungsort daraufhin unter Protest verlassen. Zwei Tage später stellte sich Thom als alleinigen Redakteur des Literatentreff und GS in der Presse vor, um per Pressemitteilung zur Einsendung von Illustrationen zu dem neuen GS8 aufzurufen, der unter dem Thema "Heimat" stehen sollte, nachdem er den vorigen GS im Alleingang vor allem mit der Darstellung nackter Frauen (Akte von B. Klemm und P. Fuetterer) bestückt hatte. Dies trug uns den Kommentar von Mike Landau ein, wir hätten einen literarischen Playboy gemacht. Thom schwenkte im Schnelldurchgang zum Thema "Heimat" um, machte das ohne weiteres in der Presse publik. Erst dann schrieb ich meinerseits eine Pressemitteilung, in der ich betonte, dass diese Aktion nicht mit uns, Walter und mir als Vorsitzende abgesprochen sei, sondern ein mit Gewalt durch gesetzter Alleingang von Thom D. Daraufhin trat T. zurück, samt Wolfgang H., nicht ohne in den folgenden Lesungen immer wieder zu versuchen, sich erneut in unsere Treffen hinein zu drängen. Sog. "Friedensangebote" an Walter klangen genau so aggressiv wie alles vorher gegangenen Aktionen. - Mit so einem Mann gibt es niemals einen "lockeren" Umgang. Es gibt auch kein Vergessen, dazu ist er zu gefährlich, skrupellos und unberechenbar. Alle Kontakte, die T. hat oder vorgibt zu haben, hat er von Walter, der hier geboren und aufgewachsen ist, und wo W. durch seinen kommunikativen Charkater viele Freunde gewonnen hat. Grüsse, Sibylle.