Gedankensprünge im Gravitationsfeld des Mondes 28. Erdinger Literatentreff im ev. Pfarrheim |
Wie Elektronen um den Atomkern (Hauser) oder am Rand einer sensibel sich bewegenden Scheibe (Koppe), die sich hob oder senkte, je nach dem wohin sich der Schwerpunkt verlagerte, saßen die Mitglieder des 28. Literatentreffens im lockeren Kreis, und dann und wann erhob sich das Gespräch auf dieser Scheibe auch gleichmäßig, in Richtung der Lampions hinauf, die den Raum im ev. Pfarrheim in Altenerding wie über einen Planeten mit vier Monden erleuchteten. Was Wunder, daß sich die Sonnen- und Mondkonstellation (Stolter) zum wichtigen Thema entwickelte, um das herum sich Gespräche über kulturelle Werte wie Literatur, fremde aber noch authentischere Kulturen als die der europäischen, über Moden und Tendenzen drapierten. Der spielerisch-lockere Beginn schaffte Raum für manch kritische Diskussion über kulturelle Werte in der gesellschaftlichen Realität, auch über Sinn und Zweck solcher kommunikativer Treffen. Während Stolter und Böhmer-Rawas Fakten gegeneinanderzustellen suchten, antwortete Erna Anders mit einem Gedicht, welches sie zu einen der vergangenen Literatentreffen verfasste.
Mit "Die interne Wahrheit" stellte Wolfgang Hofer einen, an George Orwell, aber auch an den Irak-Konflikt erinnernden Textbeitrag vor; beschrieb eine geklonte Einheit, die, geschaffen um zu morden, eine eigene Persönlichkeit entwickelt.
Der Umgang mit Trauer und Verlust: Thomas Ponten, ein Neuer im Kreis, trug seine Geschichte mit dem Titel "Traction Control" vor. Darin beschreibt er, wie der Chef eines Handelsvertreters, dessen Frau tödlich verunglückt, versucht, die Trauer, die bittere Wahrheit des Todes, zu übergehen, indem er seinem Angestellten einen neuen Firmenwagen schenkt. Auch dieser Text wurde ausführlich analysiert. |
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