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Letzte Meldung:
Am Donnerstag, dem 16.08. findet bei Sybille Böhmer-Rawas (Ortsplan) unser Treffen zur Erdinger Literatenzeitung statt. |
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auch wenn es so ausshieht: es gibt in Erding nicht nur uns, die sich mit Literatur beschäftigen.
"Literatur erleben" heißt eine Veranstaltungsreihe des kath. Bildungswerks unter Leitung von Ute Kretschmann ab 24.09., jew. 20 Uhr im Kletthamer Pfarrheim St. Vinzenz. In vier Gesprächskreisen soll über das Buch von Peter Härtling "Niembsch oder der Stillstand. Eine Suite" gesprochen werden. Anm.: 08122 / 1606. |
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Am 07.08. gab es einen recht guten Artikel von Peter B. Heim in der Erdinger SZ. Leider steht derzeit kaum Speicherplatz für den Aufruf der Seite zur Verfügung. |
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Bericht zum 10. Literatentreffen am 02.08.01. (erster provisorischer Teil - Termine am Ende des Bereichts)
Leider ließen Urlaubszeit und hochsommerliches Wetter keine neuen Teilnehmerrekorde zu, doch mit immerhin 12 Personen, wobei die Wortfamilie.de aus dem zwei S-Bahnstunden entferntem Germering den weitesten Weg hatte, immerhin auch wieder einige neue sich für unseren Kreis interessierten, konnte man zufrieden sein.
Im Anschluß des mehr organisatorischen Teils incl. unseres "Wir-sinds"-Vortrags kamen dann die einzelnen Literaten zu Wort:
Folgende Termine gilt es weiterzugeben: Auch über alles weitere zu diesem Treffen und den genannten Terminen kann man sich >hier< austauschen |
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Letzte Meldung:
Philipp Schmitt, Redakteur der Erdinger SZ, überließ uns einen, durchaus netten Schnappschuß von unserem letzten Treffen >hier< |
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hier gibts alle Termine und News
- aber auch Gedichte, z. B.: **DER KUSS** vom "Schwarzen Reiter" oder z. B. Original Molman siehe also: S6 - Kulturforum für München - Heimstetten - Erding |
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Die aktuellsten Artikel von Erdinger SZ und Anzeiger vom 09. u. 10.07. gibts >hier< |
Obwohl wichtige Personen fehlten, z. B. weil parallel zu unserem Treff Günther M. Doliwa auf der Dorfener Kulturmeile eigene Stücke vortrug, und uns damit wiederum auch einiges an Publikum fortnahm, und auch Erdings Literatur-Papst Wolfgang Weinkauf terminbedingt absagen mußte, fand sich schließlich dennoch eine bunt gewürfelte Menge von schließlich 18 Personen in Altenerdings kath. Pfarrgarten zusammen.
Eingeleitet durch die Aufforderung von Walter Koppe, die Möglichkeiten des gegenseitigen Austausches auch in umgekehrter Richtung zu suchen, sowie die Möglichkeiten des Internet als Medium und Ort der Begegnung verstärkt zu nutzen,
Den Anfang der Vortragenden machte der Kirchheimer Molnar alias Molman von der freien Heimstettener Bühne "Plattform", der über den "objektiven Sinn des Lebens" fabulierte, und den Titel recht plakativ "Einheit" nannte; wobei er das Weltall mit seiner kritischen Masse des Auseinander- und wieder Zusammenfallens als Indiz für die These anführte, daß einfach alles irgendwann zur Einheit führt; früher oder später - die Liebe genauso wie unsere Zusammenkünfte. Nun ja, manches dauert halt seine Zeit ...
Nachdem die Lichtverhältnisse im Garten zu schlecht wurden, wechselte man kurz entschlossen in den Saal,
Ein Gedicht zur Wortlosigkeit der Gesellschaft von Florian Kleeblatt beendete den sehr lebendigen Abend.
© TD.Textdesign 2001 .
Wieder einmal, wie eigentlich immer am ersten Donnerstag eines Monats, treffen sich die Literaten aus Erding und Umgebung.
Walter Koppe und Thom Delissen
Erdinger Literaturtreffen am 05. Juli gerät zu einem "Open Air der Worte"
Und so wurde der 9. Erdinger Literatentreff auch aufgrund einer spontanen Entscheidung der Veranstalter zu einem gutgelaunten, facetiertem Stelldichein im Freien, mit Biertischen- und Bänken und - erstmals einer Bühne -, unter einem großem Baum im Garten;
ein richtiggehendes "Open Air der Worte" mit Gruppen der Heimstettener "Plattform" sowie der Germeringer, eigentlich aber lokal nicht eingrenzbaren "Wortfamilie".
Allerdings boten sowohl Straßengeräusche, im Viertelstundentakt schlagende nahe Kirchturmuhren, sowie die himmelstürmenden Flugzeuge in ihrer Summe den Vortragenden durchaus Paroli.
- weitergeführt von Thom Delißen, der definitiv das baldigste Entstehen einer Paperback- Zeitschrift ankündigte, die die Belange der Literaten, insbesondere was eine Publikation, wenn vorläufig auch im kleinen Rahmen, unterstützen solle, -- eine Zukunftsweisende Möglichkeit, neben dem Internet;
auf welches schließlich auch Wolfi Hofer einging; konkret auf die Fortsetzung der Unendlichen Geschichte "wir sind's" verwies, welche jeder beeinflussen kann.
"Wenig Hintergrund", "auf der Suche nach der ewigen Urmutter" befand Frau Böhmer Rawas. Doch es bleibt die ernsthafte Frage im Raum (der Vorhang also offen), ob Molmans Ausritt in die Sternenwelten nun als fundamentales philosophisches Gebäude oder doch eher als Slapstik mit eingestreuten ernsten Elemente zu betrachten sei?
Und vielleicht war grad zu Beginn ein nachdenkenswert-auflockerndes Lächeln nicht das verkehrteste in der Runde.
Als nächstes kam Wolfi Hofer mit kurzen, prägnanten Gedichten, mit wirklichem Tiefgang, Einsichten über Verlust und Einsamkeit.
Dann Brian Burger - ebenfalls Erstlingsgast in Erding und Initiator der Heimstettener "Plattform"
. Der sprengte die Ketten.
Mit Artikulation,- besonders wichtig bei der doch etwas schwierigen Akustik, die vorherrschte,- geprägt von seiner Theatererfahrung, zerfetzt er - sehr ausdrucksvoll und anschaulich in skuril, phantasievoll und dramatischer Wortwahl Wesen, deren Knochen sich gegenseitig durchdrängen, Fleisch und Blut ineinander übergehen
- Provokation mit Tiefsinn.
Moliere möge urteilen.
Um 21 Uhr fanden dann auch die Vertreter der Wortfamilie ("im engerem Sinn") nach allerlei abenteurlichen Verirrungen in Erdings Nachtleben den Weg zu Altenerdings Pfarrgarten, und durften diesen mit weiteren bunten Farbtklecksen bereichern.
Martin Pollock, literarischer Rap, in, wie er betonte, der Tradition des Hip Hop.
"Tragik Trilogie" nannte er sein Werk, und es war eine, vor allem durch die Strukturierung klar werdende Analyse einer Liebesbeziehung.
"Schöner Rap" - mehr - wirklich ansprechende, wunderschöne Geradeausdichtung, nur die Methodik des Versmaßes ließ schließlich auf "Rap" schließen.
Dieses Genre warf eine Frage auf: könnte es sein, daß literarischer Text zukünftig durch den Rhythmus modernen Schlagerwelten, sprich Hip, Rap oder Hous beeinflußt wird?
Ein wahrer Gegensatz dazu Johannes W. Bekh; sicher der bekannteste Autor im weiten Kreis, der im mittlerweile entzündeten Licht zweier Kerzen, die letzten Seiten, das Ende seiner Anton-Buckner-Biographie vortrug. Wortgewaltig, ausdrucksstark wie immer, die Negrophilität fast beklemmend im Furioso Finale beschreibend.
Die Wortfamilie aus Germering schaltete sich ein:
Florian Kleeblatt, - erstaunlich ausgefeilter lyrischer Tiefgang, - kurz und bündig.
- weitere Literaten kamen zu Wort. Bereits zum zweiten Mal bei unserem Treff mit dabei die Gymnasiastin Julia Hutterer, die außerordentlich spannungsvoll eine fantastische Mischung aus Tier-Science-Fiction vortrug.
und im Anschluß daran Nepomuk Hauser, der mit einem offensivem Text zur Mutierung der Industriegesellschaft eine heftige Diskussion über Voraussetzungen von Texten zur Publikation auslöste, wobei dann wiederum sowohl Brian Burger wie Thom Delissen auf recht konkrete, bzw. schon laufende Projekte hinwiesen. Weiteres ganz sicher zum nächsten Treff am 02.08.
Dies sei ausnahmsweise zitiert:
"Nichts."
Dem sei nur mehr hinzuzufügen:
Nachdem die bis zuletzt eifrig diskutierend den geistlichen Ort verließen, läutete es vom nahen Turm ein Dutzend mal. Und auch wir Veranstalter waren zwar müde, vor allem aber auch froh des durchaus gelungenen Abends und können den 02.08. kaum erwarten - "Jau"
(Thom Delissen & Walter Koppe)
Am 05. Juli um 20.00 Uhr im kath. Pfarrheim in der Pfarrer-Fischer-Str. in Altenerding (Karte), auch um den diesmal eingeladenen Literatenkollegen von der Plattform Heimstetten bzw. der Wortfamilie aus Germering die Hand entgegenzustrecken - die Entfernung ein klein wenig zu verringern.
Einige Überraschungen werden hier - was einiges an Mühe bedarf - nicht verraten. Bis auf:
"Wußten Sie schon, daß Rap auch ganz ohne Musik auskommen kann?"
Und so werden auch dieses Mal die Karten neu gemischt, werden nebst den bisher vertretenen Wortgedichtern, Lesern von Romanauszügen und Kurzgeschichten, G'stanzerlschreiber, Phantasy- und Science-Fiction-Autoren, Vertreter hochdeutscher Gesellschaftspolemik, esoterischer Melancholie, romantischer Weltbetrachtung oder japanischen Haiku-Versen einige weitere Gattungen das Ohr des Zuhörers suchen, und hin- und wieder auch finden.
Gelegenheit, eigene Werke zum Vortrag zu bringen hat jeder, der den Mut mitbringt, sie vor allem dem hin und wieder durchaus kritisch-fachkundigen Inner-Circle anzuvertrauen.
Dann wird mit wohlgemeinter, fundierter Kritik, das kann versprochen werden, nicht geknausert, und selbst zur punkt- und versmaßgenauen altdeutschen Kunst der Dichtung gibt's ja manch eherne Regel, die es zu beachten gilt...
Und dann brauchen wir natürlich auch Sie, den unvoreingenommenen Zuhörer, der uns beim zu- wissenschaftlich-werden bremst, uns in die Realitäten zurückholt.
Übrigens: per Neuem Medium Internet kann sich jeder an einer Fortsetzungsstory beteiligen, welche die Initaiatoren Walter Koppe und Thom Delissen zusammen mit Wolfi Hofer ins Leben riefen.
Über http://www.erding-life.de/story kann, ein wenig Phantasie vorausgesetzt, das Geschehen in jede beliebige Richtung gebogen werden - bildlich gesehen etwa so, als ob man einen langen Korridor mit unendlich vielen Türen hätte,- hinter jeder Tür verbirgt sich eine andere Handlungsversion, ein anderer Korridor mit einer unerschöpflichen Anzahl von Pforten.
Start frei also zu Erdings "Unendlicher Geschichte".
Auf jenen Web-Seiten findet man übrigens auch die neuesten Infos zum Erdinger Literatentreff, sowie auch per Link auch die Tür zu ähnlichen Projekten z. B. in Heimstetten oder Germering.
vom Erdinger Literatentreff
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> Hallo zusammen!
>
> Die Plattformler Stefan Tietz, Thomas Walter und
>
> Wir werden davon bei der Plattform nach der > > Ciao > > Euer Brian
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Bereits seit meinem ersten Plattform-Besuch kamen mir Ideen, die ich nun endlich durch deinen heutigen Zeitungsartikel bestätigt sehe, hier nun gerne weitergebe.
Vor zwei oder drei Monaten schon hatte ich ein Gespräch mit dem Veranstalter des in Erding jährlich stattfindenden Sinnflut-Kulturspektakels vom 20. - 29. Juli (siehe http://www.sinnflut-erding.de).
Eben jener Börnie S. war recht interessiert, unserem Literatentreff dort eine Bühne zu verschaffen.
Leider entschied sich damals die Mehrheit unserer Gruppe gegen eine Beteiligung - vielleicht zurecht, da wir noch nicht gefestigt genug waren. Allerdings gab es auch damals schon einige ganz andere Stimmen (siehe z. B. Thom Delissen:
http://www.xed.de/literatur.html#sinnflut).
Wahrscheinlich ist es für dieses Jahr nun zu spät, außer Börnie und Euch/uns fällt noch was ganz Spontanes ein - für einen Fingerzeig, daß Kulturspektakel auch den Bereich der Literaten umfassen kann.
Auf jeden Fall könnte ich mir gern auch gemeinsame Aktivitäten, z. B. zu zukünftigen Erdinger Sinnflut-Zeiten vorstellen. Grad weil auf Eurer Seite offensichtlich genügend Erfahrung im Bereich Performance und Show (ich denk da auch an Mölman) und des Einbeziehens von Öffentlichkeit besteht; um Leute erst mal in ein Zelt zu locken; dann auch für stillere und ernsthaftere Lesungen...
Ich hatte da noch eine Reihe anderer Ideen, wie man kooperieren und gemeinsame Dinge organisieren könnte. M. m. wär ein lokales Kommunikationsforum im Internet nicht schlecht (besser als Rundbriefe), in der sich jeder Interessierte mit Beiträgen, Meinungen, Ideen, Terminweitergaben, ... im Bereich Literatur, Kultur und artverwandten Gebieten aktiver und direkter beteiligen kann. Für jemand der sich sowas nicht recht vorstellen kann, schaut mal auf das Forum von http://www.xED.de.
Man könnte diese Ebene z. B. irgendwas mit "S6" benennen, oder sonst auch was, wo sich evtl. auch die germeringer identifizieren können.
Leider gehts uns lang nicht so gut wie euch mit eurer tollen Krafthalle.
So ist der Ort unseres nächsten Literatentreffs am 05. Juli ist immer noch nicht sicher.
Entweder es meldet sich bis Montag das ev. oder kath. Pfarrheim in Altenerding (S-Bahn-nah) Wenn nicht findet es im Gasthaus Weissbräu in Erdings Zentrum an der Langen Zeile statt.
Wir sehen uns aber sicher zuvor am 26.06. zu Jim Morrisson.
Schöne Grüße
Walter Koppe (xED / erdinger Literaten)
Das Treffen der Erdinger Literaten spricht sich weiter herum. So fanden sich am 31. Mai im freundlicherweise diesmal vom ev. Pfarrheim zur Verfügung gestellten Raum 14 (nach 2 - 3 - 5 - 8 - 11 - 12 - 13) Personen zusammen; zeichnete sich der Abend diesesmal durch besondere Experimentierfreude aus.
Nach einer kurzen Einleitung von Walter Koppe, in der dieser unter anderem auf ein ähnliches Forum in Heimstetten hinwies, der "Plattform"; einer "Subkulturoase", die jeden letzten Dienstag im Monat eine offene Bühne, bzw. eine offene Lesung anbietet, betonte er, daß für ihn Kultur und Kommunikation, - auf dieses Ziel hätte er auch in der Vergangenheit schon immer hingewirkt, - im Vordergrund stünden, und ließ dann kurz die Frage nach der Gründung eines Vereines anklingen.
An Gabriela Betzmeier, praktizierende Ärztin aus Erding, lag es dann die Lesungen zu eröffnen.
Im Anschluß überraschte die ehemalige Mathematiklehrerin Frau Marta Melniczuk, die mit ihrer Performance nicht nur drei Kulturkreise, nämlich den Deutschen und den der Ukraine,
sowie die Tradition der japanischen Dichtung miteinander verband, sondern auch zwei
Ausdrucksarten der Kunst: Bild und Text.
Mit Nepomuk Hauser, einem jungen Erdinger Gymnasiasten schließlich kam die Runde zum Genre der Science Fiction Kurzgeschichte.
Eine 180 Grad Wendung vollbrachte sodann Peter Illek, der mit dem als erstes vorgetragenem Gedicht in bayerischer Mundart mit feiner Ironie die "Bergwanderer"auf's Korn nahm, die, mit Fressalien und Alkoholika eingedeckt, das Auto bis vor die Hüttentür lenken.
Auch der Conferencier Günter M. Doliwa, der seine Aufgabe glänzend meisterte, ließ es sich nicht nehmen noch einige seiner Texte aus seinem im Selbstverlag erschienen Textband vorzutragen.
Mit einem guten Gefühl gingen Veranstalter und mitwirkende Literaten und Zuhörer nach Hause, gespannt auf das am Donnerstag den 05.07.01 stattfindende nächste Treffen.  
Wie wärs mit einer Zeitschrift ein- bis zweimal jährlich, in der man
das
Vorgelesene nachlesen könnte? Durch Aufnahme von Werbung könnten sicher
genügend Mittel
für den Literatentreff bereitgestellt werden! -Nur eine Idee-
Gerne lasse ich mich (in xED) eintragen:
vom 01.06.:
PET's Corner auf xED
Peter B. Heim wird zum Stammgast unseres Literatentreffs, und aufgrund seiner Funktion als Journalist hat er stets das lezte Wort - zumindest in der Erdinger SZ; und auch das erste - zum nächsten hin (siehe
vom: 04.05.
Treffen vom 03.05.01 bei Harry S. im Atelierhaus in der Bräuhausgasse
Der Erdinger Literatentreff etabliert sich weiter. Die Sprache sucht sich neue Bahnen; Kommunikation der besonderen Art bis hin zu kreativen Wortneuschöpfung hat die Stadt erfaßt.
Diesmal trugen fünf Literaten aus mitgebrachten Werken vor, und es waren eine Reihe von Köstlichkeiten darunter.
Dann war Nepomuk Hauser an der Reihe. Der 16-jährige Gymnasiast hatte drei eigene Werke mitgebracht, und nachdem er über "Die Zeit" vorgetragen hat, blieb ihm auch gar nichts anderes übrig, als selbes mit "Der Mensch" und "Schreiben an einen Freund" zu tun, des besseren Verständnisses wegen das Vorgetragene auch jeweils zu wiederholen. "wunder-bar schön" war der Kommentar, den Wolfgang Weinkauf formulierte, wobei man wissen muß, daß Weinkauf schonmal in einem anderem Fach desssen Lehrer war.
In den Texten des jugendlichen Schülers tauchten große Namen wie "Faust", "Mephisto" oder "Aphrodite" auf, oder auch Gedanken zur Realtivität der Zeit, ... hohe Ansprüche an Literatur also, die hier im entstehen sind.
Eine ganz andere Literaturgattung bot Thom Delissen, der aus seinem Roman "Pforten zur Ewigkeit" durchaus lebendig und gekonnt vortrug. Neben des Stilwechsels befanden sich die Zuhörer plötzlich auch in völlig anderen Szenerie und Ambiente. In den nächsten Minuten wurde ein heruntergekommener Professor beschrieben, ein wenig apokalyptisch die Haarzöpfe rastlos im Kreis fliegend und mit seiner auf dessen Schultern herumkletterner Ratte in uneitlem Zwiegespräch; Gedanken und Geistesblitze zum sich scheinbar annähendem Weltuntergang; dessen pessimistische Einschätzung, die Erde und alles sei Biologie und nur ein Molekül eines Größeren, welches nun entsprechende Reaktionen zeigt, hatten den Professor längst gezeichnet, z. B. des offensichtlichen Drogenkonsums wegen.
Als vierter Literat laß Wolfgang J. Bekh aus seiner kürzlich erschienen Brückner-Biographie. Zwar hält sich Bekh sehr eng an die biographischen Begebenheiten, und man erkennt das Herzblut, mit dem er sich selbst in diese Rolle hineinversetzt, die Lebendigkeit, die die Biographie beinahe zu einem Roman machen. Allerdings mit einer ganzen Menge von Querverweisen und Details, so daß auch alle, die sich tiefergehend für das Leben Brückners interessieren, auf ihre Kosten kommen sollten.
Als Antwort auf die moralischen Texte (auf Anspielung auf Thom Delissens Lesung?) trug Wolfgang Weinkauf als fünfter und letzter Vortragender die Parabel "Der Glücksfänger" vor.
Ganz wichtig: Es sei hier angemerkt, daß innerhalb dieses Mediums jeder die Möglichkeit zur Info- und Kritikweitergabe hat!
Beim Atelierfest aus Anlaß des Einzugs von
Thom Delissen schreibt dazu folgendes:
Bericht vom 5. Treffen vom 28.02.2001 Uhr:
Übrigens dürfen sich gern auch andere an den Treffen Anwesende aufgefordert fühlen, eine Berichte beizusteuern.
eine provisorische Tagesordnung in Vorbereitung auf den 28.02.:
Ort und Zeit
Treffen
Fragen zur Organisation
Aktuelles vom 19.02.
Literatenreff in Erding - Ergebnisse vom Donnerstag, dem 08.02.01
Thom Delissen hatte recht behalten, der nach dem letzten Treffen exakt die Zahl 8 nannte, nachdem ich ihn nach der Anzahl Literaturinteressierter für die nächste Zusammenkunft fragte. Wobei er dies mit der Zahl der bis dahin erschienen Personen begründete. Zur Erinnerung: zum ersten Treffen kamen 2, dann 3 und zuletzt 5.
Eine Stunde lang kreiselten die Gespräche über Art und Weise zukünftiger Zusammenkünfte, um die Häufigkeit der Treffen, ob man evtl. auch Werke Dritter diskutieren soll; es ging um die Gewichtung zwischen Theorie und Praxis oder die Öffnung des Kreises, also in Richtung Öffentlichkeit nach oben wie nach unten hin, wobei auch das Medium xED eine Möglichkeit der Info und des Austausches grade auch gegenüber jungen Leuten bieten kann. Natürlich sind die Personen sehr unterschiedlich, zwischen bodenständig-bayuwarisch bis abgehoben-elitär, von poetisch bis politisch; und so gibt es auch unterschiedliche Auffassungen, die nicht einfach sind unter einen Hut zu zwingen. Form, Farbe und Ausmaße des Kreises bedarf weiterer Definition.
Gymnasiasten übernehmen beim 8. Treffen eine größere Rolle
Die Meinungen hierzu waren geteilt.
Während Günter M. Doliwa, der die Rolle des Conferenciers übernahm, sich dafür aussprach, lieber ein Häufchen sich zwanglos, locker treffender Literaten zu bleiben, auch manch anderem der organisatorische Aufwand eines eingetragenen Vereines mit Vorstand, Kassier etc. abschreckte, nannte Koppe auf der anderen Seite die nicht unerheblichen Fördermittel, die zur Realisierung größerer Veranstaltungen durchaus dienlich sein könnten; immerhin koste schließlich auch die Organisation der bisher stattgefundenen Treffen Geld.
So entschloß man sich, für dieses Thema bei Gelegenheit eine Extra Halbe Stunde einzuplanen.
Sie gab mit ihrem Text "Visite" wohl den Versuch der Sinnfindung einer jungen Ärztin in der Psychatrie wieder. Mit sehr anschaulichen Wortbildern gelang es ihr das Gefühlsleben, vor allem aber auch die Resignation gegenüber einer nicht oder nur schwer zu heilenden psychischen Erkrankung zum Ausdruck zu bringen.
Frau Böhmer-Rawas, die den leider verhinderten Herrn Weinkauf würdig vertrat, fehlte hier jedoch die menschliche Betroffenheit.
In einer faszinierenden Verquickung dieser beiden Mittel überflutete sie das Bewußtsein der Zuhörer mit Haiku. 17 Silbern in 3 Zeilen (5 - 7 - 5), die sie passend zu leuchtend farbenfrohen, surrealistisch anmutenden Bildern geschrieben hatte.
Im Mittelpunkt eines Haikus, so Frau Melniczuk, stände die Natur, die Erfahrung des Menschen mit ihr. Es sei ein Versuch gewesen, betonte Sie.
Ihr Vortrag stieß bei einigen Zuhörern auf leichtes Unverständnis, was die recht
diffizile Aussage der Texte betraf.
Walter Koppe, Thom Delißen und auch Frau Semmler gaben nacheinander zu bedenken, daß dem Betrachter, Zuhörer, hier doch wohl das subjektive Bild des Künstlers sehr nahe gelegt werde, und damit im ersten Augenblick nur wenig Raum für eigene Betrachtungsebenen bliebe.
Frau Böhmer-Rawas sprach von Reizüberflutung, und wirklich, die Weisheit, die Abgehobenheit die die Haikus in Verbindung mit den Bildern übertrugen, war durchaus dazu geeignet, einige Köpfe zum rauchen zu bringen.
Böhmer-Rawas trug im Anschluß Ihre "Industriegedichte" vor, Texte die sich mit "Hebelwesen" und den Arbeitsschemata unserer heutigen Kulturgesellschaft befassen.
Welt- und gesellschaftskritisch wurden die fehlende Kommunikation, die mangelnde Menschlichkeit in einer konsumorientierten Welt beobachtet. Standbilder einer morbiden Allgemeinheit, eines makabren Systems.
Sein Text, "Der Test" spielte in den Weiten des Weltalls und war, wie der junge Mann auch nachdrücklich betonte, an das Werk eines bekannten amerikanischen SF-Schriftstellers angelehnt, dessen Vorwort Teil und Basis der Kurzgeschichte über die Ignoranz des Menschen war.
Den Auszug aus einer längeren SF Erzählung der 16 jährigen Gymnasiastin Juliane Hutterer, konnte man wohl am ehesten mit einer der spannenden Geschichten vergleichen, die man vorzugsweise in Heftform an Kiosken kauft, und auf längeren Zugfahrten liest.
Motiviert durch ihre jüngere Schwester, die sie ja irgendwie unterhalten müsse, begann sie zu schreiben und las sie durchaus flüssig, ohne irgendwelche Handlungslöcher, interessant, wenn auch ab und an etwas Klischeehaft über Affenmenschen, Yediritter, intergalaktische Strahler und den
Kämpfen diverser ausserirdischer Rassen.
Sein zweiter, Hochdeutscher Text war ein bissiger Angriff auf die Menschen unter uns, die wohl meinen sie seien etwas besseres, das morgendliche Krähen des Hahnes genauso als Lärmbelästigung empfinden, wie das Läuten der Kirchturmglocken.
Wen wundert es, daß die handelnde Person gut preußisch Bollewitz hieß und die Geschichte in Bayern spielte.
Die Frage ob er in Ludwig Thoma sein Vorbild sehe, beantwortete er mit einem entschiedenen: "Nein, der war mir immer schon zu weit rechts."
Delißen überraschte ebenfalls mit einem Gedicht in bayerischer Mundart, was Koppe zu der Aussage hinriß, er habe ihn immer für den einzig wirklich Hochdeutschen in dieser Runde gehalten.
"Der Regendoktor" feines, schönes Wortbild, aber auch durchaus aktuell, sowie ein Gedicht über W. Daum und das Kokain, oder ein bissig böser Angriff auf die Kirche, der er gerne einen "Elchtest" verpassen würde.
Zum Abschluß las Marta Melniczuk noch einmal einige ihrer sentimentalen, an abendliche Moorlandschaften erinnernde, vom Expressionismus geprägten Texte.
Übrigens, auch auf die Bekanntgabe des Ortes darf man noch einige Zeit gespannt sein, und somit bleibt die Literatur in Erding auch in dieser Hinsicht auf der Suche.
Mail von Marta Melniczuk (Lehrerin aus Dorfen):
>der Literatentreff (vom 31.05.) hat mir gut gefallen, es war witzig und amüsant.
nächstes Treffen: Donnerstag, der 05.07.01 um 20 Uhr; der Ort steht noch nicht fest
Immerhin bleibt unser Treff dadurch auch während der vier passiven "staden" Erdinger Literatenwochen lebendig, dürfen uns ärgern oder freuen, vermehren oder verringern seine Kommentare in der Erdinger SZ sogar bis hinein in die xED-Seiten unsern incl. PET's eitlen Ruhm - worldwide.
In der Tat: "PET's Corner" liest man sogar in den USA!
Und jeder trägt dazu seine spezielle Rolle bei. Die einen arrangieren, schreiben oder agieren, teils schwülstig, rührend oder dramatisch, geschickt oder ungeschickt, die anderen beobachten, sezieren und zerreissen.
Und hinterher gibt man sich die Hände oder trinkt sogar ein Bier miteinander - es kann ja auch ein Alkoholfreies sein.
Im ernst: Sprache ist doch zu schön, um nur Literarisches zu verfassen und vorzutragen. Sollte man nicht grad als Journalist den Weg der Kommunikation wählen, um z. B. Motiv und Hintergrund derjenigen kennenzulernen, und nicht kennenzuglauben; grade auch um den Kreisel aus Verkrampftheit (bis hin zu Alkoholismus), Fehlinterpretation und Richtigstellung zu durchbrechen, so wie er es auch bei anderen Leuten meist macht, unser PET.
Beim insgesamt 6. Treffen waren immerhin 13 Literaten und Zuhörer in Harry S. Werkstatt im Atelierhaus in der Bräuhausgasse versammelt, auch um sich über die Möglichkeiten des gegebenen Kreises auszutauschen.
Und so gibt es manch unterschiedliche Fraktionen.
Vielleicht muß es innerhalb einer Gruppe Leute geben, die mal vorantrippeln und den anderen zurufen: "schaut mal hier entlang!",
und genauso auch andere, die diese zurückpfeifen, weil man sich erst mal sammeln muß, den derzeitigen Platz sichern, an dem man sich befindet.
Dieses Bild jedenfalls ergab sich in Bezug an eine mögliche Beteiligung der Erdinger Literaten am Sinnflut-Kulturfest. Schließlich überwog die Meinung derer, für die diese Veranstaltung zu früh kam.
Unterschiedlicher Meinung war man auch noch in Bezug zur Presse. Die Erdinger SZ war es diesmal, die mit ihrer Öffentlichmachung interener Kritik manchem zu weit vorgeprescht erschien.
Nachdem Günther M. Doliwa von einem Ereignis erzählte, welches Tags zuvor in der Münchner Muffat-Halle stattfand - Vier Stunden Lyrik stand dort auf dem Plan, wurde auch von Bayern 2 übertragen - und vielleicht könnte man in Erfahrung bringen, wann das Fernsehen etwas davon sendet...
machte er den Anfang des Vorleseabends, blätterte in seinen erst vor kurzem im Eigenauflage erschienenen zwei Werken, um in seiner unverwechselbar sanften Rhetorik und Sprachmelodie über "Klappsmühle", "Rose von Jericho", "Der Maulwurf schießt ein Eigentor", "Abschied nehmen", "Luftikusse küßt man nicht", "S-Bahn", "Der Aufstand der Anständigen" und "Glücksgeisel" vorzutragen, mit Wortbeziehungen und Neuschöpfungen zu experimentieren, zu spielen, zu reimen, neuen Sinn zu geben.
Zwar fanden die Anwesenden den Wechsel ganz vergnüglich, doch hatten z. B. Harry S. oder Weinkauf einige kritische Anmerkung zur Farbig- bzw. Sinnlichkeit. Auch einige Unstimmigkeiten wurden genannt, daß z. B. "Gerstensaft" aus der "Dose" getrunken würde, und nicht einfach "Bier" (Weinkauf).
Zu berücksichtigen ist, daß es sich bei diesem Text im Unterschied zu den bisherigen vorgetragenen schmucken Einzelstücken um einen kleinen Teilausschnitt handelt, dadurch nicht so leicht zu beurteilen ist.
Nochmals geklärt werden müßte, ob es zu jener Zeit bereits den Begriff der USA oder des Extrembergsteigens gab, wie ihn Bekh verwendete.
Weinkauf stellte sich in Vorbereitung zunächst die Frage, was das Fangen von Glück mit ganz praktischer Erfahrung im Fallenstellen zu tun hat, und holte sich die Information übers Internet.
Wenn man Glück fangen will, verjagt man es, meinte er, und kam zu dem Schluß, daß man am ehesten erlangt, wenn man es ohne Absicht sucht. Auch ein Fallensteller lebt von der Intuition - und von Weisheit.
"Informatiion wird zum Wissen, aus diesem entsteht Erfahrung, und daraus Weisheit" wurde von anderer Seite ergänzt.
und dieses Medium den Vorteil hat, stets und jederzeit ergänzt und verbessert zu werden
und auch die Möglichkeit bietet, seine Meinung im Forum niederzuschreiben.
Das nächste Literatentreffen, es ist das 6. in Erding, findet am 05.04. um 20 Uhr im Künstlerhaus bei Harry S. in der Bräuhausgasse statt
(zwischen Kleiner Platz und Rätschenbach)
Zum einen wollen zu unserem nächsten Literatentreff eine ganze Reihe malender Künstlerkollegen anwesend sein, was einen spannenden interdisziplinären Austausch in Gang bringen könnte, ...
sowie eine Unterhaltung mit Börnie S., Veranstalter des erdinger Sinnflut-Kulturspektakels vom .. bis ..., der es sich vorstellen könnte, für diese Zeit den regionalen Literaten ein Forum zu verschaffen.
Es sollte nun von unserer Seite bis Ende April überlegt werden, ob Interesse an einer Teilnahme vorhanden ist, und wie dieses konkret aussehen könnte.
Natürlich wird dieser Punkt auch Thema im nächsten Treffen.
Zaubern sollte man können!
Also mir geht die Idee mit Sinnflut durch den Kopf.
Es ist nur eine Wahnsinnsaktion, das so aus dem Boden zu stampfen.
Aber wenn Leute genug da sind, die Ihre Texte vortragen oder bereit sind, aus bereits bestehenden Werken zu lesen, -- für beides stehe ich zur Verfügung, könnte das ein Sprung auf eine andere Ebene der Bekanntheit werden, uns ein wenig etablieren und so mehr Chancen verschaffen.
Es ist ja nun nicht so, daß wir uns unbedingt auf das reine Lesen beschränken müssen, man könnte sich daschon etwas einfallen lassen, fuer ein 10-tägiges Programm. Vielleicht ließen sich mit diesem Namen einige etwas bekanntere Schriftsteller angeln?
Das Alles ist natuerlich sehr kurzfristig, man muesste auch an Ausschank etc. Denken, alles sehr arbeitsintensiv.
Aber ich denke, man koennte sogar etwas dabei verdienen.
Ueberleg Dir das mal, dann koennen wir angreifen. Ich waere dabei und haette auch schon etliche Ideen fuer das Programm.
Thom Delissen wird aus seinem Roman "Pforten zur Ewigkeit" lesen. Betty Simmerl schlug als Thema "Frühling" vor, und könnte damit den Vorschlägen von Wolfgang Weinkauf und Albert Sigl entgegenkommen, die "Schöne Literatur" fordern.
Das Ambiente bei Harry S. im Künstlerhaus wird sicher das Seine zum nächsten Treffen beisteuern - man darf gespannt sein.
Anwesend waren diesmal 9 Personen (nach 2, 3, 5 und 8 in den Vorausgegangenen).
Nebst dem Besprechen von Organisatorischem wurden unterschiedliche Werke von vier anwesenden Personen gelesen und diskutiert (u. a. Eine Geschichte über die verschiedenen Wahrheiten und Wohin wollen wir Gen?. Die Athmosphäre konnte als durchaus spannend, kontrovers, aber konstruktiv bezeichnet werden.
Manche fragen zu den Treffen wiederholen sich, z. B. die Definition von Literatur, was sich auch der teilweise wechselnden Interessentenschar kaum verhindern läßt, sich laut Wolfgang Weinkauf nicht einmal philosophisch klären läßt.
Ganz natürlich taucht dann nebst der Definition möglicher Ziele unserer Treffen auch stets die Frage nach den bevorzugten Genres auf, die es Wert sind vorgetragen und besprochen zu werden.
Die Gedichte, z. B. "Lesezeichen", oder "vor dem Urteil", die Wolfgang Weinkauf vortrug, können hier im Gegensatz zu oben genannten Titeln auch deshalb nicht weitergegeben werden, weil es unterschiedliche Meinung bezüglich deren schriftlicher Veröffentlichung gibt.
So bleibt es natürlich jedem Autor selbst überlassen, ob in Vorbereitung künftiger Lesungen eigene Werke z. B. in Auszügen ausgelegt werden. Immerhin scheint es manches mal sinnvoll, den Text mit den Augen mitzuverfolgen; außerdem gelingt manch kritische Textanalyse leichter, wenn z. B. komplexerere Werke schon mal in Ruhe vorververdaut wurden.
Wichtig ist: ab sofort hat der Literatentreff sein erstes Buch herausgebracht: dieses Buch dient dazu, daß sich jeder Vorlesewillige dort eintragen kann. Die Tagesordnung der nächsten Treffen wird also künftig von der Liste der Eintragungen bestimmt. Die Eintragung in diese Liste kann über Internet in Auftrag gegeben werden (auch über Tel.. 08122 / 2784). Weitere Möglichkeiten, sich in diese Liste einzutragen, könnte z. B. über die weitere Mitglieder des Treffens, oder auch über die Presse geschehen; dies wäre zu klären.
Als erstes hat sich dort bereits Thom Delissen eingetragen, der aus seinem im entstehen befindlichem Roman "Pforten zur Ewigkeit" vortragen will.
Vor allem, wenn man zugeben muß, hin und wieder mal Fehler (auch taktische) zu begehen.
Bedenkt bitte: nur wer etwas tut, kann auch Fehler begehen,
und nur wer sich etwas vorzutragen traut, dessen Werk kann von den anderen genüßlich zerrissen werden
- immerhin, dies sei dann als Trost gesagt: grade aus Niederlägchen läßt sich lernen.
Was sind die Ziele des Literatentreffs?
Es soll Möglichkeit bieten, eigene Stücke vor einem Kreis Interessierter, vor allem Literatenkollegen zu präsentieren, sie derer Kritik auszusetzen
allgemeiner einem Kreises von Literaten und Literaturinteressierter ein Forum und eine Möglichkeit des Austausches bieten
u. a. ein Forum für gemeinsame Aktionen bieten, vor allem öffentliche Lesungen
evtl. die Gründung eines eigenen Verlags realisierbar machen (Thom Delissen).
nebenher ist auch die Weitergabe von Stücken oder Textauszügen per Internet über www.xED.de möglich. Dort befindet sich auch das Aktuellste bezüglich der Treffen und geplanter Aktionen. Außerdem kann sich dort jeder Literat mit einer eigenen Webseite, grade auch gegenüber der Öffentlichkeit nach seinen Vorstellungen präsentieren.
Zeitlicher Turnus: jeden ersten Donnerstag im Monat (zu klären)
Ort: zukünftig evtl. im Autohaus Ewald bzw. Gallerie Semmler, oder auch im Pavillon an der Passage zwischen SZ und Stadthalle/Landratsamt?
Der Hauptteil der ca. 2 Std pro Monat (nach ca. 10 - 15 Minuten Allgemeines u. Organisatorisches zur Einleitung sowie zum Schluß) sollte wie folgt ablaufen:
Weinkaufs Idee scheint sinnvoll, wonach eine Liste ausgelegt wird (evtl. auch ein goldenes Buch), in der sich Vorlesewillige eintragen können.
In der Reihenfolge der Eintragewilligen können sich diese Personen dann innerhalb unserer Treffen innerahlb ca. 10 - 15 Minuten mit eigenen Werken präsentieren. Dies hätte zur Folge, daß pro Treffen nicht mehr als ca 3 - 4 Personen ihre Texte präsentieren, zwischenzeitlich pro Stück ebenfalls ca. 10 - 15 Minuten zum kritischen Hinterfragen zur Verfügung stünde.
Thom Delissens Idee ist es, die vorzutragenden Texte frühzeitig den interessierten Zuhörern zugänglich zu machen. Dies soll nebst Internet auch in Papierform geschehen; ausgelegt am zukünftigen Ort unserer Lesungen, bzw. an die Interessierten zugeschickt.
Möglicherweise ist die Gründung eines Vereins (evtl., wegen Steuergünstigkeit, eines gemeinnützigen) sinnvoll. Für Kosten (von Porto, Kopien, Getränke,... bis hin zu Werbung und dem Organisieren von öffentl. Lesungen) wäre dann die Entrichtung eines Mitgliedsbeitrags sinnvoll, nebenbei sollte dem Kind auch ein passender Name gegeben werden, ...
Am 17.02. gab es einen recht guten Artikel über den letzten Literatentreff nun auch von Peter B. Heim in der SZ. Dieser ist
hier
nachzulesen.
Ulf Schwager vom EA hat auch einiges Neues zum Weitergeben: Leider können wir den von uns favorisierten Raum im Künstlerhaus bei Harry S. wohl doch nicht bekommen. Bis 24.02. müssen wir versuchen, diesen anderweitig zu organisieren. Dieser findet das nächste mal am Donnerstag, dem 01.03. statt, zukünftig jeden ersten Donnerstag im Monat.
(Nachtrag vom 22.02: der Termin wurde um einen Tag auf Mittwoch, den 28.02. vorgezogen!)
Doch wir wollen uns hier weniger mit Mathematik befassen, obwohl manche auch dem Thema Literatur gegenüber eher mit wissenschaftlich-analytischerer Weise begegnen.
Beginnen wir mit dem Anfang:
Folgende Personen kamen neu in diese Runde dazu:
Frau Sybille Böhmer-Rawas
(Erding), Johannes Bekh (Rappoltskirchen), Albert Sigl (Erding) und Dieter Illeg (E.-Aufhausen). Bereits bei den letzten Treffen anwesend waren Wolfgang Weinkauf, Ulf Schwager, Thom Delissen und Walter Koppe.
Sind wir ungeduldig und blättern zum Ende:
Ulf Schwager (freier Redakteur des Erdinger Anzeiger) versucht fürs nächste Mal passendere Räumlichkeiten zu organisieren. Ganz konkret könnte man sich vorstellen, dieses dann bei kreativer Workschop-Athmosphäre im Künstlerhaus bei Harry S. in der Bräuhausgasse abzuhalten, wobei dies dann wohl in einem Monat, also ab sofort stets jeweils am 2. Donnerstag per Monat stattfindet.
Wichtig jedoch: sowohl Zeit und Raum stehen derzeit noch nicht sicher fest. Sobald Näheres bekannt ist, erscheint dies sowohl im Erdinger Anzeiger wie auch unter
xED.
In der zweiten Hälfte stellten erste Personen eigene Werken vor. Dieter Illegs bayrische Gedichte etwa werden demnächst in einem rosenheimer Verlag veröffentlicht, Sybille Böhmer-Rawas las aus ihrer Erzählung "Ardida", welche demnächst verlegt werden soll, Wolgang Johannes Bekh erzählte über seine Arbeit an der 600-Seiten-Biographie über Anton Bruckner, welches am 01. März erscheint, Wolfgang Weinkauf soeben erschienenes Buch "Die Philosophie der Stoa" wurde im Kreis herum gereicht und Thom Delissen las aus seinem Roman "Pforten zur Ewigkeit" vor, welches ebenfalls einen Verlag sucht - vielleicht einem eigenem. Auch der druckfrische Beitrag von Walter Koppe, einem Leserbrief der aktuellen Spiegelausgabe zur 68er-Debatte wurde vorgelesen, wobei sich wiederum eine neue spannend-brisante Frage auftat - der Bereich der politischen Literatur.
Die Präsentation eigener Werke konnte natürlcih nicht gleich beim ersten Mal eine umfassendere Kritik umfassen. In Ansätzen wurde dies aber auf durchaus kompetenter Weise getan, z. B. auch in Bezug der vorgetragenen Rhetorik.
Die Frage wird sein, wie zukünftige Lesungen stattfinden sollen. Konzentriert man sich auf wenige vorher ausgesuchte Werke, um diese ausgiebiger zu analysieren, was dann aber wieder nur einer bestimmten Elite in direktem Sinne nützlich ist, oder versucht man eine breitere Masse auch sog. Hobby-Literaten ein Podium zu bieten. Dann wiederum könnte es sinnvoll sein, ein zweites Treffen im Monat mit einer Art zweiten Bundesliga zu arrangieren, evtl. einer völlig eigenen "Saubach-Literatur" (Ulf).
Manche Fragen bleiben offen. So ziehen wir besoffen fürs erste mal den Vorhang zu.
Die Idee
Inhalt /Philosophie:
historisch geriet diese Initiative wie folgt ins laufen:
Parallel zum Aufbau kulturell allgemein interessanter Internetseiten, z. B. der Errichtung eines Künstler- und Musiker-ABC´s entspannten sich 1999 von xED aus erste web-Kontakte zu Wolfi Hofers Seiten (http://www.hofer.de).
Konkreter wurde der Plan aber erst, als sich im Nov. 2000 Thom Delissen per Mail meldete.
Im Dezember gab es ein erstes Zweier-Treffen im Dostojewski, in dem man den Plan faßte, einen Versuch zu unternehmen, in Erding ein Literatentreffen zu etablieren.
Beim nächsten mal kam Ulf Schwager dazu, der wiederum einige Adressen potentiell Interessierter nannte. So war man beim dritten Treffen zu fünft im "Duchesse", danach zu acht im recht engem Nebenraum im "Mayr Wirt" und zu neunt in April Turners Ausstellungsraum.
Idee war, die Region Erding auch kulturell aufzuwerten, Kommunikation stattfinden zu lassen.
Literatur und Kultur als Mittel; das Net als Hilfsmittel zur Info-Weitergabe und (z. B. via Link auf die eigene web-Seite) Möglichkeit eigener Präsentation.
Die einmonatlichen Treffen als Gelegenheit, eigene Werke zu präsentieren; Texte und Rhetorik vor kleinem für größeres Publikum zu testen;
sich mit Gleichgesinnten auszutauschen; gemeinsame Aktionen wie Lesungen zu organisieren; einen eigenen Verlag zu gründen; Anlaufstation für Literaturinteressierte und -neugierige zu sein;
möglichst nicht elitär, in einer locker-konstruktiven Stimmung und Athmosphäre auch junge Leute einzubeziehen, Erfahrung der Etablierten weiterzugeben;
mit anderen kulturell Interessierten zu kooperieren, sich z. B. mit Malern und Musikern zu treffen, um Kräfte zu bündeln, sich gegenseitig zu insperieren und auszutauschen.
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Erdinger Literatentreff Januar 2002
Erdinger Literatentreff Januar 2002 - Dezember 2002