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die Kultimative |
| Um 19 Uhr herrschte im Ausstellungsbereich II noch Totenstille - was einerseits dem Themenschwerpunkt durchaus angebracht schien, denn die Trümmerlandschaft aus Schuhkartons samt Leiche aus Pappmachè am Eingangsbereich des Frauenkircherls ließ nichts Gutes erwarten. Immerhin sollte sich die stadtzentrale Räumlichkeit im laufe des später werdenden Abends noch mit Leben füllen. |
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Kulinarisches wie
sinnliches Leben begann sich währenddessen in
Ausstellungsbereich II, einige hundert Metere entfernt,
zu entfalten. Von der kleinen ehemaligen Krankenhauskapelle den schmalen Flur mit dem reichhaltigem Buffet entlang bis hinüber zum Foyerbereich des Landratsamtes drängten sich bald die Massen - Künstler, Besucher und lokale Promenenz. |
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Als von dort die ersten leisen Flötentöne erklangen war
dies das Zeichen für neuerliche Bewegung: der offizielle
Teil hatte begonnen. Die Akteure aus Dorfen, ... & Peter Hackel gaben gewohnt gekonnt Klassisches und Südamerikanisches zum Besten; zauberhaft das Flötenspiel der gebürtigen Brasilianerin. Die musikalischen Darbietungen wechselten mit den Eröffungsreden von Landrat Xaver Bauer, Bürgermeister Bauernfeind und der KVE-Vorsitzenden Annemarie Werhazy. |
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Während die politischen
Amtsträger die Arbeit und den Wert des Kunstvereins würdigten,
lobte auch die gebürtige Ungarin die Mitglieder, grad
deren Zusammenhalt bei der Organisation, und auch die
Jury, die aus einem noch größerem Angebot der Kunstschöpfungen
die schwierige Wahl hatte. Dann kam Werhazy allerdings auch auf die alljährlich vergeblich vorgetragene Bitte des KVE an Bauernfeind, ihren Mitgliedern doch eine längere Ausstelldauer einzuräumen, als in etwa Einzelausstellern. Immerhin hat ein 200 Mitglieder starker Verein nicht nur einiges mehr zu bieten, sondern auch einen riesigen organisatorischen Aufwand zu leisten. Die Meinung der Besucher war dann in einer anderen Weise gefragt, denn ähnlich wie bei der Jahresausstellung des Fotoclubs waren auch hier die fünf Favoriten zu bestimmen. |
| Doch vor alledem und den teils regen Diskussionen kam der Part an Peter B. Heim, der diesmal nicht nur als Redakteur der Erdinger SZ in Erscheinung trat. Mit wohlbekannt schwarzer Pudelmütze und roten Turnschuhen gab der schlacksig Lange Selbstverfaßtes zum Besten - eine mit einer gewissen Ironie jedoch eher düsteren Beschreibung eines verlagssuchenden Literaten, der des vergebenen Wartens überdrüssig den Postboten erschießt und im Kittchen landet - ohne Blick auf die Post-Zulieferung. |
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Ab etwa 21 Uhr kam Leben
in Ausstellbereich II; denn der Menschenfluß bewegte
sich dem derzeit weltbewegendem Thema entgegen. Terror
und Krieg war hier thematisch aufbereitet. Trümmer,
dunkeldüstre Farben, zerfetzt-gespenstische Körper und
Schatten, hingen, lagen, standen aufgereiht. Doch eines
überragte die andren: Harry S. auf Leinwand festgehaltene "letzte 1000stel Sekunde vor dem Aufprall". Und natürlich hatte wiedereinmal er selbst sich in den zu Tode stürzenden versetzt, sich durchaus öffentlichkeitswirksam in Szene gesetzt. |
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- Den Publikumspreis
gewann allerdings mit Uschi Stick ein weit unauffälligerer
Triptichon aus dunklen Schatten. Werhazy, Penzenstadler, Klemm, Peis und Schober folgten auf den Plätzen. Noch viel interessanter: |