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"missverständnisse" hieß der erste zentrale begriff am beginn des info-treffens am 07.10., dem sich dieter hartdegen (wasg-kreisvors. ebe/ed) zu widmen suchte, um ihn daraufhin auszuräumen. nachdem man sich zuvor als gegnerische sandburgen verglich und erdinger treffen nicht zustande kamen, weil es dazu kein ok aus ebe gab, waren die fronten angespannt - wobei auch die nächsten begriffe missverständlich waren. egal, ob es organisation oder versammlungsleitung betraf - die erdinger fanden sich vor vollendete tatsachen gestellt.

wir haben keine andere chance, als dass linkspartei und wasg zusammenzugehen, meinte hartdegegen. die frage allerdings ist wie man das tut. während die linkspartei die vereinigung schon bis märz 2006 anstrebt, will man sich selbst dafür zwei jahre zeit geben; und bei diesem zusammenschluss plädiert hartdegen für eine "union", in der die jeweilige landesmehrheit der mitglieder von wasg und linkspartei darüber entscheidet, wie und mit welchem namen man in erscheinung tritt.
karl schäfer (wasg, aus wartenberg) bezeichnete die 8,7 % als schönen erfolg. er wies daraufhin, daß dieses ergebnis nur durch das gemeinsame vorgehen zustande gekommen sei, nur so wären die leute auf uns aufmerksam geworden. deshalb fragte er sich, ob die vorbehalte der wasg gerechtfertigt sind. walter koppe ergänzte, daß die mehrheit der abgeordneten der linkspartei heute aus dem westen stammen. damit sei die zeit vorbei, in der man als ost-partei dargestellt werden konnte. wir haben jetzt drei jahre bis zu den nächsten landtags- und kommunalwahlen zeit, und verfügen über berlin über völlig neue möglichkeiten und strukturen, um sich als gesamtdeutsche partei darzustellen.
hans elas (gew, dorfen) ergänzte, dass es vorurteile ja auch zwischen nord und süd gäbe, deshalb sollte man sich viel besser an sachfragen orientieren, und hier seien die gemeinsamkeiten zwischen wasg und linkspartei beinahe deckungsgleich. hartdegen schränkte ein, daß sich die unterschiede derzeit gerade bei einer forderung nach einem 100-tage-programm, etwa einem kommunalen investitionsprogramm sichtbar würden. ausserdem nannten einige wasg-vertreter positionen der linkspartei/pds als neokonservativ, eben dort, wo sie in ländern und regionen mitregiere. andere zeigten verständnis, da man als kleinerer regierungspartner etwa auch kröten schlucken müsse. das beispiel zeigt immerhin, dass man im derzeitigen prozess der findung auch gar keinen anderen weg als den der opposition geben könne.

nach matthewskis hinweis (wasg, markt schwaben) sich dem hauptpunkt des abends zu stellen, konzentrierte man sich nun auf namen und aktion regionaler strukturen in erding.
beim namen der arbeitsgruppen einigte man sich schliesslich darauf, daß diese unter dem namen der beteiligten parteien (also wasg / linkspartei) auftreten; hinzufügungen wie "linke gruppe", "linkerdinger", ... zulässig sind.
in den nächsten wochen werden aktionen geplant oder angedacht, etwa vor arbeitsämtern (johannes böhm), über die situation am airport (der zusammenhang von billigarbeitern, billigfluganbietern und der notwendigkeit einer dritten startbahn).
amadeus und gewerbesteuer, eine analyse der verfassung, erste erfahrungen einer berlin-abgeordneten sollen demnächst ebenfalls thematisiert werden. 

gegen ende des treffens gab es genügend punkte, die man gemeinsam angehen wollte. die meisten der missverständnisse zu beginn des abends waren weit in den hintergrund gerückt.