Idole und Ideale, was waren das gleich wieder?
Braucht unsere heutige Gesellschaft solche altmodischen Begriffe?

Heisst der Gott der Neuzeit nicht Dax?

Ist es nicht so, daß der Aktienkurs eines Konzers um so höher steigt, je mehr Mitarbeiter er entlässt, je mehr er seine Mitarbeiter ausnutzt?

Hat der Niedergang der Ideale etwas damit zu tun, weil die nicht zu den neuen Göttern passen?
Und stellt nicht der derzeitige Glaubenskrieg zwischen den Völkern gerade diese Frage nach den Werten?
Heisst Globalisierung nicht: "Es gibt nur einen Gott!" ... und dieser kommt aus dem Abendland?

Von dort kommen längst keine Philosophen mehr, sondern Wirtschaftswissenschaftler, aber auch Formel-Eins-Stars, Action- und Video-Helden.
Anstatt auf zehn Gebote basieren deren Ziele auf zehn Ziffern, die weniger mit einer Lehre als mit einer Leere einhergeht, die von Innen kommt, weshalb das Äussere das Gegenteil zeigen soll.
Zaghaft beginnen die wenigen glaubwürdig gebliebenen Politiker den Ansatz einer Wertediskussion, welche kaum ausgesprochen, schon wieder in der Realität verhallt:, weil sie kaum Möglichkeiten der Umsetzung findet.
Da erkennt Ex-Bundespräsident Roman Herzog über die Ermangelung gesellschaftlichen Engagements und Werte eine geistige Erstarrung, und fordert einen Ruck, der durchs Land gehen soll, und auch Nachfolger Johannes Rau mahnt das Dilemma an, wiederholt die Forderung nach sozialem Engagement, und Anerkennung der in Ehrenämtern Tätigen.

Doch Vorsicht! Vor Ehrenämtern dringend gewarnt!

Statt einer theoretischen Debatte möchte ich einige Erfahrungen aus erster Hand weitergeben, die einen Teil des eigenen Lebensweg ausmachten, und dessen Beschreibung spannend genug ist.
Wenn schon nicht in Romanform - es wäre ein Versäumnis anderen gegenüber, dies nicht zu beschreiben - Warnungen sollen ausgesprochen und verstanden werden.

Als Idealist fällt es schwer, anderen eine eigene Sensibilität auszureden, um die eigentlich wichtigen Erfahrungen nicht zu machen, andere von sozialem Engagement abzuhalten.
Ich warne nicht nur vor dem Ehrenamt, sondern auch vor jenen Leuten, die einem auf dem Weg in die Sackgasse eifrig auf die Schulter klopfen, solange, bis du weder vorwärts noch zurück kannst.

Meine Hoffnung, dass diese Erfahrungen schliesslich dazu dienen, nicht nur als oberflächliche Neujahrsreden zu beginnen, sondern sie in die reale Welt zu führen.
Um das Dilemma der Situation von Engagement und Ehrenamt sichtbar zu machen.