|
Vorgaben:
Im Zentrum des Entwurfs (Wettbewerb Solar Buildings) stehen die funktionalen, energiesparenden und ästhetischen Möglichkeiten der Sonnenenergie.
Ideen zum Gebrauch der Sonnenenergie in Gebäuden sollen einen Beitrag zur Lösung der Umwelt- und
Energieversorgungsprobleme im Allgemeinen leisten, wobei auch Entwurfsideen aus historischen Architekturbeispielen
und energiewirksame natürliche Kreisläufe entnommen werden können.
Energiewirksame natürliche Kreisläufe als auch die neuesten
Entwicklungen auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technologie sollten als
potentielle Quellen für innovative Entwurfsideen aufgezeigt werden.
Außerdem sollten Einflüsse der gegenwärtigen Formen der
weltweiten Energieverbrauchsgewohnheiten auf unser Leben und das Entwerfen von
Zukunftsgebäuden untersucht werden, um dabei einen Blick auf die Definition der
denkbaren zukünftigen Rolle des Architekten zu werfen.
In dem Arbeitsprozess sollte man sich damit auseinander setzen, wie
energiesparende Häuser von hoher architektonischer Qualität in Zukunft
aussehen können. Neue Technologien sind oft Inspiration für neue
architektonische Ausdrucksformen gewesen. Wegen der steigenden Wichtigkeit der
Sonnenenergie als eine innovative Schlüsseltechnologie, sollten Gebäude, die
diese Technologie beinhalten, sowohl weitere Innovationen in Bezug auf unsere
heutigen Energiebedürfnisse anregen, genauso wie neue Architekturformen, die
auf der Anwendung der Solarenergie basieren mögen.
Gebäude im Detail
|
Von den Vorgaben zur Planung
Aufgabe:
In der Kleinstadt Bad Doberan soll ein multifunktionales kulturelles Gebäude
errichtet werden.
In Absprache mit der Stadt wurde der gelb
eingefärbte Standort (links) festgelegt.
Der Entwurf soll für die Stadt Bad Doberan zum Ausdruck bringen, dass neben
der Traditionspflege in Gründerzeithäusern und mit dem Molly, sich eine
moderne und zukunftsorientierte Stadt entwickeln kann.
städtebauliche Herangehensweise:
Ich fand in der unmittelbaren Umgebung einen historisch
hoch sensiblen Bereich vor.
Das unmittelbare Nachbargebäude war einmal das
Wirtschaftsgebäude eines ehem. Klosters, dessen nächstliegender Gebäudeteil
direkt über dem Mühlenbach das erste Kraftwerk der Region. Damit
war klar, dass die Planung eines Gebäudes der "Neuen Energien" nur
in Verbindung mit dem historischen Gebäudeteil funktionieren kann, womit auch
ein architektonischer Bezug sinnvoll ist.
Nur wenige 100 Meter in nordöstlicher Richtung liegt das Doberaner Münster,
als wesentlichster Teil des Klosters war es seit dem 13. Jh. auch das
kulturelle Zentrum Mecklenburgs. Auch dieser historisch-kulturelle Bezug soll
mit dem neuen "multifunktional kulturellem Gebäude" in Verbindung
treten.
|