Kurzvorstellung
Quasi ungewollt wurde ich in die Politik hineingeworfen, mit zwei Großvätern
als Bürgermeister, wie sie unterschiedlicher kaum sein konnten
- Hans
Schmidmayer (SPD), von 1948 - 66 in Erding, und
-
Adolf Koppe in Freilassing (1933-39) und Dolsk (Polen, 1939-45), war zuvor von 1928-33
NSDAP-Landtagsabgeordneter in Sachsen.
1984 trat ich der ökol. Erzeuger- und
Verbrauchergenossenschaft Tagwerk e.V. bei,
gehörte 1990 als Nr. 4 der Grünen Kreistagsliste in Forchheim an,
jenseits der 30 holte ich Mittlere Reife und Hochschulabschluss nach,
studierte in
Wismar Architektur
(1993 – 98), erlebte dort die Auswirkung extrem hoher Jugendarbeitslosigkeit, wie Alkoholismus und Rechtsradikalismus, wurde selbst
Opfer einer Auseinandersetzung, und suchte als gesellschaftspolitisch denkender Architekt nach Lösungen, schrieb das Konzept
eines offenen Kultur- und Jugendhaus, und gewann 1999 als Vorsitzender des gemeinnützig anerkannten Vereins
Brutto e.V. den bundesweiten Innovationswettbewerb der
Münchner AnStiftung.
Aufgrund meines Engagements, auch als Jugendleiter beim Stadtjugendring, überzog ich die Regelstudienzeit, mir wurde das BAföG
gekündigt; kurz vor dem Diplom (Thema: "Solargebäude im
Mühlenteich") wurde ich exmatrikuliert.
Man
hört so häufig von der Förderung gesellschaftlichem Engagements. Ich wurde
dafür geehrt – und weggekippt!
Immerhin
überlebte ein Teilprojekt von damals, und wird inzwischen in fast 500
bayrischen Städten und Gemeinden als lokale Pendler-Mitfahrzentrale eingesetzt,
z.B. in München (www.muenchen.de/mifaz).
Bis
2005 gleichberechtigter Geschäftsführer der MiFaZ GbR, überließ ich das
Projekt wegen zunehmender Arbeitsüberlastung als Schichtarbeiter am Münchner
Airport (Bodenverkehrsdienst, BVD) meiner ehem. Brutto e.V.-Partnerin Inna
Janssen.
Ausgangsplattform
auch für weitere Projekte war die eigene lokale Kulturplattform
www.xED.de.
Damit
lernte ab 2001 auch der
Erdinger Literatentreff
das Laufen, dessen
Vereinsvorsitzender ich von 2002 - 2006 war, woraus sich die regionale
Kulturzeitschrift „Gedanken-Sprung“ (10 Ausgaben),
sowie div. Aktionen, wie z.B. eine Lesung gegen den Irak-Krieg entwickelten,
das Konzept zu einem Kultur- und Bürgerhaus in der ehem. Post beschrieb, nebenbei auch eigene
literarische Texte, wie über
Die verschiedenen Wahrheiten.
Wesentlichste Philosophie war
es auch hier, unterschiedlichsten Menschen und Wahrheiten ein Forum zu
geben, Alt und Jung, Profi- und Hobby-Autor zu vernetzen, Lust aufs Schreiben,
Mut zur eigenen Meinung, Möglichkeiten der Präsentation, auch der Darstellung
eigener Texte oder in Richtung Kabarett und Kleinkunst zu fördern; schrieb zwischendurch
Berichte für den Kulturteil einer Zeitung,
verfasste Jahre zuvor innerhalb einer Ferienfreizeit ein
Kindertheater,
um dabei zu erleben, wie wunderbar diese im Rollenspiel aus sich herauswachsen.
Ab
2003 bis Anfang 2009 war ich vor allem Schichtarbeiter am Münchner Airport (ver.di-Mitglied).
Im Dez. 2008 wurde mir gekündigt, habe seit Feb. 2009 Termine am Arbeitsgericht. Die
Umwandlung von tarifgebundenen Arbeitsverträgen in Billiglohntöchter, inkl.
der Kündigung eigenständig denkender Mitarbeiter, z.B. auch Betriebsräte der Liste: „Arm trotz
Arbeit“ ist dort aktuelles Thema.
Gerade im
Bereich des Bodenverkehrsdienst wird ein sehr schwerer Job für viel zu wenig Geld geleistet, begründet durch einen sonderbaren Wettbewerb -
in wessen Interesse?
- Wieder aussortiert konnte ich zumindest meine eigenen Erfahrungen
niederschrieben, siehe:
www.mucarbeiter.de.
Meine Aufgabe als Bundestagskandidat der Linken sehe ich natürlich auch darin, eine
politische Vertretung für die Tausenden Kollegen am Münchner Airport zu sein,
auf ihre Situation aufmerksam zu machen und ihre Rechte zu vertreten.
Offiziell bin ich seit 2008 Mitglied der Linkspartei, war zur Kommunalwahl im März
2008 Spitzenkandidat von
ALLE
(Alternative Linke Liste
Erding)
für die Stadtratswahl. Zwar überwanden wir
nicht die sehr hohe Hürde von 215 Unterstützerunterschriften, erzielten mit 113 aber
immerhin einen
Achtungserfolg.