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politische Vorstellungen

Ich sei ein grüner Linker, meinte der KV-Vorsitzende für EBE/ED, Dr. Jürgen Löbel, und das ist wohl die schnellste richtige Etikette. 
Weil mein politisches Selbstverständnis etwas mit einer ganzheitlichen Philosophie zu tun hat, steht neben der Ökologie z.B. auch der Wert kultureller und damit geistiger-kreativer Vielfalt ganz oben mit dabei, inkl. der Frage: Ist eine solidare gerechte Gesellschaft möglich?

Ich denke, Voraussetzung dafür ist, den einzelnen Individuen inneren Wert, Stärke und Mut zu vermitteln; eine Lust, sich mit unterschiedlichsten Themen auseinander zu setzen - also dem Gegenteil wie unter rot-grüner Regierungsverantwortung, als der Wettbewerb des Immer-Billiger auch ein entsprechendes Selbstwertgefühl zur Folge hatte, als das sich gegeneinander ausspielen lassen in Mode kam, und sich die Unterschiede zwischen Oben und Unten stetig vergrößerten ...  

Die Weltwirtschaftskrise war vorauszusehen, auch aufgrund deutscher Verantwortung. Wer als Exportweltmeister gleichzeitig eines der wenigen Länder Europas ohne Mindestlohn ist, gibt als Trendsetter auch für andere weiter: „Dumm ist wer arbeitet“ – intelligent dagegen, wer aufgrund hoher Renditen arbeiten lässt, sich dabei auch keine Gedanken machen möchte, auf welche Art derlei hohe Renditen zustande kommen.  

Lohn- und Sozialdumping verschaffte Deutschland gegenüber den anderen Staaten einen gewaltigen Produktivitätsvorteil, und machte es damit zu den Anführern im globalen Wettbewerb des Immer-Billiger.

War es schließlich nicht genau diese Philosophie, die den Häusle-Bauern einen Strich durch die Rechnung machte, als diese ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen konnten?  

Dass genügend Kapital vorhanden war, um die Wirtschaftskrise erst gar nicht zum Ausbruch kommen zu lassen, zeigen die riesigen Geldsummen, die in die „Verteidigung“ deutscher und US-amerikanischer Kapitalinteressen am Hindukusch oder in Somalia eingesetzt werden. Leistet der Lissabon-Vertrag derzeit nicht gerade die Fortsetzung dieses Wegs, d.h. weitere Kriege auf Kosten des Sozialabbaus?

Für mich persönlich steht vor allem die Frage: Auf welche Weise lassen sich derlei Fragen noch besser in die öffentlichen Diskussionen bringen?

Als grünlich perspektiv-offener Linker sehe ich die Einbeziehung von unterschiedlichst Motivierten, auch Künstler, Musiker, Autoren, alternativen Plattformen, zahlreichen Gespräche, um sich „sogar“ in Bayern eine jugendlich-frechbunte Basis aufzubauen. Zeit wär’s!  

Lasst es uns gemeinsam und solidarisch versuchen!

Walter Koppe

 

3. Startbahn / A94

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