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Die Baracken der Vertriebenen
Eichenkofener |
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Aus Anlass der 950-Jahrfeier sind in diesem Jahr in Eichenkofen eine ganze Reihe von Aktivitäten geplant,
dabei ist grad auch die nähere Geschichte inte- ressant; von vielen noch erlebt
beein- flusste die unmittelbare Nachkriegszeit
Manche der bis zu 600 Menschen, ehe- malige Flüchtlinge, die vorübergehend in den 20 Baracken nördlich des Ortes Platz fanden,
viele auch der Nachfolgegene- rationen fanden den Weg in den Saal, um dem Dia-Vortrag von Erika Beil zu lauschen, und den Wirtsraum fast zum
bersten zu bringen. Längst integriert und dem tiefsten Bayrisch mächtig, erinnerte man sich an das beengte Lagerleben; und als Beil die Namen der auf den Fotos abgebildeten nannte, ging ein Raunen, ein Staunen und Lachen durch den Saal, oder es wurden manche Geschichten getuschelt. |
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50 Jahre nach Schließung der letzten Baracke ist nicht mehr viel übrig vom Lagerleben. Über die Fundamente ist Moos gewachsen, und auch Hasen und Rehe haben sich ihr Revier längst zurückerobert. Was bleibt, sind Erinnerungsfotos, darauf Faschingsumzüge, Kindergeburtstage, Wettkämpfe, Tanz, Theateraufführungen, das erste Motorrad, und auch wieder Hochzeiten, eine Dreifachhochzeit sogar. Zeichen der allmählichen Normalisierung, des wirtschaftlichen Aufschwungs. Immer mehr Menschen fanden in der Region eine längerfristige Heimat; andere wanderten aus; ab 1952 wurde die Siedlung geschlossen, löste sich auf, zerfiel. Manche jedoch blieben in der Nähe. Für den gebürtigen Eichenkofner Hellinger (im Bild oben, links), der das große Festwochenende ab 22. Juli 2002 mitorganisiert, wird es auch eine Reise in die eigene Jugendzeit sein, wenn die Baracken für den einen Tag aus dem Gras- und Waldland zu neuem Leben erwachen. Alte Karten helfen dabei, die Grundrisse der einzelnen Gebäude zu markieren, und mit Schnüren abgegrenzt den Besuchern eine Ahnung vom Siedlungsleben zu geben. Vielleicht kommen noch einmal alle zusammen; ein letztes Mal, ehemalige Nachbarn aus Schweden, aus den USA, oder von wo auch immer, um Gemeinsames sich in Erinnerung zu rufen. |
mehr Info über www.eichenkofen.de