Die Sonne lachte pünktlich zur Einweihung der neuen Solaranlage zu Maria-Himmelfahrt. Und so profitierten dank der Sonnenenergie nicht nur die 32 m² Solarzellen der ziemlich exakt nach Süden ausgerichteten Dachfläche am Bendl-Haus an der F-X-Mayr-Strasse; sondern auch die Gespräche bei Kaffee und Kuchen, bei Wein und Pizza, und den Salaten der zwei Dutzend Besucher, zu denen sich kurzzeitig und in ökologisch durchaus verträglichem Rennrad-Outfit auch Bürgermeister Bauernfeind gesellte.
Beim offenen Sommerfest der ödp war natürlich auch der Erbauer der Anlage, Norbert Hufschmid-Steinmetz (2. Bild, links), sowie der Energiewendeverein mit Herbert Maier (3. Bild) vertreten, und nebst einem Blick vom Garten auf die flachen Module der dunklen Oberfläche waren auch die technischen Details im Keller eine Begutachtung wert.
Und ödp-Stadträtin Bendl verkündete stolz, daß am gestrigen, nur teilweise sonnigen Tag immerhin 14,9 kW Strom auf diese umweltfreundliche Art geerntet werden konnten.
Maier betonte einer Nachfragerin, daß es zwar durchaus möglich, aber nicht sinnvoll sei, diese Energie nun direkt für den Eigengebrauch zu verwenden. Das Einspeisegesetz für diese erneuerbarer Energieform macht es allerdings sinnvoller, den Strom in das öffentlich zugängliche Netz einzuleiten; immerhin werden auf diese Weise derzeit 48,1 Cent pro kW vergütet.
Allerdings stelle sich die Länge dieser Förderung, denn ein Regierungswechsel könne das Ende dieser Förderprogramme und damit eine Trendwende gegen alle weitere Investitionen in diesem Bereich bedeuten.
Diese Befürchtungen schlügen sich bereits, trotz der zuletzt stark gewachsenen Umsätze bei den Aktien im Bereich regenerativer Energien wieder; grade nun, im Zeitalter der sichtbaren Klimaveränderung mit möglicherweise katastophalen Folgen.
Doch wie kann das nur viel zu langsam wachsendem Bewußtsein in der Bevölkerung für diese Zusammenhänge gefördert werden?
Leider ist es derzeit ist es immer noch "in" mit möglichst durchgedrücktem Gas-Pedal durch die Lande zu rauschen um Energie zu verschwenden als auf derart langweilige Art Strom zu gewinnen, und so wird es wohl noch ein wenig dauern, bis die "Sonne" auf dem Dach ein ähnliches Statussymbol ist wie der "Stern" auf dem Auto.
Roswitha Bendl jedenfalls hat ihren Beitrag dafür geleistet.
Walter Koppe