Einladung zum Kultur-Wochenende
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Vom 29.11. bis 01.12. in der "Reifenhalle" des Eicher-Geländes in Forstern

Durch den Abriss des Eicher-Geländes geht ein Stück Industrie- und Arbeitergeschichte im Buckelbayrischen (fast ein Widerspruch) endgültig verloren.
(zur Firmengeschichte; Eicherfreunde)

An den letzten 3 Tagen vor dem Abbruch des Eicher-Industriegeländes werden wir aus gegebenem Anlaß viele von unseren durchaus industriedörflich inspirierten Songs in bayrischer Sprache zur Aufführung bringen.

Etwas besonderes also, nicht nur weil Otto und ich in Forstern aufgewachsen sind, auch Kathrin hat mehrere Jahre dort gelebt.

Edi Speckmeier (1000 Heftl)


Das Programm:

29.11.-01.12.: Kunstausstellung von Gottfried Bach: WORKOUT

29.11. Vernissage:
19 Uhr mit Bürgermeister Georg Els und Kunsthistoriker Dr. Rupert Schreiner
20.30 Uhr: Konzert der 1000 Heftl (links)
(Holzapfel, Speckmaier, Nagy, Hohentanner, Köstlmeier, Lenz, Weingärtner)

30.11.-01.12. Industriegeschichte:
............. 11 - 16 Uhr: Traktoren, Autos, Bilder, Videos, sowie ein letzter Rundgang durch die leeren Hallen;
...................................Erinnerungen an das Forsterner Wirtschaftswunder

30.11. 20.30 Uhr: Konzerte mit den
...............................Futon Noir (& Lill' Monkey)
...............................TNT
.............................."Die Zündler"

01.12. 11 Uhr: Jazz mit Dieter Knirsch & Friends


Eintritt: 5 Euro (gilt für alle Veranstaltungen)!
Gottfried Bach:

Auf der Industriebrache der einstmaligen Traktorenfabrik Eicher in Forstern hatte ich seit einigen Monaten die einmalige Gelegenheit, vor dem Abriss der Werkgebäude und der Entstehung eines neuen Wohngebietes, bis zum Anrücken der Abbruchmaschinen meine ganz persönliche Form des "WORKOUT" zu vollbringen.

Im Erdgeschoss von Gebäude 11 kann ich so meinem lang gehegten Wunsch realisieren, unter nahezu klassischen atelierartigen Licht- und Raumverhältnissen auf der ungeheuren Fläche von fast 700 qm an Serien von großformatigen Bildern gleichzeitig zu arbeiten.


Bach hier bei der Jahresausstellung des KVE
Serien bieten die wunderbare Möglichkeit durch die Parallelität der Aktionen, sowohl im künstlerischen als auch im handwerklichen Bereich, mich ständig ungehemmt im Grenzbereich des bildnerischen Prozesses kontinuierlich bis zum Zielpunkt vorzubewegen.

Die Möglichkeiten des schier unbegrenzten Umgangs mit Farbe, sowohl in ihrer Ästhetik als auch in ihrer Formfindung und Interpretation, sind für mich immer wieder wie spannende und aufregende Expeditionen in unbekanntes Terrain.

Dynamik, Rhythmus, Intensität und Sensibilität.

Meine Farb- und Formimpulse, die sich auch in meinen ungegenständlichen Bildern manifestieren, sollen für den Betrachter ihre Herkunft nicht verleugnen. Mit den Mitteln der Sedimentierung, dem Überlagern verschiedener Farbschichten sowie malerischer Energie, dem Träufeln und Schütten von Farbe, dem spielerischen und auch heftigen Einsatz von Pinselschrift und Malgerätschaft entsteht so die Partitur der einzelnen Werke. Die freiwerden Kräfte bei der Bildwerdung zeigen die Verwandlung und Verdichtung meiner eigenen Natur, bilden in ihrer Abstraktion eine Spiegelung meiner Subjektivität und Emotionalität. So entstehen Farb- und Raumklänge sowie Strukturen aus meiner mir eigenen Intensität und Sensibilität.

Die Gratwanderungen zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit, meditativer Ruhe und expressiver Geste sind Ausgangspunkt und Ziel bei meinen Bildfindungen zugleich.

Der Wechsel zwischen spontaner und konzentrierter Aktion, enormer Geschwindigkeit und bedachtsamer Bewegung, brachialer Gewalt und spielerischer Leichtigkeit, machen für mich den Malvorgang zu einer emotionalen und existentialen Notwendigkeit.