Dorfen: Parkplätze am Krankenhaus
Arbeitsplätze kontra Naturerhalt?


Die Stellplatzfrage rund ums Krankenhaus beschäftigt derzeit die Dorfener.

Hanna Ermann, Dorfens engagierte Grüne Stadträtin steht dem Konzept, welches durch die Erweiterung um das Ärztehaus den Fortbestand des Erdinger Ablegers des Kreiskrankenhauses sichern soll, eigentlich sehr positiv gegenüber
- wenn da nicht durch die Erweiterung der notwendigen Stellplätze eine besondere Problematik auf Dorfen zukäme.
Jedenfalls ist für Ermann völlig unverständlich, daß sich Landkreis und Bauherr des Ärztehauses für die schlechteste aller möglicher Varianten entschieden, um die zusätzlich geforderten genau dort zu errichten, wo sich mit einem artenreichen, bis zu 200 Jahre alten Laubwald ein wertvolles ausgewiesenes Biotop befindet (B).
Dabei würde es laut der Dorfener Grünen auch ohne jede Naturzerstörung gehen:
entweder nordwestlich des ehem. Schwesternwohnheims (C), oder noch besser und platzsparend, mit Hilfe eines Parkdecks am bereits vorhandenen Parkplatz (A).

Verwunderlich, daß zwar die Kosten eines solchen Stahlskelettbaus, auf der anderen Seite aber kaum Kosten- und Nutzenrechnung aufgemacht wurden.
Denn neben der Kosten für Grunderwerb, Rodung, Vorbereiten des Geländes, ... würde dies direkt an Dorfens Eingangstür eine schwerwiegende Beeinträchtigung durch Betonstützmauern bedeuten, ginge ein Stück "Grüner Lunge" verloren; würde die Möglichkeit verbaut, den Gehweg in diese Grünfläche zurückzuverlegen; vor allem aber würden sich durch das Abholzen des Baumbestands für das Krankenhaus-Areal selbst Nachteile ergeben, denn geht der Blick derzeit ins beschaulich Grüne, ginge er nach dessen Abholzung auf den Verkehr der Bundesstraße.


Hanna Ermann im Kreis der frisch gewählten Bezirkstagskandidaten Krüger und Sossau-Thiede