Wie Abfall aufgespießt werden 
 
... anstatt Missverständnisse zu klären


Wenige Wochen nach Erscheinen des SZ-Bericht (rechts) war der Verfasser zum Pressesprecher im Erdinger Rathaus aufgestiegen


Am 22.02.2003 erschien dieser sehr seltsame Artikel in der Erdinger SZ (rechts).  Ich (Walter Koppe) hatte zuvor noch nie mit einem Herrn Wanninger zu tun gehabt. Ich wunderte mich. Wenn ein Redakteur schon einen solch üblen Bericht verfasst, sollte sich dieser dann wenigstens mit dem Thema auseinander gesetzt haben. Ganz offensichtlich war dies aber nicht der Fall.

Als Beteiligter der Stadtratsitzung war ich durchaus noch bei der Sache, als Bürgermeister Bauernfeind gegen 21 Uhr den Antrag der Stadt recht flott ablas, unabhängig wie "laut lachend auf die Schenkeln schlagend" (?) sich Wanninger die Herren und Frauen Räte nun vorstellen mag.
Allerdings bleibt im Interesse von Erdings Bürgern zu hoffen, dass sich diese nicht dem Niveau Wanningers anpassen.

Zur Sache: Egal ob Antrag, Nachfrage oder Kooperationsangebot: Es scheint sinnvoll die Möglichkeiten zu klären, unter welchen Umständen Lesungen des Erdinger Literatentreff in der Erdinger Stadtbücherei möglich sind, so wie dies für uns zuletzt auch recht unkompliziert in Germering, München-Haselbergl, Kirchheim und Ebersberg funktioniert hat.
Um dies zu formulieren, und daran ist nichts lächerlich noch unrecht oder verwerflich, gibt es allerdings weder Termin noch Zeitdruck.

Tatsache ist, dass Stadtrat Gotz (immerhin CSU-Fraktionsvorsitzender) Monate zuvor die Stadtbücherei nicht nur per "privater Meinungsäußerung" empfohlen hat (Wanninger: "der habe ihm gesagt"), sondern über den Erdinger Anzeiger höchst öffentlich (siehe unten, vom 11.11.2002). 


Erstaunlich am "Aufgespießt" ist die Art sich auf Kosten eines anderen zu profilieren. Wieso tut jemand so etwas?

Wäre es nicht interessant, die Motivation dahinter zu kennen? 

In der Funktion als Vereinsvorsitzender gab es im Dezember 2001 schonmal einen sehr erstaunlichen Bericht in der Erdinger SZ, welcher mir sogar den Sprung aufs Titelblatt einbrachte - ebenfalls eher einem Todesstoß ähnlich.

Jedenfalls hätte Erdings Literatentreff daran zerbrechen können (siehe hier), als eine Redakteurin, mit der ich  (genauso wie Herr Wanninger) zuvor noch nie etwas zu tun gehabt hatte, damals in Begleitung des Leiters der Landkreisbücherei und Erdings Stadtschreiber (beide damit im Dienst von Landkreis bzw. Stadt Erding) zu Beginn eines unserer Treffen auftauchte, um dieses kaputt zu machten. Am nächsten Tag titelte die SZ, ich hätte den Leiter der Bücherei im Gymnasium angegriffen, und wäre "in den eigenen Reihen unter Beschuss" geraten - obwohl die anwesenden Mitglieder des Literatentreff hinterher bestätigten, ich hätte auf ruhige Art lediglich die stets wiederholten Vorwürfe abgewehrt, und wiederholt aber vergeblich gebeten, die Auseinandersetzung an einer anderen Stelle zu lösen. Auch hier hatten sich zwar die Anschuldigungen im nachhinein als falsch erwiesen, und ich wurde erneut zum Vereinsvorsitzenden wieder gewählt, doch das Problem war deshalb lange nicht gelöst.

Ganz wesentliches Motiv des Erdinger Literatentreff (hier ein knappes Jahr später im Erdinger Seniorenheim): einen Austausch zu ermöglichen; z. B. zwischen Jung und Alt. 

Ich führte deshalb auch mit SZ-Chefredakteur Zeller ein längeres und wie ich denke klärendes Gespräch. Leider verließ Zeller Erding bald danach. Weitere Extremerlebnisse sollten folgen. 

Die Frage ist doch: wie kommt es zu solchen Situationen zwischenmenschlicher und -institutioneller Art, grad wenn man glaubt, offene Ohren zu besitzen, und die Forderung nach besserer Kommunikation innerhalb eines kulturellen Vereins nicht nur auf der Fahne führen will.

Da versuchte ich von xED-Beginn (1999) an mich mit der Stadt abzusprechen, später (2000) die lokale MIFAZ an diese weiterzugeben - es gab nicht einmal eine Antwort.
Dann freut man sich den ganzen Tag auf das telefonisch mit einem Stadtrat ausgemachten Treffen, um endlich auf unkomplizierte Weise Missverständnisse auszuräumen - doch man wartet vergebens. Es gab weder eine Entschuldigung noch ein Angebot zu einem alternativen Gesprächsangebot. Wie, wenn es gar kein Interesse gäbe, Missverständnisse auszuräumen?
Vielleicht macht es für manche einen besonderen Reiz aus, die eigenen Vorurteile zu zementieren, in Schwarz-Weiss-Schablonen zu denken und Menschen in Schubläden einzusperren - weil man sich so nicht mit anderen Sichtweisen auseinander setzen muss?
Vielleicht ist es auch eine Art Privileg, andere zu isolieren, weil es das andere ausgrenzende "mia san mia"-Gefühl erst möglich macht?

Zuvor hatte ich mit den gleichen Motiven an anderem Ort keine Probleme, und gewann deshalb als Architekturstudent, Initiator und Vereinsvorsitzender einer Gruppe aus Studenten und Schülern den ersten Preis eines bundesweiten Innovationspreises der Münchner Anstiftung.
Das vielschichtige soziale, kulturelle und ökologische Projekt hieß damals "Café Brutto" (= alles einbeziehen), und in Verbindung mit damaligen Mitgliedern entwickelte ich auch danach noch gemeinsame Projekte, die anderswo sicher eine SZ-Story wert wäre.
Wichtig wär's, würden sich manche anderswo umschauen, um vielleicht mit einer unverkrampft aufgeschlosseneren Lockerheit zurück zu kommen, die ich selbst damals noch hatte, und die gerade hier so wichtig wäre, wenn man sieht, wie schnell man in unsrer Region auf Tabus stößt, wenn sich Politiker übergangen oder persönlich angegriffen fühlen. 

Mir geht es um die Menschen, um die Möglichkeit kreative Perspektiven zu setzen, um Ideen im idealistischem Sinne in Richtung auf eine menschlichere und reifere Gesellschaft.
Und ich hatte all die Jahrzehnte in meinem Großvater, Erdings langjährigen SPD-Bürgermeister Hans Schmidmayer, mein größtes Vorbild. Es war seine innere Stimme, die mir Kraft gab; und ich empfinde es als höchst erstaunlich, welche Personen und Philosophien in seinem Namen hochgehoben werden. 
Jedenfalls ist es sehr schade, dass ich seine Antworten grad in Hinblick auf die eigenen Probleme nicht mehr erfahren kann, die innerhalb der Nazi-Diktatur wohl so ähnlich, wenngleich sicher noch um ein Vielfaches brisanter gelagert waren. 
Doch so wie er, denke ich, neben seinem Engagement einen ähnlich langem Atem zu besitzen, um hoffentlich auch weiterhin tolerant, offen und ehrlich bleiben zu können. Die wichtige Frage: Wie geht man in unserer Gesellschaft mit Menschen um - vor allem mit denen, die auf Hilfe angewiesen sind.

Mangelnde Ehrlichkeit sehe ich als zentrale Problem der heutigen Politik.


Wie die Stadt Erding eine Kooperation (Existenz) verhinderte - HIER

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... ich damit Schichtarbeiter am Münchner Airport wurde,
nach 6 Jahren gekündigt, um mich über eine Leiharbeitsfirma für die selbe Arbeit zu bewerben. 
Mein Fall wird Ausgangspunkt für die
ARD-Sendung "panorama"
"Seehofers Sozialstaat: Lohndumping am Flughafen München", Sendetermin: 16.07.09,
Horst Seehofer, Hausherr der FMG gerät in Erklärungsnot,
und die ver.di-Liste gewinnt die BR-Wahl





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