16., 17., 18.07.2004:

"Melusina": Das Isener Musical-Projekt

Beim Musical „Melusina“ führt Oli Zacherl Regie.
Hier bei den Proben mit Sabine Fellermayer,
die als fiktive Markträtin „Ingeborg Maier-Einzig“ auftreten wird. 

Die drei Aufführungen des Musicals finden auf dem Freizeitgelände statt. "Melusina" Franziska Wolf
machte schon mal eine Sitzprobe auf "ihrem" Stein, kritisch beobachtet von Regisseur Oli Zacherl.

Auf Hochtouren laufen derzeit die Proben für das Musical „Melusina – die Rückkehr der Seejungfrau“. Über 30 Mitwirkende - Musiker, Darsteller, Techniker, Helfer und Kulissenmaler – haben noch alle Hände voll zu tun, bis es am 16., 17. und 18. Juli so weit ist. An diesen drei Tagen gibt es jeweils von 20.30 bis etwa 22.00 Uhr das Stück mit dem ureigenen Isener Thema zu erleben (Bewirtung ab 19.00 Uhr).  Die Aufführungen finden am Freizeitheim im Freien statt. Eintritts-Karten sind an der Abendkasse und im Vorverkauf bei Schuh Fischer, Tel. (08083) 1332 erhältlich.  Dadurch dass alle Mitwirkenden auf Gagen verzichten, sind die Preise relativ günstig. Erwachsene zahlen 8,- Euro und Schüler nur 5,- Euro. Für Kinder bis 6 Jahre ist der Eintritt frei.  Die Musik stammt von Timmy Hölter und Mane Mildenberger und wurde bereits im Mai als CD veröffentlicht. Diese gibt es für 8,- Euro bei Schreibwaren Nußrainer und an der Vorverkaufsstelle. Als kleines Schmankerl zahlen die Besitzer einer Melusina-CD nur 5,- Euro Eintritt bei den Aufführungen.  Für die Regie des Musicals konnte mit Oli Zacherl ein sehr erfahrener Theaterspieler gewonnen werden. Vielen ist er durch die Produktionen der Hofkunst Loipfing wie „B’Vegl“ und „Der Frieden“ im Burgrainer Burghof oder jüngst in „Der zerbrochene Krug“ in bester Erinnerung. Zacherl schrieb für „Melusina“, seiner ersten Regiearbeit, auch die Dialoge.

Zur Handlung: 

Weltumsegler und Lebemann Georg Duin kehrt nach Isen zurück. Mit dabei ist eine neue Freundin namens Melusina.
Es gelingt ihm, den Bürgermeister zu überzeugen, in Isen ein Freizeitparadies mit überdachtem Strandbad zu realisieren.
Vor allem die Markträtin Ingeborg Maier-Einzig ist begeistert von Duins Visionen. Dazu wird eine alte Planung neu aufgelegt, die einen Isen-Stausee vom Tennisplatz bis Burgrain vorsieht. Argumente für das Projekt sind die hohe Verschuldung der Gemeinde und die große Nachfrage nach Freizeitangeboten. Entscheidend aber ist eine abgesicherte Finanzierung durch den Privatbetreiber Mangel. Dieser bringt nicht nur das notwendige Geld mit, sondern auch die Ideen zur Realisierung. Ruckzuck wird ein Staudamm gebaut und ein überdachtes Strandbad mit Palmen angelegt. Ausgerechnet für Melusina, die sich als einzige gegen das Vorhaben ausspricht, hat sich Mangel etwas besonderes ausgedacht. Sie soll als „lebende Wappenfigur“ zur Touristen-Attraktion werden. Alles läuft wie geplant. Der neue Reichtum hat aber seine Schattenseiten: Isen wird überschwemmt mit Touristen und neuen Hotelanlagen. Zudem verfallen die Sitten: Mangel lädt ein zu Festen im Ballermann-Stil, die Markträtin wirft sich dem Weltumsegler an den Hals. Melusina fühlt, dass sie ihre Rolle als Seejungfrau nicht nur gerne spielt, sondern förmlich lebt. Sie wird mehr und mehr zur Mahnerin und Anwältin der Natur. Mangel sieht Melusina zunehmend als Gefahr, zumal immer mehr Bürger sich gegen das Strandbad zur Wehr setzen. Als Mangel ihr heimlich folgt, wird er Zeuge, wie sich Melusina in eine echte Seejungfrau verwandelt. Melusina bemerkt dies und prophezeit großes Unglück ...“

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Albert Zimmerer