neues Leben? 

die
lokale Agenda 21
in Erding

 

die Umweltreferentin der Stadt Erding,
Roswitha Bendl


Um die Bevölkerung besser in die Gestaltung der lokalen Umwelt einzubeziehen, deren Engagement und Wissen in Richtung einer positiven Entwicklungen zu öffnen und zu nutzen, einen bewussten Umgang mit der Natur, auch sozialen und kulturellen Themen zu erreichen, dieses Ziel haben sich lokale Agenden in In- und Ausland verschrieben. 

Nachdem 1992 die Grundzüge in Rio de Janeiro von über 170 Staaten unterzeichnet und 1994 von der Bundesregierung und der bayerischen Staatsregierung angenommen wurden, haben sich in zahlreichen Städten und Gemeinden Menschen zusammengefunden. Aus ihrer Motivation, dass die Erde für alle Menschen und die zukünftigen Generationen ein lebenswerter Ort werden und bleiben soll, haben sich an vielen Orten lokale Kreise entwickelt.

Auch in Erding fanden sich Menschen aus unterschiedlichen Organisationen und Parteien zusammen. Doch wesentlicher als die Suche nach gemeinsamen Zielen gestaltete sich bald die Suche nach Unterschieden; mögliche gemeinsame Projekte gerieten in den Hintergrund, Personen, die sich gegenseitig blockierten bestimmten das Erscheinungsbild nach außen. Nahmen bis zum Jahr 1999 noch bis zu 50 Personen an Sitzungen, Workshops und Arbeitstreffen teil, waren es im Jahr 2001 gerade noch eine Hand voll.

Über Sackgassen, Ratlosigkeit und fehlender Motivation berichteten die Medien (bzw. auch xED), an deren Ende der Rücktritt der kommissarischen Sprecherin Gesine Götz und dem sog. kleinem unterstützendem Team "KUT“ stand.

Drei Jahre danach scheint die lokale Agenda in Erding nun aus dem Koma zu erwachen. Roswitha Bendl, Umweltreferentin der Stadt Erding, berichtete stolz, dass die Stadträte aller Fraktionen beschlossen, eine Agenda-Organisationsuntersuchung in die Wege zu leiten, um einen neuen Anfang zu unternehmen. Die Organisationsuntersuchungen werden vom Landesamt für Umweltschutz vor allem jenen Kommunen vorgeschlagen, wo der Agenda-Prozess ins Stocken geraten ist. Das Landesamt trägt auch fast alle Kosten für die Maßnahme, die nun in Erding von einem geeigneten Büro im Herbst begonnen wird.

Bei ihren letzten Sitzungen hat die Arbeitsgruppe des Stadtrats bereits einige konkrete Vorhaben für die nächsten Monate angedacht und vorbereitet. „Wir sind sicher, dass der Prozess auch in Erding wieder neuen Schwung bekommen kann und möchten bisherige und neue Mitstreiter für unsere Pläne gewinnen“, so die Umweltreferentin.

Das nächste Projekt der Lokalen Agenda in Erding wird eine Ausstellung zum Tag der Regionen (5.-10. Oktober 04) sein, die dem Erdinger Moos gewidmet ist.  Die Vorbereitungen dazu sind bereits angelaufen.

Auch Bürgermeister Bauernfeind hat Interesse an der langfristigen Entwicklung der Gemeinde, der aller Kräfte in Planung und Gestaltung der Zukunft einbeziehen möchte.

Drei Jahre nach Präsentation innerhalb der lokalen Agenda könnte dann auch die MIFAZ doch noch ein Agenda-Projekt in Erding werden, so die Umweltreferentin.


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