Kornelia Möller,
MdB und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.
berichtet über das 100-Tage-Programm
der Bundestagsfraktion DIE LINKE.
am
30. Januar 2006 um 19:00 in Erding,
Gaststätte Mayrwirt, Kronprinz-Ruprecht-Saal
Haager Str. 4 (südliche Stadtmitte)
www.mayrwirt-erding.de

  Veränderung braucht uns!
 

 

Niemand wird es leugnen: Wir befinden uns in einer Phase des Umbruchs und stehen vor neuen Herausforderungen. Alte Konzepte werden neu überdacht und man stellt sich in Politik und Wirtschaft, in Kultur und Gesellschaft die Frage, in welche Richtung dieser Umbruch gehen wird und soll. Die große Koalition hat bereits in ihrem Koalitionsvertrag und in den ersten Tagen ihrer Regierung gezeigt, in welcher Weise sie den zukünftigen Herausforderungen begegnen will. Sie will den Weg in verschärftem Maße weitergehen, der durch die Reformpolitik von Rot-Grün bereits vorgezeichnet war. Dies bedeutet: Weiterhin gravierende Einschnitte ins soziale Netz, Abbau von Arbeitnehmerrechten, insbesondere des Kündigungs­schutzes, Entmachtung der Gewerkschaften, Ausdehnung von Minijobs und Senkung der Reallöhne. Dieser Weg soll Arbeitsplätze schaffen und wird in den Medien als alternativlos angepriesen, obwohl durch Lohn- und Sozialkürzungen die Binnennachfrage weiterhin sinkt. 

Eine gestärkte Linke ist im vergangenen Herbst in den Bundestag eingezogen, um mit ihrer Oppositionsarbeit dieser verfehlten Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik entgegenzutreten. In ihrem 100-Tage-Programm zeigt sie, dass es durchaus möglich ist, Wege aus der Krise zu finden und gleichzeitig soziale Gerechtigkeit zu erreichen. 

Kornelia Möller, MdB und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Die Linke. wird in ihrem Referat dieses Programm vorstellen und einen Fokus auf die Konzepte der Linken in der Arbeitsmarktpolitik setzen. So wird sie im Einzelnen über folgende Punkte berichten: 

1) Weg mit Hartz IV - soziale Grundsicherung einführen

Die Bilanz von Hartz IV nach einem Jahr ist erschreckend: Es ist keinerlei Entlastung auf dem Arbeitsmarkt spürbar, doch die Zahl sozial Bedürftiger hat sich drastisch erhöht. Gleichzeitig berichten die Gewerkschaften, dass es durch die Reformen einen wachsenden Druck auf die Beschäftigten gebe, der die Beleg­schaften erpressbar mache. Arbeitslosigkeit darf jedoch nicht länger als individuelles Verschulden betrachtet werden, sondern muss Gegenstand gesellschaftlicher Verantwortung sein. 

2) Gesetzlicher Mindestlohn

Von Arbeit muss man leben können. Ein weiteres Ziel der Linken ist die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Höhe von 1.400 Euro brutto für ein Vollzeit­arbeitsverhältnis. Dies soll vor allem den Geringqualifizierten in den unteren Lohn­gruppen dazu verhelfen, durch Arbeit ihre Existenz zu sichern. 

3) Verhinderung der geplanten EU-Dienstleistungsrichtlinie

Die Europäische Kommission hat erneut beschlossen, an der sog. Bolkestein-Richtlinie festzuhalten, die es Handwerksbetrieben erlaubt, ihre Leistungen zu den Konditionen ihres Heimatlandes anzubieten, was längerfristig zu Lohndumping führt. Die Linke plant, eine parlamentarische Initiative in den Bundestag einzubringen, in der die Bundesregierung aufgefordert wird, gegen diese Richtlinie aktiv zu werden. mit d

 

V.i.S.d.P.: Ingrid Özkan, c/o Wahlkreisbüro Kornelia Möller, Wagnergasse 10, 84034 Landshut
Veranstalter: Walter Koppe, LinkErdinger, Kreisverband Landshut-Kelheim der Linkspartei.PDS, Basisorganisation Linksabbieger des Kreisverbandes München der Linkspartei.PDS

zwei Tage danach: die beiden Presseberichte 

Erdinger Anzeiger vom 01.02.2006 SZ vom 01.02.2006