xED - nachgefragt
mehr Leistung zu sinkenden Löhnen, steigende Gewinne, AGL, Hartz, ... 

Frau Herbert, ehem. Lufthansa-Beschäftigte

Ich verstehe nicht, wieso die großen Arbeitgeber die Folgen aus diesem ständigen Kreislauf nach unten nicht erkennen. Der Christkindlmarkt hier in Erding kann einmal ziemlich leer aussehen, wenn die Leute kein Geld mehr zum Ausgeben haben.
Ich hatte tatsächlich einmal vor Jahren an Gerhard Schröder geschrieben, dass ich mich davor fürchte, wenn selbst unter der damaligen rot-grünen Regierung der Unterschied zwischen Oben und Unten immer größer wird, wenn immer mehr Kinder unterhalb der Armutsgrenze aufwachsen, während die großen Manager immer mehr verdienen.
Ich hatte dann tatsächlich auch eine Antwort aus seinem Mitarbeiterstab erhalten, jedoch hatte die Antwort kaum etwas mit meiner Frage zu tun. Was soll man dazu sagen? Und inzwischen hat sich die Situation unter der großen Koalition weiter verschärft.

Frau X, Beschäftigte am Arbeitsamt in Erding

Vielen Arbeitslose haben gar nicht die richtige Einstellung für eine Beschäftigung, solang sie AGL erhalten, und damit 1.600 anstatt 1.100 €.
Generell bin ich dafür, wenn Ältere längere Zeit AGL-berechtigt sind, denn die Jungen sollten flexibel genug sein, eine Arbeit zu finden.
xED: Sie haben Ihre Erfahrungen in einer Region mit der günstigsten Arbeitslosenstatistik in ganz Deutschland gewonnen. Ist Ihr Urteil damit nur begrenzt auf ganz Deutschland übertragbar? Außerdem kann man den Arbeitssuchenden aus Ost- und Norddeutschland auch nicht allen den Tip geben, hier nach Erding zu kommen.
Zuletzt machten Korruptionsfälle in der großen Politik Schlagzeilen. Neben dem Freispruch von Herrn Ackermann wird derzeit Peter Hartz wegen Korruption in 44 Punkten angeklagt. Ist ein Gesetz mit dem Namen Hartz IV für Menschen vermittelbar, die am Existenzminimum leben. 
Der Name eines Gesetzes ist für mich nicht entscheidend, sondern der Inhalt, und diesen finde ich richtig.

Maximiliane, 14, Realschülerin

Den gestiegenen Leistungsdruck spürt man ja bereits in der Schule. Eigentlich hatte ich vor, übers Gymnasium das Abi zu machen. Als ich in einem Schulfach Probleme bekam und das Jahr wiederholen sollte, kam gerade das G8 dazwischen, und so entschied ich mich für die Realschule.  
Nun wird aber der Gymnasiast einem Realschüler vorgezogen, wenn es um die Berufswahl geht - auch wenn die Realschule das praktischere Wissen vermittelt.

Jenny, 13, Realschülerin

... Das ist doch ein Beispiel dafür, wie die Politiker über unsere Köpfe hinweg entscheiden. 
Würdet ihr selbst gerne besser mitbestimmen? Was meinst Du zur Diskussion über die Senkung des Wahlalters?
Einerseits fände ich das schon gut, andererseits - wenn ich bedenke, welche rechtsradikalen Schwachköpfe dann ihre Stimme abgeben...

 
Maximiliane mitte unten und Jenny rechts oben in ihrer Clique

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