Bei Niederding beginnt das Solarzeitalter

 

Photovoltaik-Anlage in Erdings Westen soll demnächst 3.000 Haushalte versorgen

 
In einem 4,5 ha großen Feld, direkt am Mittleren Isarkanal zwischen Niederding und Aufkirchen (Gem. Oberding) wird schwäbisch geschwätzt. Das Team der Memminger Firma ProTerra rund um Geschäftsleiter Friedrich Schmid (oben) hat bereits 33 Kilometer Stromkabel ins ehemalige Ackerland eingegraben. 

Während derzeit vor allem die 135 Metallpfosten auffallen, die aus der Erde ragen, sog. Pilone, wird sich das Bild in wenigen Wochen nochmals vollkommen ändern, wenn die eigentlichen stromgewinnenden Elemente darauf aufmontiert sind. Bereits Ende des Jahres soll der erste Strom ins Netz eingespeist werden, gibt sich Schmid zuversichtlich, schränkt dann aber doch ein: "wenn das Wetter mitspielt". Dann erklärt der Fachmann, der bereits eine ganze Reihe ähnlicher Projekte mit einem Stromgewinn von insgesamt 20 MWatt ins Laufen gebracht hat, die Besonderheit der Niederdinger Anlage. 

Um eine optimale Energieeffizienz zu erreichen, folgen die gut 8,5 * 5,5 m großen Sonnensegel exakt dem Sonnenstand - nicht nur abhängig von der Tages-, sondern auch der Jahreszeit. 

Wenn auch das letzte Photovoltaik-Element im März 2007 den Betrieb aufgenommen hat, werden etwa 6.000 Menschen ihre Energie auf eine saubere Art aus dem Feld beziehen.

Zur Nachahmung dringend empfohlen. Gerade die Region um Erding liegt bei einer durchschnittlichen Sonneneinstrahlung von rund 1200 kW /h pro m² recht günstig, und die Förderung des Solarstroms wird mit rund 50 Cent pro kW /h vergütet! 

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