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Das Schützenstüberl im Gasth.
Mayr Wirt in Erding wurde im Lauf des Abends bis zum letzten Platz gefüllt
Die
negativen Auswirkungen der Gesundheits- und Sozialpolitik erlebt Dr. Kaiser
täglich in der
eigenen Arztpraxis im Freisinger Stadtteil Lerchenfeld, wenn etwa sozial Schwache, Familien und Rentner die 10 Euro
Praxisgebühr nicht mehr zahlen konnten.
Kaiser machte die gestiegene Belastung der Arbeitnehmer zugunsten der
Arbeitgeber dafür verantwortlich und wollte nicht mehr nur die Symptome
behandeln. Der Allgemeinmediziner fragte sich statt dessen, wie man die Umverteilung von Unten nach Oben
zurück drehen könnte. Seine Erfahrungen
waren im Sommer 2007 dann der Grund, dass Kaiser der SPD den Rücken
kehrte, und den Weg zur Linken suchte.
Der KV der Linken Erding-Ebersberg hatte den gesundheitspolitischen Fachmann
genau deshalb eingeladen, um dessen Sichtweise etwas detaillierter
kennen zu lernen - sowohl bundesbezogen, aber auch was die spezielle Region um den Airport betrifft. "Die
Arbeitnehmer müssten mit ihrer Hände Arbeit doch soviel Geld
verdienen, dass sie davon auch ein normales Leben führen
können", so Kaiser zu Beginn seines Referats. Gerade
die Kosten der kleinen Leute sind nochmal überproportional zur
durchschnittlichen Preissteigerung gestiegen, etwa Energie und
Lebensmittel. Wenn die Renten dagegen gerade mal um 1,1 % steigen
rufen Politiker zum Verteilungskampf gegen die Alten auf, aber das
passt zur Entsolidarisierung unserer Gesellschaft, dem wir etwas
dagegen stellen müssen.
Zukunftsperspektive heißt für ihn statt
dessen: Gute
Ausbildung, Schule für alle, Lehrmittelfreiheit, Studiengebühren
abschaffen. Ein besonderes Anliegen ist für Kaiser die Versorgung und der Umgang
mit Essen. Hier zieht Kaiser den Bogen zur Ökologie ..., dem
ökol. Anbau, der mehr klimaschädliches CO2, Methan und
Lachgas
bindet, zu den alternativen
Energien und der derzeitigen Verkehrspolitik:
Billigflieger
arbeiten nicht kostendeckend, statt dessen müssten viel eher öffentliche
Verkehrsmittel subventioniert werden. Privatisierung dagegen ist der
falsche Weg.
Bei
der Friedenspolitik sind die Grünen widersprüchlich, Afghanistan ist
inzwischen de facto Kriegseinsatz. Die Bundeswehr soll sich statt
dessen auf Verteidigungsaufgaben beschränken. Viel Geld könnte auch
damit gespart werden.
Dr.
Eckhard spricht sich klar gegen die Privatisierung im Gesundheitswesen
aus. Derzeit würden Krankenhauser an Aktiengesellschaften verkauft,
bundesweit bereits ca. 50.000 Pflegekräfte
entlassen oder unter Tarif weiter beschäftigt. Nun will man statt
dessen Hartz-IV-Empfaenger rekrutieren.
Damit zeigt man
auf der einen Seite, dass dem Pflegedienst samt Ausbildung keine Achtung
mehr gezollt wird. Wenn nicht mehr der Mensch im Mittelpunkt steht,
sondern der Shareholder Value, ist auch die Sicherheit des Patienten
immer weniger gewährleistet, wenn dieser von unmotivierten in
Schnellkursen unterwiesenen Laien gepflegt werden soll.
(Wie ist die derzeitige Situation in Erding?,
"Versorgungszentrum?")
Die
allgemeine Liberalisierung hat auch mit der Arzneimittelversorgung zu
tun. Immer mehr Rezepte seien bereits über Kiosks und Tankstellen
erhältlich.
Gesundheitsfonds
Viel
Geld in Verwaltung
Krankenhaeuser
und Kassen werden sich um Kostenerstattung diverser Leistungen
streiten, etwa von Fahrtkosten.
Wegen der Gundpauschale sagt Dr. Kaiser ein Hauen und Stechen um
kranke Patienten voraus, aber nicht um komplizierte = kostenaufwendige
Faelle.
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