|
über eine Podiumsdiskussion
... einer Diplomarbeit zur Bertelsmann-Stiftung
... und über die Angst von Beschäftigten, die Wahrheit zu sagen, etwa über die Auswirkung von Privatisierungen |
![]()
|
|
Nach dem Ende der Podiumsdiskussion am 27.08. hatte ich noch zwei recht positive
Gespräche. Das erste, mit einem der Organisatoren der Veranstaltung, etwa über gemeinsame
Erfahrungen oder offene Widersprüche von Abgeordneten bzgl. Abstimmungsverhalten im
Bundestag.
Mein Hauptproblem in Ebersberg war, mich zwar besser vorbereitet und auch Stichpunkte zu den Themenbereichen notiert zu haben, dass es am Podium aber derart duster war, dass dessen Entzifferung nur schwer möglich war. Anfangs, als noch zusätzliches Licht von den Fenstern hereinkam, war es etwas besser; am Ende, als ich mich endlich mit den Umständen arrangiert, mich damit zumindest von den Unterlagen befreit hatte, beantwortete ich wohl eher frei die Frage des Moderators, etwa nach einer besseren Kontrolle der Finanzaufsicht, nämlich damit, dass es bereits seit Jahren Korruptionsvorwürfe innerhalb der "bafin" (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) gibt, die eigentlich Warnhinweise genug hätten sein müssen, die Kontrollen dort insgesamt zu verbessern, doch sei offenbar wenig geschehen; so dass die Banken auch 2008 jenen Parteien die meisten Spenden zukommen ließen, die eine derartige Kontrolle auch am wenigsten wollten, nannte namentlich CDU/CSU, FDP, auch SPD und Grüne. Die Linke, welche sich am meisten gegen Deregulierungen im Finanzwesen einsetzte, erhielt nichts. Ein anderes Problem, dass es im vollbesetzten Saal (Gratulation an die
Organisatoren!) auch relativ warm und stickig war - zumindest am weitesten von
der Fensterreihe entfernt tropfte mir der Schweiß regelrecht von der
Stirn. In den letzten Tagen
lenkte mich der Inhalt einer
Diplomarbeit in eine Richtung, die mich richtiggehend faszinierte, und
zur Frage der Privatisierungen dann auch ansprach. Weil ich leider erst im Anschluss der Podiumsdiskussion darauf angesprochen wurde,
und ich ins Diskutieren kam, gebe ich diesen Tip hier gern weiter,
siehe also http://www.anti-bertelsmann.de/2007/EinflussBertelsmannStiftung.pdf Ich machte in Ebersberg sowohl allgemein, wie auch anhand konkreter Sachverhalte aufmerksam - auf die entweder gar nicht weiter eingegangen, oder einfach bestritten wurde (Dr. Lehmer), die ich in den nächsten Wochen des Wahlkampfes aber weiterhin ansprechen werde, etwa der Privatisierung des Kreiskrankenhauses Erding. Am Folgetag bestätigte eine Bekannte, selbst im Erdinger
Kreiskrankenhaus beschäftigt, mein Wissen bezüglich der weitgehenden
Privatisierung, welche sowohl bzgl. der Beschäftigten, aber auch von
Patientenseite ein ganz massives Problem darstellt. Zwar ist Landrat Bayerstorfer offiziell
Verwaltungsratsvorsitzender des Klinikverwaltungsrats, doch was die realen
Befugnisse betrifft, scheint er eher wie ein "Kaiser ohne Kleider", so meine
Bekannte. |
|
Walter Koppe |
-