Rekommunalisierung der Stadtwerke als Antwort gegen Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke 

Stoppt Energiekonzerne und Schwarz-Gelb !

k

Mahnwache 
- derzeit jeden Montag im Monat von 18 - 18.30 Uhr am Schrannenplatz in Erding

16.05.2011: 
Jobst (FW/ödp) beantragt derzeit im Kreistag, der Landkreis solle Vorrangflächen für Windkraftanlagen ausweisen.
Und während sich die CSU bisher gegen die "Verspargelung" der Landschaft aussprach, scheint inzwischen selbst von dieser Seite ein Umdenken statt zu finden - denn auch die CSU im Landkreis bereitet nun ähnliche Pläne vor.
Auf einer Diskussionsveranstaltung im Anschluss der Vorpremiere der Anti-AKW-Doku "Unter Kontrolle" im Cineplex Lichtspielberg Erding erläuterte Prof. Ernst Schrimpff, Experte für Erneuerbare Energien der TU Freising, dass die Energiewende in Bayern bereits 2020 mit Hilfe von Winidkraft (50 %), Photovoltaik (30 %) und Biomasse (20 %) realisierbar sei.
Mit Hilfe von dezentraler Energieversorgung - im Durchschnitt eine 7-MW-Windkraftanlage pro Kommune, der Ausweisung von 1 % der Ackerfläche für Photovoltaik, der Förderung von Biogas und Geothermie - könne außerdem ein Großteil der derzeit von der Nordsee aus ("Offshore"-Windanlagen) geplanten Stromleitungen eingespart werden. Die Finanzierung könnte von den Menschen vor Ort selbst im Rahmen kommunaler Bürgeranlagen realisiert werden.

 

am 09.10.2010 demonstrierten in München 50.000 Menschen gegen die Laufzeitverlängerung

zum Video
im Bild: Eva Bullig-Schröter (MdB Die Linke) und Stefan Treffler (ödp-Kreisrat in ED)

 

26.08.2010: Resolution gegen Laufzeitverlängerung von Isar 1

weiter im Text

Stadt Erding und Landkreis Erding lehnt ab
Die Machtfrage wird am 17.10.2010 zum Thema der Sendung Quer (Bayr. Rundfunk)

 

21. August 2010:

Anti-Atom-Aktion am Samstag:

Dr. Max Lehmer soll „mal richtig abschalten“

Aktion mit Infoständen, Liegestühlen und unter Sonnenschirmen auf dem Schrannenplatz

Atomkraftgegner fordern Bundestagsabgeordneten Dr. Max Lehmer auf, sich gegen die Atompläne der Regierung zu stellen 

Erding /Ebersberg. Unter dem Motto „Mal richtig abschalten“ wollen Atomkraftgegner am Samstag, den 21. August den Abgeordneten Dr. Max Lehmer (CSU) auffordern, sich gegen die Pläne der Bundesregierung zu stellen, die Laufzeiten für Atomkraftwerke zu verlängern. Dazu werden sie es sich mit Liegestühlen und unter Sonnenschirmen auf dem Schrannenplatz in Erding gemütlich machen. Auf ein Signal hin springen sie auf und entfalteten Plakate mit der Aufschrift „Dr. Max Lehmer: Atomkraft abschalten!“

Neben dieser Aktion können sich die Bürger an den Infoständen genauer über die Pläne der Regierung informieren, sich in Unterstützerlisten eintragen und Einwände gegen den Ausbau von Temelin unterschreiben. Zusätzlich werden Tarife von Stromanbietern verglichen und Tipps zum persönlichen Atomausstieg gegeben.

Die Aktion ist Teil eines bundesweiten Aktionstages in rund 40 Wahlkreisen, zu dem das Kampagnennetzwerk Campact aufruft.

Zeit: Samstag, den 21. August um 10:00 Uhr  
Ort: Erding, am Schrannenplatz

 

k

Bezeichnend zum Thema-Komplex Energie eine ganze Reihe eigener Erfahrungen

beginnend mit der MiFaZ-Story

Auch bezüglich Atom-Ausstieg hatte ich am 15. Oktober 2009 als Pressemeldung weiter gegeben:

 
Sehr geehrte Damen und Herren,

folgende Pressemeldung für Sie zur Veröffentlichung in Ihrer Zeitung.

mit freundlichen Grüßen,
Walter Koppe,

Die Linke, KV Erding/Ebersberg



Die Linke im Kreisverband Erding/Ebersberg diskutierte am 15. Oktober die Ergebnisse der Bundestagswahl.
Während der sich anschließenden Beurteilung der aktuellen politischen Lage kam man überein, bei der nun drohenden Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke durch die Koalition aus CDU-CSU/FDP die Kommunen verstärkt von einer Rekommunalisierung der Energiewirtschaft zu überzeugen. Man verwies auf die steigende Zahl von Kommunen, die sich auf diese Weise bereits vom risikoreichen Atomstrom der Energiekonzerne unabhängig gemacht hat, so dass anstatt riesiger Konzerngewinne die Entwicklung regenerativer Energien sowie eine verbraucherfreundliche Preispolitik zum Wohle der Bürger gefördert werden kann. Nun sucht man in der Region den Schulterschluss mit entsprechenden Initiativen und Parteien.

 

Walter Koppe

 

 

dazu kam lediglich die folgende Nachfrage von einer Ebersberger Zeitung:

Hallo Herr Koppe,

> folgender Pressebericht für Sie zur Veröffentlichung in Ihrer Zeitung.
dazu noch ein paar Fragen:

> Unter Mitwirkung eines Teils der zahlreichen neuen Mitglieder
> analysierte Die Linke im Kreisverband Erding/Ebersberg am 15. Oktober
> die Ergebnisse der Bundestagswahl.
Wo war das? Wie viele haben teilgenommen?

> Während der sich anschließenden Beurteilung der aktuellen politischen
> Lage kam man überein, bei der nun drohenden Laufzeitverlängerung der
> Atomkraftwerke durch die Koalition aus CDU-CSU/FDP die Kommunen
> verstärkt von einer Rekomunalisierung der Energiewirtschaft zu
> überzeugen.
Wie soll das "überzeugen" geschehen? Was ist geplant?

> Man verwies auf die steigende Zahl von Kommunen, die sich
> auf diese Weise bereits vom risikoreichen Atomstrom der Energiekonzerne
> unabhängig gemacht hat, so dass anstatt riesiger Konzerngewinne die
> Entwicklung regenerativer Energien sowie eine verbraucherfreundliche
> Preispolitik zum Wohle der Bürger gefördert werden kann. Nun sucht man
> in der Region den Schulterschluss mit entsprechenden Initiativen und
> Parteien.
Wer kommt da in Frage bzw. mit wem haben Sie bereits gesprochen?
- --

Freundliche Grüße,
TH.

 

Obwohl die Fragen des Redakteurs wenige Tage danach recht ausführlich beantwortet wurden, u.a. dass 8 Mitglieder anwesend waren, ... kam es zu keinem Pressebericht; 
über einem Umweg aber doch, denn ...

 

am 22.10.09 war ich gast der öff. analyse der erdinger grünen zur bundestagswahl,
bei 8 mitgliedern waren hier immerhin auch zwei pressevertreter (merkur und sz) anwesend.
im anschluss der analyse hatte ich die idee "rekommunalisierung der energiewirtschaft" weitergegeben, mit der aktuellen begründung von schwarz-gelb, die laufzeiten der akw's verlängern zu wollen, um hier etwas über parteigrenzen hinweg dagegen zu stellen, und dazu eine initiative zu starten.
günther kuhn, erdinger stadtrat, ging sofort drauf ein: "wir grüne fordern das ja schon seit jahren".
darauf ich: "um so besser. dann ist die aktuelle problematik doch ein guter anlass, das nochmal parteiübergreifend zu versuchen.", gab dabei zu bedenken, dass gerade in dorfen, wo die grünen seit langem eine feste größe im stadtrat sind, stadtwerke existieren, die obwohl 0 % einfluss vom energiekonzern e.on, also 100 % eigentum der stadt, trotzdem zu 47 % atomkraft einsetzen - im vergleich die stadtwerke erding, trotz 20 % e.on-anteil nur 29,3 % atomkraft." !
darauf hanna ermann: "das kann ich mir kaum vorstellen. woher hast du die zahlen?".
"die hab ich auf nachfrage vom dorfener stadtwerk bekommen".
und weiter: "nun gibt es in unserer region vier jahre keine wahlen, damit selten so wenig gefahr, sich gegeneinander profilieren zu müssen.  begreifen wir das doch mal als chance, und machen das mit spd, ödp, energiewende-verein und lokale agenda zusammen!

wichtigster punkt innerhalb der anschliessenden grünen diskussion war, wie man sich künftig im pol. spektrum positionieren will, dass man sich zwar als eher linke partei versteht, sich grundsätzlich aber alle optionen offen halten möchte, es darauf ankommt, was man in koalitionen durchsetzen kann.
die frage nach der eigenen identität: für stefan sind die wesentlichen punkte neben der anti-akw-haltung die themen  nachhaltigkeit und friedenspolitk - wobei bei letzten wort seine stimme ins wanken gerät. ich notierte an dieser stelle eine frage an ihn: "in wie weit nachhaltigkeit für ihn mit friedenspolitik zu tun hat?, und ob am ende nur noch "akw - nein danke" als grünes fundament übrich bleibt?".
zwar komm ich dann nicht mehr dazu, diese frage zu stellen, wir sind dann aber in anwesenheit der regionalpresse beim abschied überein gekommen (helga laut in die runde): "wir bleiben wegen des themas in kontakt!"

sz-artikel am 24.10.09 zur kreisversammlung der erdinger grünen
da der eigene pressebericht nie veröffentlicht wurde, war es um so sinnvoller, die idee über ein kv-treffen der grünen zu versuchen. was dann auch gelang, siehe die letzten zeilen des folgenden berichts, am 24.10. in der erdinger sz
- dazu darunter einige wichtige anmerkungen.


das wesentliche der letzten zeilen betrifft nicht die unterschiedliche wahrnehmung, sondern
1) dass es gelang, die forderung der linken damit erstmals öffentlich zu machen.
2) dass die "uralte grüne forderung" damit wieder möglichst vielen ins bewusstsein gerät, um sich des aktuellen anlasses wegen auch tatsächlich dem thema zu stellen. mit diesem bericht haben die grünen auch die verantwortung darüber, ob sie dies auch ernsthaft versuchen; inklusive möglichst viele unterstützende partner zu suchen - so parteiübergreifend wie z.b. die initiative zum nichtraucherschutz.

einige Stimmen:

1)
Ich denke die Initiative ist immer dort sinnvoll, wo die Energieversorgung eben nicht im kommunalen Eigentum ist. Die Stadtwerke München als regionaler Energieversorger sind z.B. 100% Eigentum der Stadt München und versuchen bei der Energieproduktion weitgehend von Zulieferern unabhängig zu sein. In München würde also eine solche Kampagne ins Leere laufen. Das ist aber sicher in vielen anderen Gemeinden und Städten Bayerns anders.
Viele Grüße
Uli Sedlaczek

 

2) Danke, Walter.
Dein Anliegen finde ich sehr unterstützenswert. Verstehe die Grünen nicht.  Ist wohl wieder die unter Politikern in ED bekannte Eifersucht "das haben wir gesagt" und weil es nicht von uns jetzt direkt kommt, machen wir da nicht mit.
Unglaublich, dass es sooo lange dauert, bis dann mal das Gleiche von anderen kommt: siehe CSU mit Energie-, Schul-, Familienpolitik.
 
Ich kann es nur bewundern, dass du ein Dickbrettbohrer bleibst. Hoffe nur, dass du dir nie selber schadest in diesen politischen und persönlichen Stellungskriegen.

Horst

 

Das Ende der Initiative:

Obwohl mir von Seiten des Grünen KV zugesichert wurde, künftig über Aktivitäten zum Thema informiert zu werden, war danach nie mehr die Rede. 

Von Anti-Atom-Aktionen informiert wurde ich über Bekannte, die keiner Partei angehören.

 

Zum Weiterlesen, Gedanken zur regionalen Presse hier

 



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