Wieso brauen wir
eigentlich Politiker?
Kommentar
zu einer Frage, die auf yahoo-clever gestellt wurde, siehe hier
eine hoch spannende frage.
für mich gibt es nicht nur eine evolution, was die entwicklung der lebewesen
bis zum menschen betrifft, sondern auch innerhalb einer menschlichen
gesellschaft.
das schließt die frage ein, wie lange religion notwendig ist.
und schließlich geht es darum, dass die menschen irgendwann, nach vielen rückschlägen,
eine gesellschaftsform finden, in der immer weniger regeln und politiker
notwendig sind, weil die menschen den fairen verantwortungsvollen umgang
miteinander ohne krieg finden. dazu ist mir jede riesig lange diskussion lieber
als einfache parolen, denn nur über kommunikation kann man lösungen in
richtung gesellschaftlicher fortschritte finden. nur wenn sich menschen ernst
genommen fühlen, können diese ihre fähigkeiten optimal zu entwickeln - das
geschieht derzeit überhaupt nicht, weil es politik ist, die schichten
gegeneinander auszuspielen, und weil der eigenständig (autonom) denkende mensch
auch gar nicht gewünscht ist, dafür der möglichst unkritische verbraucher,
der sich von politik, medien und wirtschaft manipulieren lässt, und alle vier
jahre am besten dort sein kreuzchen macht, wo es den derzeit mächtigen am
besten passt.
je klüger, fairer, selbstverantwortlicher und solidarischer sich aber die
menschen verhalten, desto unnötiger werden auch diese politiker irgendwann. natürlich
haben diese kaum interesse, ihre privilegien freiwillig aufzugeben, um sich
selbst überflüssig zu machen.
deshalb müssen sich die menschen zusammenschließen. stuttgart 21 und die
riesen-demo in berlin gegen die AKW-verlängerung sind gute beispiele dafür,
dass die luft für die regierenden dünner wird. aber genauso hoffe ich auch auf
solidarität, wenn es demnächst gegen die weitere streichung von
sozialleistungen auf kosten von mövenpick & co geht.
das, was wir derzeit erleben, ist nicht das ende, sondern ein anfang. ich denke,
derzeit entwickelt sich etwas neues.
@nerone: die risiken kennen wir. deswegen gilt es gut aufzupassen!
Walter Koppe, 18.09.2010