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Vernunft
statt Prestige-Projekte |
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Heiner Müller-Ermann: kämpferisch und zugleich nachdenklich Trotz des parallel stattfindenden
Qualifikationsspiels zur Fussball-EM am 12.10.2010 war der Saal in Dorfen einmal mehr voll
besetzt; mit immerhin
etwa 500 Plätze. |
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Auch wenn in wenigen Tagen vor dem Bayrischen Verwaltungsgericht
die Fortführung des Teilstücks
zwischen Pastetten und Dorfen beschlossen werden sollte, geht es inzwischen längst
nicht mehr nur ums Urteil allein, denn der bayrischen Staatsregierung geht
das Geld aus. Während man bis vor kurzem noch glaubte, die Isental- Autobahn bis 2018 fertig stellen zu können, ist inzwischen die Finanzierung des Baufortgangs gefährdet; fordert man von der Bundesregierung derzeit zusätzliche Mittel. Auf jeden Fall, so Jakob Baumgartner, scheint der Termin inzwischen illusorisch, denn auch, wenn es gelingen sollte, das Projekt durchzudrücken, wird die A94 wohl erst ca. 2027 fertig sein. Bis dahin aber seien die meisten der derzeitigen Pendler aus Richtung Mühldorf wohl in Ruhestand. Auch deshalb könnte einzig der Ausbau der Trasse Haag die Lösung sein, denn im Gegensatz zur A94 könnte dort jedes fertig gestellte kleine Teilstück sofort genutzt werden. |
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Manche der maßgeblichen
Minister, die den Bau der A94 förderten, sind längst des Lobbyistentums
überführt, So ist Werner Schnappauf
von 1998 bis 2007 bayerischer Umweltminister, inzwischen Geschäftsführer der Deutschen Industrie
(BDI), Ex-Bundesverkehrsminister Wissmann ist heute Präsident
der Automobilindustrie. Andere haben erst den Bankenskandal mit
ausgelöst, und müssen nun zwecks Weiterbau erneut beim Steuerzahler
betteln. Und hier, so machte Irmela Neipp (links) vom Widerstand gegen Stuttgart 21 deutlich, ergeben sich doch bestimmte Schnittflächen mit den wesentlichen Kritikpunkten auch in Stuttgart, in dem wie beim Bau der A94 immer mehr Menschen nicht mehr alles unwiderrufen hinnehmen wollen - wenn etwa, wie in Stuttgart Jahrzehnte hinweg Fakten so hingetrickst werden, bis sie im Sinne der Regierenden und deren Lobbies am meisten nutzen. |
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| Der Kontrast zwischen Information und dem bunten, sehr kreativ und
unterhaltenden Programm war enorm Während man neben der Biermöslblosn auch Gerhard Polt schon zu den Gästen zählte, drehten diesmal Sepp Raith und Otto Göttler zu Bestform auf, und rissen das Publikum zu Beifallsstürmen hin. Die Premiere eines technisch höchst professionell umgesetzten Kurzfilms (nautilusfilm) übers Isental war sehenswert - an dessen Ende das Zitat von Horst Seehofer bitteres Hohngelächter erntete, als er von "nachhaltigem Handeln" als "Lebensgrundlage" sprach, "denn das sind wir unseren Kindern schuldig". Da waren eben zuvor noch in Kinder in lebendig farbenprächtigem Kontrast an einer Quelle der Isen zu sehen, die Wunder des Lebens mit erstaunten Augen betrachten. Wie lange wird das hier noch möglich sein? Bedeutet Macht, Großprojekte durchzusetzen, ohne Rücksicht auf Grundsätze, und bleibt die Vernunft den Ohnmächtigen? |
| links Jörg Schindler
Laut des Experten für Energieressourcen aus
Ottobrunn wird derzeit für eine Zukunft geplant, die es so wie heute nicht
mehr geben wird, denn was die Havarie der Ölplattform Deepwater erst vor
kurzem zeigte (geschätzte Kosten: 20-30 Mrd. Euro), wird unser Öl immer
schwerer gewinnbar, und damit kostenintensiver. Falls in einigen Jahrzehnten
die A94 fertig gebaut ist, könnte die Energie zu teuer dafür sein, um
diese auch benutzen zu können. |
- Beitrag im YC-Forum: Stuttgart 21- Isental ...
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