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Piratenpartei duldet ehemalige NPD-Mitglieder Vor einigen Tagen wurde der hiesige Kreisvorsitzende der Piratenpartei, Valentin S. in Freising zurückgetreten, nachdem sich herausstellte, dass dieser zuvor schonmal das Amt des stellvertretenden Kreisvorsitzenden der NPD inne hatte. Ganz offensichtlich gibt es typische Muster bei Parteien, welche in den Regionen bisher kaum in Erscheinung traten, nun aber plötzlich gezwungen werden, sich ein eigenes Gesicht aufzusetzen, um mit Strukturen, Vertretern und Positionen ans Licht der Öffentlichkeit zu treten. Woher das alles plötzlich nehmen? So
verwundert es nicht, wenn PC-Freaks mit bis dato Null Bock auf Politik welche über
die Freiheit des Internet hinausgeht, nun plötzlich im Rampenlicht auch der
hiesigen Medien
stehen, um über innen- wie außenpolitische
Zusammenhänge, und erst recht der arbeitsintensiven Kommunalpolitik Flagge zu
zeigen - dazu aber kaum einen vernünftigen Satz zustande bekommen; so wie
kürzlich auch in Berlin geschehen, wo sich grade
mal 15 Personen für eine Liste fanden, um sich hinterher allesamt im Berliner Senat wieder
begrüßen zu dürfen, mit dem Wählerauftrag, dort erst einmal einen Selbstfindungskurs in Politik zu
belegen.
Wie erklärt man das eigentlich den
Wählern, falls diese wissen wollen, welchen Personen und Programmen man da eigentlich seine Stimme anvertraut? Oder
ist das auch gar nicht so wichtig?
Wer oder was also ist die Piratenpartei? Steht man eher links oder rechts, oder duldet man alles, solang die Partei nur einfach Zulauf an neuen Mitgliedern hat und von möglichst vielen gewählt wird? Falls ja, sind dann auch die Wähler nicht genauso beliebig und einäugig, wie es Augenklappen eben nicht besser zulassen? Walter Koppe für xED |