... in Richtung Isar-Valley oder Isental, zum Airport oder ins Holzland, in die preußisch bis international eingesprenkelte nahe Metropole der Landeshauptstadt oder ins beschauliche Niederbayern, von wo es auch nur mehr wenige Kilometer in die Oberpfalz sind, wo man sich dann zwar immer noch als Bayer fühlt, aber der Sprachbarrieren wegen halt doch nicht mehr soo sehr?
Das Leben zwischen den Gegensätzen hat durchaus seinen Reiz, vor allem dann, wenn man etwas ganz anderes bekommt, als das was man eigentlich suchte; z. B. warmes Wasser statt Öl (so erhielt Erding immerhin seine Therme), oder wenn der Mond die Sonne auffrißt (Sonne, Mond und Erding in einer Reihe standen), aber die Wolken etwas dagegen haben.
Und ganz leise und fast unbemerkt mausert sich das alte träge Herzogstädtchen Erding zu einem Hauch von City mit immerhin über 30.000 Einwohnern, mit großkarierten schicken Plätzen und den dazupassenden Menschen. Jaja, die Umgebung prägt uns halt.
Ob in Dorfen, dort gestaltet man den Johannisplatz neu, legt schicke Ladenpassagen an, oder in Langenpreising, Bockhorn,
Moosinning, oder gar Glaslern und Reisen, bis hinunter in dörflichste Dimensionen also, überall sucht man seinen Kern, sucht nach Identität.
Und wenn man diesen gefunden hat, stellvertretend für sich selbst, vielleicht wird die Welt ja doch noch irgendwann besser ...