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Das Arbeitsamt - lediglich Arbeitsbeschaffungsmaßnahme? |
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Es gab mal eine Zeit, da existierten geordnete Strukturen. Wer arbeiten wollte, bekam ganz selbstverständlich auch Arbeit. Dazu gab es ja immerhin die Arbeitsämter.
Diese Zeit ist längst vorbei; der derzeitige Skandal der geschönten Vermittlungszahlen nur Ausdruck der Hilflosigkeit, die eigene Existenz zu rechtfertigen. |
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Ist Erding die letzte Insel der Seeligen? - Immerhin ist die Arbeitslosenquote sehr gering. Und doch gibt es in Erding Beispiele dafür, die zeigen, wie überflüssig es längst auch hier geworden ist; wie hilflos, unfähig und überfordert viele Beschäftigte sind. Ein Beispiel gefällig? Ich biete meine eigene Person. Innerhalb der drei Jahre, in denen ich mich nach meiner Exmatrikulation als Architekturstudent und ehem. Wirtschaftsinformatiker (Programmierer) in Erding arbeitslos gemeldet hatte, und mich für jederlei Tätigkeit bereit erklärt hatte, erhielt ich kein einziges Angebot; bekomme aber, sobald ich auf Eigenintiative hin zeitlich begrenzte Jobs annehme, selbstverständlich regelmäßig den Anteil der Arbeitslosenversicherung abgezogen. |
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Der Witz geht noch weiter:
Ich hatte mich vor zwei bis drei Jahren mit eigenen Projektideen am Münchner Business-Wettberwerb beteiligt (z. B. www.outclick.de /inzwischen zurückgestellt und nicht mehr online), hatte auch eine größere Firma im Bereich Hightech als Interessenten für deren Umsetzung gefunden und mit Aktiv-Senioren in München und Erding Gespräche bezüglich Existenzgründung geführt. Das Arbeitsamt in Erding vermittelte mir eine Info-Woche der IHK für Existenzgründer.
Alles schien optimal; doch dann erfuhr ich vom Arbeitsamt, daß ich weder Anspruch auf Existenzgründungsdarlehen hätte, und auch keinerlei Kurse erhalten könnte.
Nun, in der Zwischenzeit haben die Ideen andere umgesetzt, und verdienen damit ihren Lebensunterhalt.
Inzwischen über 40, werde ich vom Arbeitsamt als kaum mehr vermittelbar angesehen, und für Weiterbildungskurse damit inzwischen wohl als zu blöd.
Was interessiert es das Arbeitsamt, daß ich mein Fachabitur erst mit 32 machte, daß ich erst vor einigen Jahren als Initiator und Vorsitzender eines gemeinnützigen Vereins einen bundesweiten Innovationswettbewerbs gewann (- was der Grund dafür war, die Regelstudienzeit zu überziehen - mein bafög zu verlieren - nach Erding zurückzuziehen - exmatrikuliert zu werden - und mit dem hiesigem Arbeitsamt konfrontiert).
Was interessiert es, wenn ich zurück in Erding mich auch weiterhin als innovativ und flexibel erweise, nebst meinem Engagement im Bereich Kultur einige völlig neue Idee über xED entwickelte, wie die erste vergleichbare regionale Mitfahrzentrale (MIFAZ) im Web in Deutschland, dessen Umsetzung ich mangels Finanzierung so lange zurückstellen mußte, bis es (wieder einmal) andere nachmachten - um sich schließlich rechtfertigen zu müssen, weil man etwas nachmache.
Immerhin gibt es endlich die ersten Gemeinden (siehe z. B. www.puchheim.de), so daß allmählich auch erstes Geld für die Weiterentwicklung des Konzepts eintrifft.
Nicht auszudenken, was gewesen wäre, hätte es vor Jahren z. B. innerhalb des Arbeitsamtes irgendeinen kompetenten Ansprechparner gegeben, irgendeinen Ratgeber, einen finanziellen Unterstützer? - z. B. auch in Form von Existenzgründerdarlehen
Der eigentliche Skandal ist statt dessen, als Arbeitsloser auch noch das Arbeitsamt finanzieren zu müssen (quasi als Subvention einer "Arbeitsbeschaffungsmanahme"); um dann erst recht kein Geld zu haben, eine eigene Existenz aufzubauen
- statt dessen schließlich als Sozialhilfeempfänger der Allgemeinheit zur Last zu fallen.
Wer's noch nicht gewußt hat: xED bietet als Job-Vermittler längst mehr als das Arbeitsamt.
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