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Termine:
23.10.:
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Bund Naturschutz aktiv
- Renaturierung des Schollbachs
- Froschwanderungen
Das Tragen von Gummistiefeln ist man beim BN vor allem dann gewohnt, wenn Arbeiten an Biotopen und Feuchtgebieten anstehen.
Was bei gutem Wetter für die Magerwiese südwestlich Moosinning
noch als lockere Empfehlung aufgefaßt werden kann,
ist bei Arbeiten an der Renaturierung des Schollbachs unumgänglich.
Hier wird versucht, dem schnurgeradem Wasserlauf mit hilfe kleinerer Gerätschaften wie Spaten ein paar kleinere Richtungsänderungen beizubringen
- ob sich dieser dann daran hält?
Nebenbei soll der Uferbereich völlig neu gestaltet werden, z. B. mit standortspezifischen Pflanzen; dabei vor allem im oberen Bereich zum Freizeitgelände hin
auch Spaziergängern offen sein.
Der Plan eines freisinger Landschaftsplanungsbüros wird demnächst mit dem Stadtbauamt diskutiert.
Es ist wieder soweit: Frühlingsgefühle erobern allerorten die Herzen. Dabei geschieht dies bei unseren entfernten grünen Verwandten, den diversen heimatlichen Frosch- und Lurcharten noch um einiges extremer. Gerade von mitte März bis ende April suchen ganze Heerscharen ihre angestammten Laichgebiete auf, natürlich ohne auf irgendwelche Verkehrsregeln zu achten.
Arbeit für die Freiwilligen der Ortsverbände im Bund Naturschutz und deren Helfern. Denn grade zu Anfang und auch gegen Ende dieser Zeit gilt es an vielen Streckenabschnitten Froschzäune auf- bzw. wieder abzubauen. Für Norbert Hufschmid, Ortsvorsitzender des BN in Erding eine eine längst zur Routine gewordene Aktion, wenngleich das ausrollen der Maschen, das herumschleppen und hineinschlagen der zentnerschweren Lasten, grade der Karabiner, ganz schön arbeitsintensiv ist. Dann ist er jedesmal froh all der Freiwilligen, die er auch in diesem Jahr wieder zur Mitarbeit aktivieren konnte.
In den nächsten Tagen werden kiloweise Frösche, vor allem Erdkröten, in die eingegrabenen Plastikeimer an den ca. 30 cm hohen Zäunen purzeln, die dann Sebastian Lenz, Zivi aus Langenpreising, täglich auf die andere Straßenseite befördert, so daß sie von dort den restlichen Weg gefahrlos zu den Teichen zu unternehmen.
Dabei ist die eher unansehnliche gewöhnliche Erdkröte ein ausgezeichneter Wetterprofet. BN-Kreisvorsitzende Renate Poeschl jedenfalls ist immer wieder erstaunt, wie sehr die Anzahl der transportierten Kaltblüter von der Temperatur beeinflußt wird.
(Übrigens: je mehr Fahrer pro Pkw, desto weniger Froschleichen auf den Straßen, und desto mehr Froschlaiche und Kaulquappen in den nahen Tümpeln. Die Mifaz von xED ist also auch hier ein Tip wert!)
Ergebnis des Treffens:
Horst Meißners Idee, in Erding eine Initiative "Park and Radl" zu initiieren, führte dieses Verkehrsmittel zu Beginn des Treffens übrigens bereits in erdings zentral-innenstädtischen Bereich. Da laut P. Novak ähnliches immerhin auch in München funktioniert, und man dieser Idee durchaus mit Symphatie begegnete, möchte man gerne auch für diese Idee werben. Natürlich bräuchte man noch mehr Information auch bezüglich der anfallenden arbeit, der möglichen Interessenten, über Kosten, auch verschwundener Fahrräder, ...
Genauso scheint von Seiten einzelner Anwesender ein weiterer Versuch realistisch, Car-Sharing in
Erding zu etablieren, wie dies längst sowohl in Freising wie Dorfen funktioniert.
Weiter ist Walter Koppe bereits mit der Mitfahrzentrale im Internet, bei der Personen selbständig Fahrgemeinschaften organisieren können. Die Funktion ist längst realisiert, außerdem kostenlos und wartet nur darauf, auch benutzt zu werden.
Nachdem die KV-Vorsitzende Renate Poeschl über diverse Arbeiten und Aufgaben des BN, über Termine, den Umzug der Geschäftsstelle zur Reichenberger Str. bis zum Mitglieds- und Finanzstand Bericht abstattete, die Wahlen zum Kassier, Revisor und Beisitzer reibungslos verliefen, referierte der ehem. Landtagsabgeordnete der Grünen, Dr. Christian Magerl, über die Verkehrsproblematik und den derzeit aktuellen Stand diverser Planungsvorhaben rund um den Flughafen.
Für Magerl sei das Wachstum der Fluggastzahlen nicht nur der ökologischen Folgen, sondern auch der gigantischen Subventionssummen wegen höchst bedenklich erkauft.
Obwohl dem Staat eine riesen Schuldenlast plagt, würden keine Steuergelder für Kerosin anfallen; keine Steuern also für jene Menge an Treibstoff, die allem in Deutschland verbrauchtem Diesel entspricht.
Außerdem würde auf Flugtickets keine Mehrwertsteuer erhoben, und auch die Geschäftsdarlehen wären trotz entsprechend anders lautender Verträge bis heute zinsfrei.
Kein Wunder also, daß mit diesen Milliarden-Subventionen die Zahl der Fluggastzahlen expandiert, dadurch wiederum die Nachtflüge ausgeweitet werden, samt seiner zusätzlichen Lärmbelastung (siehe auch Info von Frau Bendl); man ein zweites Terminal, eine dritte Startbahn bauen will, den Flughafen in seiner Gesamtheit um 300 Meter in Richtung auf Erding zu erweitern will.
Dies wiederum muß man sehen, wenn man heute die Diskussionen zur Verkehrsanbindung verfolgt. Und wieder seien es umstrittene Großprojekte, wie der Transapid, die man als 3-Mia.-DM-Lösungen vorschlägt, so Magerl, um dann für die kurze Strecke vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen mit einer Spitzengeschwindigkeit von über 300 km ein paar Minuten schneller zu sein, als mit dem Ausbau einer Express-S-Bahn.
Dabei würden stets, auch bei einer möglichen Schienenanbindung aus Richtung Ingostadt oder Moosburg, stets ökol. wertvoll-sensible Gebiete zerstört, immerhin Bayerns größter zusammenhängende Auwald an der Isar, bis hin zu den Ismaninger Teichgebiete oder den Speichersee; damit die Brutgebiete von Eisvogel und Gänsesäger gefährdet, nebenbei Biber, Zauneidechsen oder seltene Blütenarten.
Lediglich der Ringanschluß über Mühldorf nach Erding und weiter zum Flughafen und Freising mit Anschluß ans Intercity-Netz wäre sowohl vom Passagieraufkommen, wie der ökol. Gesichtspunkte sinnvoll.
Dies alles, um weitere Starts und Landungen zu ermöglichen, und schließlich die Fernverbindungen der Schiene noch weiter aus dem Wettbewerb zu drängen.
Und das alles auch, obwohl man zwischenzeitlich über die Auswirkungen der Treibhausgase grad in den oberen Schichten der Athmosphäre und die ersten Auswirkungen der globalen Erwärmung kennt.
Gerade der Busfahrplan von Erding in Richtung Freising, bzw. über Hallbergmoos nach Neufahrn und Eching sei höchst mangelhaft, bzw. nicht vorhanden, was vor allem daran liegt, daß es kaum eine landkreisübergeordnete Zusammenarbeit bei Busfahrplänen gibt. Bezeichnend ist dann, daß kleine Gemeinden wie Oberding in Eigeninitative mit Ruftaxi-Systemen zu erreichen versuchen, was eigentlich viel sinnvoller in größerem Verbund realisiert werden müßte. So zwingt man die Leute geradezu ins eigene Auto, was wiederum die Notwendigkeit steigert, weitere Straßen zu bauen.
Eine lokale Mitfahrzentrale wie unter xED, in der sich mehrere Fahrer, z. B. bei Fahrten zur Arbeit ein Auto teilen, könnte dem entgegenwirken.