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die Theatergruppe & Orchester des Gymnasiums Erding präsentiert
Berthold Brechts Dreigroschenoper
Termine: Freitag, 30.03. / Samstag, 31.03. / Montag, 02.04. / Dienstag, 03.04.
jeweils 19.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums
das Stück Bilder Darsteller Berthold Brecht
(per Link)
Das Stück

Auf dem Jahrmarkt von Soho macht ein Bänkelsänger mit der Moritat von Mackie Messer, dessen Verbrecherlaufbahn bekannt: "Und der Haifisch der hat Zähne...".
Mackies Konkurrent ist der Bettlerkönig Peachum, der die Ausbeutung der öffentlichen Wohltätigkeit im Stil des Grossunternehmers betreibt, an seine angestellten Bettler Konzessionen, Standplätze und mitleidserregende Requisiten ausgibt und bei ihren Erträgen absahnt.
In einem leeren, mit Diebesgut wohnlich gemachten Pferdestall hält Mackie gerade Hochzeit mit Polly, der Tochter dieses Bettlerkönigs. Während Polly die Bande ihres Angetrauten mit dem Song von der Seeräuber-Jenny unterhält, erinnern sich Tiger-Brown, der es durch Bestechung bis zu Londons Polizeichef gebracht hat, und Mackie mit dem Kanonen-Song an gemeinsame blutige Taten in ihrer Kolonialzeit. Als Imperialisten haben sie damals aus den Völkern der dritten Welt ihr "Beefsteck Tartar" bereitet "Soldaten wohnen / Auf den Kanonen / Vom Cap bis Couch Behar...."
Pechum kann den Verlust der Tochter nicht verwinden und hetzt den Polizeichef auf Mackie. Im ersten "Dreigroschen-Finale" bekräftigt der Bettlerkönig seine Weltsicht: "Wer möchte nicht in Fried und Eintracht leben ? / Doch die Verhältnisse, die sind nicht so !"
Mackie, der bei allen bürgerlichen Gewohnheiten auch in den Flitterwochen nicht auf den Bordellbesuch verzichtet, wird vom Strassenmädchen Jenny an die Polizei verraten. Im Gefängnis tröstet er sich mit der "Ballade vom angenehmen Leben" frei nach Francois Villon: "Nur wer im Wohlstand lebt, lebt angenehm!"
Vor seiner Zelle indessen zankt sich Lucy, die Tochter Tiger-Browns und Mackies Ex-Freundin, mit Polly um ihr Verhältnis zu diesem Schwerenöter. Lucy verhilft Mackie zur Flucht. Das zweite "Dreigroschen-Finale" gibt die Nutzanwendung: "Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral...Der Mensch lebt nur von Missetat allein."
Da Tiger Brown gegen seinen Freund Mackie nicht energisch genug durchgreift, droht Peachum gegen den Krönungszug der Königin seine Bettlerscharen zu mobilisieren.
Im "Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens" entwickelt er zynisch die Bankrotterklärung all der Planer und Macher: "Der Mensch lebt durch den Kopf / Der Kopf reicht ihm nicht aus / Versuch es nur, von deinem Kopf / Lebt höchstens eine Laus.....Ja, mach nur einen Plan / Sein nur ein grosses Licht / und mach dann noch `nen zweiten Plan / Gehn tun sie beide nicht ... Denn für dieses Leben / Ist der Mensch nicht schlau genug."

Brown lässt Mackie erneut festnehmen und Peachum pfeift dafür seine Elendskolonnen zurück. Mackie wird zur Hinrichtung geführt, da er die Bestechungssumme für die Freilassung nicht aufbringen kann. Mit einer Villon-Ballade leistet er vor seinem Tod Abbitte:
"Ihr Menschenbrüder, die ihr nach uns lebt / Lasst Euer Herz nicht gegen uns verhärten.....Und bittet Gott, er möge mir verzeihn." Aber da besteht der Bettlerkönig auf einem opernhaften Happy-End, mag es auch noch noch so verlogen sein: " Damit ihr wenigstens in der Oper seht / Wie einmal Gnade vor Recht ergeht. / Und darum wird, weil wir´s gut mit euch meinen, / jetzt der reitende Bote des Königs erscheinen."

Durch den reitenden Boten erhält Mackie die Begnadigung, dazu ein Schloss, den Adelsbrief und eine Rente. Und zu Orgelgebraus versammelt sich alles zum hämischen Schlussgesang: "Verfolgt das Unrecht nicht zu sehr, in Bälde / Erfriert es schon von selbst, denn es ist kalt / Bedenkt das Dunkel und die grosse Kälte / In diesem Tale, das von Jammer schallt."
Schon die zündenden Songs von Kurt Weill sicherten dem Werk den Erfolg. Bis heute blieb es ein frechfröhlicher Theaterspass, was der späte Brecht mit Missbehagen registriert: " Der Charakter dieses Stücks ist zwiespältig, Belehrung und Unterhaltung stehen auf einem Kriegsfuss miteinander."

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(Fotos: Alfred Lenz)

Die Darsteller:

Macheath
Jonathan Jeremiah Peachum
- gesungen von
Celia Peachum, seine Frau
Polly Peachum, seine Tochter
Brown, oberster Polizeichef von London
Lucy, seine Tochter
Spelunken-Jenny
Konstabler:
- Smith
- 1. Konstabler
- 2. Konstabler
- 3. Konstabler
Pastor Kimball
Filch / Reitender Bote des Königs
Die "Platte":
- Matthias
- Jakob
- Robert
- Ede
- Jimmy
- Walter
Die Bettler:
Markus Wolf
Arne Geisel
Christian Jäger
Marina Blattenberger
Nadine Mattern
Max Rohland
Desirée Siyum
Jessica Mattern

Georina Wachter
Sebastian Mutzbauer
Benjamin v. d. Stemmen
Andrea Sporer
Anne Schaaf

Eline Rimane
Julia Paukner
Nina Landmann
Jukia Fiedler
Katharina Ross
Leonie von Abendroth
Susanne Perzl