Mit dem TSV Allershausen kam eine Mannschaft aus dem gesicherten Mittelfeld nach Erding, bei der es, im Gegensatz zum FC zwar um nichts mehr ging, die aber vielleicht grad deshalb, wie zuletzt gegen Ismaning (5 : 0) und Ingolstadt II (6 : 1), auch diesmal befreit und durchaus gekonnt aufspielen hätte können.
Im Gegensatz dazu benötigt der FC, der die letzten vier Spiele hintereinander verlor, dringend jeden Punkt.
Dazu plagen hier, wieder im Gegensatz zum TSV auch noch Verletzungssorgen. Wer, so die Frage bei Erding, soll etwa für den Dauerangeschlagenen Gretzschel die Tore schießen?
Der im Muskelaufbau befindliche hielt immerhin in der Zweiten tapfer durch, wenngleich ohne zählbaren Erfolg und mit einer empfindlichen 1 : 4 -Niederlage gegen die Zweite aus Altenerding.
Auch dort, in der A-Klasse wirkt sich die Verletztenliste also aus, kämpft man noch tiefer in der Tabelle gegen den Abstieg.
Und dann gab es noch weiteres beim FC zu vermelden: Sandner und Netter führen ab sofort die Fußballabteilung, und lösen damit Waida und Mick ab, die nun als Schatzmeister, bzw. auch weiterhin als technische Leiter dem FC zur Verfügung stehen.
Dies alles kann deshalb ausführlicher erzählt werden, weil das Spiel nicht viel Interessantes her gab; das Wetter und Schiedsrichter Wagner ausgenommen.
Ersteres war kühl und windig, und sorgte beim Publikum für Bewegung, in dem es einen Teil der ca. 150 Zuschauer in Halbzeit zwei unter die Tribüne flüchten ließ; Zweiterer verteilte munter gelbe Karten, vor allem an die Gäste, die in der 55. Minute (Tobias Mayr) das erste Mail mit gelbrot bedacht, und in der 85. (Franz Becker) die Partie schließlich mit neun gegen elf den müden Kick zu ende schaukelten.
Und zwischendurch verletzte sich Wagner auch noch so schwer, daß er humpelnd seinem Linienrichterkollegen zu einem Einsatz als Unparteiischenvertreter verhalf.
Nun, nebenbei wurde doch noch Fussball gespielt; und es gab zu Beginn durchaus gute Ansätze; der FC versuchte zu kombinieren und sich Chancen zu erarbeiten.
Warmuth gegen Jordan hieß ein interessantes Duell, bei der die Erdinger Neuverpflichtung durchaus gefiel; auch was Ballannahme und Abspiel betraf. Auch Faltermeier in der Rolle des zentralen Regisseurs wurde gesucht, er wirkte sicher, und seine Bälle, auch der Doppelpass mit Warmuth über links, kamen an. In dieser Anfangsphase schien der FC auch variabler, z. B. über Faltermeier auf Brenner, ebenfalls über links; da wird zunächst Stromeier gesucht, und beim nächsten Versuch startet Haslbauer, nur mit Foul gebremst. Doch der Freistoß, wie im übrigen alle weiteren Freistöße (!) gehen weit übers Tor.
Und es scheint ein Manko beim FC, daß Standardsituationen zuletzt zu selten genutzt werden; daß Faltermeier seine Regisseurrolle durchaus zufriedenstellend ausüben kann, aber bei Freistößen und Ecken zu oft versagt.
Doch die Stürmerkollegen machen es nicht besser: da zieht Haslbauer rechts an vom Gästekeeper Traxler gehütetem Tor vorbei, und auch Douglas wird wiederholt gestoppt.
Als Allershausen gegen Mitte der 1. Halbzeit besser ins Spiel kommt, und selbst in etwa über Becker, Eigenbrodt und Krempl den Angriff sucht, hat immerhin Erdings Defense mit Unterreiner in der Rolle eines kompromisslosen Abwehrchefs kaum Probleme. Und schließlich zeigt sich auch Niedermeier auf dem Posten, als dieser einen Krempel-Schuß auf Vorarbeit von Jordan aus 16 Meter entschärft.
Ende der ersten Halbzeit wird Erding wieder stärker. Wieder beweist Faltermeier Übersicht, einmal über Warmuth, dann über Haslbauer, und ein weiteres mal über den agilen Brenner. Da schaltet sich Wurm mit vorne ein, der dann aber übers Tor zielt; da wird Tom Müller gefoult (, doch die Freistöße siehe oben)
und ein weiteres Mal gerät der Schuß von Brenner nach schöner Vorarbeit von Warmuth für Traxler nur zur besseren Rückgabe.
Zwischendurch die beste Chance der Gäste, als Krempel schön freigespielt aus halblinker Position abzieht, doch Niedermeier den per Faust um den linken Pfosten dreht.
Nach dem folgenden Eckball erhalten die Allershausener nochmal per Freistoß (Zweikampf zwischen Krempel und Warmuth) die Gelegenheit, doch wiederholt reagiert Niedermeier sicher.
Vor der Pause die beste Chance der Heimelf, als sich Douglas Wilson endlich gegen die gegnerische Abwehr durchsetzen kann, und aus halbrechter Position aus 12 Metern abzieht, Traxler ist geschlagen, doch der Ball knallt nur an den linken Pfosten.
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Die zweite Halbzeit wird zum Gegurke, in der der FC gerade noch zu Beginn, z. B. über Wurm, Warmut und Faltermeier Ansehnliches zustande bekommt, und auch der eingewechselte Simon per Kopf Chancen zur Führung hat; jedoch mehren sich die Abspielfehler, und die Fouls, welche schließlich nicht mehr nur mit Gelb, sondern auch Gelbrot geahndet werden. Noch einmal hat Kopfball-Otto Simon, diesmal per Fuß die Chance, doch zeigt sich Traxler auf dem Posten.
Über den Rest des Spiels legen wir den Mantel des Schweigens.
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