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Bezirksliga Nord am 22.09.
Spielbericht FC Erding - FC Aschheim 1 : 7
Erding protestiert beim DFB
Bildbericht im Aufbau

Ein Spiel, das für Spieler, Zuschauer und auch dem Schiedsrichtergespann in vieler Hinsicht lange in Erinnerung bleiben dürfte.
Mit dem FC aus Aschheim kam eine Elf, die zu Beginn der Saison als heisser Aufstiegsaspirant gehandelt, doch der vielen Neuzugänge wegen noch Abstimmungsprobleme gehabt hatte und bis dato vor allem Auswärts sehr enttäuschte. Und gerade das wollte man nun in Erding ändern.
Bei der Heimelf stand Rudi Böck nur mehr in der Aufstellung des "FC E Report". Nach dem Fehlen des Spielertrainers aber auch einiger weiterer Spieler mußte man bei Erding vor allem im Defensivbereich umdenken, erhielt der grippegeschwächte Otto Simon, der Goalgetter der vergangenen Saison Liberoaufgaben.

Die Gäste fackeln nicht lange. Zunächst konnte Thomas Müller dem schnellen dunkelhäutigem Rechtsaußen Amissa Icha noch mit Mühe folgen, doch beim nächsten Mal ist dieser per Doppelpass freigespielt, die Flanke geht zunächst in den Rücken der mitgelaufenen Mitspieler, doch die Erdinger bekommen den Ball nicht aus der Gefahrenzone, so findet bereits in der 6. Spielminute eine hohe Flanke von links Christian Heinzeller, der sich über alle Abwehrspieler nach oben schraubt, und per Kopf unhaltbar für Niedermeier ins Netz zielt.


... da war' schon passiert: Niedermaier geschlagen, Sedlmeier (5) und Heinzeller jubeln
Die Erdinger versuchen im Spielaufbau Sicherheit zu gewinnen, manche Kombination ist recht gut anzusehen, auch Zweikämpfe im Mittelfeld werden gewonnen, und Haslbauer oder Gretzschel bemühen sich im Offensivbereich redlich. Aber der Schwachpunkt ist die Abwehr um Otto Simon, der im zentralen Abwehrbereich den Ball wiederholt zum Gegner passt. So kommt Michael Stelzer frei vor Niedermeier ans Leder, schießt aber rechts am Tor vorbei. Zwischendurch zielt Simon per Freistoß aufs Gästetor, doch Fabian Taler fängt den Ball sicher. Und auch Ingolf Gretzschel hat eine gute Aktion, in dem er den Ball aus 20 Meter mit dem Rücken zu Tor und Gegner stehend anlupft, doch sein Schuß aus der Drehung geht knapp rechts am Pfosten vorbei.

schöner Freistoß von Simon, aber Thaler hat den Ball
Das Sorgenkind bleibt die Abwehr. Da erhält der gegnerische Spielmacher Laiqusu Sali zu viel Raum, und nun läßt sich auch Thomas Müller von der Unsicherheit anstecken; einen Rückpass auf Niedermaier erläuft ein Gegenspieler, und der überwindet Niedermaier zum 2 : 0.
Die Gäste machen Druck, und so bleiben die Bemühungen von Faltermaier, Haslbauer, Gretzschel, Peric und Müller immer häufiger im Mittelfeld stecken, wird man zu Fehlpässen gezwungen. So wird Niedermaier von einem strammen Schuß von Sali auf Vorarbeit von Heinzeller gezwungen, und wenig später zieht Markus Feckl aus 20 Meter ab, wieder kann Niedermaier abwehren.
Kurz vor Halbzeit die Schlüsselszene des Spiels.
Die Erdinger kommen über rechts, Ugurlu dringt in den Strafraum ein und wird per Foul gebremst. Der Schiedsrichter pfeift Elfmeter, Gretzschel läuft an und trifft ins Netz. Doch der Jubel ist dauert nur kurz. Der Unparteiische hat gesehen, daß vor Gretzschels Schuß ein weiterer Erdinger Spieler in den Strafraum lief, und entscheidet nun, anscheinend vollkommen entgegen aller Regeln nicht auf Wiederholung des Strafstoßes sondern auf Freistoß für Aschheim.
Wenige Minuten später wird noch während der Halbzeitpause dem DFB die Situation geschildert, man erhält als Antwort, daß diese Regelauslegung nicht existiert, und Abteilungsleiter Sepp Weida beschließt das Spielergebnis anzufechten.

Währenddessen beginnen die Gäste die 2. Halbzeit erneut druckvoll, zunächst hält Erdings Elf noch dagegen, so z. B. über Gretzschel, doch bald dominieren die Gäste wieder das Spielgeschehen, kommen z. B. über den schnellen Rechtsaußen Icha, den der wacker kämpfende Müller nur schwer halten kann. Hat man zunächst noch Pech, daß der Ball links am Tor vorbeigeht, so macht beim nächsten Versuch der eingewechselte Kastner nach Vorarbeit Sedlmeier und Heinzeller per Kopf alles klar.


Niedermaier: "Das Wievielte war das?"
Zwar ist es nun nicht gerade eine kampflose Aufgabe, und so geht ein Schuß der Platzherren links an Gegners Tor vorbei, doch wenig später zappelt das runde Leder erneut im eigenen Netz. Diesmal ist es der schwarze Rechtsaußen Icha, der zentral vor Niedermaier aufgetaucht und eine Flanke von rechts per Kopf verwandelt.
Nachdem bei Erding bereits für Stefan Meyer Rudi Mayer eingewechselt wurde, kommen nun Unterreiner und Jenic für Ugurlu und Sandner.
... und immerhin Erdings Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 1 : 4 durch den quirligen Manuel Haslbauer.
Nur kurz hat man Hoffnung, einen Ruck zu verspüren, da wird immerhin Jenic links gesucht, und Gretzschel taucht rechts auf, danach fällt ein Erdinger im Gästestrafraum, doch der Pfiff des Unparteiischen bleibt aus. Während später auch Gretzschel nochmals schön freigespielt am Gästeschlußmann scheitert oder es Faltermaier über links versucht, bleiben die größeren Chancen auch weiterhin auf Gegners Seite.
Da wird zunächst Niedermaier per Aufsetzer aus 16 Meter von Markus Feckl geprüft; wenig später ist der nächste trockene 16-Meter-Schuß aus halbrechter Position zum fünften Mal geschlagen.
Nun zerfällt der FC E regelrecht. Zunächst kann Niedermaier einen Schuß von Kastner noch abwehren, doch dann dann tippt Heinzeller einen Freistoß nach rechts auf Feckl, dessen Schuß für Niedermaier unhaltbar zum 6 : 1 in die Maschen segelt,
und in der 90. Minute spielt Faltermaier zu locker, ein Gästespieler erobert sich den Ball, paßt ihn auf Heinzeller, der mit dem 7 : 1 den Schlußpunkt setzt.

Fazit:
eine sehr bittere Pille für den FC Erding, und für Trainer ... ein völlig mißglückter Einstand.
Sowohl der frühe Rückstand wie die offensichtliche Fehlentscheidung brachen den Erdingern das Rückgrad;
auch die Umstellung im Defensivbereich.
Vor allem aber waren die der kombinationssicheren schnellen Gäste in dieser Form eine Nummer zu groß
- im Normalfall auch für ein Wiederholungsspiel.
Punkte müssen gegen schwächere Gegner eingefahren werden.