Finale erreicht

Königssuche
am 03.03.2002 sind Kommunalwahen
Dabei wird nebst Stadt- und Gemeinderatsvertreter auch ein neuer Landrat gewählt
verfasst seit 10.05.


als Gegenkandidatin noch zu haben

Die ersten Posaunen ertönen bereits allerorten, um sich einzustimmen.
Landauf landab werden Listen herumgereicht um Soldaten zu rekrutieren. Armeen beginnen sich zu formieren.
Am 03.03.2002 finden Stadt- und Gemeinderats-, Kreistags- und Landratswahlen statt. Dabei ist dieses Datum nicht nur der optischen Darstellung der Ziffern wegen markant. Diesmal könnten sich die Zweier und Dreier ja mal verbünden, um den Nullern paroli bieten. Wenn Horst Schmidt, seines Zeichens Kreisvorsitzender der Zwergenpartei SPD schon vor Schlachtenbeginn derart deutliche Signale in Richtung Freie Wähler, Grüne, ÖDP sowie der APP (Achtzehn-Prozent-Partei) ins Horn bläst, könnte für kurze Zeit gerade soviel Einigkeit unter den Zersplitteten möglich sein, daß ihnen mit vereinten Kräften der Coup gelingt, die uneinnehmbare Bastion der Schwarzen zu schleifen.

Die Schmidt'sche Taktik kommt zur rechten Zeit. Erst das Auslaufenlassen des amtsmüde gewordenen, BSE-geschüttelten Landrats Xaver Bauer von seinem Posten macht solche Absprachen sinnvoll.
Innerhalb unserer Grenzen wählt man keinen alteingesessenen und durchaus verdienstvollen CSU-Mann ab. So ist man nun durchaus auch in deren Lager in Sorge, denn für einen internen Generationenwechsel ist es vielleicht ein bißchen zu früh.
Zwar hat man mit einem gewissen Herrn Beyerstorfer aus Hinterpolding im Gegensatz zu allen anderen schon einen Namen in den Ring geworfen; doch einerseits: Wer ist Beyerstorfer schon? und zweitens: Wo ist Hinterdingsda?
Zu Ersterem ist immerhin überliefert, daß er schonmal beim Kampf um den Einzug in den Landtag allen Erwartungen zum Trotz kräftig gestrauchelt ist. Die Aura des Unbesiegbaren umgiebt ihn also nicht gerade.
Zum Zweiterem: Hinterdingsda heißt in Wirklichkeit Hohenpolding, und dieses kleine Dorf existiert tatsächlich, allerdings war kaum ein vernünftiger Erdinger jemals dort, weil es am allerhintersten Zipfel und quasi hinter den sieben Bergen unseres dort wirklich ziemlich hügligen Kreises liegt. "Und so einer möchte die Politik in Erding gestalten" heißt es dann für viele, und den Vorteil hat dann eher der, dem man auch als Nachbar kennt.
Doch auch jener Nachbar sollte vorzeigbar inklusive erst mal gefunden sein; und natürlich benötigt er oder auch sie ausreichende Anerkennung, zumindest als die des "Kleineren Übels" samt aller taktischen Klüngeleien und Überlegungen bei allen Beteiligten, einschließlich jener, daß ein etwas älterer Gegenkandidaten auch wieder früher beerbt werden kann.

Es gibt also durchaus Gründe für Kooperationen auch unter Partnern, die im gemeinen politischen Geschäft wenig nett miteinander umgehen und wir dürfen die nächsten Wochen und Monate die Ohren spitzen, welche Namen genannt und ins engere Spiel gebracht werden.
Auch xED als neumediales Landkreismedium wird sich umhören, und manch Person abwiegen bzw. unter die Lupe nehmen, dabei natürlich auch gerne Ihre Meinung erfahren.
Meinen Sie, es droht unserem Kreis eine Bunte Republik? Erleben Wir Chaos und Anarchie oder gar einem Austritt aus der NATO?
Da fällt mir ein, wie wärs mit Ihnen? Kommen Sie doch einfach zu einem völlig unverbindlichem Vorstellungsgespräch in unser Redaktionsgebäude. Wenn Sie uns gefallen machen wir Sie fit, lernen ihnen z. B. das Aufsagen der Landkreisgemeinden in alphabetischer Reihenfolge rückwärts, oder das richtige Lächeln und Zuprosten für die Volksfestauftritte.
Etwas viel verlangt, meinen Sie?
Nur Mut, und bedenken Sie, immerhin wird der Job nicht schlecht bezahlt.

Seit 30. Mai gab es auch einen csu-internen Herausforderer. Dieser, Herbert Knur, ist Bürgermeister in Berglern.
So drehte sich also auch innerhalb der CSU-Riege die Frage um die ehren Motive. Und so spielte (siehe oben) eben auch die Altersfrage eine Rolle. Immerhin ist Knur (53) einige Jahre älter als der Fovorit (35) - für manchem jungen Hoffnungsträger vielleicht ein Vorteil sich für Knur stark zu machen?
Obwohl: Die gewichtigsten Personen und Organisationen, wie auch die AG Landwirtschaft steht, und will Bayerstorfer.
Doch es regte sich Unmut in der Basis: So wird gerade jener AG, die sich so vehemnt für Bayerstorfer einsetzte, Untätigkeit während der BSE-Krise unterstellt, eine ganze Reihe von Landwirten und CSU-Mitgliedern, grade auch im Westen hatte sich mit Knur solidarisiert. Vor allem auch, weil er als Berglerner völlig im Gegensatz zu dem Hohenpoldinger Nachtflugbetroffener ist.
Der CSU-Kandidat ist gekührt.
Am 13. Juli aber haben sich die CSU-Delegierten dann doch deutlich mit 124 von 156 Stimmen für Bayerstorfer enschieden.
Vielleicht, weil sich Martin Bayerstorfer im Gegenstatz zu Knur überall blicken ließ, wie z. B. diese Seite eindrucksvoll beweist.
Um seine politischen Gegner zu verwirren, schlüpft er dabei dann in die verschiedensten Masken.
Doch auch die (seit neuestem doch wieder zerstrittene) Oposition ist nicht ganz untätig. Hinter vorgehaltener Hand plant man einen ganz absonderlichen Coup, denn Veronika Feldbusch ist noch zu haben.
In ihren TV-Auftritten zuletzt ließ sie durchaus erkennen, nicht auf den Mund gefallen zu sein, und nun reissen sich die Parteien um sie. Zwar hat sie keine Ahnung, in welche sie hineinpasse, aber soo wichtig ist das nun auch wieder nicht. Und vielleicht könnte ihr das auch Horst Schmidt erklären.


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