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Literarisches von Walter Koppe |
| nächtlicher Kampf |
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| nächtlicher Kampf |
| nächtlicher Kampf | |||||
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Es
gab einmal eine Zeit,,,,,,,,, ,,, ,,, , ,,,,,, ,,, , ,, ,,,,, In
der griechischen Mythologie galten sie als Geschenk Selenes, der
griechischen Mondgöttin an die Freiheit der Dichter, an die Gedankenkunst
der Poeten. Die
Inquisatoren christlicher Klöster betrachteten sie dagegen als
ketzerische Zeugen einer feindlichen, komplexeren Gedankenwelt. In
unseren Landen brachte vor allem die Zeit der Aufklärer, wie Rousseau,
aber auch andere Philosophen, Forscher, Wissenschaftler, Schriftsteller,
... Als
Zeichen der modernen Zeit schien ihnen ein langes Leben sicher, Doch
noch ist nicht alles verloren. Auch wenn es den Gegnern tatsächlich
wieder einmal gelingen sollte, unsere Zeichen zu verbieten und zu
beseitigen, diese haben sich probeweise bereits in eine passende Richtung
geradeverbogen. Die
mit ihnen verbündeten Philosophen und Geschichtenschreiber haben mit
ihnen den Plan gefaßt, so auch künftig auf jene Striche zurückzugreifen |
| nächtlicher Kampf | |||||
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Ich
gebe es ja zu, ich war ein bißchen müde. Ein langer Arbeitstag lag
hinter mir und der Wagen der S6 ratterte gleichförmig vor sich hin. Schräg
links vor mir oberhalb der Abteiltür las ich grade noch "Sie fahren
heute mit Wagen 0815". Doch dies war mir so egal, daß mir die Sinne
noch während des Lesens wegzukippen drohten, wie mein Oberkörper, der
sich seit einiger Zeit schon gegen die Außenwand bog. 12.03.99 |
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nächtlicher Kampf
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Ich hielt einen silbernen Glücksstreif in den Händen
Ich bin abgestürzt wie jener Ikarus, der der Sonne zu nah kam,
Manchmal noch in der Nacht träume ich davon, wie es war,
Doch am Tag hab ich den Traum schnell vergessen, 21.05.01 |
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Einsamer
Pfad
Einsamer
Pfad durch nächtliche Wildnis 28.05.86 |
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Sternaugen
Ich denke oft an Dich zurück Vorbei im Herzen drin das Hämmern, Nun ist es manche Jahre her für U. 12.12.1982 |
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Extreme
ausprobiern Maskenhaftigkeit
der Städte steht
ein Baum Und
Du 07.06.98 |
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H u n d s j a h r e (nur mal begonnen) Immer
noch, wenn ich draußen vorm Gartentor diese mir bis heute doch recht
fremdgebliebenen Menschen wahrnehme, die mich aus meinen Hundgedanken reißen,
überwinde ich mich, und tue ein wenig mit künstlicher Aufgeregtheit das,
was mein Herrchen von mir auch erwarten darf, welche die meisten
Zweibeiner an unsereinem am besten verstehen. (noch in Arbeit: 08.03.00) |
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Ist es nicht so, dass manch Geschichte gar nicht erst erfunden werden
muss?
Es waren einmal zwei Brüder ... Eines Tags
staunten die Eltern nicht schlecht; der Ältere hatte das dicke gelbe
Münchner Telefonbuch genommen, darin Seitenzahlen eingefügt. Wenn auch
einige Ziffern spiegelverkehrt und krumm, so war man doch recht stolz,
und der Vierjährige wurde samt Ergebnis in Bekanntenkreis und
Verwandtschaft herumgezeigt. Ein Wunderkind? Doch noch
etwas schlimmeres geschah. Von nun an wurde er nicht mehr mitgenommen
in die Welt der Erwachsenen, wurde durch seinen Bruder ersetzt. Dicht vor
der Diplomarbeit jedoch holten ihn die prägenden Erlebnisse und damit
all der Idealismus wieder ein; jenes Mittel, jener Glaube, der ihn
immerhin nie abstürzen ließ, zog ihn wieder in seinen Bann; er
konzentrierte sich auf ein soziales Projekt, das er Jahre zuvor
initiierte, und ihm nun Auszeichnungen und Preise einbrachte; und wurde
dafür, die Ablenkung war verlockend und zu groß - "wie ein erneuter
Faustschlag ins Gesicht", exmatrikuliert - das gesellschaftliche Aus;
diesmal von väterlich verlängerter Hand endgültig erledigt. (2005) |
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Frühschicht hieß für mich
lange auch
eine nächtliche Tour d'Airport, also von Erding per Fahrrad an den 13 km
entfernten Münchner Flughafen. Gut die Hälfte der Strecke macht ein
schmales Asphaltband aus, welches hinterm Weisbräu beginnend als
Fahrradweg an Niederding vorbei nach Oberding, und von dort weiter bis
Schwaig führt. Auch ein Gutteil des restlichen Stückes auf der
ehemaligen Freisinger Straße bis zum Beginn des Airport-Geländes ist
heute vom Autoverkehr frei.
Von 2003 bis Jahersende
2008 fuhr ich diese
Strecke, zu unterschiedlichsten Schichtzeiten, zu unterschiedlichsten
Jahreszeiten... Kurz vor Oberding plötzlich ein
seltsames Fauchen und Fiepen direkt vor mir auf der schwarzgrauen
Fahrbahn. Ein Schatten bewegt sich, ein zweiter windet sich unter ihm,
dann huscht eine dunkelschwarze Katzengestalt vom Licht des Fahrrads
getroffen fluchend davon. Ich setze meine Fahrt fort, philosophiere ein bisschen, analysiere mein Verhalten. Habe ich nicht eben in den natürlichen Kreislauf eingegriffen? Ich nehme irgendeine einmal dahin gehende Diskussion auf, um mich ihr zu stellen und zu verteidigen: "Ja, ich habe eingegriffen! - und?" frage ich dazwischen. "Aber unterscheidet uns Menschen das nicht vom Tier? - Hieß Mensch sein nicht einmal menschlich handeln?" Dann finde ich den Vergleich zu ganz aktuellen gesellschaftspolitischen Zusammenhängen. "Wurde mit Hilfe einer ganz ähnlichen Fragestellung nicht eine unsolidarische Gesellschaft legitimiert. Das Recht der Natur, des Stärkeren, des freien Markts, ...?", bis mir endlich auffällt, dass meine Tasche fehlt. "He, wo ist mein Ausweis, meine Geldbörse, ...?" Ich radle zurück. Am Ort des Kampfes
finde ich einen dunklen Schatten in dunkelgrauer Landschaft, reglos. Ich
bin froh. siehe auch: http://www.erding-life.de/xed/070607-naechtlicher-kampf.html |
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Linien, die weit in die Vergangenheit
reichen
Bei den großflächigen Marmorfliesen am Müncher Airport fiel mir eben wieder einmal auf, dass sie manch Kind zu einem seltsamen Spiel verleiten. Aber auch mich selbst habe ich wiederholt schon dabei ertappt, auf die Trennfugen und Knotenpunkte zwischen den schachbrettartigen hell und dunklen Flächen zu tippen - trat dann, ein Stück weit peinlich berührt vom unbewussten eignen Spiel extra ins schwarze Feld. Sie behaupten, die Geschichte sei belanglos, nicht weiter der Rede wert? "Evi, komm jetzt, trödle doch nicht ständig herum!". In der Tat tun wir Erwachsene derlei "Herumtänzeleien" gern als simplen Kinderkram ab. Jedoch sollte uns klar sein, dass das Kindliche noch einiges mehr an Verbindungen in eine Welt hinein besitzt, die zugegeben irrational, uns aufgeklärten, vernunftsbezogenen Erwachsenen nur ein mildes Lächeln abzwingt. Und doch gibt manch kindliches Verhalten nichts weniger preis als die Entwicklungsstufen der Menschheit. Am deutlichsten erkennen wir das an den vorgeburtlichen Entwicklungsphasen des menschlichen Fötus. Bereits vom Beginn als Eizelle durchläuft es wie im Zeitraffer Millionen von Generationen; zunächst fischartig formen sich bald Wirbel, wird einem Huhn ähnlich, wird dann zum Säugetier, bevor es die für einen Menschen charakteristischen Gliedmassen entwickelt. Doch zurück zu den Fugen und Knotenpunkten zwischen den Marmorflächen. Vielleicht käme einer auf die Idee, Ähnlichkeiten mit Astwerk festzustellen, auf welche sich unsere Vorfahren einmal bewegten. War es nicht einmal lebensnotwendig, darauf balancieren zu können? Ein Tritt daneben hatte den tiefen Fall zur Folge, um als Opfer dunkler vorzeitlicher Ungeheuer zu enden. Ob manch Verhalten kleiner Kinder rudimentäre Geschicklichkeitsübung ehemaliger Lebensstrategien sind? Wir Erwachsene haben innerhalb unserer eigenen gemachten Lebenserfahrungen längst neue Bezüge und Begriffe geschaffen, neue Wahrheiten und Lösungsstrategien gefunden. Nur in unseren Träumen und manchen entspannten tagtraumähnlichen Phasen kommen wir diesen Ursprüngen noch näher, steigen wie zufällig genau auf die Trennfugen und Knotenpunkte, um nicht in ungeheure Tiefen dunkler Vergangenheit abzustürzen. 20.07.08 |
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