Mercan Arda
- politsiches und soziales Engagement zum eigenen Nachteil

Das kleine Grüppchen der PDS-Sympatisanten hat sich im Akdeniz, dem türkischem Restaurant in Erdings Bräuhausgasse versammelt.
Neben dem aus Brandenburg stammenden Kandidaten Jörg Beckmann sitzt die Nachbar-Kandidatin aus dem Münchner Norden, die 36-jährige Mercan Arda, mit am Tisch. Aus dem türkischem Teil Kurdistans stammend haben ihre Eltern Bürgerkrieg und Unrecht erlebt. Todesurteile gegen Menschen, nur weil sie anderer politischer Meinung waren.

Die seit 21 Jahren in München lebende, vielseitig, vor allem in sozialen Einrichtungen aktive und interessierte kaufmännische Angestellte für Pharmazie, wurde durch ihre Kandidatur nun selbst zum Sozialfall.

Jeweils nach Bekanntwerden ihres politischen Engagements wurde ihr innerhalb ihrer Probezeit zunächst als Assistentin und Dolmetscherin bei einem Augenarzt, und danach zweimal als Apotheken-Angestellte gekündigt; trotz sehr guter Beurteilungen.

Vielleicht sind es gerade diese Erlebnisse, die einen Menschen prägen, und ganz einfach notwendig sind, Sensibilität dafür zu gewinnen, sich unabhängig eigenem Vorteilsdenkens für das Recht anderer einzusetzen.