Bereits im Mai 2001 machte xED darauf aufmerksam, daß die von den Komunalpolitikern favorisierte geplante Nordumgehung Erdings kaum Entlastung für die Anwohner der Durchgangsstraßen, vor allem der Anton-Bruckner-Straße bringen wird. Erst im September wurden die Komunalpolitiker von diesem Gutachten überrascht. (mehr dazu hier).

- Versäumt man es nun erneut die richtigen Antworten zu geben?


Verkehrsproblem Anton-Bruckner-Strasse
"Augen zu und Baum ab" - oder: "die falsche Antwort auf eine richtige Frage"
auch als Leserbrief angedacht zu: "Strassennetz hat Belastungsgrenzen erreicht"
(Erdinger SZ vom 13.11.01)

Während unsere maßgeblichen Lokalpolitiker einen Aus- bzw. Neubau weiterer Strassen fordern, gibt es über www.xED.de seit über einem Jahr eine Alternative, die ganz praktisch funktioniert und nun anderswo für Schlagzeilen sorgt.

Daß das Straßennetz in der Wachstumsregion im Münchner Norden an die Belastungsgrenzen stößt ist nicht zu leugnen, allerdings gibt es unterschiedlich intelligente Möglichkeiten der Problemlösung.
Die naivste ist der stete Aus- und Neubau von Strassen, mit der Folge riesiger Baukosten, Klagen und Gegenklagen und der Zerstörung von Natur und Heimat.
Intelligenter ist es, die Fahrgastzahlen pro Pkw zu erhöhen - und dies läßt sich durchaus lenken (siehe unten). Immerhin vermindert jede zustandegekommene Mitfahrgelegenheit den Straßenverkehr um ein Fahrzeug, reduziert außerdem Lärm und Abgase. Natürlich ist dies auch sehr wirtschaftlich, denn die Beteiligten können sich den Benzinpreis teilen.

Während sich die Kommunen im Lkr. ED bislang leider nicht für die Mifaz interessierten (und wie xED lediglich als Geheimtip gilt), bietet die Gemeinde Puchheim im Lkr. FFB ein ganz praktisches Beispiel, wie man ihren Bürgern diese Möglichkeit des Fahrgemeinschaftenbilden bietet und wie dies ganz aktiv innerhalb einer Kommune umgesetzt werden kann.
Dort ist die Mifaz von xED nun seit Anfang November 2001 nicht nur Bestandteil der offiziellen Gemeindeseite (siehe www.puchheim.de) - vor allem die Art und Weise der damit verbundenen eigenen Aktivität ist bemerkenswert (siehe Mail unten).
Der Eröffnungstermin wurde mit einem Großaufgebot lokaler Prominz öffentlichkeitswirksam in der Presse angekündigt, Bürgern ohne Internetzugang steht seither die Gemeindebibliothek offen, demnächst werden Briefe an Parteien, Vereine und Unternehmen verschickt; außerdem wurde ein Plakat zur Werbung an mich in Auftrag gegeben (nebenan der eigene Vorschlag).

Bevor unsere Lokalpolitiker von Bauer bis Bauernfeind nun unsere Kulturlandschaft noch weiter zerstückeln wollen; u. a. mit Osttangente, Ost- und Nordumfahrung für Erding, A92-Ausbau oder A94-Neubau - mit welchen Geldern auch immer, sollten sie sich erst mal an anderen Orten schlau machen, um zu erfahren, welche Ideen und Alternativen es seit langem am eigenem Ort gibt. Meiner Meinung gibt es weit intelligentere Möglichkeiten, um den Verkehr zu reduzieren. "Augen zu und Baum ab" ist die falsche Antwort auf eine richtige Frage.


Fürstenfeldbrucker SZ (09.11.01)

Mifaz-Plakat für Puchheim

eMail von Frau Konec vom Umweltamt der Gemeinde Puchheim:

Sehr geehrter Herr Koppe,

der Start unserer MIFAZ ist am letzten Freitag gut gelungen. Und mich hatte gefreut, dass es bereits 2 Stunden später den ersten Eintrag gab.
War heute erneut auf der Seite, und musste festtellen, dass einige Einträge doppelt drinnen sind. Kann man dies nicht irgendwie ausschließen?
Unser Eröffnungstermin wurde in der Lokalpresse angekündigt und in Gegenwart der Presse von Herrn Ersten Bgm. Dr. Kränzlein, Herrn Umweltreferenten Otto Stecher, einer Umweltbeirätin, Herrn Sadegor, dem Geschäftsführer Herrn Jens Tönjes und mir in der Gemeindebibliothek (außerhalb der Öffnungszeiten) durchgeführt. Warum Gemeindebibliothek? Wir wollen allen Puchheimer/innen, die keinen eigenen Internetzugang haben, die Möglichkeit der kostenlosen Internet- und somit MIFAZ-Nutzung an zwei Rechnern der Gemeindebibliothek vorstellen (Voraussetzung hier ist nur ein Bibliotheksausweis).
Ich werde noch diese Woche einen Brief an alle Parteien, Vereine, etc. schreiben, mit der Bitte, die Info "MIFAZ im Internet" an die Mitglieder weiter zu reichen (evtl. auf einer Mitgliederversammlung oder in einem Rundbrief, etc.).
Ein Brief soll auch an die Firmen unserer Gewerbeparks Süd und Nord gerichtet werden, um hier unter den Berufspendlern für Fahrgemeinschaften zu werben.
Für Dezember ist eine Handzettel-Aktion geplant (MIFAZ-Werbung an alle Puchheimer Haushalte).
Auch sollen im Gemeindegebiet MIFAZ-Plakate ausgehängt werden.
Und natürlich soll für die MIFAZ regelmäßig in der lokalen Presse (Mitteilungsblatt der Gemeinde, etc.) geworben werden.
Das Plakat und der Flyer müssen allerdings noch entworfen/gedruckt werden.
Herr Koppe, um einen Wiedererkennungseffekt zu haben, wäre es schön, wenn die Plakate/Flyer der Internetseite ähneln würden (Farbe,Schrifttyp).
Habe von zu Hause aus beim Öffnen der MIFAZ als Startseite ein nettes (gelbes) Auto von links nach rechts fahrend und die MIFAZ in eiem sehr schönen Schrifttyp gesehen; "MIFAZ, die bessere Alternative" (oder so ähnlich). Das gleiche Bild sehe ich hier vom Gemeinderechner aus leider nicht.
Wäre es Möglich, auf das bereits im Internet vorhandene Layout für die Flyer/Plakate zurückzugreifen? (nettes Auto, gleiche Schrift, Text, Farbe).
Zusätzlich müsste die Adresse www.puchheim.de und ein kleines Gemeindelogo Platz finden.
Bitte geben Sie mir baldmöglichst Bescheid, ob und zu welchen Konditionen es möglich ist.

Kopie von Zeitungsartikel und Notiz im Gemeindeblatt lassen wir Ihnen gerne zukommen, wenn Sie uns Ihre Adresse mitteilen.
Auch wir meinen, es wäre sinnvoll, weitere Gemeinden für die MIFAZ zu gewinnen. Werde demnächst auch die Umweltämter der Nachbarsgemeinden bitten in der jeweiligen Lokalpresse für die MIFAZ zu werben. Weniger Sinn macht wohl, wenn jede Gemeinde eine extra MIFAZ-Internetseite hätte. Sucher/Anbieter müssten sich dann durch mehrere Seiten "quälen".
Vielleicht warten wir ab, wie erfolgreich die MIFAZ anläuft (durch Öffentlichkeitsarbeit). Evtl. kommen dann die Nachbarsgemeinden auf uns zu, mit dem Wunsch, ebenfalls einen Link zur MIFAZ zu bekommen.

Danke noch einmal, dass die Umsetzung der MIFAZ so gut gelaufen ist.
Auf weitere gute Zusammenarbeit und
mit freundlichen Grüßen,

Konec
Umweltamt

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