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![]() Georg Brummer | Informationsabend Umgehungsstraße des CSU-Ortsverband Moosinning-Eichenried am 09.01.2002 beim Stanglwirt in Eichenried |
![]() M. Bayerstorfer |
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Wie prekär die Verkehrssituation in Moosinning und Eichenried ist, das belegte der bis auf den letzten Platz gefüllte riesengroße Saal beim Stanglwirt. Immerhin ca. 300 Bürger der zwischen Erding und München liegenden Gemeinde, die auch noch in beinahe unmittelbarer Nähe des Großflughafens liegt, waren der Einladung des OV der CSU gefolgt, und dazu trumpften die Christsozialen auch mit allerlei Politprominenz auf: von Bürgermeistern, Vizebürgermeistern und -Kandidaten auch der umgebenden Gemeinden, wie Oberding, Neuching, Erding, oder Hallbergmoos. Hauptredner war mit Georg Brummer der Herausforderer des derzeitigen SPD-Bürgermeisters Ways. Dieser begründete die Notwendigkeit einer Umgehungsstraße (Lärm, Abgase, kaum ein Überqueren während der Hauptverkehrszeit) und gab einen Überblick zum Stand der Planung. Demnach wurde bereits seit 1996 eine Umgehung der beiden Ortschaften in den Bedarfsplan für Bundesfernstraßen aufgenommen, allerdings steht diese innerhalb Bayerns derzeit nur an 292. von 362. Stelle; so kann frühestens in den Jahren 2015 bis 2020 mit dem Bau einer Trasse begonnen werden. Doch dies ist nicht das einzige Problem, denn die 1996 noch favorisierten Varianten einer Südtrasse sind längst gestorben, und so hat sich mittlerweile ein neuer Streit über die beste Alternative entbrannt: an forderster Front im Kampf um die sog. "kurzen Nordtrasse" SPD-Bürgermeister Ways, und für die sog.. "Gemarkungstrasse", CSU-Herausforderers Brummer. Dieser machte dann auch auf Problembereiche einer Nordtrasse aufmerksam, die grade den Ortsrand von Eichenried stark tangiere, nördliche und westliche Teile der Ortschaft auch abschneiden würde. Dagegen verlaufe die "Gemarkungstrasse" in einiger Entfernung entlang der Gemeindegrenze zu Oberding und Hallbergmoos, und brächte gerade auch für den Gemeindeteil Hallbergmoos-Goldach eine Verkehrsentlastung. Dies bestätigte dessen zweiter Bürgermeister Kollmannsberger dann auch. Landratskandidat Bayerstorfer machte vor allem das Wachstum von Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft für den gestiegenen Verkehr verantwortlich (in den letzten 20 Jahren um 25 %), der sich einer Prognose in den nächsten 15 Jahren nach weiter verdoppeln würde. Auch er fordere daher Umgehungsstraßen, allerdings um diese zu entlasten auch den S-Bahn-Ringanschluß, sowie eine Fernbahnanbindung in Richtung Mühldorf; und in Hinblick auf das zahlreiche Publikum, auch eine weiter aktive Bürgergesellschaft, diese Themen gemeinsam zu lösen.
Dann allerdings meldeten sich auch kritischere Stimmen bezüglich der von der CSU favorisierten Trasse. Während dies bei Bundestagsabgeordnetem Dr. Martin Meyer noch recht bescheiden geschah, in dem er sich dafür aussprach, daß man noch bis 2003 Zeit habe, die richtige Trasse zu finden, waren die meisten der Publikumsmeldungen am Ende der Veranstaltung gegen Ende eher gegen den CSU-Vorschlag.
Ist das Thema Verkehr mit ständig neuen Umgehungsstraßen zu lösen? |