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| New Economy: Gefahren, oder Hoffnungen und Chancen - Podiumsdiskussion in der Stadthalle am 04.12.2000 |
Temperamentvoll und voller kritischer Stimmen verlief die Diskussion, zu der die lokale Agenda 21 kompetente Podiumsteilnehmer eingeladen hatte.
v. l. n. r.: Jakob von Weizsäcker (StartUp), Gundula Englisch (Moderatorin), die Autoren Peter Felixberger (ChangeX) und Dagmar Deckstein (SZ). (Foto: Alfred Lenz)
Während Peter Felixberger vorsichtig optimistisch differenziert die Chancen der New Economie beschrieb, die Schuld manch gegenwärtig negativer Auswirkung bezüglich Globalisierung, Rationalisierung, Börsenfieber der Old Economie zuschob, gab es von Seiten vieler Besucher manch kritische, auch ungläubige Meinung.
Für Alfred Lenz wird sich an den Abhängigkeiten zum bisherigen Wirtschaften nicht viel ändern, höchstens „die Farbe der Kette“.
Laut Roswitha Bendl schwächt die damit verbundene Globalisierung die unteren politischen Strukturen. Das Argument, damit auch Politikverdrossenheit zu nähren schien immerhin durch die neuen Möglichkeiten des Informationsaustausches kompensiert werden zu können. Der Weg zur "Informatierten Gesellschaft" (Dagmar Beckstein) würde auch einer weiteren Demokratisierung den Weg ebnen. Außerdem fände auf diese Weise nützliche Information wie z. B. zum BSE in zuvor nie da gewesener Geschwindigkeit rund um den Erdball Verbreitung; die unterschiedlichsten Themen können völlig unabhängig vom Ort der Beteiligten diskutiert werden..
Eine entscheidende Frage ist, diese neuen Möglichkeiten auch sinnvoll zu nutzen, und nicht eine gesellschaftliche Spaltung zwischen Wissenden und Ungebildeten entstehen zu lassen.
Fahrende Züge
kann man nicht aufhalten, aber man kann die Weichen entsprechend stellen, meinte ich (Walter
Koppe) und nannte mit xED ein Beispiel, Globalisierungstendenzen lokalen und
überschaubaren Plattformen und Projekte gegenüberzustellen, um ganz praktische Möglichkeiten der aktiven Teilhabe im Schnittbereich
zwischen Neuen Medien und auch ökologischer Projekte (z. B. lokale
Mitfahrzentrale) aufzuzeigen.
Nachtrag: Es kann
bei weitem nicht ausreichen, nur Schulkindern entsprechende Möglichkeiten zu
bieten, wenn
deren Räume nur einige Stunden pro Wochentag offen stehen, wenn man gerade in der
heutigen Zeit eben auch von Erwachsenen Anstrengungen zur Weiterbildung fordert.
Nach Ende der Veranstaltung wurden denn auch von Besucherseite
spezifische Fragen zum Umgang mit dem Internet geäußert; und so
zeigte sich, daß die Veranstaltung zwar richtig und wichtig war, daß es
eigentlich aber einer Fortsetzung bedarf, um gerade auch auf lokaler Ebene tiefergehende Diskussion zu ermöglichen; vor allem auch ganz praktikable Lösungen
anzubieten.
Interessante Links:
http://www.icann.org Internet-Regierung
http://www.democratic-internet.de Initiative Demokratisches Internet