3. Erdinger Rock- nacht im Parkcafé
am 28.04.01

Das Haus hinterm Stadtpark war voll, als um 8 Erich Bottesch, als erster mit Liedern von Willy Michl-, Bob-Dylan- oder W. Ambroß' düster-witzigen "Es lebe der Zentralfriedhof" das Publikum zum zuhören warmspielte.

Richtig Stimmung kam bereits bei der recht jungen Erdinger Formation "Jamboree" auf.

Mehr oder weniger bekannte fetzige Oldies und einfache lebensfrohe Rockklassiker wie Troggs "Wild Thing" folgten "Great Balls Of Fire", "Hang on Sloopy" oder dem melancholischem Beatles-Song "Let It Be".
Eigenen Rhythmus versprühten die vier 17 - 18-jährigen mit den Komposition "Get the Feeling" sowie "Without Your Love", und durften dafür nach "Twist and Shout" und ACDC's einem halben Ton zu rauhen "Highway to Hell" mit dem flotten "Everybody needs somebody (to love) " und "Johnny B. Goode" der Stimmung und des abwechsungsbereichen Programms wegen noch einige Zugaben abliefern.
Martin Erhard (oben rechts am Klavinova) bewies Tage später seine Qualitäten sowohl im Forsterner Kulturfest wie im Erdinger Duchesse an der Seite vom Boogie-Woogie-Star Georg Schroeter.
Am 11.05. ist die Gruppe ab 22 Uhr auch innerhalb der Festwoche der KMS zu hören.
Im Anschluß war es der Niederdinger Bonifaz Prexl, mit zunächst recht melodiös-gefühlvollem Rock, sowohl vocal wie instrumental, dem man dann allerdings auch sehr schnell den Künstler anmerkte, der mit Spaß am experimentieren dann ganz gezielt auch schiefere Töne und Breaks einsetzte.
Prexl zeigte den ganzen Abend hindurch sein Allround-Talent, indem er bei den folgenden Formationen, z. B. den Survivers die unterschiedlichsten Funktionen (auch Keyboard oder Schlagzeug) übernahm.
Mit "My Daily Nightmare", "Run Away Train" oder "Dreaming" wurde es mit Songs von Johnny Thunder wieder melodiöser und teilweise romanitisch, sorgten aber auch eigenwillige Stakkatos spitziger Töne am Keyboard für Kontraste.

Und die Formation wechselte fließend, wieder änderten sich einige Positionen, und nun stand Lady & The Naughty Boys auf der Bühne. Mit der Moosinngerin Lady L. kam nun allerdings mit einer Frau auch ein deutlicher stimmlicher Farbtupfer ins Spiel; sorgte die soulige Stimme für richtige Stimmung und schließlich überschwenglichem Beifall - nicht nur unter ihrem heimatlichen Anhang.

Gegen Ende hin, und bis weit nach 12 übernahmen die Erdinger Rockroutines im Parkcafé das Steuer, wechselten sich z. B. Max Hupfer oder Tom Mayr ein, und zu den romantischen Ohrwürmern und Hardrock-Oldies, tanzten oder hüpften noch bis gegen Ende hin Gruppen von Zuhörer, und dadurch wurde auch die selbsterwählte Chronistenpflicht lückenhafter.

Das Aktuellste von Bonifaz, samt einem eigenem Bericht zur Erdinger Rocknacht, aber auch einer Beteiligungen beim Sinnflut-Kulturfest gibts hier