! das hier weitergegebene beinhaltet vertrauliches material. eine evtl. veröffentlichung bedarf einer vorherigen rücksprache. dafür stehe ich gerne zur verfügung !

Eine verhinderte Rai-ba-Kooperation und einige interessante Projekte und Details

 (Die überarbeitete Ur-Fassung stammt vom 20.08.2000)

Mündlich war alles geklärt. Demnach sollte ich einen Vertrag als freier Redakteur erhalten, in welches xED (www.xed.de) die Plattform für unterschiedliche lokal interessante Teilprojekte sein sollte, z. b. dem Künstler-ABC (über dieses Projekt und die Kontakte entwickelte sich später der Erdinger Literatentreff), lokalem Veranstaltungskalender, aktuellem Fussball-Ergebnisdienst, Chat, ...
Ich suchte auch einen Partner für die Entwicklung einer lokalen Mitfahrzentrale (daraus entwickelte sich die MiFaZ, inzwischen in halb Bayern eingesetzt (siehe MiFaZ-Story). Auf diese Weise, so meine Hoffnung, könnte ich deren Entwicklung als Redakteur endlich selbst finanzieren.
Interessiert war die rai-ba zunächst auch an der xED-Landkreiskarte. Doch nachdem man mir den Vertrag anbot, hatte ich nichts dagegen, als man mir antwortete, diesen nun doch selbst erstellen zu wollen. 
Nunberger (edv-leiter) sagte mir dann zu, mich per e-Mail vom Termin der Vertragsunterzeichnung in Kenntnis zu setzten. Wichtig sei es für mich als freier Mitarbeiter nur, beim Rathaus ein Unternehmen anzumelden.
Dort erkundigte ich mich, holte die notwendigen Formulare. Als ich in den nächsten Tagen keine Nachricht erhielt, auch im rai-ba-Zelt auf der Sinnflut-Veranstaltung niemand etwas dazu sagen konnte, nutzte ich die Zeit zur Fertigstellung weiterer Elemente, um dies dann zusätzlich zu den bereits bestehenden vor der Unterzeichnung präsentieren zu können.
 

 

 


... eine Art Vorvertrag, Anfang August 2000 festgehalten. Die Handschrift von Herrn Nunberger, 


Schließlich traf ich nach wiederholt vergeblichen Versuch am 17.08.2000 um 15 Uhr auf Herrn Nunberger. In dem vertraulichem Gespräch machte er mir klar, dass es nun doch keine Zusammenarbeit zwischen mir und der rai-ba geben wird.

Auf Nachfrage erklärte er mir etwas verlegen aber offen die Gründe.
Wenn ich ein wenig früher gekommen wäre, hätten wir den Vertrag unterzeichnet, und keiner könnte nun daran rütteln. So aber gab es ein Gespräch mit Vertretern der Stadt Erding, die statt mir einen anderen Anbieter ins Spiel gebrachte hätte. Die Stadt wiederum ist mit der Firma Wildcat eng verflochten, die wiederum aus jenem Herrn Albrecht besteht, dem ich bereits ein halbes Jahr zuvor innerhalb eines 2 1/2-Stunden-Gesprächs von meinen Plänen erzählte; der sich sehr dafür interessierte, mir daraufhin eine Kooperation anbot, wovon dann aber, als es für mich konkret wurde, nie wieder die Rede war.
- via e-Mail-Kontakt ist noch einiges dieser Inhalte festgehalten, auch Dritte wissen recht detailliert davon.

Vor allem, so Nunberger, habe die Stadt etwas gegen mein Engagement. "Das komme von ganz oben", meinte er, und gab auch noch die Meinung in o-Ton weiter: „das sei der, der bei jedem Volksbegehren als erster unterschreibt“.
– Nun wusste ich nicht, wie ich mit dieser Information umgehen soll. Einerseits wollte ich die Vertraulichkeit wahren, andererseits schreit schon allein diese Begründung nach Öffentlichkeit. Weniger, weil das Behauptete übertrieben ist, sondern weil eine solche Weitergabe vertraulicher Dinge für mich ein riesiger Skandal bedeutet! Man stelle sich vor: da engagiert sich jemand für zu tiefst demokratischste Spielregeln, unterschreibt im Rathaus eine Liste für ein Volksbegehren (vor allem der ödp, es ging um die "bessere Schulreform"!) - und erhält letztendlich dadurch keinen Job!

Nicht anders war damals ganz konkret meine Situation!

Ja, und dann ein weiterer Gipfel:
Nachdem ich an Nunberger weitergab, dass nun das Outfit-Projekt zumindest in einer ersten Phase funktioniert und auch der Fußballergebnisdienst mit allen Spielen bis zur Winterpause inkl. Chat unter xED aufrufbar ist, sagt er mir, dass die rai-ba dies nun auch selbst einrichten wird.

– Genau das, was ich der rai-ba gegenüber als Idee weitergegeben habe (was ich vor zwei Jahren im Rahmen des mbpw-Businesswettbewerbs als Teilprojekt beschrieb, danach an öcom weitergab und weswegen mich Weingärtner vor einigen Monaten wegen des zwischenzeitlich längst über xED funktionierenden Systems an die rai-ba vermittelte), und worum die Herren der rai-ba allesamt eine Kooperation mit mir eingehen wollten, "leihen" sie sich nun großzügig als Ideen von mir aus.

Zuerst fanden sie die Idee mit der xED-Landkreiskarte gut. Ich gehe aufs Angebot ein und verkaufe sie ihnen für einen Link von der rai-ba auf xED.
Danach sagen sie, die Karte bauen wir nun doch selbst, aber wir haben dafür ein noch viel besseres Angebot: eben jene Kooperation mit den 500 DM /Mon.
Und nun glauben sie tatsächlich all das mit mir abgesprochene alleine, bzw. mit der Stadt, Wildcat oder einen Dritten machen zu können?

Charly meinte im Anschluss, ich solle xED löschen, und statt dem xED-Menue diese Begründung einblenden.
Ich ergänzte: ... um mich dann nebenan aufzuhängen.
Ralph riet mir, einen Brief an die Stadt zu schicken, mit dem Wunsch um Stellungnahme.
- das wollte ich dann auch tun (allerdings keine 14 Tage auf Antwort wartend).

So gab ich mein Problem direkt an den 3. Bürgermeister, Fritz Steinberger weiter. Ich dachte damals tatsächlich noch, die SPD würde so etwas wie Opposition betreiben, und hätte Interesse an einer Aufdeckung - und tatsächlich gab sich Steinberger nach außen hin entrüstet. Er wolle Näheres wissen, meinen Fall im Rathaus zur Sprache bringen, um sich danach wieder bei mir zu melden. 
Ich lief ihn dann bis Jahreswechsel 2001 hinterher.  "Ja," meinte er anfangs, er "müsse noch den Berther (Chef der rai-ba) sprechen", und so ging das weiter: "Er müsse noch ...". Jedenfalls kam am Ende nie etwas heraus. Stattdessen ging er mir nun immer mehr aus dem Weg, oder steigerte sich bei meinem Näherkommen plötzlich in ganz intensive Gespräche mit irgendwelchen Leuten. Ich habe bis heute nie eine Antwort von Steinberger erhalten.
Folgendes Foto trifft wohl irgendwie dessen Gemütszustand bei meinem Anblick - hier als xED-Fotograf (zusammen mit der damaligen lokalen Polit-Prominenz während des Umzugs zum Herbstfest 2002) 

v.l.: 1. Bürgermeister Bauernfeind, 2. Bürgermeisterin Sollanek, 3. Bürgermeister Steinberger, re.: Weissbräu-Chef Brombacher. 

Ich überlegte mir andere Möglichkeiten; z. b. sich mit der Sparkasse zusammen zu tun, und diesen meine Ideen zu vermitteln, hatte dann auch ein entsprechendes Vorgespräch mit einer Frau Bauer, die recht interessiert zuhörte, aber Unterlagen zur Weitergabe an ihre Chefs bräuchte. 
Als ich erfuhr, dass die Sparkasse mindestens ebenso eng mit der Stadt Erding verflochten sei, ... wurde mir klar, xED auch weiterhin nur als unabhängige Plattform fortführen zu können. Und so entwickelte sich die Seite allmählich von einer Kulturseite immer mehr zu einer Seite über gesellschaftspolitischer Hintergründe und Vernetztheiten der Macht. Man hatte mich quasi mit der Nase darauf gestoßen. 

Im August 2000 hatte ich Kontakt zum Bürgernetz Weihenstephan aufgenommen, wir tauschten unsere Erfahrungen aus, und ich erfuhr Näheres über einen ganz massiven Rechtstreit mit der Stadt Erding. Die Frage von Kooperationen zwischen erding-connect.de und xED wurden diskutiert - und vertagt, Immerhin verlinkten sich unsere Seiten dort, wo es Sinn machte. 

Bis in den Sommer 2000 stand das outfit-projekt noch im Vordergrund. Die Idee, grade auch den lokalen kleinen und mittleren Läden im Zeitalter von Internet und Globalisierung eine günstige Möglichkeit der Waren- und Dienstleist-Präsentation auf lokalen Ebenen zu geben, die bis hinunter zur Einbeziehung von Hobby-Designern, Gebrauchtware und Style-Beratern alles einschließt - in dem jeder selbst dabei zum Model wird.

Im September 2000 wurde jedoch die Umsetzung einer zunächst landkreisweiten Mitfahrzentrale per Internet immer aktueller. Bereits im Sommer 1999 hatte ich diese schriftlich an Landkreisgemeinden weitergegeben, und auch an die damals noch in Erding aktive lokale Agenda. Kurze Zeit nach Weitergabe der schriftlichen Unterlagen erfahre ich in einem groß aufgemachten Zeitungsartikel, dass Taufkirchens ödp-Gemeinderat Treffler eine eigene Mitfahrzentrale per Internet organisieren möchte. Darauf schicke ich auch Treffler die Konzept-Unterlagen. 2004 wurde Taufkirchen Mitglied, allerdings nicht Taufkirchen /Vils (Lkr. ED), sondern Taufkirchen bei München (siehe www.mifaz.de/taufkirchen").

Der lokale Sportergebnisdienst wurde von der rai-ba bald darauf tatsächlich über  "www.raiffeisenbank-erding.de" innerhalb eines lokalen Marktplatz Erding eingerichtet. Damals zwar längst nicht so gut, interessant und interaktiv wie der von xED, aber natürlich verfügte der Kollege über vollkommen andere Möglichkeiten der Werbung, und dafür diesen Bereich auch technisch weiter zu entwickeln. Einige Jahre später stellte ich den Ergebnisdienst über xED ein.

Zuvor gab ich auf  Einladung des Grünen KV jene Idee der lokalen Mitfahrzentrale im Internet weiter; diese wurde auch angenommen, damit verbunden endlich die Vorfinanzierung für das erste recht einfache Programm (programmiert von Inna Janssen). Nachdem die Grünen nun aber für "Ihr" Projekt hätten werben können, z. B. als Alternative zum weiteren Straßenausbau und der A94, war die MiFaZ mit dem Start das Projekts auch schon wieder vergessen, und so verlinkte man über www.A94-Nie.de/links lange Zeit nur auf die "A94-Mitfahrzentrale". Obwohl ich versucht habe, eine Kooperation mit dieser einzugehen - das Motiv des Verkehrsreduzierens war ja die gleiche, und obwohl ich die Vorteile gemeinsamer Entwicklungsmöglichkeiten deutlich machte, erhielt ich nie eine Antwort auf meine Nachfragen. Während die A94-Mitfahrzentrale inzwischen kaum einen Aufrufer pro Tag registriert, sind es bei der MiFaZ inzwischen über 1.000 (2006).

Doch zurück zum Erding des Jahres 2000, das auch im Folgenden ein Beispiel dafür ist, wie man mit Konzeptideen umgeht. 
Seit 1999 hatte ich aus eignem kulturellem Interesse und sehr viel Engagement verschiedenste lokale Kunstausstellungen besucht, Gespräche mit zahlreichen Künstlern geführt, und ihnen einen kostenlosen Platz im Künstler-ABC von xED verschafft. 
Vor Beginn der Ausstellung von Hans Peis (im Herbst 2000 im Frauenkircherl) tauchte plötzlich mit professionellem Kameragerät ein Herr Brandl auf, der neben mir nun ebenfalls Peis' Bilder fotografierte. Am selben Abend wies Kulturreferent Sattelmeier ausdrücklich darauf hin, dass jene ausgestellten Arbeiten demnächst auch im Internet aufrufbar seien - nicht über xED, sondern über jene seines CSU-Partei- "Amigo" Brandl.
Während ich die Kunst inmitten eines lebendigen Rahmens zwischen Mitfahrzentrale und Chat stellte, baute Brandl an einem virtuellen Schloss, einen goldenen Käfig, dessen Webseite der Kunstverein Erding teuer finanzierte. Ein Jahr später sah ich mir zusammen mit J.N. Brandls Seiten an: Der Zähler stand bei '00026', die entsprechende Seite auf xED hatte eine Zahl jenseits der 400 - Brandls Schloss wurde seltenst besucht, und ist inzwischen abgebrochen, ist zumindest unauffindbar.

Das folgende Foto zeigt die "Airfolgsregion": Herr Pech (Sprecher der Stadt E., ehem. Fa. Wildcat) und Brandl vereint mit Landrat Bayerstorfer und E.-Bürgermeister Bauernfeind:

Ein anderes Beispiel zur Situation von xED. Seit Sommer 2000 gab es einen  landkreisweiten Chat. Einige Zeit später startete ein solcher auch von Herrn Al-brecht, als "Erdings erster Chat". Zu dieser Zeit war der von xED dank C. T. bzgl. Design und Funktionen dem von Al. weit überlegen. Grundsätzlich wurden eigene Ideen von Al. stets undankend gern übernommen; im Gegensatz zu mir verdient Herr Al dadurch gutes Geld und erhielt zum Jahreswechsel 2000/01 dafür von der Stadt Erding den "Innovationspreis lokaler Unternehmer". 
Welch Zufall, als ich erfahre, dass Herr Pech, Sprecher und Internetbeauftragter der Stadt vor dieser Tätigkeit im Rathaus Mitarbeiter bei Al. war. Ich erfuhr, dass es gerade in diesem sensiblen Bereich denn auch kaum öff. Ausschreibungen der Stadt gab. Ein Wettbewerber (H.J.) erzählte mir, sowie den ehem. grünen Stadträten KDW. und WB, wie seltsam man ihm im Rathaus behandelt hätte ("Wer sind Sie schon?"). 
Ein anderer bezeichnete uns gegenüber diese Verflechtung schlicht als "Erdinger Moos". KDW, der den Geschichten nachgehen wollte, deutete uns gegenüber ähnliches an, versuchte an nähere Information zu kommen, wollte über den Stadtrat eine Anfrage stellen. Doch später meinte er, das sei schwierig, und mit großen Hindernissen verbunden. Bald darauf war er nach Eching verzogen.

Unzweifelhaft, dass wichtiger als Innovationen Ellenbogen und Vitamin B sind. Man umschreibt dies Dritten gegenüber als "Loyalität" und erklärt Demokraten zu Radikalen, dichtet ihnen einen schlechten Ruf an, um das eigene Verhalten erklärbar zu machen.
Ob die Menschen dies auch so bezeichnen würden, wenn sie die ganzen Geschichten erfahren, oder selbst betroffen wären?
Jahre zuvor als Architekturstudent war ich Initiator und Vorsitzender eines gemeinnützigen Vereins, welcher 1998 unter 43 Projekten einen ersten Preis des bundesweiten "Inovationswettbewerb" der Münchner "AnStiftung" gewann. Aus dieser entwickelte sich ein Projekt, das heute bayernweit eingesetzt wird, und einen Gemeinnutz von inzwischen ca. 3 Mio € geschaffen hat, während der Initiator heute von Hartz IV lebt. Hier die höchst spannende Geschichte

Die Fortsetzung der Geschichte erlebte ich als Initiator und Vorsetzender des Erdinger Literatentreff. In dieser Funktion setzten sich die Vorgänge fort, und wenn Redakteure als ins Rathaus wechseln, eine Redakteurin Frau Bürgermeisterin wird, wenn potentiell kritische Redakteure zu Pressesprechern, Autoren als Stadtschreiber gemacht werden, entsteht ein Netzwerk, siehe hier  


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