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Wenn Reiter Neues anpackt, dann ist dies kein Versuch, kein Experiment. Reiter wählte den
Begriff der "Metamorphosen" bereits für seinen letzten Schaffensstil; doch gilt dieser
natürlich auch für den Schaffenden selbst: Reiters aktuellste Werke, welche den Hauptteil
der Ausstellung im Schulungsraum im zweiten OG des neuen Baues der Raiffeisenbank an Altenerdings
S-Bahnhaltestelle ausmachen, haben das Gegenständliche verlassen.
Wenn Reiter ausstellt, dann ist dies kein gewöhnliches Ereignis. Die Gäste waren ausgewählt
und persönlich eingeladen, was ich zu spät erfuhr, und trotzdem per Handschlag willkommen
geheissen wurde. Zu klassischer Musik von Haydn hatten sich u. a. Spitzenvertreter der
lokalen Politik, allen voran Landrat Bauer, dessen designierter Nachfolger Bayerstorfer,
eine Riege aus Altbürgermeistern und Parteimitgliedern vor allem aus den Reihen der CSU
eingefunden; und dann werden auch schonmal Werke vergangener Meister hinter dem Vorhang
versteckt, wie es dem großen, den Anwesenden nun unbekannt gebliebenen Bild von Hiasl
Mayr erging; In der Laudatio zeichnete Bayerstorfer einen Bogen von der gesellschaftlichen Wertewelt, wie sehr sie einem Wandel der Trends unterworfen ist und durchaus auch in der Entwicklung Reiters zum Ausdruck kommt, doch ein Reiter bleibt dennoch ein Reiter; und inmitten der Informationsflut und im Gegensatz zu mancher Aktie ist Kunst etwas Stetes und Bleibendes, grad speziell im Schaffen von Reiter beinhalte dies magisch-spirituell Dauerhaftes; auch wenn sich die Feuerwerke aus Farbentönen nicht immer gleich mundgerecht sich erst noch ihren Zugang suchen müssen.
Die Ausstellung ist noch bis 29.10. zu sehen, |