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Michael Röhrl Hintergrundbericht
zur Schulaufführung "Von Liebe erdrückt"
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Neue Wege geht seit dem Schuljahr 2000/01 die Herzog-Tassilo-Realschule in Erding. An der Münchener Straße wird seit Beginn des Schuljahrs das Wahlfach Musiktheater angeboten. Für einige Stunden pro Woche konnte dazu als Lehrkraft der Dorfener Michael Röhrl gewonnen werden, der bereits in der Open-Air-Theateraufführung "Der Friede" in Burgrain die Feder führte. Für die durchaus noch jugendlich wirkende Erscheinung Röhrl, der "nebenbei" auch noch die Hauptfächer Mathe, Physik oder Informatik unterrichtet, bieten die rund 50 Theater- und Musikbegeisterten innerhalb des Unterrichtsfachs eine völlig neue Herausforderung.
Das Stück "Finde Dich", von ihm selbst verfaßt, lag zwar schon fertig in der Schublade, bevor dieses von den Schülerinnen in Sequenzen, Szenen und Lieder zerlegt einstudiert wurde. Nebenbei war lange Zeit die Frage nach dem Aufführort unklar. Mutig dann die Entscheidung, dafür nicht in etwa die Aula sondern jenen eigentlich überhaupt nicht fürs Theaterspielen geeigneten eher verwinkelt und engen Bereich im Untergeschoß zu verwenden.
Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens war es mir wichtig, manches schlicht und sprachlich einfach rüber zu bringen, was teilweise wiederum ins heiter-komische umschlägt, wenn Nee (ausdrucksstark von Jennifer Kratt gespielt) zunächst ganz stolz auf "ihre" (Beton)Wand ist, sich von Orkme den Lebenssinn durch das Falten von einfachen Papierschnitzel erklären läßt, oder wenn Deeca sie als "Punkt" auszeichnet, dann staunend meint: "unglaublich - ich verkörperte einen Punkt", um das Publikum zum Mitsingen aufzufordern "Ich bin toll", bis ihr Orkme diesen Spaß verdirbt. Während sich Röhrl 2001 auch als Lebenswegweisender zu erkennen gab, hatte er auch schon sein neues Stück angekündigt, das am 30. April 2002 seine Uraufführung feierte.
In "Von Liebe erdrückt" tanzen zwei Liebende, Cheillvette und Ilve, verliebt durch eine Wiese voller Blüten im strahlendem Sonnenschein, genießen das Gezwitscher der Vögelchen im Dreivierteltakt und fühlen mit der unendlichen Weite des Horizonts im Einklang. |