Neue Isener Band "Rul und die Wunderkinder" 

Kurz vor seinem ersten Amoklauf steht Rul Kellner, wenn man dem glauben darf, was er gerade bei der Bandprobe in Versform von sich gibt. 

Schuld daran sind sicher nicht seine Musiker, mit denen er im Januar das ambitionierte Projekt "Rul und die Wunderkinder" gestartet hat. Trotz eines Durchschnittsalters von Mitte Zwanzig sind sie schon erfahrene Virtuosen auf ihren Instrumenten. Allen voran Schlagzeuger Mane Mildenberger aus Rosenberg bei Isen, der die Idee zur Band hatte und alle Titel selbst komponiert. Auf dem Konservatorium in München traf er Pianist Stephan Weiser, sowie Akkordeonspieler und Posaunist Martin Sellmeir, die sich ihm begeistert anschlossen. Ein alter Bekannter ist Florian Schmidt, sein Kollege bei "Turbolenz", der die Band am Bass komplettiert. Mit Kellner fand Mildenberger ein Urgestein der Isener Musikszene als Frontmann. "Wenn der Rul richtig in Fahrt ist, entkommt seiner Bühnenpräsenz keiner so schnell", meint er grinsend. Der Bandname "Rul und die Wunderkinder" zielt selbstironisch auf das Image der begnadeten Jung-Musiker. Dabei ist nur Sellmeir "vorbelastet", dessen Vater bei Finsings Trachten-Musikern spielt. Bei den anderen habe es nur immer geheißen: "Woher er das bloß hat, der Bub?", erinnert sich Weiser. 

Die Texte behandeln Themen nach dem Motto "Oiss wos i mog und oiss wos is ned vertrog", verrät Kellner. Es werde über s'Lieblingsessen und Aupair Mädls genauso philosophiert, wie über Zuagroaßte, den Staat und den Charme, der schnell zum Schleim verkommt. Gesungen werde selbstverständlich auf Bayrisch und "wer meint, dass die Musik an Haindling erinnert, hat nicht richtig zugehört". 

Gelegenheit zum Zuhören gibt es am 26. Juli bei Sinnflut in Erding, ab 21 Uhr auf der Schupfabühne. Weitere Infos unter: www.rul-und-die-wunderkinder.de