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. Max
Matthes
„Skala
in Blau“
Nach einem kurzen
Sit-in im Redaktionsbüro des „Gedanken-Sprung“, wo noch etliche Hefte in einem
Bundeswehrrucksack verpackt werden, machen wir Drei, Walter, Wolfi und ich, uns
auf zum Erdinger Bahnhof.
Wie bereits per E-Mail avisiert wartet dort Frau Inge Heinrich, eine
umtriebige, ehemalige Galeristin und Weltenbummlerin, u. a. Mitglied beim
„Taufkirchner Künstlerstammtisch“.
Zu viert, mit einer günstigen Partnerkarte in die S-Bahn nach München.
Wie hieß die Straße gleich wieder?
Wie die
U-Bahnstation?
Das Stadtteilcafé Hasenbergl ist unser Ziel.
Max Matthes, der Freund des Literatentreffs, der mit zahlreichen Bildern in den
letzten beiden Ausgaben des „Gedanken-Sprung“ vertreten ist, veranstaltet dort
eine Vernissage, betitelt „Skala in Blau“, und wir sollen anstelle einer
Laudatio und Musik aus der Anlage, den Abend mit unseren Texten umrahmen.
Alle sind irgendwie gut drauf, das Gespräch sprudelt, - kocht teilweise, als es
um den Irak-Konflikt geht.
Schon sind wir am Hauptbahnhof angelangt, und nach einer kurzen Odyssee durch
Münchens Norden haben wir auch das Café gefunden.
So etwas bräuchte
Erding auch!
Gemütlich sieht es aus, es strahlt eine gewisse Offenheit aus und die in allen
Blautönen gehaltenen Bilder Max Matthes geben dem Auge ruhigen Halt.
Der Programmablauf wird durchgesprochen, Walter improvisiert auf einem Stück
Papier rasch eine Begrüßungsrede.
Dann spricht der Wirt, Stefan, ein paar Worte um dann Max Matthes das Mikrophon
zu überreichen.
Der fasst sich kurz und Walter ist dran.
Das Lokal hat sich mittlerweilegut gefüllt, die Tische sind alle besetzt, ein
paar Leute stehen, etliche Kinder laufen herum.
Nachdem Walter bravourös seinen Part gemeistert hat, liest Wolfgang 3 Texte,
befasst sich mit
Generalsstäben und Teufelssuppen.
Vor der Eröffnung des Buffets lese ich mein Endzeit-Kurz-Essay „Der letzte
Herbst“.
Man scheint beeindruckt.
Nun gut, das war der erste Teil, hat gut geklappt, nach dem Essen, in etwa
einer Dreiviertelstunde soll es weitergehen.
Nun trifft auch Marta ein, wir waren uns sicher, sie schon eher zu sehen, und
sind nun sehr erleichtert über ihre Anwesenheit.
Nun, um wie auf den Plakaten und in den Zeitungen angekündigt vollständig zu
sein, hätte nur noch Sibylle gefehlt. Doch die hatte, aus privaten Gründen,
kurzfristig abgesagt.
Wolfgang geht nachdem der Veranstalter die zweite Runde der Lesung angekündigt
hat, hinter den Stehtisch.
Er liest, - seine Begeisterung aber auch Skepsis teilen sich mit, -
verschiedene Texte zum Krieg und zur Gesellschaft´, über auf die Persönlichkeit
der Menschen wirkende Allergien.
Marta trägt ihre Gedichte und Haikus aus dem „Gedanken-Sprung“ vor.
Die Gymnasiallehrerin, die in München unterrichtet, hat ihr Atelier in Dorfen,
sie ist schon immer, von Anfang an bei den Literaten, viele Chancen für den
Treff und die Zeitschrift, so auch die Möglichkeit dieser Lesung, durch die
Freundschaft mit Max Matthes, die mittlerweile entstanden ist, sind
ausschließlich ihr zu verdanken.
Dann, als letzter Redner trage ich etliche Texte vor, lese auch ein Märchen, -
wie eigentlich alle Texte, die wir heute vortragen, hat es mit Krieg und
Frieden zu tun.
Dann ist der Abend zu Ende, wir sind zufrieden, sogar ein wenig euphorisch, so
geht es wenigstens mir.
Der „Gedanken-Sprung“ hat sogar hier in München erstaunlichen Absatz gefunden,
so dass meine Befürchtungen, die Menge der Exemplare betreffend, die noch im
Büro lagern, fast gänzlich verschwunden sind.
Auch die Fahrt mit Bus - , U-Bahn -, und S-Bahn zurück vergeht mit intensiven
Gesprächen in Windeseile, und als wir uns in Erding voneinander verabschieden,
sind sich alle einig, es war ein toller Abend, - das ist wohl die griffigste
Beschreibung.
TD 2003
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