Jahreshauptversammlung der SPD am 10.01.01 im Gasth. Mayr Wirt

Zu Beginn der Veranstaltung ging Horst Schmidt auf die aktuelle Bundespolitik ein, und begrüßte die Konsequenzen aus dem BSE-Skandal, vor allem, daß die Neugliederung der Ministerien Landwirtschaft und Ernährung dem Verbraucher zugute kommt. Während die Regierungskoalition im Bund richtige Konsequenzen zieht, vermißt man ähnliches im CSU-regiertem Bayern. Dort, so Schmidt würden lediglich dann Minister zurücktreten, wenn dies im Sinne Stoibers sei.
14 Monate vor der Stadtratswahl wurde Bilanz im OV Erding gezogen. Schwierig sei die dünne Finanzdecke, die gerade vor Wahlkämpfen wichtig sei. Die verschiedenen Veranstaltungen im vergangenem Jahr verliefen zufriedenstellend. Allerdings sei es schwierig, vor allem junge Leute für längerfristig für Politik zu interessieren. Immerhin sei es gelungen, erst vor kurzem in Erding wieder einen Juso-Verband (unter Vorsitz von Daniel Fritsch) zu gründen. Da der nächste Stadtrat erstmals 40 Räte umfaßt, sei es schwierig, entsprechend 40 Kandidaten zu suchen, weshalb man die Liste diesmal auch für Nichtmitglieder öffnen will. Dabei würde man sich schon zufriedengeben, die letzten Wahlergebnisse zu stabilisieren, nachdem man nicht zuletzt durch das Auftauchen von Grünen und ÖDP große Verluste zu verzeichnen hatte (die Anzahl der Räte sank von 11 über 10 und 8 nun auf derzeit 5).
Dies jedenfalls meinte Hermann Kronseder, 46-jähriger Diplpm-Psychologe, Stadtrat, Mitbegründer des legendären autonomen Jugendzentrums Picnic und Vater zweier Kinder. Für ihn sei es in den nächsten 6 jahren wichtig, die inneren Arbeitskreise effizienter zu organisieren. Er wünschte sich lebendigere Diskussionen, die Meinungsvielfalt einschließt, ohne dabei zu verletzen. "Lokalpolitik muß erlebar werden und Spaß machen." Dabei ging er auch auf meinen Vorschlag ein, die Möglichkeiten des Internet offensiver zu nutzen (siehe weiter unten)".
Als einziger Kandidat ums Amt des OV-Vorsitzenden wurde er mit 21 Ja-Stimmen, 2 Enthaltungen und 2 Nein-Stimmen bei Abwesenheit von bisherigem OV-Vorsitzenden Friedrich Köllmayr (derzeit noch im Krankenhaus) zum neuen SPD-Chef gewählt.
Ähnlich klar verlief die Wahl seiner Stellvertreter. Gewählt wurden Christa Nikkisch (22 - 1 - 1) und Willi Scheib (22 - 2 - 0), sowie Kassier Uwe Lampe (24 - 0 - 0).
Beisitzer wurden Cornelia Mahl, Hans Schmidmayer jun., Ingrid Schmidt und Sigi Draxler. Letzterer ist Betriebsratsvorsitzender bei Lufthansa, und erhielt am Ende der Veranstaltung wegen seines Vorsitzes, Engagement, fachspezifischer Kompetenzund ind Interesse der Schwerbehindertenproblematik gegenüber den meisten Beifall des Abends.

Nachtrag (11.01.01.): Der Anfang dieser Dokumentation ist gemacht, und bereits hier über xED aufrufbar. Zahlreiche Gespräche werden folgen; eben auch aufgrund der Veranstaltung vom 10.01.01.

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