Im Juli 2004 gab es einen lebendigen email-Austausch zwischen
SZ-Redakteur Peter B. Heim und mir. Ausgangspunkt war ein SZ-Bericht vom 01.07.2004.

Per Newsletter ging ich darauf ein, leitete ihn u. a. auch an den SZ-Redakteur weiter.

Liebe Autoren, Künstler, Kulturinteressierte, Freunde und Bekannte des Erdinger Literatentreff,

Ich weis nicht, in wie weit Ihr in den letzten Tagen die lokale Presse verfolgt habt.
Über www.erding-life.de/gsprung/ea-040625-schrieb.gif (Erdinger Anzeiger) und
www.erding-life.de/gsprung/sz-040701-kulturabend.gif (Erdinger SZ) sind zwei Artikel
aufrufbar, die ich Euch unbedingt ans Herz legen möchte.
Am Samstag, dem 26.06. gab es einen Bericht im Erdinger Anzeiger über Delissens Zeitschrift
„Schrieb“.
Da war zu lesen: „Nach dem Gedanken-Sprung des Erdinger Literatentreffs kommt eine neue
– konkurrierende Literaturzeitschrift aus Erding auf dem Markt“.
Aufgezählt war dann eine ganze Reihe von Autoren, die zum Teil gar nicht wussten, Delißen Texte
oder Illustrationen weitergegeben zu haben.
Einigen andern war dies zwar bewusst, reagierten dann aber erstaunt, als sie lasen, dass sie
nun von einer konkurrierenden Seite vereinnahmt wurden.
In der Erdinger SZ vom Donnerstag, dem 01.07. findet diese Art seine Fortsetzung. Unter der
Überschrift „Alles unter einem Hut – Offener Kulturabend wird im August fortgesetzt“
(Delißen gehört diesem Kreis an), werden erneut Autoren dem Kreis zugerechnet, die sich eben
erst von Delißen distanziert haben. Man kann sich von Delissen & Co. scheinbar nicht so
schnell distanzieren, wie man vereinnahmt wird. Nun, diese Eigenschaft von Thom ist nicht neu;
auch wenn das bis zu manchem Redakteur noch nicht durchgedrungen ist.
Damit aber immer noch nicht genug. Im Text erfährt man etwas von den Zielen des Offenen
Kulturabends; so z. B. von der Idee, Musiker, Kabarettisten, Erzähler, Schreiber, ... unter einen
Hut zu bringen und einmal im Monat ein ’gemütliches’ Zusammensein zu organisieren“.
Über den Begriff ‚Gemütlich’ lässt sich ja noch streiten, und manches Zusammensein kann je nach
Verlauf auch aggressiv werden; die Idee des Offenen Kulturabends aber praktiziert der Erdinger
Literatentreff seit bald vier Jahren; mit Lesungen und Auftritten unterschiedlicher Art; z. B. der
Kabarettisten Martina Ottmann im Atelierhaus, der Liedermacherin Mara Doro Kleeblatt im Erdinger
Stadttheater; zuletzt einer Lesung in der Stadtbücherei Ebersberg, den wir gemeinsam mit dem Chor
„Collegium Vocale Ebersberg“ gestalteten (Schade wer’s selbst nicht erlebt hat, immerhin ist alles
per Bildbericht über: www.erding-life.de/gsprung nachzulesen).
 Ähnlich verhält es sich mit den wiederholt und gross in der Erdinger SZ angekündigten hehren
sozialen Motiven des Offenen Kulturabends. Auch das praktiziert der Erdinger Literatentreff seit
Beginn an; etwa in dem wir Brücken zwischen Alt und Jung zu bauen versuchen, mit Lesungen im
Seniorenheim und im Jugendzentrum, oder indem wir in geschlossene Einrichtungen wie der forensischen
Klinik im Bezirkskrankenhaus Taufkirchen gehen. Wichtig war uns hier auch der Aspekt „Hilfe zur
Selbsthilfe“, und dass dort mit der „Emotions“ eine ganz wichtige eigene Zeitschrift entstand.
Während all diese Aktivitäten für die Presse keine Zeile wert war, erfindet der Offene Kulturabend
das selbe Rad ein zweites Mal, mit plötzlicher und riesiger Resonanz der Presse; werden mit Hilfe
der selben Presse regelmäßige Teilnehmer an Lesungen und auch Workshops des Erdinger Literatentreff
wiederholt und auf aggressive Weise von der Gegenseite vereinnahmt, die kaum wissen, wie ihnen
geschieht.
Wer wie Delißen mit krankhaftem Ehrgeiz Keile in vorhandene Strukturen treibt - 80 % der Autoren in
seiner Zeitschrift Schrieb sind mit denen des Gedanken-Sprung identisch - verbirgt vielleicht vieles
unterm Hut, hat mit Ideen wie „Pro Humanis“ aber nun wirklich nichts am Hut.
Mehr gibt’s über www.erding-life.de/gsprung/final.
...

P Heim:

lieber walter,
da ich doch annehme, dass du des lesens mächtig bist, möchte ich dich bitten, dir vielleicht nochmal den artikel
in der von dir angeprangerten sz vom 1.7. zu gemüte zu führen.
mit keinem satz und keiner silbe ist dort unter der überschrift "Eine Zeitreise zu größeren Zielen"
erwähnt, was laut deiner mail veröffentlicht worden sein soll:
wäre schon, wenn sich das bild mit einer weiteren mail korrigieren ließe. denn ich habe nichts gegen attacken. 
aber sie sollten sich doch annähernd an der realität orientieren.

gruß pet

W Koppe schrieb:

lieber peter,
da ich des lesens nur mit mühe mächtig bin, hab ich keine ahnung, was unter der überschrift "Eine Zeitreise zu größeren Zielen" erwähnt ist. ich bitte um aufklärung. gruß walter

P Heim:

hallo walter,
nachdem du so prompt reagierst hast, war das der ultimative beweis, dass meine annahme richtig war
und du natürlich des lesens mächtig bist. trotzdem hier also die aufklärung: worauf du dich beziehst,
das ist das ergebnis einer pressemitteilung von wolfgang hofer und nicht der beitrag eines sz redakteurs,
zu dem die eigenschaften des thom delißen noch nicht durchgedrungen sind.
wohingegen mein beitrag über "schrieb", den du offensichtlich nicht kennst, eben in keinster weise
des von dir gerügten inhalts ist. deine mail entwirft ein etwas schiefes bild bei allen, die rein zufällig
beide beiträge auf dieser einen seite gelesen haben. weshalb ich mir in aller demut eine etwas differenziertere
betrachtungsweise gewünscht hatte. ist aber eh' schon schnee von vorgestern, weshalb ich dir ein schönes
wochenende wünsche

Anmerkung:
Es ging in meinem Newsletter um den Artikel „Alles unter einem Hut – Offener Kulturabend wird im
August fortgesetzt“.
pets Antworten scheinen mir nicht nur frech („da du des Lesens mächtig bist..“. – damit unterstellt er mir etwas)
sondern auch plump (er verteidigt sich in einem falschen Artikel). Am Ende unterstellt er mir, ich hätte
diesen Artikel im Newsletter als redaktionellen Beitrag bezeichnet (anstatt als Pressemitteilung).
Ich hab aber weder das eine noch das andere geschrieben. Am Ende gibt er sich in aller Demut als über allem
stehend aus.

Wenige Tage später:
Eine pet-Anfrage auf Anrufbeantworter beantworte ich nicht; hatte schon ein entsprechendes Gefühl ...

9 Jul 2004

hallo walter,
nach meinen vergeblichen versuchen dich telefonisch zu erreichen, meine anfrage nun als mail.
kannst du mir bitte sagen, welcher der autoren (sh. unten) nicht wusste, dass er bei "schrieb"
abgedruckt werden würde? und wenn ja, kannst du mir vielleicht auch gleich einen hinweis geben wo bzw.
wie ich diese erreichen kann?
es ist ein beitrag in diesem zusammenhang vorgesehen. sage jetzt schon danke für eine baldige antwort.
gruß pet

Könnte es bei pet neben einem redaktionellen Interesse plötzlich auch noch um aufklärerisches Interesse
gehen? Das war doch zuvor nie der Fall. Ich hatte mich vor langer Zeit angeboten, über Motive und Erfahrungen
Auskunft zu geben, aber alle Zufallsunterhaltungen zusammengenommen dauerten keine 5 Minuten.
Was also sind die Gründe für derlei punktuelles Interesse?
Vielleicht, weil die Frage höchst Explosives beinhaltet und eine Antwort noch explosiveres bewirken könnte?

Meine Antwort vom 10 Jul 2004

hallo peter,
da ich die info im vertrauen erhielt, kann ich dir schlecht namen nennen. es waren insgesamt sechs personen,
von denen sich vier personen von thom delissens schrieb distanziert haben; vor allem, nachdem sich diese
im erdinger anzeiger als "konkurrenz" zum gedanken-sprung darstellte.

von einer person weis ich, dass diese mit thom persönlich reden wollte, von einer anderen, dass ein beitrag
im schrieb für den gedanken-sprung bestimmt war. dazu muss man wissen, dass die autoren von thoms
schrieb zu 70 oder 80 % mit denen des gedanken-sprung identisch sind, und er deshalb
wohl noch zahlreiche beiträge im namen des gedanken-sprung archiviert hat.

in der letzten zeit beim literatentreff gab er sich nicht mehr nur als chefredakteur, sondern auch als vorsitzender des literatentreff aus, eignete sich entsprechende emailadressen wie lited1@yahoo.de an, und fand damit den kontakt zu autoren und texten; verfasste auf diese weise auch unautorisiert presseberichte im namen des literatentreff; z. b. jenen angriff gegen vize-landrat gotz, oder setzte das thema "heimat" für die nr. 8. des gedanken-sprung fest, um dies an die presse weiterzugeben. unserer meinung ist es zwar wichtig, diese geschehnisse intern an die beteiligten weiterzugeben. da du informiert sein wolltest, ging dies auch an dich als kulturinteressierte person, jedoch war dies nicht für presse und öffentlichkeit bestimmt. 
mit freundlichen grüssen, 
walter koppe, 
erdinger literatentreff

damit war Peter B. Heim zufriedengestellt – zumindest musste er sich damit wohl zufrieden geben.

Einige Tage später erreichte mich ein Mail von Monika Steiger, Vorsitzende des Kunstvereins Erding. In ihrem Wohnatelier "Haus der Sinne" sollte es konkret um die Frage eines Kunst- und Kulturhauses gehen, wozu sich auch Mitglieder um den Erdinger Literatentreff beteiligen sollten.

Ich gab einen entsprechenden Newsletter an die Mitglieder unseres Vereins weiter. Auch Peter B. Heim informierte ich.

Als ich am Tag des Treffens in der Erdinger SZ die Überschrift "Literatentreff ... bei Monika Steiger" las traute ich meinen Augen nicht.
Man versucht sich ja als ernst zu nehmender Verein zu präsentieren. Statt dessen dann solche Meldungen? Was denken sich Vertreter des KVE beim Lesen solcher Überschriften?
Jedenfalls war die ursprünglich vereinbarte Bereitschaft von Kooperationen zwischen Lit-Treff und KVE hinterher wieder verschwunden. Auf meine Antworten, mit der Bitte um Illustrationen für die Nr. 9 des Gedanken-Sprung und einer konkreten Beschreibung kam nie eine Antwort.

Man kann über die Gründe nur spekulieren. Woher aber soll der KVE wissen, dass nicht der Literatentreff sondern ein Redakteur der Erdinger SZ Auslöser solcher Meldungen ist?

Wie kann man gegen solche Falschmeldungen schützen?
1) Nichts mehr an Vertreter der SZ weiterleiten!
2) Und vielleicht irgendwann die Öffentlichkeit über all diese Absurditäten informieren. Das Risiko über die Folgen trägt man wieder selbst. Laut Zellner sind die Kosten der Juristerei nicht von Pappe und eine Krähe ...
Eigentlich ist es ja Aufgabe der Presse, solche Krähen aufzuklären anstatt sie zu produzieren? Der Gebrauch von Zeitungs-„Enten“ scheint mir hier viel zu verharmlosend!

 

Der Kreis schließt sich

- Am 24.02.2005 verlässt Peter Heim die unparteiisch scheinende Position des Redakteurs, und beteiligt sich als Autor bei einer von Delißen und Hofer organisierten Benefiz-Lesung zugunsten der Tsunami-Opfer. 
- Die Veranstaltung der "Konkurrenz zum Erdinger Literatentreff" wird gleichzeitig von der Stadt Erding und seinen Rathausfraktionen, namentlich von CSU und SPD, gesponsort! 
- und erhält der eingenommenen Spenden wegen gleich einen weiteren Bericht in der Lokalpresse. 
- Wenige Tage später wird die 9. Ausgabe des "Gedanken-Sprung" über Herrn Kanamüller von der SZ-Redaktionsleitung an Peter B. Heim weitergegeben - eine Rezeption der Ausgabe, die ebenfalls das Thema Tsunami inkl. Spendeninitiativen beinhaltete, fand nie statt.
- Im Herbst 2006 hält Erdings Vizebürgermeister Fritz Steinberger im Erdinger Frauenkircherl die Laudatio für eine Veranstaltung für Delißens Zeitschrift "Schrieb".


Heim, Hofer, Delissen