Ene mene MOB
über Möglichkeiten, Risiken und Nebenwirkungen kommunaler Landschaftspflege
siehe auch: Die MiFaZ-Story - Gemeinnutz: ca. 3 Mio € - Lohn: Hartz IV

               I) die Unabhängigkeit der Medien                  
II) die Unabhängigkeit von Gerichten
               III) das Unterstützen von Volksbegehren           
         IV) das Projekt MiFaZ                              
                       V) der "Erdinger Literatentreff" 
                             
                              Blaustelle (in Arbeit)                                            
                                       Kommunikation statt "schlechter Ruf"                              
                                          Motive und Vorgeschichtliches                                           
                           ...                                          

 

Ist es nicht so, dass manch Geschichte gar nicht erst erfunden werden muss?
Sie existiert vor Ort, liegt irgendwo faul in der Gegend herum, und die Kunst ist es, sie lediglich zu erkennen, aufzunehmen und entsprechend wiederzugeben.
- Manchmal allerdings wird man auch von
einer erdrückt.


Irgendwann begann ich die Vorkommnisse der letzten Jahre zu sammeln und wie Puzzlestücke zusammenzufügen - so entstand diese Seite. 
Auch wenn sich diese immer noch im Auf- bzw. Zusammenbau befindet, auch wenn immer noch Details fehlen und manche der bereits existierenden größeren und kleineren Fläche erst noch eingepasst werden müssen - das Bild als Ganzes ist doch längst erkennbar.

Beginnen wir nun irgendwo in der Mitte des Bildes - dem Mittelpunkt einer sog. unabhängigen Zeitung...

 

I)

Am Abend es 11.01.2002 kamen mit einer Pressevertreterin der Erdinger SZ, die ich zuvor nie gesehen hatte, einem Angestellten der Stadt Erding (Stadtschreiber Siegl) und einem Angestellten des Landkreises Erding (Büchereileiter Eberhard) unerwartete Gäste in die 15. Veranstaltung des von mir initiierten Erdinger Literatentreff. Das Motiv war ... 

eine Negativ-Schlagzeile der Erdinger SZ am 12.01.02, die mich in den Mittelpunkt Ihrer Ausgabe rückt.
... zum ersten Mal auf Seite 1 der Erdinger SZ:
Zum Hintergrund hier klicken

SZ-Chefredakteur Zeller, nachdem ich mich wegen der Unrichtigkeit des Artikels bei ihm beklage:
"Sie wollen eine Gegendarstellung?
Sorry, das geht nur per Klage. Sie wollen doch nicht klagen? Das kann ziemlich teuer werden." 

"Aber ich erkläre hiermit nochmal, dass der Bericht die Tatsachen vollkommen verdreht! Sind Sie als Redakteur denn nicht an den Hintergründen interessiert?"
"Wir sollen die Angelegenheit aufdecken? 
Ich bitte Sie, wir sind hier in Erding. Die Krähen hacken sich doch gegenseitig keine Augen aus. Außerdem stehen Wahlen vor der Tür...
- Sie können aber gern einen Leserbrief verfassen." 
auf diese Weise bleibt das Thema am kochen. Wir lieben ja solche Auseinandersetzungen, die in Leserbriefen ihre Fortsetzung finden. Auf diese Weise halten wir unsere Hände sauber und es kommt trotzdem Leben in unsere Zeitung.
So kam es also zum spannenden Duell per Leserbrief. 
Walter Koppe vs. Olaf Eberhard 

siehe: HIER

Einige Monate später treffe ich Sonja Gibis, die Redakteurin des obigen Artikels. Ihr kurzes Zwischenspiel in Erding ist auch schon wieder beendet. Sie schreibt nun für die Stadtausgabe des Münchner Merkur. Auf meine Nachfrage bezüglich des obigen Artikels "kann" sie sich nicht äußern, dann umschreibt sie diese Zeit aber mit einem unverbindlichen Vergleich: "Dort wo ich jetzt arbeite gefällt es mir viel besser als in Erding. Man ist hier viel offener" - ?

Bis heute kam Eberhard meinem Angebot nie nach, die Angelegenheit zu prüfen - und verpasste damit den Fortgang dieser Seite. Dafür stieg der "Leiter der Gymnasium-Bibliothek" immerhin zum "Landkreisbibliothekar" auf, der lokalen Politik sei dank verdient er nun besser. Ich selbst wurde in der Zeit danach Gepäckfahrer im Schichtdienst.

 


II)
Justizia - Säule unserer Demokratie?

Für die obige Angelegenheit drehe ich die Zeit zunächst um ein Jahr zurück
Am 06.12.2000 bespreche ich einen ganz spezielles Problem mit Rechtsanwalt Helmbrecht von Mengershausen. Am Ende kommen wir überein, dass er meinen Fall übernimmt.
Aus dem folgenden Schriftstück des Anwalts geht der Grund hervor:

Zu dieser Zeit hatte ich bereits den Rat des Anwalts befolgt, besorgte beim Amtsgericht Erding die notwendigen Unterlagen, leitete diese an H. von Mengershausen weiter.
Kurz darauf erhalte ich von ihm das folgende Schreiben:

Was war passiert? 
Ich war zuvor einige Male in seiner Praxis. Mengershausen hatte mir gegenüber nie etwas von der nahen Aufgabe seines Büros mitgeteilt.
Könnte die Brisanz meines Falles (ein möglicher Prozess gegen die Stadt Erding!) etwas damit zu tun haben?
Unmöglich?
War ich der Unterlagen wegen nicht kurz zuvor im Amtsgericht Erding, um dort auch den Grund des Rechtsstreits anzugeben?

Wie kurz der Informationsweg zwischen Amtsgericht und Rathaus ist, zeigt etwa, dass der Vorsitzende des Amtsgerichts, Horst Belling, gleichzeitig der selben Stadtratsfraktion wie Erdings Bürgermeister angehört
- nebenbei auch Vors. des Erdinger Kulturvereins ist, mit dem es ein knappes Jahr später übrigens zu einer seltsamen Auseinandersetzung kam (ich hatte inzwischen den Erdinger Literatentreff initiiert, wurde später dessen Vereinsvorsitzender) ...

Ich wende mich an Helmbrechts Nachfolger Wachtveitl. Dieser zog erst kurz zuvor aus dem niederbayrischen Griesbach nach Erding. Meine Angelegenheit überfordert ihn sichtlich. Er scheint schließlich froh, als ich das erkenne und offen ausspreche, dass ich ihn bezüglich meines Falles künftig verschonen werde. Bald darauf hat Wachtveitl Erding auch schon wieder in Richtung Niederbayern verlassen.

Als Beleg dafür, dass ich Mengershausen danach auch privat versucht habe, aufzusuchen - ich fand lange Zeit nur einen immer übervoller werdenden Briefkasten: hier.

Der Rechtsweg war nicht mein erster Versuch, die Angelegenheit zu klären (siehe weiter unten) - und auch nicht mein letzter.
Ich wende mich nun an den Grünen Stadtrat Klaus-Dieter Walther. Dieser nennt mir, sowie auch einem anderen  Geschädigten (H. J.) gegenüber eine Strategie, wie er innerhalb der Stadt Erding vorzugehen gedenkt, um Näheres in Erfahrung zu bringen.
Einige Wochen später meldet sich Walther telefonisch bei mir: Das Problem scheint nun auch ihm schwieriger als erwartet. "Er müsse sehr sensibel vorgehen, denn aufgrund meiner ohnehin schon recht vorsichtig formulierten Nachfrage hätte man recht massiv reagiert."
Wenige Wochen später zieht Klaus-Dieter Walther nach Garching. Ich habe seit dem nie wieder etwas von ihm erfahren, weder über diese Angelegenheit, noch Allgemeines. KDW scheint sich bis dato vollkommen aus der Kommunalpolitik zurückgezogen zu haben. 

 


III)
Die spannende Frage:
Um welchen Ratgesuch ging es bezüglich H. von Mengershausen und K.-D. Walther?

"Mündlich war bereits alles geklärt, Details handschriftlich festgehalten. Demnach sollte ich einen Vertrag als freier Redakteur erhalten. Doch dann ..." siehe HIER



IV)
MiFaZ und Pendlernetz

- zwei Projekte zur selben Idee,
- die vollkommen unterschiedlichen Auffassungen lokaler Agenden - und die Folgen!



MiFaZ:
Bereits seit 1998 suche ich Partner für die Umsetzung eines ganz konkreten Projektes des Verkehrsreduzierens. 

Gesine Götz, die damalige Sprecherin der lokalen Agenda Erding begründete ihre Absage per Brief damit, dass man sich nicht an Projekten beteiligt, hinter denen der Aufbau meiner Existenz steht.

Pendlernetz:
Am 25.09.2004 fand Bärbel Höhn (Umweltministerin in Nordrhein-Westfalen) zum 2-jährigen Bestehen von Pendlernetz überschwängliche Worte über das Agenda-Projekt - und lobte dabei die Vorreiterrolle Ihres Bundeslandes
Martin Buske, Initiator und Unternehmer von Pendlernetz, erhielt innerhalb der Bündnisgrünen Web-Präsenz eine eigene Seite, die aussah, als wäre er grünes  Bundstagsmitglied! Auf solche und ähnliche Weise wurde das Projekt Pendlernetz z.B. über die Grünen Kreisverbände auch jenseits von NRW bundesweit beworben, Buske zu Umweltmessen in ganz Deutschland eingeladen.
"Die Projektkoordination und Öffentlichkeitsarbeit wurde viele Jahre durch das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW gefördert. Die Verbraucherzentrale NRW betreute den Hilfebereich." (so steht es auf den Seiten von www.handwerkermarkt.de).
 
In der mdr-Sendung "einfach genial" wurde Buske 2005 als "Erfinder" vorgestellt (siehe hier). Im Mai 2006 berichtete das ZDF- Frühstücksfernsehen ausführlich über Buskes Pendlernetz: "Bayern soll ab Juni 2006 dazukommen", hieß es (- siehe hier).

... während ich seit 1998 zumindest in der naheliegendsten bayrischen Region mühevoll nach Frühschichten zwischen lokalen Agenden und Rathäusern Partner für die MiFaZ zu gewinnen suchte - mit teilweise bizarren bis abenteuerlichen Ergebnissen ... 

- abruptes Ende eines Radio-Interviews

Die MiFaZ war bereits im Herbst 2000 auch ohne großes Zutun von lokalen Agenden, Politik und dergleichen mit einer ersten Version im Netz 
Als Pilotprojekt
für den Lkr. Erding - natürlich inoffiziell!
Als ich aufgrund erster Presseberichte (etwa
diesen) einen Anruf vom Lokalsender Radio Hitwelle erhalte, meldet sich am anderen Ende der Leitung mit Pia Novak eine gute Bekannte. Entsprechend freundschaftlich und locker verläuft das Interview  - bis zu dem Augenblick, als sie laut aufschreit, dann schluchzt und schließlich auf meine besorgte Nachfrage antwortet: Sie hätte in ihrem Kopfhörer eine Rückkopplung erhalten, dann den Kopfhörer fluchtartig runtergerissen und weggeschmissen. Das schrille Pfeifen bekam selbst ich noch über den Telefonhörer mit. Nein, das kann kein Versehen gewesen sein, meint sie abschließend. 
Natürlich wurde das Interview nie gesendet, gleichzeitig war dies Pia's letzter Arbeitstag beim Lokalsender der Stadt Erding ('Stadtmarketing'), ging danach zum Magazin Puccini nach Freising ...

Wie ein Interview außerhalb Erdings funktioniert zeigt das Interview vom 23.04.06 im Bayr. Rundfunk.
- siehe Hier

- die Logik eines Interviews bei der Erdinger SZ: "aus + 3 wird - 1"

Im Sommer 2004 war die Erdinger MiFaZ mit seiner regional voreingestellten Karte, und der Suche-Funktion per Mausklick zur intelligentesten Mitfahrzentrale Deutschlands geworden. Ich gab das an die Erdinger SZ weiter, saß innerhalb einer Woche insgesamt über eine Stunde bei insgesamt drei Redakteurinnen. Nachdem mir Redakteurin 3 erklärte, dass Redakteurin 1 in Urlaub gegangen und Redakteurin 2 erkrankt sei, erklärte ich Idee, Konzept und Funktion auch noch ein drittes mal... 
Eine Woche später fand sich auf der ersten Seite von Erdings SZ tatsächlich ein Interview zum Thema "In Fahrgemeinschaften zur Arbeit" - allerdings nicht über die MiFaZ, sondern mit einem Herrn Huber, dem Initiator der B12-Mitfahrzentrale aus Haag. Zuvor hatte ich Jahre lang versucht, mit ihm Kontakt aufzunehmen, und ihn  gefragt, ob wir unsere Initiativen in unser beider Interesse zusammen legen könnten - aber nie eine Antwort erhalten. Einige Jahre später war sie zur lebenden Untoten geworden, mit zwei bis drei Einträgen pro Jahr existiert sie selbst im Jahr 2010 noch, siehe http://30486.guestbook.onetwomax.de/. - Vor allem fragte ich mich wegen der SZ-Redakteure: Sind die blöd, oder bin ich blöd? 
- Nichts gegen die Initiative der B12-Mitfahrzentrale - auch wenn ich es seltsam genug fand, als zwei Jahre nach oben geschildert bizarren Nicht-Interview mit Petra in der Region eine zweite Mitfahrzentrale startete, welche im Vergleich zum komplexen Konzept der MiFaZ nie mehr als eine einfachste chronologische Auflistung von Einträgen sein sollte - damit unübersichtlich wird, sobald sie halbwegs erfolgreich zu arbeiten beginnen könnte. 
- War es mir nicht gelungen, das Projekt richtig darzustellen? 

Oder war das Motiv ein völlig anderes? 
Was ist das Motiv ??? 

Auch wenn sich die MiFaZ (im Jahr 2010 über 1.000 Besucher täglich)
inzwischen gegenüber der B12-Mitfahrzentrale (jährlich 2 - 3 Einträge) längst durchgesetzt hat, so blockierten sich die beiden Projekte bereits seit vielen Jahren erfolgreich - zum Vorteil der A94-Befürworter und zum Nachteil der B12-Pendler, denn der Mitfahrsuchende hier weis nichts vom Mitfahrangebot auf der jeweils anderen Seite!
Zum anderen: Wäre es für jede 'normale' Erdinger Regionalzeitung nicht eine Top-Story: "Die intelligenteste Mitfahrzentrale kommt aus Erding!". 
Das Titelthema der regionalen Tageszeitungen in dieser Zeit lautete statt dessen aber: "Verkehrschaos in X", "Der Verkehr in der Gemeinde Y hat weiter zugenommen", "Nordumgehung oder Südumgehung in Z", oder "Die A94 wird gebaut"
- Schade, dass der Leser wohl auch künftig nicht erfahren wird, wie einfach sich der Berufsverkehr reduzieren ließe, der Straßenverkehr entlasten, der Treibhauseffekt reduzieren, ... wenn dafür nur besser geworben würde! 

... So viele verpasste Chancen!

- Die Logik der SZ-Rechtsabteilung: "zahle 400 Euro!"

Statt dessen erhalten wir (die "MiFaZ GbR Inna Janssen und Walter Koppe") im Mai 2005 ein Schreiben der Rechtsabteilung der SZ. Daniel Schnabel van Kempen wirft uns darin vor, unerlaubt urheberrechtlich geschützte Artikel der SZ (nein, keiner aus Erding) auf www.mifaz.de/presse aufrufbar gemacht zu haben.  
Ich hatte zuvor stets die bei Presseterminen anwesenden Redakteurinnen gefragt, ob wir dies tun könnten. Es gab nie eine abschlägige Antwort. Eine SZ-Redakteurin schickte uns ihren Bericht sogar extra zu. Es gab auch auf Nachfrage in den Redaktionsbüros nie Probleme. Frau Jung vom Sekretariat der tz-Chefredaktion meinte, dass es bei der Öffentlichmachung „überhaupt kein Problem“ gibt. Eine Redakteurin der Abendzeitung meinte, dass die „Frage zuvor noch nie jemand gestellt“ hätte, Frau Hargasser, Chefredakteurin beim Dorfener Anzeiger, meinte ebenfalls, dass es von Seiten Ihrer Zeitung „sicher kein Problem gibt". 
- doch das sah nun die Rechtsabteilung der SZ ganz anders, und ließ nicht mit sich reden.
Während ein Wettbewerber groß über Landesregierung und TV bundesweit wirbt, zahlten wir schließlich 400 € - in zwei Raten (das immerhin war mangels eigener Einkünfte möglich) 
- Ich kündigte nebenbei mein Abo bei der SZ (was gar nicht so einfach war), und der Schaden lag damit wieder auf Seiten der ohnehin schwächelnden Erdinger Redaktion.

- der Unterschied MiFaZ - Pendlernetz im Ergebnis

... Die Erfahrungen der letzten Zeit. Irgendwann begann ich mich halt zu fragen: Liegt es an mir?
Um das Projekt nicht weiter zu gefährden, stieg ich im Juni 2005 aus der Geschäftsleitung aus. Aus der "GbR Inna Janssen und Walter Koppe" wurde das Einzelunternehmen "MiFaZ - Inna Janssen".
- W
ährend wir mit oben beschriebenen Problemen zu kämpfen hatten, schlossen sich nicht nur weitere Städte in NRW, sondern auch Stuttgart und Frankfurt ohne jeden Wettbewerb dem Pendlernetz an. 

- Und während der Initiator von Pendlernetz zum Chef eines Unternehmens mit einem guten Dutzend Beschäftigten wurde, arbeitete der Initiator der MiFaZ im Schichtdienst der Gepäckabfertigung des Münchner Flughafens. 
- Auf diese Weise hätte sich beinahe auch die Stadt München dem Pendlernetz angeschlossen, wenn ich die wenige Zeit neben meiner Schichtarbeit nicht zumindest auf die Umlandgemieinden Münchens konzentriert hätte. Ob Bund Naturschutz in Dachau, lokale Agenda in Ottobrunn, Bürgerversammlung in Bayerbrunn, Pressetermin in Moosburg, Termine mit 26 Bürgermeister in Ebersberg, oder Sonderangebot nach Garching, ... Als die konkrete Anfrage von OB Ude an mich herangetragen wurde, stand die MiFaZ bereits im Türrahmen, gab es genügend Presseberichte. 
- So kam es in München zum ersten Mal zum Wettbewerb zwischen MiFaZ und Pendlernetz  - und die MiFaZ gewann ihn!
Und so wiederum kam es am 15.01.2007 im Münchner Rathaus zu einer Pressekonferenz, in der neben Merkur, Abendzeitung, tz, und nebst BILD-Zeitung sogar die SZ berichtete, 
siehe: 
Start der MiFaZ in der Münchner Presse

... auch wenn sich parallel dazu weitere Städte, etwa Köln - wieder ohne Wettbewerb - dem Pendlernetz anschlossen. 

Im Endeffekt wäre es nicht nur des eigenen existenziellen Standpunkts wegen wichtig, könnte sich das bessere Konzept durchsetzen - denn es geht um den täglichen Pendlerverkehr zur Rush-Hour, und darum, diesen zu reduzieren. Je einfacher und intelligenter das System, desto leichter wird es auch von den Menschen angenommen - desto weniger Autos fahren in die Staus (in der auch der Schwerlastverkehr steht) und desto weniger Klimaschadstoffe werden freigesetzt! 
Je mehr aber dieser Wettbewerb verzerrt und eingeschränkt wird, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sich nicht das beste Konzept durchsetzt! 
- zum Schaden der Verkehrs- und CO²-Reduzierung - und der Allgemeinheit!

 


V)
Der Erdinger Literatentreff
Fast fünf Jahre war ich Vorsitzender des Erdinger Literatentreff (siehe: www.erding-life.de/gsprung).
Zum Kulturfest SINNFLUT waren wir dabei, mit dem Literarischen Frühschoppen eine eigene Tradition ins Leben zu rufen. Der letzte Frühschoppen verlief nahezu optimal.
Die Erdinger SZ verriss ihn ins Gegenteil, so dass wir uns nach den Motiven fragten. 
Hier der kurze Bericht "viel Publikum war nicht gekommen" mit einem etwas bizarren Schnappschuss, entstanden 10 Minuten vor Beginn der Veranstaltung (?) - also lediglich Absprachen zwischen einigen Beteiligten zeigt.

 

... und HIER geht's per Mausklick zum ausführlichen Bildbericht von www.xed.de, das folgende Foto ein Teil der realen Veranstaltung.  
Die Frage ist leider: Wie hoch ist die Zahl der Leser der SZ, und wer kennt im Vergleich dazu schon xED?  

All die kostenlos (lediglich für Getränkegutscheine) aufgetretenen Beteiligten - man hätte sie auch mit Hilfe von Zeitungsberichten motivieren können, im nächsten Jahr wieder zu kommen - man hätte mit Hilfe konstruktiver Kritik dazu animieren können, dass sie beim nächsten mal noch besser werden 
- Man konnte das natürlich auch alles bleiben lassen. 

Wobei sich grad bezüglich der Erdinger SZ die Frage stellt: Alles Zufall? 
-
Es geht aber in diesem Stil weiter!

Zunächst fragten wir (SBR und ich) eine uns bekannte Redakteurin nach weiteren Motiven, die eine Rolle spielen könnten?
Sie gab uns damals den Wink: "Eigeninteresse". Es gibt einen Redakteur in der SZ, der sehr gern ähnliches erfunden hätte. - Unsere Institution ein Dorn im Auge?
Und das Ergebnis?
Tatsächlich standen nach einem solchen SZ-Artikel im nächsten Jahr 2004 nicht wir sondern der "selbsternannte Landkreisschreiber" und "akribische Beobachter der heimischen Kulturszene" und SZ-Redakteur zum literarischen Frühschoppen auf der selben Bühne. 

Hier die entsprechende Programmvorschau:

 

Die Erdinger Stadtbücherei - eigentlich der Ort, um für regionale Kultur-Initiativen wie den Erdinger Literatentreff e. V. zu werben... 
Eine ganze Reihe von Mitglieder versuchte, den "Gedanken-Sprung", die Zeitschrift des Erdinger Literatentreff an die Mitarbeiter weiterzugeben. Einige Male wurde auch die Antwort gegeben, dass man die Zeitschrift auslegen würde. Doch egal, wer es später überprüfte: den Gedanken-Sprung" fand dort kein Mensch.

Der Gedanken-Sprung: Am Ende hatten sich an den neun Ausgaben über 100 Künstler und Autoren daran beteiligt. 

2003 fand Mike Landau zum Literatentreff - zufällig!
Mike erfuhr von uns in der Zeitung, suchte dann Kontakt über das Rathaus der Stadt Erding. Den versprochenen Rückruf erhält er nie. Danach versucht er es per Brief. Wieder keine Antwort. 
Der Literatentreff war für ihn schon fast vergessen, als er ein knappes Jahr später über ein Plakat stolpert. 

29. Erdinger Literatentreff am 06.06.2003 in Niestroy's Tanzwelt"
 
Wie viele Leute wohl Kontakt zum Literatentreff suchten, ihn aber nie fanden?
- Zum Vergleich: Über die Stadtbücherei Ebersberg (dort lag der Erdinger "Gedanken-Sprung" aus) kam Walter Brusa zu uns. Über die Stadtbücherei in Germering kam der Kontakt zu Veit-Peter Walther zustande.


interne Auseinandersetzungen - ein willkommener Keil? 

Nachdem es innerhalb des Erdinger Literatentreff e. V. unterschiedliche Auffassungen gab, sich Delißen und Hofer von unserem Kreis abzuspalten drohten, hauchte erst die Erdinger SZ dieser Gruppe das nötige Leben ein. Das mit dem Literatentreff identische Programm der "offenen Kulturabende" fanden erst durch große Vorberichte und dicke Überschriften in der SZ statt. Doch obwohl diese Zeitung teilweise von Seite Eins darüber berichtete, kam kaum jemand, und so wurde die Initiative nach einigen Monaten wieder eingestellt.
Genauso groß die Vorankündigung in Erdings SZ um Delißens neue Kulturzeitschrift "Schrieb", die als "Konkurrenz (
*) zum Gedanken-Sprung" entstand. 
Die Szenerie zur Präsentation der Erstausgabe von Schrieb wirkte gespenstisch, als Delißen die Begrüßungsrede im 20 m² großem Nebenraum im Gasthaus Mayr Wirt von seinem Blatt ins Mikrofon hinein ablas: "Ich bedanke mich für Ihr zahlreiches Erscheinen..."
Neben den beiden Initiatoren, einem Fotografen und den zwei bezahlten Musikern war kein Mensch gekommen.

Die Veranstaltungen des Erdinger Literatentreffen dagegen fanden auch weiterhin kaum Eingang in die Erdinger SZ. 
So waren die parallel statt gefundenen Veranstaltungen in der Forensischen Klinik Taufkirchen (Nov. '03),  der Ebersberger Stadtbücherei (Mai 04), im Erdinger Stadttheater (Juni '04) oder im Atelierhaus von Sabine Penzenstadler (Nov. 04) pressefreie Zonen - und blieben damit nur Insidern und den immerhin 30 bis 80 Beteiligten und Gästen bekannt. Immerhin ist alles noch über www.erding-life.de/gsprung im Internet aufrufbar.


Auf der anderen Seite fand laut Erdinger SZ ein "Literatentreff bei Monika Steiger" (Vorsitzende des KVE) statt - das es nie gab!?
Wie es dazu kam?
Kurz zuvor (im Mai 2004) bat mich SZ-Redakteur Peter Heim telefonisch, über die Veranstaltungen des Literatentreffs informiert zu bleiben. So nahm ich ihn also in den Verteiler auf.
Nachdem ich eine Einladung der Vorsitzenden des Kunstvereins Erding, Monika Steiger erhielt, um in ihrem Wohnatelier "Haus der Sinne" konkret um die Frage eines Kunst- und Kulturhauses in Erding zu diskutieren, wozu auch Mitglieder des "Erdinger Literatentreff herzlich eingeladen" waren, leitete ich dieses Schreiben u. a. an den Redakteur Peter B. Heim weiter...
Ich traute meinen Augen nicht, als ich in der Erdinger SZ die Ankündigung "Erdinger Literatentreff bei Monika Steiger" las.
Ist die gezielte Folge solcher Meldungen, dass man als Verein oder Person nicht ernst genommen werden soll? 
- Gibt es ganz konkrete Gründe dafür?
Die ursprünglich vereinbarte Bereitschaft von Kooperationen zwischen KVE und Literatentreff war danach ebenso schnell wieder verflogen. Woher soll der KVE auch wissen, dass nicht der Literatentreff sondern ein Redakteur der Erdinger SZ der Auslöser falscher Meldungen ist?

Wie soll man sich gegenüber einer Zeitung verhalten, die für viele Leser über die Hauptkompetenz im Bereich Kultur verfügt - auch wenn sie diese auf eklatante Weise missbraucht?   
Leitet man etwas weiter, wird es verfälscht - Leitet man nichts weiter, existiert man nicht.  
Ist ein schlechter Ruf besser als keiner?
Zu versuchen, die Öffentlichkeit über derlei Absurditäten zu informieren ist mühsam und nicht ohne Risiko. Denn die Folgen trägt man wieder selbst. Laut Zeller sind die Kosten der Juristerei nicht von Pappe und eine Krähe ...
Eigentlich wäre es Aufgabe der Presse, genau solche Krähen aufzuspüren anstatt sie teilweise erst selbst zu produzieren! Ob Redakteure einer irgendwann folgenden Generation die Krähen wieder einfängt? Immerhin könnte sich da jemand als Aufklärer profilieren - der dann vielleicht nicht nur beim Münchner Merkur landet... 

Ganz spannend war als sich Friedeborg Stisser einmal die dankenswerte Mühe machte, mit mir im Dez. 2004 derlei Fällen nachzugehen. Zum Jahreswechsel machten wir einen Termin im Redaktionsbüro der SZ aus, konkret bei Herrn Sardison. 
Dieser hörte sich zunächst alles nur schweigend an, und erklärte
schließlich bezüglich des unten stehenden Artikels: "Da hatte wohl jemand schlecht recherchiert".

Hier die Erdinger SZ (Seite Eins!) vom Nov. 2004
Laut ihm gehören Delißen wie "Wolfgang Koppe" dem Vorstand des Literatentreff an, der bisher 25 mal zusammenkam 
... und 4 Gedanken-Sprünge veröffentlicht hat ...



Die Realität: 
Anstatt vier Ausgaben ware
n es acht (die Nr. 9 kam im Feb. 2005 heraus - was bezüglich der SZ ohnehin egal war, denn der SZ-Leser erfuhr nichts davon (- siehe unten: "Das finale Puzzlestück?"); statt 25 Treffen waren es damals 47, und Delißen gehört nicht dem Vorstand an
Obwohl in diesem Artikel wirklich alles falsch war was man sich denken kann, wurde auch nie ein Leserbrief mit den Richtigstellungen veröffentlicht!.

 
 
Peter B. Heim (SZ) im Landkreisbuch von 2004 über den Erdinger Literatentreff: "Walter Kopp"

Falschmeldungen, was mich, bzw. den Literatentreff betrifft, waren die Regel - nicht die Ausnahme.
Entsprechend ergeben sich nochmals viele Fragen.
Um überhaupt eine Presseresonanz zu unseren Treffen zu erhalten - von Berichten auf der ersten Seite ganz zu schweigen! - war es ganz wichtig, Veranstaltungen außerhalb der Landkreisgrenzen zu organisieren. So fand der Erdinger Literatentreff immer häufiger in Nachbarlandkreisen statt. In der Stadtbücherei Ebersberg, im Literaturcafé Röckelturm in Landshut oder in der Schulaula in Haag an der Amper - entwickelten uns damit zu einem Markenzeichen für Erdings Kultur in den Nachbarlandkreisen - mit entsprechenden positiven Presseberichten - und Neuzugängen!

Auf diese Weise erfuhr zwar kaum ein Leser in Erding etwas von uns - immerhin fanden wir auf diese Weise aber Kontakt zu Autoren außerhalb des Landkreises. Friedeborg Stisser (Vilsbiburg), Walter Brusa (Ebersberg), Veit-Peter Walther (Fürstenfeldbruck) kamen zu unserem Kreis, und brachten diesen qualitativ ein wesentliches Stück voran. 

Als ich im Frühsommer 2004 zufällig im Hallo-Verlag Sinnflut-Organisator Börni Sparakowski treffe, meint der zu mir: "Gibt es Euch eigentlich noch? In der SZ finde ich nichts von Euch." So erzähle ich ihm von unseren letzten Veranstaltungen in den Nachbarlandkreisen. "Ach so", meint er erstaunt, und fährt fort, dass es für Sinnflut wohl zu spät wäre. Nun seien neben SZ-Redakteur Heim auch Delißen und Hofer dabei, letztere "aber nur ganz klein, ganz am Rande", druckst er ein wenig unsicher herum - natürlich hat Börni von den Spannungen zwischen uns erfahren, und möchte sich mir gegenüber ungern von der Gegenseite vereinnahmt sehen. Delißen plant dann ganz groß, klebt Plakate, und erhält natürlich einen riesigen Bericht in der Erdinger SZ - bevor Delißen & Co dann in einem leeren Zelt ein weiteres Mal untergehen. A. Wagmüller: "als einer Witze über Viagra erzählte, verdrückten sich die letzten Mütter mit ihren Kindern aus dem Zelt". 
Immerhin baute die Erdinger Presse daraus noch einmal
einen großen Nachbericht.

Das finale Puzzlestück? - endlich vereint sich was zusammen gehört

Im Januar 2005 war die 9. Ausgabe des "Gedanken-Sprung" bereits druckfertig, als der Tsunami in Fernost auch die Seiten unserer Zeitschrift (Cover rechts) noch einmal durcheinander wirbelt - eine Spendenaktion wird integriert, ... 
Schließlich übergeben wir (F. Stisser und ich) die fertige Zeitschrift an Herrn Kanamüller von der SZ-Redaktionsleitung. Dieser zeigt sich sehr interessiert, meint am Ende, die Ausgabe für eine Rezeption an Peter B. Heim weitergeben zu wollen.
Doch während es nie zu einer Rezeption kommt beteiligt sich der Redakteur (siehe auch: sz-problem-pet.html) am 24.02.2005 bei einer von Delißen und Hofer organisierten Benefiz-Lesung
- zugunsten der Tsunami-Opfer.

Auf den Plakaten zur Veranstaltung befinden sich die Logos der Stadthausfraktionen CSU und SPD, die als Sponsoren auftreten.
Und so erhalten die Veranstalter der edlen Spender wegen nach einem großen Vorbericht gleich noch einen weiteren Bericht in der Lokalpresse (Bildausschnitt rechts).

Im Herbst 2006 ist Erdings Vizebürgermeister Fritz Steinberger im Erdinger Frauenkircherl selbst an vorderster Stelle, um die Laudatio für eine Lesung von Delißens Zeitschrift "Schrieb" zu halten. Neben den Autoren verlieren sich zwar nur wenige Bekannte und Verwandte in Erdings heiligster Kulturräumlichkeit - was immerhin für einen weiteren großen Pressebericht in der SZ vollkommen ausreicht.

der letzte Gedanken-Sprung in meiner Funktion als Vorsitzender des Literatentreff


  Heim                Hofer      Delißen

Delißens Schrieb hatte sich durchgesetzt.
Bereits im Sept. 2005 hatte ich den Vorsitz des Erdinger Literatentreff e. V. an meine Stellvertreterin, Sibylle Böhmer-Rawas, abgegeben. Immerhin über 50 Veranstaltungen hatte ich in dieser Funktion organisiert und moderiert.
Nie hatte ich innerhalb dieser Zeit ein Zeichen öffentlicher Anerkennung erhalten. Irgendwann waren fünf Jahre gemeinnützige Arbeit gegen 'höhere Mächte und Interessen' genug.

Was bleibt? 
Isolation als persönlicher Preis, sich für Toleranz zu engagieren?


B laustelle

Man vergleiche dies mit dem obigen Zeitungsbericht, die ähnlich einer Fahnundungsanzeige wirken: "Walter Koppe attackiert Landkreisbibliothekar".
Verfasst von einer SZ-Redakteurin, die ich zuvor nie gesehen hatte und die mich zuvor nie gesehen hat. Pünktlich und wie miteinander abgesprochen tauchten damals gemeinsam mit ihr Personen auf, die sich sonst nie oder selten zum Literatentreff einfanden: neben Olav Eberhard (dem künftigem Landkreisbibliothekar im Erdinger Gymnasium) und  Albert Siegl (Stadtschreiber der Stadt Erding). Das einzige Motiv des Zweiteren damals im Lohn der Stadt Erding stehenden: den Angreifer zu bestätigen
- Übrigens war Thom Delißen damals nur körperlich anwesend, und ansonsten "blau".
Wieso also hatte sich der Landkreisbibliothekar gerade dieses Treffen ausgesucht, und gleich noch die Redaktion der SZ mit im Schlepptau?
Hätte er angekündigt, innerhalb dieses Treffens Fragen zu stellen, hätte ich mich vorbereiten und ihn mit Unterlagen versorgen können. 
Aber es ging an diesem Abend nicht um die Klärung irgendwelcher Sachverhalte, sonst hätte er mein Angebot angenommen, und wir hätten dem ganzen irgendwann ein Ende gemacht, uns hinterher in aller Ruhe auszutauschen. Darauf ging er aber nicht ein, weil es ausschließlich darum ging, mich innerhalb eines öffentlichen Literatentreffens an den Pranger zu stellen.
Nicht ich griff Herrn Eberhard an, sondern er griff dieses Treffen an. Er war es, der dieses Forum missbrauchte, ständig die selben Anschuldigungen wiederholte. Ich wies die meisten zurück, in bedächtiger Art, bat wiederholt um einen geeigneteren Termin, um die Punkte zu klären. Doch umsonst. Er machte weiter, bis zum bitteren Ende des Treffens.
Und die Redakteurin macht mich zum Angreifer?
Das Ziel?
Hinterher verließen einige Autoren und Mitglieder des Kreises für immer den Literatentreff. Es hätte nicht viel gefehlt, dann wäre das Ende des Erdinger Literatentreff schon damals endgültig gewesen. Hätten die eigentlichen Akteure ihr Ziel damit erreicht?
Vielleicht gelte ich für Redakteure auch als "Vogelfrei"; als Spielball, an dem man sich versuchen kann, ohne großem Risiko ausgeliefert zu sein.

Stichpunkt ehrenamtliche Tätigkeit.
Die Diskussion ist nicht neu, aber sie bleibt hoch aktuell.
Man könnte meinen, diese Frage sollte auch in Kommunen wie Erding einmal thematisiert und aktiv gestellt werden, damit auch die Presse beschäftigen, indem man z. B. Vertreter ehrenamtlicher Tätigkeit einlädt - oder zu Motiven, zur Idee, Philosophie, oder ganz praktisch zu Sinn und Zweck etwas weitergeben könnten. Der Erdinger Literatentreff existierte am Ende etwa fünf Jahre. In all dieser Zeit hat es dergleichen aber nie gegeben!
Kann es sein, dass sich ein bestimmter Ruf herumspricht, gerade weil es gar kein Interesse gibt, bestimmte Projekte und Personen zu hinterfragen - um auf diese Weise gar keine Möglichkeit zu erhalten, etwas vom eigenen Engagement nach außen zu tragen?
Das was das Konzept des Literatentreff auszeichnete, etwa ein Forum des Austausches zwischen Alt und Jung zu sein -selten genug - das gelangte nie in die Öffentlichkeit! 

Dieses Motiv stand auch für die Idee eines Initiative Kultur- und Bürgerhaus.
Im Jahr 2002 gaben wir als Erdinger Literatentreff ein vollständiges Konzept inkl. Finanzplan ans Rathaus und sämtliche 40 Stadträte weiter, nannten als Standort das damals leer stehende ehem. Postgebäude am Bahnhof, und fanden schnell eine ganze Menge Unterstützer. Wie kann es sein, dass es von Seiten der Stadt darauf nie eine Antwort gab - stattdessen die Schlagzeile in der Presse dann lautete: "Planungen ohne den Hausherrn"?
Bis in den Winter 2000 hinein wurden Vertreter von Vereinen der Stadt Erding zum jährlichen  Eisstockturnier eingeladen. Nachdem der Erdinger Literatentreff als Verein eingetragen war, war diese Tradition abrupt beendet. Gab es solche Einladungen bis dahin nicht auch fürs Erdinger Volksfest? Wurden Vertreter des kulturellen Lebens zuvor nicht auch zur Kulturpreisverleihung eingeladen? ...

Jemand, der rechtlich nicht existiert, lässt sich auch recht gefahrlos "aufspießen" SZ vom 22.02.2003
Die eigentlich interessanten Frage lautet einerseits: was sind die Gründe für diesen Status? 
Die spannendste Frage gilt die Frage nach den Kräften dahinter!
Gefährliche Fragen, weil die Netze nichtöffentlich und damit kaum durchschaubar sind
. Wären die Antworten nicht grad aus diesem Grund umso wichtiger?
Vielleicht ist es manchem nicht ganz klar, aber es geht hier genau um die wesentlichsten Fragen bezüglich Demokratie!
Wer informiert - oder manipuliert uns? Was sind die Motive? Das reicht bis zu: Was sind die Motive der Medien? und welche Netze stecken dahinter?

Was ist der Grund dafür, dass Sebastian Henrich, Erdings Stadtbaumeister, während eines Gesprächs zum Thema Kultur- und Bürgerhaus in der ehem. Post im Jahr 2002 an mich weitergab: "Der Erdinger Literatentreff hat einen schlechten Ruf". Ich als Vorsitzender des Vereins und Hauptbetroffener war damals zu überrascht um nachzufragen, gab dann nur zur Antwort, dass es noch andere Institutionen gibt, die die Idee eines Kultur- und Bürgerhaus unterstützen.
Die Geschichte mit dem "Ruf".
Sollte die Frage nicht anders herum gestellt werden: Wieso hatte der Erdinger Literatentreff diesen schlechten Ruf. Aus welcher Motivation hat man dem "Erdinger Literatentreff" diesen schlechten Ruf gegeben?
War der einfache Grund etwa: dessen Vorschlag nach einem Kultur- und Bürgerhaus nicht ernst nehmen zu müssen?
Kann es ein Trost sein, dass selbst ein Berthold Brecht in seiner Heimatstadt Augsburg einen schlechten Ruf hatte?
Doch dann fragte ich mich, ob das Verhältnis zur Presse vielleicht auch mit diesem Aspekt zu tun hat? "Liebe Presse, lasst uns da oben mit wirklich kritischem Hinterfragen in Ruhe. Das ist doch viel zu unbequem. Hier habt ihr statt uns jemanden, aus dem ihr Schlagzeilen machen könnt!

  • Übrigens wurde auch zum Artikel rechts nie eine Gegendarstellung veröffentlicht. Diese findet sich dafür hier.
  • Übrigens wurde SZ-Redakteur Christian Wanninger wenige Monate nach dem Artikel Nachfolger von Herrn Pech im Rathaus der Stadt Erding (Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) - wurde damit wiederum auch zuständig für Erdings Internet-Plattform der Fa. Wildcat, siehe hier
  • Wanninger wurde Kraft dieses Amtes auch zuständig für Aktivitäten der lokalen Agenda, und damit williger Block gegen den Schwerpunkt des eigenen Engagements. So wurde das Projekt MiFaZ weder über Stadt noch lokaler Agenda thematisiert - als Beispiel die Ausstellung der lokalen Agenda inkl. "Eisblockwette", Info zu Car-Sharing, ... im Juli 2007. 

Als ich damals, ganz zu Beginn meiner Rückkehr in meine Heimatstadt Erding vor einer Kooperation mit der Raiffeisenbank stand - richtig, die Geschichte oben - HIER - suchte ich ganz dringend nach Kooperationspartnern, bzw. die Möglichkeit, die Entwicklung eines ganz bestimmtes Projekt vorfinanzieren zu können. 

Bereits damals hatte ich auch das Konzept der MIFAZ, einer intelligenten lokalen Mitfahrzentrale per Internet, weiterzugeben versucht, mit dem ich mich schon im Dez. 1999 beim "Münchner Business-Plan-Wettbewerb beteiligte.
Meine Idee (ich war damals ohne Arbeit und ohne finanzielle Mittel), die Entwicklung der MIFAZ mit Hilfe meines Einkommens oder auch als Finanzier oder direkter Beteiligter entwickeln zu können, war damit gestorben und das Konzept lag danach Jahre auf Eis.
2000 war die MiFaZ doch in einer ersten Version (als inoffizielle Plattform für den Lkr. Erding) im Einsatz. Nach den ersten Presseberichten rief mich auch Pia Novak an. Ich war mit der Redakteurin von Radio Hitwelle befreundet, entsprechend locker verlief das Gespräch - bis zu dem Augenblick, als sie laut aufschrie, dann schluchzte und mir als Begründung erzählte: ein Kollege des Hitwelle-Teams habe ihr eben einen lauten Pfeifton in den Kopfhörer gejagt. Das Interview war damit beendet und wurde nie gesendet. Gleichzeitig war dies Pia's letzter Arbeitstag beim Sender, der der Stadt Erding gehört.
Als das Konzept im Spätsommer 2004 endlich zum Großteil umgesetzt war, war sie immer noch die intelligenteste Mitfahrzentrale, und ist inzwischen in einem guten Dutzend Kommunen erfolgreich im Einsatz. Siehe www.mifaz.de
Als ich im Spätherbst 2004 per email auch die rund 40 Vertreter der Stadt Erding bezüglich der MIFAZ anschreibe, erhalte ich keine einzige Antwort! - weder von Vertretern von UWE und CSU, auch nicht von SPD, Grünen oder ödp! 

 

 

 

Dies ändert sich erst im Sommer 2006, als der Stadtrat Erdings einstimmig den Beitritt am Netz beschließt - als 87ste Kommune gut 5 Jahre nach Projektstart. Stillschweigend, ohne Pressetermin noch offizieller Bekanntmachung.

Woraus besteht diese Stadt eigentlich? Welche Chemie oder Physik steckt dahinter, oder hält sie zusammen? Welche Motive? Was würde passiert, wenn es einer tatsächlich wagen würde aufzumucken?
Das Thema Mobbing ist ein recht aktuelles Thema. Gilt das auch innerhalb bestimmter Einrichtungen? Gelten bestimmte Handlungsbezüge auch intern? als versteckte Drohung etwa: "Wer Internas ausplaudert, der ..."
Zurück zur SZ: Immerhin brachte die SZ letztens einen interessanten Artikel, gab unten eine Webseite an: www.gemeinsam-gegen-mobbing.de - Wie gut doch, dass es unsere SZ gibt!

Noch mal. Ich bin Idealist und verfolgte recht edle Motive  - bei der MIFAZ genauso wie als Initiator des Erdinger Literatentreff - und das gilt auch heute noch.
Deshalb schritt ich 2003 gegen Delißen ein, als sich dieser unter Einfluss von Drogen zum Vorsitzenden erklärte, z. B. Vize-Landrat Gotz angriff, und auch noch einen Bestätigungs-Leserbrief seiner Lebensgefährtin (unten) nachschob.
Das alles ohne Rücksprache, aber im Namen des Erdinger Literatentreff!
Da Delißen gegenüber Gotz nichts zurücknahm und Böhmer-Rawas und Neri deshalb mit Austritt drohten, versuchte ich zu schlichten und mich bei Gotz zu entschuldigen.
Da stellte sich aber unser SZ-Redakteur auf Delißens Seite, und er riskierte die Trennung.
Die ganze Geschichte findet man hier.

Ich würde heute wahrscheinlich ähnlich handeln wie damals, mir hat bis heute auch niemand Fehler genannt.
Überrascht hat mich allerdings, auf welche Art sich damals die Politik eingemischt hat.
So wurde die Situation zwischen Delißen und mir zum Spielball der Lokalpresse, vor allem die der Erdinger SZ; inkl. Personen, die diese Situation erst forcierten, um darin ihr eigenes Süppchen zu kochen. Die wahren Hintergründe hatten sie nie interessiert!

Im Januar 2005 stellt sich die 2. Bürgermeisterin der Stadt Erding, CSU, offiziell ans Steuer, übernimmt die Schirmherrschaft einer Veranstaltung, von Delißen und Co organisiert.
Zunächst nicht verwunderlich, dass Leute darauf hereinfallen, noch dazu für einen "guten" Zweck.
Doch immerhin schließt sich auf diese Weise der Kreis. Stadt, Delißen und SZ (denn natürlich ist Peter B. Heim mit dabei) spielen zum ersten Mal mit offenen Karten. Am Ende des Romans klärt sich vieles auf.

Zurück zu den eigenen Idealen und Motiven.
Ich habe auch weiterhin keine Hemmnisse, diese weiterzugeben.
- die Hemmnisse und Geheimniskrämereien liegen auf der anderen Seite - was die eigene Situation stärkt.

Ähnlich wie die Motive beim Literatentreff lagen sie bei der MIFAZ, oder bei anderen Projekten, wie www.xED.de.
Über diese Web-Adresse ging es mir darum, soziale, ökologische und sehr basisdemokratischer Ideen umzusetzen - so wie bei MIFAZ oder Literatentreff.

Von 1993 bis 1999 studierte ich in Wismar Architektur. Als Initiator und Vereinsvorsitzender des gemeinnützig anerkannten Projekts Brutto e. V. gewann unser Verein 1999 den ersten Preis im bundesdeutschen Innovationspreises der Münchner Anstiftung. Siehe hier.

Leider überzog ich durch dieses Engagement die Regelstudienzeit. Nachdem das bafög gestrichen wurde, zog ich kurz vor dem Diplom zurück nach Erding. In Erding ging ich fast unter,  verlor schließlich den Kontakt nach Wismar, zu Professoren, zu Freunden, wurde am Ende exmatrikuliert.
Die letzten Jahre (arbeitslos, ohne Sozialhilfe) waren nicht leicht - dass mich vielleicht grad dadurch einige Leute unterschätzt haben, ist nicht mein Problem...

Jedenfalls, grade weil ich stets die Kooperation und das Gespräch suchte (zuvor in Wismar hatte ich damit sehr gute Erfahrungen gemacht (Vizebürgermeister Beyer gehörte zu unseren Unterstützern), versuchte ich das selbe in Erding und sprach deshalb bei Vizebürgermeisterin Solanek vor, später bei Günther Pech). Um so unerklärlicher waren mir damals all die Hindernisse in Erding. Anstatt einer Reaktion gab es eine einzige Wand des Schweigens, und ich verstehe das bis heute kaum.

Es widerstrebt mir, andere zu schaden. Bei Meinungsverschiedenheiten suche ich gerne den Kompromiss. Allerdings soll es auch einen freien Wettbewerb unterschiedlicher Anschauungen und Ideen geben, weil wir unserer Gesellschaft die besten Wege schuldig sind.

Wenn ich auf solchen Wegen ein Vorbild habe, dann ist das mein Großvater Hans Schmidmayer. Dieser war 16 Jahre (1948 - 1964) Bürgermeister von Erding. Er ist sowohl Vorbild, was seine Verantwortung andern gegenüber betrifft, seine politische Einstellung, etwa die Sensiblität bezüglich sozialen Fragen - und er war dafür sehr angesehen. Andererseits hatte er selbst als Vertreter der SPD mit der Nazizeit zuvor die schlimmste aller Zeiten überstanden. Ich möchte nun zwar die Zeiten nicht miteinander vergleichen, auch weis ich nicht, ob ich mich mit der Person vergleichen kann - trotzdem ist er für mich natürlich auch ein Vorbild grad in Zeiten des Gegenwinds. Und damit macht er mir zugleich Mut. Er hat den Gegenwind gut überstanden, und ich werde ihn hoffentlich auch überstehn!


Opa Schmidmayer, weist Du wie wichtig mir heute Dein Rat wäre?


Die Verwandtschaft Schmidmayer:
Ich gebrauchte den Namens meines lokal berühmten und geachteten Großvaters selten. Wenn, dann hatte das mit der Suche nach den eigenen Wurzeln zu tun, auch weil ich ihn selbst noch recht bewusst erlebt habe. 
Ich denke, ein Großteil meines gesellschaftspolitischen Selbstverständnisses kommt tatsächlich von dieser Person, und von der Art, die er ausstrahlte. In dieser Geschichte habe ich meine eigene Erinnerungen zusammengefasst.
Um so befremdlicher sind meine Erfahrungen seit dem Tod meiner Großeltern, was die Seite der
Verwandtschaftslinie betrifft. Innerhalb kürzester Zeit rissen alle Kontakte. Was bis dahin selbstverständlich war, dass das große Haus allen Kindern und Enkeln offen stand, hatte sein plötzliches Ende gefunden. Es war mir damals unbegreiflich, und bis heute fällt es mir schwer, das zu verstehen. 
Als ich mich für die Geschichte meiner Großeltern interessierte, deshalb nach meiner Rückkehr aus Wismar im Jahr 2000 am Wohnhaus meiner Großeltern klingelte, erhielt ich aus dem Fenster über mir nur die kurze Antwort meines Onkels Schmidmayer: "Wir haben nichts. Es gibt keine Unterlagen mehr." - Ende des Gesprächs. Ich konnte kaum etwas entgegnen, als sich das Fenster bereits wieder geschlossen hatte.
Ein ähnlich kurzes Zufallstreffen mit meinem Cousin Schmidmayer jun jun kurz darauf vor dem ehemalig Spielzeugladen meines Opas am Kleinen Platz, damals Reisebüro (heute Gastronomiebetrieb). Er kam gerade aus der Tür, hatte offensichtlich eine Unterredung mit dem Mieter. Der Kontakt verlief etwa so: "Hallo, wie geht's? Gut, und selber? Gut, Servus".

Als ich meinen Cousin damals traf, hatte ich kurz zuvor das Architekturstudium aufgegeben - hatte bereits das Diplomthema als mir das Bafög gestrichen wurde, ich war ohne Arbeit und nicht einmal krankenversichert. 

Welche Motive gibt es für einen bestimmten Umgang?

Welche Motive gibt es für einen menschlichen Umgang in unserer Gesellschaft?

Gibt es Gründe, nach Motiven zu suchen, die jemanden erst zum Versager erklären, um hinterher wiederum auch mit sich selbst entsprechend umgehen zu können und mit sich im Reinen zu sein? Als Schutzmotiv für eigenes Tun. Unter dem Motto: Ich hab es ja schon immer gewusst (weil ich es so wollte). Dieser oder jener hat er es ja auch nicht anders verdient.
Andererseits - Grad in einer konservativen Gegend ist nichts schlimmer als seine Vorurteile aufgeben zu müssen. Das wär ja fast wie Revolution - auch wenn nur eine im eigenem Geist.

.
Feuerwehrkommandant per Erbrecht, SPD-Mitglied per Erbrecht, Millionär per Erbrecht, ...

Im Januar 2008 entwickelte sich die nächste bizarre Geschichte:  


Über die Hintergründe einer Inszenierung (Details per Link)
- welch Zufall, dass der obige Artikel gerade am wichtigsten Tag unseres Info-Standes erschien, an dem unsere "Alternative Linke Liste Erding - ALLE" die entscheidende Unterschriftenaktion für die Zulassung zur Stadtratswahl veranstaltete. Am Ende verpassten wir diese mit 113 von 215 nötigen Unterschriften. 

- Es gab übrigens weder eine eigene Darstellung zur obigen Sachlage, noch einen Bericht über die Ziele von ALLE, erst recht nicht über den Spitzenkandidaten Walter Koppe. Die meisten Erdinger haben nie erfahren, dass eine Liste ALLE zur Stadtratswahl antreten will. 

 
Das Beispiel MIFAZ zeigt: Es ist zu schaffen, es kostet allerdings eine Menge Kraft, eine Menge Zeit und Geld. Vielleicht wären wir ein Jahr früher in der Entwicklung oder wir wären ein Jahr weiter, wenn ich in Erding ehrliche Partner anstatt Feindschaft angetroffen hätte? Natürlich gibt es auch im Bereich des Mitfahrorganisierens einen Wettbewerb unterschiedlicher Anbieter.
Seit kurzem plant man in Österreich mit Unterstützung des Verkehrsministeriums das, was bei uns zu großen Teilen über die Kartenfunktion seit August 2004 bereits funktioniert. Sollen wir nun noch Zeit und Geld in die Weiterentwicklung unserer, derzeit wohl intelligentesten Mitfahrzentrale investieren, wenn diese demnächst von einer Entwicklergruppe überrollt wird, die anstatt Gegenwind allen erdenklichen Rückenwind erfährt?
In der Erdinger SZ geschah dazu folgendes:
Die Kartenfunktion sollte ursprünglich zum Jahreswechsel 2004 eingebaut sein. Zuvor wollte ich das Projekt über die Presse im Landkreis Erding vorstellen, um auf diese Weise auch die Resonanz der Kommunen zu erfahren - bei einer guten Presse vielleicht auch die Unterstützung der lokalen Agenda usw.
Als ich der Redaktion der Erdinger SZ im Herbst 2003 das Konzept der Kartenfunktion weitergebe, erklärt sich die Redakteurin nach 10 Minuten des Zuhörens für nicht zuständig. Die zweite Redakteurin hört gut 20 Minuten zu, stellt eifrig Fragen, macht Notizen. Tags darauf erfahre ich auf meine telefonische Nachfrage, dass auch diese wegen ihres Urlaubs nun doch nicht zum Bericht käme. Also kümmert sich einige Tage darauf die dritte Redakteurin darum. Diesmal sitze ich 50 Minuten am Redaktionstisch. Das Ergebnis: Eine Woche später lese ich in der Erdinger SZ ein Interview mit dem Anbieter einer lokalen Mitfahrzentrale aus Haag.
Ohne Werbung keine Reaktionen. Das weitere Vorgehen war blockiert. Wieder ging Zeit verloren. Auch Motivation. Erst nach einiger Zeit fanden wir Möglichkeiten außerhalb. Auch nachdem wir bereits mit einem guten Dutzend von Kommunen kooperierten (diese teilweise über die erste Seite ihrer off. Homepage einsetzten, war keine einzige aus dem Lkr. Erding dabei.

Politiker reden in Sonntagsreden gern davon, wie wichtig innovative Potentiale sind, sie reden auch davon wie wichtig Bürgerengagement ist, aber an den Wochentagen drehen unzählige kleine Provinzpolitiker die Uhren in die Gegenrichtung, weil sie ihnen besser paßt, und auch der Slogan einer Bank "Wir machen den Weg frei!" bekommt da eine bizarre doppelte Bedeutung.

Bevor ich Erding zum ersten Mal in Richtung Franken verließ (in den '80ern lebte ich Jahre in LIF, FO, CO, BT, WÜ), galt ich als introvertiert. Ich vermutete schon, dass das vor allem mit meiner Lebensgeschichte und weniger mit meinem wirklichem Ich zu tun hat. Die Geschichte meiner Kindheit und Jugend ist traurig genug, faszinierend sind dann die Chancen, um eigene und schließlich gegenteilige Erfahrungen zu machen. Für mich war dazu eine andere Umgebung wichtig.  
Tatsächlich dauerte es einige Jahre, bis sich mein Leben allmählich neu sortierte. Eine Freundin aus dieser Zeit beschrieb mich als extrovertiert. Das war auch in HWI (Wismar) ähnlich. Nachdem ich von dort nach Erding zurückkehrte, war ich noch voll von dieser Energie, auch Idealismus.
Ich habe etwas gegen die Bezeichnung "Unten" und "Oben" wenn es um Menschen geht, aber damals ließ ich mich in Gespräche mit jedem ein. Angenommen haben das vor allem jene Leute, die am unterem Rand der Gesellschaft stehen. Ich hatte in der Fremde keine schlechten Erfahrungen damit gemacht. Es gehörte zum gemeinnützigen Projekt Brutto e. V. und mein Engagement wurde anerkannt.
Ich spürte zu spät, dass die Situation in Erding eine andere ist. Irgendwann kam es mir so vor, dass die gesellschaftlich relevanten Kreise hier sagen: "Schaut euch nur mal an, mit welchen Leuten der verkehrt". Damit wurde meine grundsätzliche gutmütige Offenheit und Solidarität samt dem Vorbild meines Großvaters Schmidmayer mit meiner Person verwechselt: Wenn jemand mit solchen Leuten redet, dann ist er auch einer von denen - und keiner von uns! Ich wurde damit in die selbe unterste Schublade gesteckt.
Wie gesagt, ich habe eine Abneigung gegen dieses Schubladendenken; schon allein auch, weil es statisch ist, kein Nachfragen und keine eigene Entwicklungen fördert. Deshalb bemühte ich mich ja um Offenheit, aber ich sah eben viel zu spät dieses Problem.
Irgendwann spürte ich auch, dass ich nicht mehr die Kraft hatte, solche Kontakte weiter zu führen. Natürlich kosten gerade diese Kontakte die meiste Kraft. Aber wenn diese verbraucht ist...?
In all den Jahren in Erding ist mir sehr viel Energie und Zeit entzogen worden. Es ist zuletzt einfach zu viel passiert. Inzwischen fehlt mir häufig die Kraft zur Selbstorganisation, die Kraft um Ordnung zu schaffen. Diese Entwicklung macht mir Angst.

Das Konzept des Erdinger Literatentreff beinhaltete ganz bewusst neben fachlich qualitativen Aspekten auch das Öffnen geschlossener Systeme; etwa zwischen Jung und Alt, zwischen Hobby- und Profiautor. Am deutlichsten wurde das bei den wiederholt stattgefundenen Treffen in der Forensischen Klinik im Bezirkskrankenhaus Taufkirchen. Fenster der Kommunikation zwischen Drinnen und Draußen wurden geschaffen. Das Fördern eigener Kreativität hatte das Ergebnis, dass die Patientinnen zu eigenen Texten animiert wurden, diese vortrugen und Anerkennung fanden, um schließlich mit der "Emotions" eine eigene Zeitschrift schufen. Mir ging es beim Literatentreff stets um Möglichkeiten inneren Wachstums zu finden, und zwar durch ein Sich Öffnen.

Pia Novak ist Redakteurin, und war im Jahr 2001 bei Radio Hitwelle beschäftigt. Nachdem es erste Presseberichte zur MIFAZ gab, wollte sie von mir ein Radiointerview.
Ich kann mich noch gut an die locker-freundschaftliche Atmosphäre erinnern. Pia stellte Fragen, und ich antwortete. Mitten hinein ein schriller Ton, Pia schreit laut auf, ... und das Interview war damit zu Ende. Wenige Tage später kündigt Pia bei Radio Hitwelle (geht zu Pucchini nach Freising). Technisches Versehen oder Absicht?
- Radio Hitwelle gehört der Stadt Erding. Heute zuständig u. a. ein ehem. SZ-Redakteur Wanninger.
Der Beitrag zur MiFaZ bei Radio Hitwelle kam jedenfalls nicht zustande.

 

Weitere Puzzle-Stücke werden noch eingebaut, z. B.:

"Neu-Erdings" und Giorgio Zolyniak. Das Ende der geplanten Erdinger Wochenzeitschrift im Rathaus?

Der Fall Soykan (siehe hier)

Festplatte gelöscht, Charly, April, Albrecht und die Anzeige

Innovationspreis der Stadt Erding an ... Albrecht

Albert Sigl spricht mich bei der Vernissage des KVE im Herbst 2002 an: "Bist Du naiv?"
meine Antwort: "Ja - Vielleicht hilft das. Etwas mehr Offenheit würde uns allen gut tun"
Sigl dreht sich um und verschwindet.
Am 18.01.2004 berichte ich als Redakteur des Erdinger Anzeiger über Sigls Lesung im Knirschvogelhaus (hier der Bericht). Interessant fand ich dabei vor allem den Sigl-Text "Uwe und Harry", in der er über eine aus zwei Personen bestehende Kleinkunstbühne erzählt, zu der man sich bei reichlich Alkohol gegenseitig Texte vorträgt - eine Karikatur des Literatentreff?

Erika Beil auf Nachfrage von Sibylle B-R: "Walter Koppe, das ist doch der falsche Enkel" - ?

Der Kulturpreis der Stadt Erding, Pressebericht und mögliche Auswirkungen (Sattelmeier, Sparakowski, ...)

 

Vorgeschichtliches:

Der Unterschied der Grünen Erding und Anderswo:
  
In Lichtenfels organisierte ich Infostände und schrieb Rundbriefe an die Mitglieder
In Forchheim organisierte ich Veranstaltungen, lud z. B. Franz Leutner von Tagwerk nach FO ein, um über die ökol. Erzeuger- und Verbrauchergenossenschaft aus Dorfen zu referieren. Dabei diente als Einleitung ein Theaterstück des Ottenhofener Werner Maier ("Ein ganz normales Abendessen"), das ich mit Grünen Mitgliedern einspielte. 
Danach verfasste ich den folgenden Pressebericht (dieser öffnet sich per Klick auf die Titelüberschrift):


.. wurde Nr. 4 bei den Kommunalwahlen des Grünen KV im Lkr. Forchheim                                                   rechts am Infostand 

Zurück in Erding war ich dagegen grad mal als Plakat-Kleber oder zum Aufbauen von Froschzäunen zu gebrauchen. 
Eigene Erfahrungen, etwa bezüglich der MiFaZ, verliefen bizarr. (unbedingt beschreiben!!!)
Die Erdinger Grünen als Umweltpartei? - Nein danke! 

Die JU erhält ministerielles Lob - für meine eigene Idee
- und wird aus diesem Grund im nächsten Moment auch schon wieder uninteressant

Architekturstudium in Wismar -> Café Brutto

Alt - Neu: Marienkirchturm-Anbau (1994) - beste Arbeit des Jahrgangs A93

Alt - Neu: Solargebäude in Bezug zu ehem. Klostergebäude in Bad Doberan (1998) - beste Arbeit des Jahrgangs A93
Solargebäude im Mühlenteich zu Wismar: ökol. und städtebauliche Belange (nur Anfangsstadium)

 

historische Randstücke:

Leonhard Koppe, ein Vorfahre, der vor 500 Jahren lebte, war als Stadtrat von Dolzig ein wichtiger Vertrauter des großen Reformators Martin Luthers. Am 06.04.1523 befreit Koppe 12 Jungfrauen aus dem Kloster Marienthron, darunter Katharina von Bora, Luthers künftige Frau und ganz wichtige Vertraute (siehe hier). 

Tante Gudrun Everett (-Koppe) veröffentlicht 2006 in den USA ihr autobiographisches Buch: "I can't forget" über die Vertreibung aus Ostdeutschland, und ihre Flucht von Dolzig bis Erding, schließlich in die USA.

Adolf Robert Koppe (1893-1958), Großvater väterlicherseits, erhielt im Ersten Weltkrieg als Mitglied der Schweren Kavallerie und Leiter des Musik-Korps München das Eiserne Kreuz.

 

mein Koppe-Großvater, ab 1928 war er Mitglied der NSDAP im Sächsischen Abgeordnetenhaus

Motive, Ideale, Philosophie:

Was steckt tatsächlich hinter den eigenen Projekten?
- Cafe Brutto: Bundssieger des Innovationswettbewerbs der AnStiftung..
- MiFaZ, xED, Literatentreff, ...?
- Regisseur eines Kindertheaters (im Rahmen der Coburger Ferienfreizeit)

Woher es kommt? 
- "Brüder" - die Geschichte einer Kindheit
- Idole: mein Großvater

Kommunikation / Welche Menschen stehen hinter welchen Motiven? 
- Interviews auf xED 

- Chat der Landratskandidaten (2002)

John Steinbeck: “Menschliche Eigenschaften wie Güte, Großzügigkeit, Offenheit, Ehrlichkeit, Verständnis und Gefühl sind in unserer Gesellschaft Symptome des Versagens. Dagegen sind Gerissenheit, Habgier, Gewinnsucht, Gemeinheit und Egoismus Merkmale des Erfolges."

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