Ene mene
MOB über Möglichkeiten, Risiken und Nebenwirkungen kommunaler Landschaftspflege
siehe auch: Die MiFaZ-Story - Gemeinnutz: ca. 3 Mio € - Lohn: Hartz IV
I) die Unabhängigkeit der
Medien
II) die Unabhängigkeit von Gerichten
III) das Unterstützen von
Volksbegehren
IV) das Projekt MiFaZ
V) der "Erdinger Literatentreff"
Blaustelle (in
Arbeit)
Kommunikation statt "schlechter
Ruf"
Motive und Vorgeschichtliches
...
Ist es nicht so, dass manch
Geschichte gar nicht erst erfunden werden muss?
Sie existiert vor Ort, liegt irgendwo faul in der Gegend herum, und die Kunst
ist es, sie lediglich zu erkennen, aufzunehmen und entsprechend wiederzugeben.
- Manchmal allerdings wird man auch von einer
erdrückt.
Irgendwann begann ich die Vorkommnisse der
letzten Jahre zu sammeln und wie Puzzlestücke zusammenzufügen - so entstand
diese Seite. Auch wenn sich diese immer noch im Auf-
bzw. Zusammenbau befindet, auch wenn immer noch Details fehlen und manche der
bereits existierenden größeren und kleineren Fläche erst noch eingepasst
werden müssen
- das Bild als Ganzes ist doch längst erkennbar.
Beginnen wir nun irgendwo in der Mitte des Bildes - dem Mittelpunkt einer sog.
unabhängigen Zeitung...
I)
Am Abend es 11.01.2002 kamen mit einer Pressevertreterin der
Erdinger SZ, die ich zuvor nie gesehen hatte, einem Angestellten der Stadt
Erding (Stadtschreiber Siegl) und einem Angestellten des Landkreises Erding
(Büchereileiter Eberhard) unerwartete Gäste in die 15. Veranstaltung des von
mir initiierten Erdinger Literatentreff. Das Motiv war ...
eine Negativ-Schlagzeile der Erdinger SZ am 12.01.02,
die mich in den Mittelpunkt Ihrer Ausgabe rückt.
... zum ersten Mal auf Seite 1 der Erdinger SZ:
Zum
Hintergrund hier klicken
SZ-Chefredakteur Zeller, nachdem ich mich wegen der Unrichtigkeit des
Artikels
bei ihm beklage:
"Sie wollen eine Gegendarstellung?
Sorry, das geht nur per Klage. Sie wollen doch nicht klagen? Das kann
ziemlich teuer werden."
"Aber ich erkläre hiermit nochmal, dass der Bericht die
Tatsachen vollkommen verdreht! Sind Sie als Redakteur denn nicht an den Hintergründen interessiert?"
"Wir sollen die Angelegenheit aufdecken?
Ich bitte Sie, wir sind hier in Erding. Die Krähen hacken sich doch gegenseitig keine Augen aus. Außerdem stehen Wahlen vor der Tür...
- Sie können aber gern einen Leserbrief verfassen."
auf diese Weise bleibt das Thema am kochen. Wir lieben ja solche
Auseinandersetzungen, die in Leserbriefen ihre Fortsetzung finden. Auf diese
Weise halten
wir unsere Hände sauber und es kommt trotzdem Leben in unsere Zeitung.
So kam es also zum spannenden Duell per Leserbrief. Walter Koppe vs. Olaf Eberhard
siehe: HIER
Einige Monate später treffe ich Sonja Gibis, die Redakteurin des obigen Artikels.
Ihr kurzes Zwischenspiel in Erding ist auch schon wieder beendet. Sie schreibt
nun für die Stadtausgabe des Münchner Merkur. Auf
meine Nachfrage bezüglich des obigen Artikels "kann"
sie sich nicht äußern, dann umschreibt sie diese Zeit aber mit einem
unverbindlichen Vergleich: "Dort
wo ich jetzt arbeite gefällt es mir viel besser als in Erding. Man
ist hier viel offener" - ?
Bis heute
kam Eberhard meinem Angebot nie nach, die Angelegenheit zu prüfen - und
verpasste damit den Fortgang dieser Seite. Dafür stieg der "Leiter der
Gymnasium-Bibliothek" immerhin zum "Landkreisbibliothekar" auf,
der lokalen Politik sei dank verdient er nun besser. Ich selbst wurde in
der Zeit danach Gepäckfahrer im Schichtdienst.
II) Justizia - Säule
unserer Demokratie?
Für die obige Angelegenheit
drehe ich die Zeit zunächst um ein Jahr zurück
Am 06.12.2000 bespreche ich einen ganz spezielles Problem mit Rechtsanwalt Helmbrecht von
Mengershausen.
Am Ende kommen wir überein, dass er meinen Fall übernimmt.
Aus dem folgenden Schriftstück des Anwalts geht der Grund hervor:
Zu dieser Zeit hatte ich bereits den Rat des Anwalts befolgt, besorgte beim Amtsgericht
Erding die notwendigen Unterlagen, leitete diese an H. von Mengershausen weiter.
Kurz darauf erhalte ich von ihm das folgende Schreiben:
Was war passiert?
Ich war zuvor einige Male in seiner Praxis. Mengershausen hatte mir gegenüber nie etwas von der nahen Aufgabe
seines Büros mitgeteilt.
Könnte die Brisanz meines Falles (ein möglicher Prozess gegen die Stadt Erding!) etwas damit zu tun haben?
Unmöglich?
War ich der Unterlagen wegen nicht kurz zuvor im Amtsgericht Erding, um dort auch den Grund des Rechtsstreits anzugeben?
Wie kurz der Informationsweg zwischen Amtsgericht und Rathaus ist, zeigt etwa, dass der Vorsitzende
des Amtsgerichts, Horst Belling, gleichzeitig der selben Stadtratsfraktion wie Erdings Bürgermeister angehört
- nebenbei auch Vors. des Erdinger Kulturvereins ist, mit dem es ein knappes Jahr später übrigens zu einer seltsamen
Auseinandersetzung kam (ich hatte inzwischen den Erdinger Literatentreff initiiert, wurde später dessen Vereinsvorsitzender) ...
Ich wende mich an Helmbrechts Nachfolger Wachtveitl. Dieser zog erst kurz zuvor aus dem
niederbayrischen Griesbach nach Erding. Meine Angelegenheit überfordert ihn sichtlich.
Er scheint schließlich froh, als ich das erkenne und offen ausspreche, dass ich ihn
bezüglich meines Falles künftig verschonen werde. Bald darauf hat Wachtveitl
Erding auch schon wieder in Richtung Niederbayern verlassen.
Als Beleg dafür, dass ich Mengershausen danach auch privat
versucht habe, aufzusuchen - ich fand lange Zeit nur einen immer übervoller werdenden Briefkasten:
hier.
Der Rechtsweg
war nicht mein erster Versuch, die Angelegenheit zu klären (siehe weiter
unten) - und auch nicht mein letzter.
Ich wende mich nun an den Grünen Stadtrat Klaus-Dieter Walther.
Dieser nennt mir, sowie auch einem anderen Geschädigten (H. J.) gegenüber
eine
Strategie, wie er innerhalb der Stadt Erding vorzugehen gedenkt, um Näheres in Erfahrung zu bringen.
Einige Wochen später meldet sich Walther telefonisch bei mir: Das Problem scheint
nun auch ihm schwieriger als erwartet. "Er müsse sehr sensibel vorgehen, denn aufgrund
meiner ohnehin schon recht vorsichtig formulierten Nachfrage hätte man recht massiv
reagiert."
Wenige
Wochen später zieht Klaus-Dieter Walther nach Garching. Ich habe seit dem nie
wieder etwas von ihm erfahren, weder über diese Angelegenheit, noch
Allgemeines. KDW scheint sich bis dato vollkommen aus der Kommunalpolitik zurückgezogen
zu haben.
III)
Die spannende Frage:
Um welchen Ratgesuch ging es bezüglich H. von Mengershausen und K.-D. Walther?
"Mündlich war bereits alles geklärt,
Details handschriftlich festgehalten. Demnach sollte ich einen Vertrag als
freier Redakteur erhalten. Doch dann ..." siehe
HIER
IV)
MiFaZ und Pendlernetz
- zwei Projekte zur selben Idee, -die vollkommen unterschiedlichen Auffassungen
lokaler Agenden - und die Folgen!
MiFaZ:
Bereits seit 1998 suche ich Partner für die Umsetzung eines ganz konkreten
Projektes des Verkehrsreduzierens.
Gesine
Götz, die damalige Sprecherin der lokalen Agenda Erding begründete ihre
Absage per Brief damit, dass man sich nicht an Projekten
beteiligt, hinter denen der Aufbau
meiner
Existenz steht.
Pendlernetz: Am
25.09.2004 fand Bärbel Höhn (Umweltministerin in Nordrhein-Westfalen) zum 2-jährigen
Bestehen von Pendlernetz überschwängliche Worte über das Agenda-Projekt
- und
lobte dabei die Vorreiterrolle Ihres Bundeslandes. Martin Buske, Initiator und
Unternehmer von Pendlernetz, erhielt innerhalb der Bündnisgrünen
Web-Präsenz eine eigene Seite, die aussah, als wäre er
grünes Bundstagsmitglied! Auf solche
und ähnliche Weise wurde das Projekt Pendlernetz z.B. über
die Grünen
Kreisverbände auch jenseits von NRW bundesweit beworben, Buske zu Umweltmessen
in ganz Deutschland eingeladen.
"Die Projektkoordination und Öffentlichkeitsarbeit wurde viele
Jahre durch das
Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
des Landes NRW gefördert. Die Verbraucherzentrale NRW betreute den
Hilfebereich." (so steht es auf den Seiten von www.handwerkermarkt.de).
In der mdr-Sendung
"einfach genial" wurde Buske 2005 als "Erfinder" vorgestellt
(siehe hier).
Im Mai 2006 berichtete das ZDF- Frühstücksfernsehen ausführlich über Buskes
Pendlernetz: "Bayern soll ab Juni 2006 dazukommen", hieß es (- siehe hier).
... während ich seit 1998
zumindest in
der naheliegendsten bayrischen Region mühevoll nach Frühschichten zwischen lokalen Agenden und Rathäusern Partner für die MiFaZ zu gewinnen
suchte - mit teilweise bizarren bis abenteuerlichen Ergebnissen ...
Die MiFaZ war bereits im Herbst 2000 auch ohne großes Zutun von lokalen Agenden,
Politik und dergleichen mit einer ersten Version im Netz
Als Pilotprojekt für den
Lkr. Erding - natürlich inoffiziell!
Als ich aufgrund erster
Presseberichte (etwa diesen)
einen Anruf vom Lokalsender Radio Hitwelle erhalte, meldet sich
am anderen Ende der Leitung mit Pia Novak eine gute Bekannte. Entsprechend
freundschaftlich und
locker verläuft das Interview - bis zu dem Augenblick, als sie
laut aufschreit, dann schluchzt und schließlich auf meine besorgte Nachfrage
antwortet: Sie hätte in ihrem Kopfhörer eine Rückkopplung erhalten, dann den Kopfhörer fluchtartig runtergerissen und
weggeschmissen. Das schrille
Pfeifen bekam selbst ich noch über den Telefonhörer mit.
Nein, das kann kein Versehen gewesen sein, meint sie abschließend.
Natürlich wurde das Interview
nie gesendet, gleichzeitig war dies Pia's letzter Arbeitstag beim Lokalsender der Stadt
Erding ('Stadtmarketing'), ging
danach zum Magazin Puccini
nach Freising ...
Wie ein
Interview außerhalb Erdings funktioniert zeigt das Interview vom 23.04.06 im
Bayr. Rundfunk.
- siehe Hier
- die Logik eines Interviews bei der Erdinger SZ: "aus +
3 wird - 1"
Im
Sommer 2004 war die Erdinger MiFaZ mit seiner regional voreingestellten Karte, und der
Suche-Funktion per Mausklick zur intelligentesten Mitfahrzentrale Deutschlands
geworden.
Ich gab das an die Erdinger SZ weiter, saß innerhalb einer Woche insgesamt
über eine Stunde bei
insgesamt drei Redakteurinnen. Nachdem mir Redakteurin
3 erklärte, dass Redakteurin
1 in Urlaub
gegangen und Redakteurin 2 erkrankt sei, erklärte ich Idee, Konzept und
Funktion auch noch ein drittes mal... Eine Woche später fand sich auf der ersten Seite von
Erdings SZ tatsächlich ein Interview zum Thema "In Fahrgemeinschaften
zur Arbeit" - allerdings nicht über die MiFaZ, sondern mit einem Herrn Huber, dem Initiator der B12-Mitfahrzentrale
aus Haag. Zuvor hatte ich Jahre lang versucht, mit ihm Kontakt aufzunehmen, und
ihn gefragt, ob wir unsere Initiativen in unser beider Interesse zusammen
legen könnten - aber nie eine Antwort erhalten. Einige Jahre später war sie
zur lebenden Untoten geworden, mit zwei bis drei Einträgen pro Jahr existiert
sie selbst im Jahr 2010 noch, siehe http://30486.guestbook.onetwomax.de/.
- Vor allem fragte ich mich wegen der SZ-Redakteure: Sind die blöd, oder
bin ich blöd?
- Nichts gegen die Initiative der B12-Mitfahrzentrale - auch wenn ich es
seltsam genug fand, als zwei Jahre nach oben geschildert bizarren Nicht-Interview
mit Petra in der
Region eine zweite Mitfahrzentrale startete, welche im Vergleich zum komplexen Konzept der MiFaZ
nie mehr als eine einfachste chronologische Auflistung von Einträgen sein
sollte -
damit unübersichtlich wird, sobald sie halbwegs erfolgreich
zu arbeiten beginnen könnte.
- War es mir nicht gelungen, das Projekt richtig darzustellen?
Oder war das Motiv ein völlig anderes?
Was ist das Motiv ???
Auch wenn sich die
MiFaZ (im Jahr 2010 über 1.000 Besucher täglich) inzwischen gegenüber der B12-Mitfahrzentrale (jährlich
2 - 3 Einträge) längst durchgesetzt hat,
so blockierten sich die beiden Projekte bereits seit vielen Jahren erfolgreich - zum
Vorteil der A94-Befürworter und zum Nachteil der B12-Pendler, denn der Mitfahrsuchende hier weis nichts vom
Mitfahrangebot auf der jeweils anderen Seite!
Zum anderen: Wäre es für jede 'normale' Erdinger Regionalzeitung nicht eine Top-Story: "Die intelligenteste Mitfahrzentrale
kommt aus Erding!".
Das Titelthema der regionalen Tageszeitungen in dieser Zeit lautete statt dessen aber: "Verkehrschaos
in X", "Der Verkehr in der Gemeinde Y hat weiter zugenommen",
"Nordumgehung oder Südumgehung in Z", oder "Die A94 wird
gebaut"
- Schade, dass der Leser wohl auch künftig nicht erfahren
wird, wie einfach sich der Berufsverkehr reduzieren ließe, der
Straßenverkehr entlasten, der Treibhauseffekt reduzieren, ... wenn dafür nur
besser geworben würde!
... So viele verpasste Chancen!
- Die Logik der SZ-Rechtsabteilung: "zahle 400 Euro!"
Statt
dessen erhalten wir (die
"MiFaZ GbR Inna Janssen und Walter Koppe") im
Mai 2005 ein Schreiben der
Rechtsabteilung der SZ. Daniel Schnabel van Kempen wirft uns darin vor,
unerlaubt urheberrechtlich geschützte Artikel der SZ (nein, keiner aus Erding) auf
www.mifaz.de/presse aufrufbar gemacht zu haben.
Ich hatte zuvor stets die bei Presseterminen anwesenden Redakteurinnen gefragt, ob wir dies tun
könnten. Es gab nie eine abschlägige Antwort. Eine SZ-Redakteurin schickte uns ihren Bericht sogar extra zu. Es gab auch auf Nachfrage in den
Redaktionsbüros nie
Probleme.
Frau Jung vom Sekretariat der tz-Chefredaktion meinte, dass es bei der Öffentlichmachung
„überhaupt kein Problem“ gibt. Eine Redakteurin der Abendzeitung meinte,
dass die „Frage zuvor noch nie jemand gestellt“ hätte, Frau Hargasser, Chefredakteurin beim Dorfener Anzeiger,
meinte ebenfalls, dass es von Seiten Ihrer Zeitung „sicher kein Problem gibt".
- doch das sah nun die Rechtsabteilung der SZ ganz anders, und ließ nicht mit
sich reden.
Während ein Wettbewerber groß über Landesregierung und TV bundesweit wirbt, zahlten
wir schließlich 400 € - in zwei Raten (das immerhin war mangels
eigener Einkünfte möglich)
- Ich kündigte nebenbei mein Abo bei der SZ (was gar nicht so einfach
war),
und der Schaden lag damit wieder auf Seiten der ohnehin schwächelnden Erdinger
Redaktion.
- der Unterschied
MiFaZ - Pendlernetz im Ergebnis
...
Die Erfahrungen der letzten Zeit. Irgendwann begann ich mich halt zu fragen: Liegt es an mir?
Um das Projekt nicht weiter zu gefährden, stieg ich im Juni 2005 aus der
Geschäftsleitung
aus. Aus der "GbR Inna Janssen und Walter Koppe" wurde das Einzelunternehmen "MiFaZ - Inna Janssen".
- Während wir mit oben beschriebenen Problemen zu kämpfen hatten, schlossen sich nicht nur weitere
Städte in NRW, sondern auch Stuttgart und Frankfurt ohne jeden Wettbewerb dem Pendlernetz an.
- Und während der Initiator von Pendlernetz zum Chef eines Unternehmens mit einem guten Dutzend
Beschäftigten wurde, arbeitete der Initiator der MiFaZ im
Schichtdienst der Gepäckabfertigung des Münchner Flughafens.
- Auf diese Weise hätte sich beinahe auch die Stadt München dem Pendlernetz angeschlossen,
wenn ich die wenige Zeit neben meiner Schichtarbeit nicht zumindest auf die Umlandgemieinden
Münchens konzentriert hätte. Ob Bund Naturschutz in Dachau, lokale Agenda in
Ottobrunn, Bürgerversammlung in Bayerbrunn, Pressetermin in Moosburg, Termine
mit 26 Bürgermeister in Ebersberg, oder Sonderangebot nach Garching, ... Als
die konkrete Anfrage von OB Ude an mich herangetragen wurde, stand die MiFaZ
bereits im Türrahmen, gab es genügend Presseberichte.
- So kam es in München zum ersten Mal
zum Wettbewerb zwischen MiFaZ und Pendlernetz - und die MiFaZ gewann ihn!
Und so wiederum kam es am 15.01.2007 im Münchner Rathaus zu einer Pressekonferenz, in der neben Merkur,
Abendzeitung, tz, und nebst BILD-Zeitung sogar die SZ berichtete,
siehe:
Start
der MiFaZ in der Münchner Presse
... auch wenn sich parallel dazu weitere Städte, etwa Köln - wieder ohne
Wettbewerb - dem Pendlernetz anschlossen.
Im Endeffekt wäre es nicht nur des eigenen existenziellen Standpunkts wegen wichtig,
könnte sich das bessere Konzept durchsetzen - denn es geht um den täglichen
Pendlerverkehr zur Rush-Hour, und darum, diesen zu reduzieren. Je einfacher
und intelligenter das System, desto leichter wird es auch von den Menschen
angenommen - desto weniger Autos fahren in die Staus (in der auch der
Schwerlastverkehr steht) und desto weniger
Klimaschadstoffe werden freigesetzt!
Je mehr aber dieser Wettbewerb verzerrt und eingeschränkt wird, desto höher die
Wahrscheinlichkeit, dass sich nicht das beste Konzept durchsetzt! -
zum Schaden der Verkehrs- und CO²-Reduzierung - und der Allgemeinheit!
V)
Der Erdinger Literatentreff
Fast fünf Jahre war ich Vorsitzender des Erdinger Literatentreff (siehe: www.erding-life.de/gsprung).
Zum Kulturfest
SINNFLUT
waren wir dabei, mit dem
Literarischen Frühschoppen eine eigene Tradition ins Leben zu rufen. Der letzte Frühschoppen
verlief nahezu optimal. Die Erdinger SZ verriss ihn ins Gegenteil, so dass
wir uns nach den Motiven fragten. Hier der kurze Bericht "viel
Publikum war nicht gekommen" mit einem etwas bizarren Schnappschuss,
entstanden 10
Minuten vor Beginn der Veranstaltung (?) - also lediglich Absprachen
zwischen einigen Beteiligten zeigt.
...
und HIER geht's per
Mausklick zum ausführlichen Bildbericht von www.xed.de,
das folgende Foto ein Teil der realen Veranstaltung.
Die Frage ist leider: Wie hoch ist die Zahl der Leser der SZ, und wer
kennt im Vergleich dazu schon xED?
All
die kostenlos (lediglich für Getränkegutscheine) aufgetretenen Beteiligten -
man hätte sie auch mit Hilfe von Zeitungsberichten motivieren können, im nächsten Jahr
wieder zu kommen - man hätte mit Hilfe konstruktiver Kritik dazu animieren
können, dass sie beim nächsten mal noch besser werden - Man konnte das natürlich auch alles bleiben lassen.
Wobei
sich grad bezüglich der Erdinger SZ die Frage stellt:
Alles Zufall? -
Es geht aber in diesem Stil weiter!
Zunächst fragten wir (SBR und ich) eine uns
bekannte Redakteurin nach weiteren Motiven, die eine Rolle spielen könnten?
Sie gab uns damals den Wink: "Eigeninteresse".
Es gibt einen Redakteur in der SZ, der sehr gern ähnliches
erfunden hätte. - Unsere Institution ein Dorn im Auge?
Und das Ergebnis?
Tatsächlich standen nach einem solchen SZ-Artikel im nächsten Jahr 2004 nicht wir sondern der
"selbsternannte Landkreisschreiber" und "akribische Beobachter der heimischen
Kulturszene" und SZ-Redakteur zum
literarischen Frühschoppen auf der selben Bühne.
Hier die
entsprechende Programmvorschau:
Die Erdinger Stadtbücherei
- eigentlich der Ort, um für regionale Kultur-Initiativen wie den Erdinger Literatentreff
e. V. zu
werben...
Eine ganze Reihe von Mitglieder versuchte,
den "Gedanken-Sprung", die Zeitschrift des Erdinger Literatentreff
an die Mitarbeiter weiterzugeben. Einige Male wurde auch die Antwort gegeben, dass man die
Zeitschrift auslegen würde. Doch egal, wer es später überprüfte: den
Gedanken-Sprung" fand dort kein Mensch.
Der Gedanken-Sprung: Am Ende
hatten sich an den neun Ausgaben über 100 Künstler und Autoren daran
beteiligt.
2003 fand Mike Landau zum
Literatentreff - zufällig!
Mike erfuhr von uns in der Zeitung, suchte dann Kontakt über das
Rathaus der Stadt Erding. Den versprochenen Rückruf erhält er nie. Danach
versucht er es per Brief. Wieder keine Antwort.
Der Literatentreff war für ihn schon fast vergessen, als
er ein knappes Jahr später über ein Plakat stolpert.
29. Erdinger Literatentreff
am 06.06.2003 in Niestroy's Tanzwelt"
Wie viele Leute wohl Kontakt zum Literatentreff suchten, ihn aber nie fanden?
- Zum Vergleich: Über die Stadtbücherei Ebersberg (dort lag der Erdinger "Gedanken-Sprung" aus) kam Walter Brusa zu uns.
Über die Stadtbücherei in Germering kam der Kontakt zu Veit-Peter Walther
zustande.
interne Auseinandersetzungen - ein willkommener Keil?
Nachdem es innerhalb des Erdinger Literatentreff e. V. unterschiedliche Auffassungen
gab, sich Delißen und Hofer von unserem Kreis abzuspalten drohten, hauchte erst die Erdinger SZ dieser Gruppe das nötige Leben
ein. Das mit dem Literatentreff identische Programm der "offenen Kulturabende"
fanden erst durch große Vorberichte und dicke
Überschriften in der SZ statt. Doch obwohl diese Zeitung teilweise von Seite
Eins darüber berichtete, kam kaum jemand, und so wurde die Initiative nach einigen Monaten wieder eingestellt.
Genauso groß die Vorankündigung in Erdings SZ um Delißens neue Kulturzeitschrift "Schrieb",
die als "Konkurrenz (*) zum Gedanken-Sprung" entstand.
Die Szenerie zur Präsentation der Erstausgabe
von Schrieb wirkte gespenstisch, als Delißen die
Begrüßungsrede im 20 m² großem Nebenraum
im Gasthaus
Mayr Wirt von seinem Blatt ins Mikrofon hinein ablas: "Ich bedanke mich für Ihr zahlreiches Erscheinen..."
Neben den beiden Initiatoren, einem Fotografen und den zwei bezahlten Musikern war
kein Mensch gekommen.
Die Veranstaltungen des Erdinger Literatentreffen dagegen fanden auch weiterhin kaum Eingang in
die Erdinger SZ.
So waren die parallel statt gefundenen Veranstaltungen in der
Forensischen Klinik Taufkirchen
(Nov. '03), der Ebersberger Stadtbücherei
(Mai 04), im Erdinger Stadttheater
(Juni '04) oder im Atelierhaus von Sabine
Penzenstadler (Nov. 04) pressefreie Zonen - und blieben damit nur Insidern und
den immerhin 30 bis 80 Beteiligten und Gästen bekannt. Immerhin
ist alles noch über www.erding-life.de/gsprung
im Internet aufrufbar.
Auf der anderen Seite fand laut Erdinger SZ ein "Literatentreff bei Monika
Steiger" (Vorsitzende des KVE) statt - das es nie gab!?
Wie es dazu kam?
Kurz zuvor (im Mai 2004) bat mich SZ-Redakteur Peter Heim telefonisch, über die Veranstaltungen des Literatentreffs
informiert zu bleiben. So nahm ich ihn also in den Verteiler auf.
Nachdem ich eine Einladung der
Vorsitzenden des Kunstvereins Erding, Monika Steiger erhielt, um in ihrem Wohnatelier "Haus der Sinne"
konkret um die Frage eines Kunst- und Kulturhauses in Erding zu diskutieren, wozu auch
Mitglieder des "Erdinger Literatentreff herzlich eingeladen" waren, leitete ich dieses
Schreiben u. a. an den Redakteur Peter B. Heim weiter...
Ich
traute meinen Augen nicht, als ich in der
Erdinger SZ die Ankündigung "Erdinger Literatentreff bei Monika Steiger" las.
Ist die gezielte Folge solcher Meldungen, dass man als Verein oder Person nicht ernst genommen werden
soll?
- Gibt es ganz konkrete Gründe dafür?
Die ursprünglich vereinbarte Bereitschaft von Kooperationen zwischen
KVE und Literatentreff war danach ebenso schnell wieder verflogen. Woher soll der KVE
auch wissen, dass nicht der Literatentreff
sondern ein Redakteur der Erdinger SZ der Auslöser falscher Meldungen ist?
Wie soll man sich gegenüber einer Zeitung verhalten, die für viele Leser
über die Hauptkompetenz im Bereich Kultur verfügt - auch wenn sie diese auf eklatante Weise
missbraucht?
Leitet man etwas weiter, wird es verfälscht - Leitet man nichts weiter,
existiert man nicht.
Ist ein schlechter Ruf besser als keiner?
Zu versuchen, die Öffentlichkeit über derlei Absurditäten
zu informieren ist mühsam und nicht ohne Risiko. Denn die Folgen trägt man wieder selbst. Laut
Zeller sind die
Kosten der Juristerei nicht von Pappe und eine Krähe ...
Eigentlich wäre es Aufgabe der Presse, genau solche Krähen aufzuspüren
anstatt sie teilweise erst selbst zu produzieren! Ob Redakteure einer irgendwann
folgenden Generation die Krähen wieder einfängt? Immerhin könnte sich da
jemand als Aufklärer profilieren - der dann vielleicht nicht nur beim Münchner
Merkur landet...
Ganz spannend war als sich Friedeborg Stisser einmal die dankenswerte Mühe machte, mit mir im
Dez. 2004 derlei Fällen nachzugehen. Zum Jahreswechsel machten wir einen Termin
im Redaktionsbüro der SZ aus, konkret bei Herrn Sardison.
Dieser hörte sich zunächst alles nur schweigend an, und erklärte schließlich
bezüglich des unten stehenden Artikels: "Da hatte wohl jemand schlecht recherchiert".
Hier die Erdinger SZ (Seite Eins!) vom Nov. 2004.
Laut ihm gehören
Delißen wie "Wolfgang
Koppe" dem Vorstand des Literatentreff an, der bisher 25 mal zusammenkam
... und 4 Gedanken-Sprünge veröffentlicht hat ...
Die Realität:
Anstatt vier Ausgaben ware
n es acht
(die Nr. 9 kam im Feb. 2005 heraus - was bezüglich der SZ ohnehin egal war, denn der
SZ-Leser erfuhr nichts davon (- siehe unten: "Das finale Puzzlestück?"); statt 25
Treffen waren es damals 47, und Delißen gehört nicht dem Vorstand an.
Obwohl in diesem Artikel wirklich alles falsch war was
man sich denken kann, wurde auch nie ein Leserbrief mit den Richtigstellungen veröffentlicht!.
Peter B. Heim (SZ) im Landkreisbuch von 2004 über den Erdinger Literatentreff: "Walter
Kopp"
Falschmeldungen, was mich, bzw. den Literatentreff betrifft, waren die Regel -
nicht die Ausnahme.
Entsprechend ergeben sich nochmals viele Fragen.
Um überhaupt eine Presseresonanz zu unseren Treffen zu erhalten - von Berichten auf der ersten Seite ganz zu
schweigen! - war es
ganz wichtig, Veranstaltungen außerhalb der Landkreisgrenzen zu organisieren.
So fand der Erdinger Literatentreff immer häufiger in Nachbarlandkreisen statt.
In der Stadtbücherei Ebersberg,
im Literaturcafé Röckelturm in
Landshut oder in der Schulaula in Haag an der Amper - entwickelten uns damit zu einem Markenzeichen
für Erdings Kultur in den
Nachbarlandkreisen - mit entsprechenden positiven Presseberichten - und Neuzugängen!
Auf diese Weise erfuhr zwar kaum ein Leser in Erding etwas von uns - immerhin fanden
wir auf diese Weise aber Kontakt zu Autoren außerhalb des Landkreises. Friedeborg Stisser (Vilsbiburg), Walter Brusa (Ebersberg),
Veit-Peter Walther (Fürstenfeldbruck) kamen zu unserem Kreis, und brachten
diesen qualitativ ein wesentliches Stück voran.
Als ich im Frühsommer 2004 zufällig im Hallo-Verlag
Sinnflut-Organisator Börni Sparakowski treffe, meint der zu mir: "Gibt es
Euch eigentlich
noch? In der SZ finde ich nichts von Euch." So erzähle ich
ihm von unseren letzten Veranstaltungen in den Nachbarlandkreisen. "Ach
so", meint er erstaunt, und fährt fort, dass es für Sinnflut wohl zu spät wäre. Nun seien neben SZ-Redakteur Heim auch Delißen und
Hofer dabei, letztere "aber nur ganz klein, ganz am Rande", druckst er
ein wenig unsicher herum - natürlich hat Börni von den Spannungen zwischen uns
erfahren, und möchte sich mir gegenüber ungern von der Gegenseite
vereinnahmt sehen. Delißen
plant dann ganz groß, klebt Plakate, und erhält
natürlich einen riesigen Bericht in der Erdinger SZ - bevor Delißen & Co dann in einem leeren Zelt
ein weiteres Mal untergehen. A. Wagmüller: "als einer Witze
über Viagra erzählte, verdrückten sich die letzten Mütter mit ihren
Kindern aus dem Zelt".
Immerhin baute die Erdinger Presse daraus noch einmal
einen großen Nachbericht.
Das finale Puzzlestück? - endlich vereint sich was zusammen
gehört
Im Januar 2005 war die 9. Ausgabe des "Gedanken-Sprung" bereits
druckfertig,
als der Tsunami in Fernost auch die Seiten unserer Zeitschrift (Cover rechts) noch einmal durcheinander wirbelt
- eine Spendenaktion
wird integriert, ...
Schließlich übergeben wir (F. Stisser und ich) die fertige Zeitschrift an Herrn Kanamüller von der SZ-Redaktionsleitung.
Dieser zeigt sich sehr interessiert, meint am Ende, die Ausgabe für eine Rezeption an Peter B. Heim weitergeben zu wollen.
Doch während es nie zu einer Rezeption kommt beteiligt sich der Redakteur (siehe auch: sz-problem-pet.html)
am 24.02.2005 bei einer von Delißen und Hofer organisierten Benefiz-Lesung
- zugunsten der Tsunami-Opfer.
Auf den Plakaten zur Veranstaltung befinden sich die Logos der Stadthausfraktionen CSU und SPD, die als Sponsoren auftreten.
Und so erhalten die Veranstalter der edlen Spender wegen nach einem großen Vorbericht gleich noch
einen weiteren Bericht in der Lokalpresse (Bildausschnitt rechts).
Im Herbst 2006 ist Erdings Vizebürgermeister Fritz Steinberger im
Erdinger Frauenkircherl selbst an vorderster Stelle, um die Laudatio für eine Lesung von Delißens
Zeitschrift "Schrieb" zu halten. Neben den Autoren verlieren sich zwar nur
wenige Bekannte und Verwandte in Erdings heiligster Kulturräumlichkeit - was immerhin für einen
weiteren großen Pressebericht in der SZ vollkommen ausreicht.
der letzte Gedanken-Sprung in meiner Funktion als Vorsitzender des
Literatentreff
Heim
Hofer Delißen
Delißens Schrieb hatte sich durchgesetzt.
Bereits im Sept. 2005 hatte ich den Vorsitz des Erdinger Literatentreff e. V. an meine
Stellvertreterin, Sibylle Böhmer-Rawas, abgegeben. Immerhin über 50
Veranstaltungen hatte ich in dieser Funktion organisiert und moderiert.
Nie hatte ich innerhalb dieser Zeit ein Zeichen öffentlicher Anerkennung
erhalten. Irgendwann waren fünf Jahre gemeinnützige Arbeit gegen 'höhere
Mächte und Interessen' genug.
Was bleibt?
Isolation als persönlicher Preis, sich für Toleranz zu
engagieren?
B laustelle
Man vergleiche dies mit dem obigen Zeitungsbericht, die ähnlich einer Fahnundungsanzeige wirken: "Walter Koppe
attackiert Landkreisbibliothekar".
Verfasst von einer
SZ-Redakteurin, die ich zuvor nie gesehen hatte und die mich zuvor
nie gesehen hat. Pünktlich und wie miteinander abgesprochen tauchten damals gemeinsam mit ihr Personen auf, die sich
sonst nie oder selten zum Literatentreff einfanden: neben Olav Eberhard (dem
künftigem Landkreisbibliothekar im Erdinger Gymnasium) und Albert Siegl (Stadtschreiber der
Stadt Erding). Das einzige Motiv des Zweiteren damals im Lohn der Stadt Erding
stehenden: den Angreifer zu bestätigen - Übrigens
war Thom Delißen damals nur körperlich anwesend, und ansonsten
"blau".
Wieso also hatte sich der Landkreisbibliothekar gerade dieses Treffen
ausgesucht, und gleich noch die Redaktion der SZ mit im Schlepptau? Hätte er angekündigt,
innerhalb dieses Treffens Fragen zu stellen, hätte ich mich vorbereiten und ihn
mit Unterlagen versorgen können.
Aber es ging an diesem Abend nicht um die Klärung irgendwelcher
Sachverhalte, sonst hätte er mein Angebot angenommen, und wir hätten dem ganzen irgendwann
ein Ende gemacht, uns hinterher in aller Ruhe auszutauschen. Darauf ging er
aber nicht ein,
weil es ausschließlich darum ging, mich innerhalb eines öffentlichen Literatentreffens an den Pranger
zu stellen.
Nicht ich griff Herrn Eberhard an, sondern er griff dieses Treffen an. Er war
es, der dieses Forum missbrauchte, ständig die selben Anschuldigungen
wiederholte. Ich wies die meisten zurück, in bedächtiger Art, bat wiederholt um einen geeigneteren Termin, um
die Punkte zu klären. Doch umsonst. Er machte weiter, bis zum bitteren Ende des Treffens.
Und die Redakteurin macht mich zum Angreifer?
Das Ziel?
Hinterher verließen einige Autoren und Mitglieder des Kreises für immer den Literatentreff. Es
hätte nicht viel gefehlt, dann wäre das Ende des Erdinger Literatentreff schon
damals endgültig gewesen.
Hätten die eigentlichen Akteure ihr Ziel damit erreicht?
Vielleicht gelte ich für Redakteure auch als "Vogelfrei"; als
Spielball, an dem man sich versuchen kann, ohne großem Risiko ausgeliefert zu
sein.
Stichpunkt ehrenamtliche Tätigkeit.
Die Diskussion ist nicht neu, aber sie bleibt hoch aktuell.
Man könnte meinen, diese Frage sollte auch in Kommunen wie Erding einmal
thematisiert und aktiv gestellt werden, damit auch die Presse beschäftigen, indem man
z. B. Vertreter ehrenamtlicher Tätigkeit einlädt - oder zu Motiven, zur Idee,
Philosophie, oder ganz praktisch zu Sinn und Zweck etwas weitergeben könnten.
Der Erdinger Literatentreff existierte am Ende etwa fünf Jahre. In all dieser Zeit hat es dergleichen
aber nie gegeben!
Kann es sein, dass sich ein bestimmter Ruf herumspricht, gerade weil es gar kein
Interesse gibt, bestimmte Projekte und Personen zu hinterfragen - um auf diese
Weise gar keine
Möglichkeit zu erhalten, etwas vom eigenen Engagement nach außen zu tragen?
Das was das Konzept des Literatentreff auszeichnete, etwa ein Forum des Austausches
zwischen Alt und Jung zu sein -selten genug - das gelangte nie in die
Öffentlichkeit!
Dieses Motiv stand auch für die Idee eines Initiative Kultur- und Bürgerhaus.
Im Jahr 2002 gaben wir als Erdinger Literatentreff ein vollständiges Konzept inkl. Finanzplan ans Rathaus
und sämtliche 40 Stadträte weiter, nannten als Standort das damals leer stehende ehem. Postgebäude am Bahnhof,
und fanden schnell eine ganze Menge Unterstützer. Wie kann es sein, dass es von Seiten der Stadt
darauf nie eine Antwort gab - stattdessen die
Schlagzeile in der Presse dann lautete: "Planungen ohne den
Hausherrn"?
Bis in den Winter 2000 hinein wurden Vertreter von
Vereinen der Stadt Erding
zum jährlichen Eisstockturnier eingeladen. Nachdem der Erdinger Literatentreff als
Verein eingetragen war, war diese Tradition abrupt beendet. Gab es
solche Einladungen bis dahin nicht auch fürs Erdinger Volksfest? Wurden
Vertreter des kulturellen Lebens zuvor nicht auch zur
Kulturpreisverleihung eingeladen? ...
Jemand, der rechtlich nicht existiert, lässt sich auch recht
gefahrlos "aufspießen"
SZ vom 22.02.2003
Die eigentlich interessanten Frage lautet einerseits: was sind die
Gründe für diesen Status?
Die spannendste Frage gilt die Frage nach den Kräften dahinter!
Gefährliche Fragen, weil die Netze nichtöffentlich und damit kaum durchschaubar
sind. Wären die Antworten nicht grad aus diesem Grund umso
wichtiger?
Vielleicht ist es manchem nicht ganz klar, aber es geht hier genau um die
wesentlichsten Fragen bezüglich Demokratie!
Wer informiert - oder manipuliert uns? Was sind die Motive? Das reicht bis zu:
Was sind die Motive der Medien? und welche Netze stecken dahinter?
Was ist der Grund dafür, dass Sebastian Henrich, Erdings Stadtbaumeister, während
eines Gesprächs zum Thema Kultur- und Bürgerhaus in der ehem. Post im
Jahr 2002 an mich weitergab: "Der Erdinger Literatentreff hat einen schlechten
Ruf". Ich als Vorsitzender des Vereins und Hauptbetroffener war damals zu
überrascht um nachzufragen, gab dann nur zur Antwort, dass es noch andere
Institutionen gibt, die die Idee eines Kultur- und Bürgerhaus unterstützen.
Die Geschichte mit dem "Ruf".
Sollte die Frage nicht anders herum
gestellt werden: Wieso hatte der Erdinger Literatentreff diesen schlechten Ruf.
Aus welcher Motivation hat man dem "Erdinger
Literatentreff" diesen schlechten Ruf gegeben?
War der einfache Grund etwa: dessen Vorschlag nach einem Kultur- und Bürgerhaus
nicht ernst nehmen zu müssen?
Kann es ein Trost sein, dass selbst ein Berthold Brecht
in seiner Heimatstadt Augsburg einen schlechten Ruf hatte?
Doch dann fragte ich mich, ob das Verhältnis zur Presse
vielleicht auch mit diesem Aspekt zu tun hat? "Liebe Presse, lasst uns da oben
mit wirklich kritischem Hinterfragen in Ruhe. Das ist doch viel zu unbequem. Hier habt ihr statt uns jemanden, aus dem ihr
Schlagzeilen machen könnt!
Übrigens wurde auch zum Artikel rechts nie eine Gegendarstellung
veröffentlicht. Diese findet sich dafür hier.
Übrigens wurde SZ-Redakteur Christian Wanninger wenige Monate nach dem
Artikel Nachfolger von Herrn Pech im Rathaus der Stadt Erding (Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) - wurde damit wiederum auch
zuständig für Erdings Internet-Plattform der Fa. Wildcat, siehe hier
Wanninger wurde Kraft dieses Amtes auch zuständig für Aktivitäten der
lokalen Agenda, und damit williger Block gegen den Schwerpunkt des eigenen
Engagements. So wurde das Projekt MiFaZ weder über Stadt noch lokaler
Agenda thematisiert - als Beispiel die Ausstellung der lokalen Agenda inkl.
"Eisblockwette", Info zu Car-Sharing, ... im Juli 2007.
Als ich damals, ganz zu Beginn meiner Rückkehr in meine Heimatstadt
Erding vor einer Kooperation mit der Raiffeisenbank stand - richtig,
die
Geschichte oben - HIER
- suchte ich ganz dringend nach Kooperationspartnern, bzw. die
Möglichkeit, die Entwicklung eines ganz bestimmtes Projekt vorfinanzieren zu
können.
Bereits damals hatte ich auch das Konzept der MIFAZ, einer
intelligenten lokalen Mitfahrzentrale per Internet, weiterzugeben versucht, mit dem
ich mich schon im Dez. 1999 beim "Münchner Business-Plan-Wettbewerb
beteiligte.
Meine Idee (ich war damals ohne Arbeit und ohne finanzielle Mittel),
die Entwicklung der MIFAZ mit Hilfe meines Einkommens oder auch als
Finanzier oder direkter Beteiligter entwickeln zu können, war damit
gestorben und das Konzept lag danach Jahre auf Eis.
2000 war die MiFaZ doch in einer ersten Version (als inoffizielle Plattform für
den Lkr. Erding) im Einsatz. Nach den ersten Presseberichten rief mich auch Pia
Novak an. Ich war
mit der Redakteurin von Radio Hitwelle befreundet, entsprechend locker verlief
das Gespräch - bis zu dem Augenblick, als sie laut aufschrie, dann schluchzte
und mir als Begründung erzählte: ein Kollege des Hitwelle-Teams habe ihr eben
einen lauten Pfeifton in den Kopfhörer gejagt. Das Interview war damit beendet
und wurde nie gesendet. Gleichzeitig war dies Pia's letzter Arbeitstag beim
Sender, der der Stadt Erding gehört.
Als das Konzept im Spätsommer 2004 endlich zum Großteil umgesetzt war,
war sie immer noch die intelligenteste Mitfahrzentrale, und ist inzwischen in
einem guten Dutzend Kommunen erfolgreich im Einsatz. Siehe www.mifaz.de
Als ich im Spätherbst 2004 per email auch die rund 40 Vertreter der
Stadt Erding bezüglich der MIFAZ anschreibe, erhalte ich keine einzige
Antwort! - weder von Vertretern von UWE und CSU, auch nicht von SPD,
Grünen oder ödp!
Dies ändert sich erst im Sommer 2006, als der Stadtrat Erdings einstimmig den
Beitritt am Netz beschließt - als 87ste
Kommune gut 5 Jahre nach Projektstart. Stillschweigend, ohne Pressetermin noch
offizieller Bekanntmachung.
Woraus besteht diese Stadt eigentlich? Welche Chemie oder Physik steckt
dahinter, oder hält sie zusammen? Welche Motive? Was würde passiert,
wenn es einer tatsächlich wagen würde aufzumucken?
Das Thema Mobbing ist ein recht aktuelles Thema. Gilt das auch innerhalb
bestimmter Einrichtungen? Gelten bestimmte Handlungsbezüge auch intern?
als versteckte Drohung etwa: "Wer Internas ausplaudert, der ..."
Zurück zur SZ: Immerhin brachte die SZ letztens einen interessanten
Artikel, gab unten eine Webseite an: www.gemeinsam-gegen-mobbing.de - Wie
gut doch, dass es unsere SZ gibt!
Noch mal. Ich bin Idealist und verfolgte recht edle Motive - bei der MIFAZ genauso
wie als Initiator des
Erdinger Literatentreff - und das gilt auch heute noch.
Deshalb schritt ich 2003 gegen Delißen ein, als sich dieser unter Einfluss von Drogen zum
Vorsitzenden erklärte, z. B. Vize-Landrat Gotz angriff, und auch noch einen
Bestätigungs-Leserbrief seiner Lebensgefährtin (unten) nachschob.
Das alles ohne Rücksprache, aber im Namen des Erdinger Literatentreff!
Da Delißen gegenüber Gotz nichts zurücknahm und Böhmer-Rawas und Neri
deshalb mit Austritt drohten,
versuchte ich zu schlichten und mich bei Gotz zu entschuldigen.
Da stellte sich aber unser SZ-Redakteur auf Delißens Seite, und er riskierte die Trennung.
Die ganze Geschichte findet man hier.
Ich würde heute wahrscheinlich ähnlich handeln wie damals, mir hat bis heute auch niemand Fehler genannt.
Überrascht hat mich allerdings, auf welche Art sich damals die Politik eingemischt hat.
So wurde die Situation zwischen Delißen und mir zum Spielball der Lokalpresse, vor allem
die der Erdinger SZ; inkl. Personen, die diese Situation erst forcierten, um
darin ihr eigenes Süppchen zu kochen. Die wahren Hintergründe hatten sie nie
interessiert!
Im Januar 2005 stellt sich die 2. Bürgermeisterin der Stadt Erding,
CSU, offiziell
ans Steuer,
übernimmt die Schirmherrschaft einer Veranstaltung, von Delißen und Co organisiert.
Zunächst nicht verwunderlich, dass Leute darauf hereinfallen, noch dazu für einen "guten" Zweck.
Doch immerhin schließt sich auf diese Weise der Kreis. Stadt, Delißen und SZ
(denn natürlich ist Peter B. Heim mit dabei) spielen zum ersten Mal mit offenen Karten. Am Ende des Romans klärt sich
vieles auf.
Zurück zu den eigenen Idealen und Motiven.
Ich habe auch weiterhin keine Hemmnisse, diese weiterzugeben.
- die Hemmnisse und Geheimniskrämereien liegen auf der anderen Seite - was die eigene Situation
stärkt.
Ähnlich wie die Motive beim Literatentreff lagen sie bei der MIFAZ, oder bei anderen Projekten, wie
www.xED.de.
Über diese Web-Adresse ging es mir darum, soziale,
ökologische und sehr basisdemokratischer Ideen umzusetzen - so wie bei MIFAZ
oder Literatentreff.
Von 1993 bis 1999 studierte ich in Wismar Architektur. Als Initiator
und Vereinsvorsitzender des gemeinnützig anerkannten Projekts Brutto e.
V. gewann unser Verein 1999 den ersten Preis im bundesdeutschen
Innovationspreises der Münchner Anstiftung. Siehe hier.
Leider überzog ich durch
dieses Engagement die Regelstudienzeit. Nachdem das bafög gestrichen
wurde, zog ich kurz vor dem Diplom zurück nach Erding. In Erding ging ich fast unter,
verlor schließlich den Kontakt nach
Wismar, zu Professoren, zu Freunden, wurde am Ende exmatrikuliert.
Die letzten Jahre (arbeitslos, ohne Sozialhilfe) waren nicht leicht - dass mich vielleicht grad dadurch einige Leute unterschätzt haben, ist nicht mein
Problem...
Jedenfalls, grade weil ich stets die Kooperation und das Gespräch suchte (zuvor in
Wismar hatte ich damit sehr gute Erfahrungen gemacht (Vizebürgermeister Beyer
gehörte zu unseren Unterstützern), versuchte ich das selbe in Erding und
sprach deshalb bei Vizebürgermeisterin Solanek vor, später bei Günther
Pech). Um so unerklärlicher waren mir damals all die Hindernisse in Erding. Anstatt einer Reaktion gab es eine einzige Wand des Schweigens,
und ich verstehe das bis heute kaum.
Es widerstrebt mir, andere zu schaden. Bei Meinungsverschiedenheiten
suche ich gerne den Kompromiss. Allerdings soll es auch einen freien
Wettbewerb unterschiedlicher Anschauungen und Ideen geben, weil wir unserer
Gesellschaft die besten Wege schuldig sind.
Wenn ich auf solchen Wegen ein Vorbild habe, dann ist das mein
Großvater Hans Schmidmayer.
Dieser war 16 Jahre (1948 - 1964) Bürgermeister von
Erding. Er ist sowohl Vorbild, was seine Verantwortung andern gegenüber
betrifft, seine politische Einstellung, etwa die Sensiblität bezüglich
sozialen Fragen - und er war dafür sehr angesehen. Andererseits hatte
er selbst als Vertreter der SPD mit der Nazizeit zuvor die schlimmste
aller Zeiten überstanden. Ich möchte nun zwar die Zeiten nicht
miteinander vergleichen, auch weis ich nicht, ob ich mich mit der Person vergleichen
kann - trotzdem ist er für mich natürlich auch ein Vorbild grad in Zeiten
des Gegenwinds. Und damit macht er mir zugleich Mut. Er hat den
Gegenwind gut überstanden, und ich werde ihn hoffentlich auch überstehn!
Opa Schmidmayer, weist Du wie wichtig mir heute Dein Rat wäre?
Die Verwandtschaft Schmidmayer:
Ich gebrauchte den Namens meines lokal berühmten und geachteten Großvaters
selten. Wenn, dann hatte das mit der Suche nach den eigenen Wurzeln zu tun, auch
weil ich ihn selbst noch recht bewusst erlebt habe.
Ich denke, ein Großteil
meines gesellschaftspolitischen Selbstverständnisses kommt tatsächlich von dieser
Person, und von der Art, die er ausstrahlte. In dieser Geschichte
habe ich meine eigene Erinnerungen zusammengefasst.
Um so befremdlicher sind meine Erfahrungen seit dem Tod meiner
Großeltern, was die Seite der Verwandtschaftslinie betrifft. Innerhalb
kürzester Zeit rissen alle Kontakte. Was bis dahin selbstverständlich war, dass das große Haus allen Kindern und Enkeln offen stand,
hatte sein
plötzliches Ende gefunden. Es war mir damals unbegreiflich, und bis heute
fällt es mir schwer, das zu verstehen.
Als
ich mich für die Geschichte meiner Großeltern interessierte, deshalb
nach meiner Rückkehr aus Wismar im Jahr 2000 am Wohnhaus meiner Großeltern klingelte, erhielt ich aus dem Fenster
über mir nur die kurze Antwort meines Onkels Schmidmayer: "Wir haben nichts. Es gibt keine Unterlagen
mehr." - Ende des Gesprächs. Ich konnte kaum etwas entgegnen, als sich das Fenster
bereits wieder geschlossen hatte.
Ein ähnlich kurzes Zufallstreffen mit meinem Cousin Schmidmayer jun jun kurz
darauf vor dem ehemalig Spielzeugladen meines Opas am Kleinen
Platz, damals Reisebüro (heute Gastronomiebetrieb). Er kam gerade aus der Tür, hatte
offensichtlich eine Unterredung mit dem Mieter. Der Kontakt verlief etwa so:
"Hallo, wie geht's? Gut, und selber? Gut, Servus".
Als ich meinen Cousin damals traf, hatte ich kurz zuvor das Architekturstudium
aufgegeben - hatte bereits das Diplomthema als mir das Bafög gestrichen wurde,
ich war ohne Arbeit und nicht einmal krankenversichert.
Welche Motive gibt es für einen bestimmten Umgang?
Welche Motive gibt es für einen menschlichen Umgang in unserer
Gesellschaft?
Gibt es Gründe, nach Motiven zu suchen, die jemanden erst zum Versager
erklären, um hinterher wiederum auch mit sich selbst entsprechend umgehen zu
können und mit sich im Reinen zu sein? Als Schutzmotiv für eigenes Tun. Unter dem Motto:
Ich hab es ja schon immer gewusst (weil ich es so wollte). Dieser oder jener hat er es
ja auch nicht anders verdient.
Andererseits - Grad in einer konservativen Gegend ist nichts schlimmer als seine
Vorurteile aufgeben zu müssen. Das wär ja fast wie Revolution - auch wenn
nur eine im eigenem Geist.
.
Feuerwehrkommandant per Erbrecht, SPD-Mitglied per Erbrecht, Millionär per
Erbrecht, ...
Im Januar 2008 entwickelte sich die nächste
bizarre Geschichte:
Über die Hintergründe einer Inszenierung
(Details per Link)
- welch Zufall, dass der obige Artikel gerade am wichtigsten Tag unseres
Info-Standes erschien, an dem unsere "Alternative Linke Liste Erding -
ALLE" die entscheidende Unterschriftenaktion für die Zulassung zur
Stadtratswahl veranstaltete. Am Ende verpassten wir diese mit 113 von 215 nötigen
Unterschriften.
- Es gab übrigens weder eine eigene Darstellung zur obigen Sachlage, noch einen Bericht
über die Ziele von ALLE, erst recht nicht über den Spitzenkandidaten Walter Koppe. Die meisten Erdinger
haben nie erfahren, dass eine Liste ALLE zur Stadtratswahl antreten will.
Das Beispiel MIFAZ zeigt: Es ist zu schaffen, es kostet allerdings eine
Menge Kraft, eine Menge Zeit und Geld. Vielleicht wären wir ein Jahr früher in
der Entwicklung oder wir wären ein Jahr weiter, wenn ich in Erding ehrliche Partner anstatt
Feindschaft angetroffen hätte? Natürlich gibt es auch im Bereich des
Mitfahrorganisierens einen Wettbewerb unterschiedlicher Anbieter.
Seit kurzem plant man in Österreich mit Unterstützung des
Verkehrsministeriums das, was bei uns zu großen Teilen über die Kartenfunktion
seit August 2004 bereits funktioniert. Sollen wir nun noch Zeit und Geld in die Weiterentwicklung
unserer, derzeit wohl intelligentesten Mitfahrzentrale investieren,
wenn diese demnächst von einer Entwicklergruppe überrollt wird, die
anstatt Gegenwind allen erdenklichen Rückenwind erfährt?
In der Erdinger SZ geschah dazu folgendes:
Die Kartenfunktion sollte ursprünglich zum Jahreswechsel 2004 eingebaut
sein. Zuvor wollte ich das Projekt über die Presse im Landkreis Erding
vorstellen, um auf diese Weise auch die Resonanz der Kommunen zu erfahren -
bei einer guten Presse vielleicht auch die Unterstützung der lokalen Agenda
usw.
Als ich der Redaktion der Erdinger SZ im Herbst 2003 das Konzept
der Kartenfunktion weitergebe, erklärt sich die Redakteurin nach 10
Minuten des Zuhörens für nicht zuständig. Die zweite Redakteurin hört gut 20
Minuten zu, stellt eifrig Fragen, macht Notizen. Tags darauf erfahre ich auf
meine telefonische Nachfrage, dass auch diese wegen ihres Urlaubs nun doch
nicht zum Bericht käme. Also kümmert sich einige Tage darauf die dritte
Redakteurin darum. Diesmal sitze ich 50 Minuten am Redaktionstisch.
Das Ergebnis: Eine Woche später lese ich in der Erdinger SZ ein
Interview mit dem Anbieter einer lokalen Mitfahrzentrale aus Haag.
Ohne Werbung keine Reaktionen. Das weitere Vorgehen war blockiert. Wieder ging Zeit verloren.
Auch Motivation. Erst nach einiger Zeit fanden wir Möglichkeiten außerhalb. Auch nachdem wir bereits mit einem guten Dutzend
von Kommunen kooperierten (diese teilweise über die erste Seite ihrer off.
Homepage einsetzten, war keine einzige aus dem Lkr. Erding dabei.
Politiker reden in Sonntagsreden gern davon, wie wichtig innovative
Potentiale sind, sie reden auch davon wie wichtig Bürgerengagement ist,
aber an den Wochentagen drehen unzählige kleine Provinzpolitiker die
Uhren in die Gegenrichtung, weil sie ihnen besser paßt, und auch der Slogan einer Bank "Wir machen den
Weg frei!" bekommt da eine bizarre doppelte Bedeutung.
Bevor ich Erding zum ersten Mal in Richtung Franken verließ (in den
'80ern lebte ich Jahre in LIF, FO, CO, BT, WÜ), galt ich als
introvertiert. Ich vermutete schon, dass das vor allem mit meiner Lebensgeschichte
und weniger mit meinem wirklichem Ich zu tun hat. Die Geschichte meiner
Kindheit und Jugend ist traurig genug, faszinierend sind dann die Chancen,
um eigene und schließlich gegenteilige Erfahrungen zu machen. Für mich war dazu eine andere
Umgebung wichtig.
Tatsächlich dauerte es einige Jahre, bis sich mein Leben allmählich neu
sortierte. Eine Freundin aus dieser Zeit beschrieb mich als
extrovertiert. Das war auch in HWI (Wismar) ähnlich. Nachdem ich von dort nach
Erding zurückkehrte, war ich noch voll von dieser Energie, auch Idealismus.
Ich habe etwas gegen die
Bezeichnung "Unten" und "Oben" wenn es um Menschen geht, aber damals ließ ich
mich in Gespräche mit jedem ein. Angenommen haben das vor allem jene
Leute, die am unterem Rand der Gesellschaft stehen. Ich hatte in der
Fremde keine schlechten Erfahrungen damit gemacht. Es gehörte zum
gemeinnützigen Projekt Brutto e. V. und mein Engagement wurde
anerkannt.
Ich spürte zu spät, dass die Situation in Erding eine andere ist.
Irgendwann kam es mir so vor, dass die gesellschaftlich relevanten Kreise
hier sagen: "Schaut euch nur mal an, mit welchen Leuten der verkehrt".
Damit wurde meine grundsätzliche gutmütige Offenheit und Solidarität
samt dem Vorbild meines Großvaters Schmidmayer mit meiner Person
verwechselt: Wenn jemand mit solchen Leuten redet, dann ist er auch einer von
denen - und keiner von uns! Ich wurde damit in die selbe unterste
Schublade gesteckt.
Wie gesagt, ich habe eine Abneigung gegen dieses Schubladendenken; schon allein
auch, weil
es statisch ist, kein Nachfragen und keine eigene Entwicklungen fördert. Deshalb bemühte ich mich ja um
Offenheit, aber ich sah eben viel zu spät dieses Problem.
Irgendwann spürte ich auch, dass ich nicht mehr die Kraft hatte, solche
Kontakte weiter zu führen. Natürlich kosten gerade diese Kontakte die meiste Kraft. Aber
wenn diese verbraucht ist...?
In all den Jahren in Erding ist mir sehr viel Energie und Zeit entzogen
worden. Es ist zuletzt einfach zu viel passiert. Inzwischen fehlt mir
häufig die Kraft zur Selbstorganisation, die Kraft um Ordnung zu
schaffen. Diese Entwicklung macht mir Angst.
Das Konzept des Erdinger Literatentreff
beinhaltete ganz bewusst neben fachlich qualitativen Aspekten auch das Öffnen
geschlossener Systeme; etwa zwischen Jung und Alt, zwischen Hobby- und
Profiautor. Am deutlichsten wurde das bei den wiederholt stattgefundenen Treffen
in der Forensischen Klinik im Bezirkskrankenhaus Taufkirchen. Fenster der
Kommunikation zwischen Drinnen und Draußen wurden geschaffen. Das Fördern
eigener Kreativität hatte das Ergebnis, dass die Patientinnen zu eigenen Texten
animiert wurden, diese vortrugen und Anerkennung fanden, um schließlich mit der
"Emotions" eine eigene Zeitschrift schufen. Mir ging es beim
Literatentreff stets um Möglichkeiten inneren Wachstums zu finden, und zwar
durch ein Sich Öffnen.
Pia Novak ist Redakteurin, und war im Jahr 2001
bei Radio Hitwelle beschäftigt. Nachdem es erste Presseberichte zur MIFAZ gab,
wollte sie von mir ein Radiointerview.
Ich kann mich noch gut an die locker-freundschaftliche Atmosphäre erinnern. Pia
stellte Fragen, und ich antwortete. Mitten hinein ein schriller Ton, Pia schreit
laut auf, ... und das Interview war damit zu Ende. Wenige Tage später kündigt Pia
bei Radio Hitwelle (geht zu Pucchini nach Freising).
Technisches Versehen oder Absicht? - Radio
Hitwelle gehört der Stadt Erding. Heute zuständig u. a. ein ehem. SZ-Redakteur
Wanninger.
Der Beitrag
zur MiFaZ bei Radio Hitwelle kam jedenfalls nicht zustande.
Weitere Puzzle-Stücke werden noch eingebaut,
z. B.:
"Neu-Erdings" und Giorgio Zolyniak. Das Ende der geplanten
Erdinger Wochenzeitschrift im Rathaus?
Festplatte gelöscht, Charly, April, Albrecht und die Anzeige
Innovationspreis der Stadt Erding an ...
Albrecht
Albert Sigl spricht mich bei der Vernissage des
KVE im Herbst 2002 an: "Bist Du naiv?"
meine Antwort: "Ja - Vielleicht hilft das.
Etwas mehr Offenheit würde uns allen gut tun"
Sigl dreht sich um und verschwindet.
Am
18.01.2004 berichte ich als Redakteur des Erdinger Anzeiger über Sigls Lesung im Knirschvogelhaus
(hier der Bericht). Interessant fand
ich dabei vor allem den Sigl-Text "Uwe und Harry", in der er
über eine aus zwei
Personen bestehende Kleinkunstbühne erzählt, zu der man sich bei reichlich Alkohol
gegenseitig Texte vorträgt - eine Karikatur des Literatentreff?
Erika Beil auf Nachfrage von Sibylle B-R: "Walter
Koppe, das
ist doch der falsche Enkel" - ?
Der Kulturpreis der Stadt Erding, Pressebericht
und mögliche Auswirkungen (Sattelmeier, Sparakowski, ...)
Vorgeschichtliches:
Der Unterschied der Grünen Erding und Anderswo:
In Lichtenfels organisierte ich Infostände und schrieb Rundbriefe an die
Mitglieder
In Forchheim organisierte ich Veranstaltungen, lud z. B. Franz Leutner von
Tagwerk nach FO ein, um über die ökol. Erzeuger- und Verbrauchergenossenschaft
aus Dorfen zu
referieren. Dabei diente als Einleitung ein Theaterstück des Ottenhofener Werner
Maier ("Ein ganz normales Abendessen"), das ich mit Grünen
Mitgliedern einspielte.
Danach verfasste ich den folgenden Pressebericht (dieser öffnet sich per Klick
auf die Titelüberschrift):
.. wurde Nr. 4 bei den Kommunalwahlen des Grünen KV im Lkr. Forchheim
rechts am Infostand
Zurück in Erding war ich dagegen grad mal als
Plakat-Kleber oder zum Aufbauen von Froschzäunen zu gebrauchen.
Eigene
Erfahrungen, etwa bezüglich der MiFaZ, verliefen bizarr. (unbedingt
beschreiben!!!)
Die Erdinger Grünen als Umweltpartei? - Nein danke!
Die JU erhält ministerielles Lob - für meine
eigene Idee
- und wird aus diesem Grund im nächsten Moment auch schon wieder uninteressant
Alt
- Neu: Marienkirchturm-Anbau (1994) - beste Arbeit des
Jahrgangs A93 Alt
- Neu: Solargebäude in Bezug zu ehem. Klostergebäude in Bad Doberan (1998) -
beste Arbeit des Jahrgangs A93 Solargebäude
im Mühlenteich zu Wismar: ökol. und städtebauliche Belange (nur
Anfangsstadium)
historische Randstücke:
Leonhard Koppe, ein Vorfahre, der vor 500 Jahren
lebte, war als Stadtrat von Dolzig ein wichtiger Vertrauter des großen
Reformators Martin Luthers. Am
06.04.1523 befreit Koppe 12 Jungfrauen aus dem Kloster Marienthron, darunter Katharina von Bora,
Luthers künftige Frau und ganz wichtige Vertraute (siehe hier).
Tante Gudrun Everett (-Koppe) veröffentlicht 2006
in den USA ihr autobiographisches Buch:
"I can't forget" über
die Vertreibung aus Ostdeutschland, und ihre Flucht von Dolzig bis Erding,
schließlich in die USA.
Adolf Robert Koppe (1893-1958), Großvater
väterlicherseits, erhielt im Ersten Weltkrieg als Mitglied der Schweren
Kavallerie und Leiter des Musik-Korps München das Eiserne Kreuz.
mein Koppe-Großvater, ab 1928 war er
Mitglied der NSDAP im Sächsischen Abgeordnetenhaus
John Steinbeck: “Menschliche Eigenschaften wie Güte, Großzügigkeit,
Offenheit, Ehrlichkeit, Verständnis und Gefühl sind in unserer Gesellschaft
Symptome des Versagens. Dagegen sind Gerissenheit, Habgier, Gewinnsucht,
Gemeinheit und Egoismus Merkmale des Erfolges."