zum urpsrünglich hier aufrufbaren Bericht: "Besuch von Innennimister Herrmann in Erding": HIER

Von wegen Jobmaschine
- wie Billiglohn und Leiharbeit den Weg zur 3. Start- und Landebahn
ebnen soll

 

Die FMG ist stolz auf Preise für optimales Einbinden und "gutem persönlichen Kontakt" zu regionalen Journalisten, um einerseits in möglichst großen Lettern Wachstumsprognosen zu launcieren, auf der anderen Seiten aber möglichst keine kritischen Nachfragen zur Arbeitsmarktpolitik zu stellen, auf deren Basis die sog. Erfolge erst möglich werden.

Vielleicht recherchieren deshalb kaum Redakteure, wenn FMG-Vorstand Nr. 1 (Kerkloh) den Billiglohn als Übel der EU bedauert: "Am Boden rührt sich was", während FMG-Vorstand Nr. 2 (Vill) stolz seine eigene Rolle als Lobbyist in der EU herausstellt, nämlich in Bezug zur Liberalisierung des Arbeitsmarkts: "MUC hat Ansehen gewonnen!"

links oben: FMG-Vorstand 1 (Kerkloh): "Die FMG sieht sich zu diesem Schritt gezwungen"

rechts oben: FMG Vorstand 2 (Vill) ist stolz auf seine Lobbyarbeit, um "die Regeln im Arbeitsrecht zu liberalisieren"
und "beim Wettbewerb bei den Bodenverkehrsdiensten positive Ergebnisse" zu erzielen.

Ob Redakteure gerade aufgrund der "guten Pressearbeit" nicht über krankheits- bzw. unfallbedingte Fehlzeiten von 18% (Feb. 2009) berichten?
oder von Extrem-Schichtarbeiten mit bis zu 12 Arbeitstagen hintereinander (unten für einen Beschäftigten bei mucground), oder sieben Arbeitstage in Folge beginnend ab 4 Uhr früh.

 

Nachdem die Beschäftigten der FMG-Billigtochter MucGround, in welcher vorwiegend Leiharbeiter beschäftigt sind, nach langem Kampf Betriebsratswahlen durchsetzen, wird "ARM trotz Arbeit" die stärkste Liste.

Kurz darauf zeigte die Geschäftsführung, wie schnell man sich des eben gewählten BR-Vorsitzenden auch wieder entledigt, nämlich durch Kündigung
Beim BVD gehört die Kündigung als Drohpotential längst zur Strategie gegen sich kritisch äußernde Beschäftigte.

Manipulationen, z.B. von Betriebsratswahlen der FMG zugunsten der arbeitgeberfreundlichen christlichen Gewerkschaft wurden 2009 aktenkundig, als das Bundesarbeitsgerichts die Entscheidung des bayrischen Landesgerichts aufhob, und den Wahlvorstand dazu verpflichtete, "unverzüglich Betriebsratswahlen" zu ermöglichen. 

Auch eine Panorama-Sendung der ARD war die Arbeitsmarktpolitik der FMG bereits 2009 einen Beitrag wert - für Seehofer als obersten FMG-Verantwortlicher ist dies allerdings nur ein "Randproblem".
  siehe: http://www.erding-life.de/xed//panorama.html.

sinkende Reallöhne am Airport  =  billigeres Fliegen  =  steigende Nachfrage  =  3. Start- und Landebahn

Doch dies ist eine Politik, die Flugzahlen nur kurzfristig noch oben steigen lässt, denn wenn die Reallöhne insgesamt sinken, sinken die Flugzahlen auch wieder. 
Welche Folgen hat es eigentlich gesamtgesellschaftlich gesehen, wenn sich Rendite mehr rentiert als Arbeit?
Wie kann es sein, dass immer noch steigende Lebenserwartungen prognostiziert werden, wenn doch bekannt ist, dass sich Löhne sowie Arbeits- und Sozialbedingungen längst im Sinkflug befinden?
Die Sterbezahlen der Lebensversicherer zeigen jedenfalls nie die aktuelle Entwicklung, sondern sind vor allem Ergebnis der Arbeits- und Sozialwelt vor 20 bis 30 Jahren, als sich diese Bedingungen noch verbesserten.
Ist es einmal mehr nur eine Lobby, nämlich die der Versicherungen, um über die Politik einfach Riesterrente & Co besser verkaufen zu können?

Pressearbeit ist spitze
- als Hofberichterstatter einer bestimmten Politik

Der wichtigste Lokalredakteur der FMG hat zu seinem Abschied Kuchen einer ganz bestimmten Partei

Die CSU-Torte passte hier gut zum Abschied. 

... z.B. für Meinungsmache gegen demokratische Mitbestimmung

Ob dem Redakteur der Erdinger Zeitung im April 2007 aufgefallen ist, dass den Beschäftigten (in nettem rosa) kaum etwas anderes übrig blieb als sich für ein Gruppenfoto zur Verfügung zu stellen?
sich selbst instrumentalisiert gegen die Mitbestimmung, aber "bitte recht freundlich"

Welch Zufall: 2009 wurde das Wort "Betriebsratsverseucht" zum Unwort des Jahres gewählt, nachdem es erstmals in der ARD-Panorama-Sendung Monitor gebraucht wurde, in welche der Mitarbeiter einer Baumarktkette diesen Begriff verwendeten.

Welch Zufall auch: dass selbiger Redakteur im Mai 2006 gegen die ver.di-Liste zur Betriebsratswahl am Münchner Flughafen aktiv wurde - im Sinn einer gewissen Politik durchaus erfolgreich !

So ließ die Liste der sog. "christlichen Gewerkschaft" als Hauptkonkurrent der ver.di-Liste im Wahlkampf massiv die Wände in Aufenthaltsräumen mit Berichten eines ganz bestimmten Redakteurs bekleben.
Die Schlagzeile hieß: "Graßl lässt sich nicht mundtot machen". Der Bericht kam im Stil des mutigen Davids (Graßl) gegen den Goliath der ver.di-Liste (Krüger) daher
Nach dem Sieg von Graßl gehörte der Redakteur in dessen Wohnort im nördlichen Erdinger Landkreis zu dessen ersten Gratulanten, der den neuen BR-Vorsitzenden interviewte - Motto: "die fetten Zeiten für die Beschäftigten sind vorbei!". 
Als ver.di danach gegen Unregelmäßigkeiten im Wahlkampf klagte, war der selbe Redakteur meilenweit von Schlagzeilen entfernt wie: "Krüger lässt sich nicht mundtot machen"
statt dessen titelte dieser nun: 
"Ohne Klage geht die Kuh (Krüger) nicht vom Eis", um seine Meinung im nebenstehendem Kommentar: "Ins Abseits manövriert" nochmal selbst zu bestätigten 

- in der Wortwahl logisch angemessen: "Amtsgericht schmettert Klage ab!".

 näheres zur BR-Wahl 2006 - hier-

Als das Bundesgericht Ende 2008 urteilte: "Neuwahlen !"
war der Redakteur plötzlich sehr sprach- und zeilenlos geworden.

 

verwandtes Thema: www.erding-life.de/xed/mediendemokratie.html