Berglern Bockhorn Buch a. B. DORFEN Eitting E R D I N G Finsing Forstern Fraunberg
Hohenpolding Inning Isen Kirchberg Langenpreising Lengdorf Moosinning Neuching Oberding
Ottenhofen Pastetten St.Wolfgang Steinkirchen Taufkirchen Walpertskirchen Wartenberg Wörth [Karte]

Am 17.03. fanden in Wartenberg und Buch a. B. Stichwahlen um die Posten der neuen Bürgermeister statt:
Dabei handelte es sich um für Stichwahlen durchaus typische Situationen, denn in beiden Gemeinden geht es um den Erbstreit als Rathausnachfolger; und in beiden Gemeinden treten Kandidaten von CSU und FW gegeneinander an.
In Wartenberg gewann Walter Rost (CSU) gegen Peter Schickinger (FW) mit 59,8 : 40,2 %.
In Buch a. Buchrain gewann Ferdinand Geisberger (CSU) gegen Michael Rappold (FW) mit 52,4 : 47,6 %.

Wahlergebnisse aus Bayern: www.br-online.de/kommunalwahl


Martin Bayerstorfer

(CSU)

Horst Schmidt

(SPD)

Günther Kuhn

Grüne

Wolfgang Reiter

(ÖDP)
Ergebnisse zu Gemeinde- und Stadtratswahlen, sowie zu den Kreistagswahlen.

Kreistagswahlen:
Die Kandidaten der CSU gewinnen auf Kosten fast aller anderen Parteien und Gruppierungen, legen von 47,1 auf 51,9 % zu, und erreichen mit 32 (29) die absolute Mehrheit der 60 Kreissitze.
Allerdings ist der eigentliche Wahlsieger die Partei der Nichwähler.
Hier ein satirischer Bericht zu deren Wahlparty.

Das genaue Ergebnis:
Kreisratswahl CSU SPD FW Grüne ÖDP Rep FDP
Stimmen 51,9 %
(47,1 %)
15,2 %
(16,0 %)
15,3 %
(17,0 %)
5,8 %
(6,5 %)
4,8 %
(6,0 %)
4,6 %
(5,7 %)
2,3 %
(1,8 %)
Sitze 32
(29)
10
(10)
9
(10)
3
(4)
3
(3)
2
(3)
1
(1)

Gemeinde- und Stadtratswahlen:
In Berglern legten die Kandidaten der CSU gegenüber denen der FW leicht zu (von 51 auf 55 %).
In Bockhorn verloren CSU (von 34 auf 31 %), sowie auch die beiden Ortslisten aus Grünbach und Kirchasch jeweils 3 %. Während die SPD bei 11 % stabil blieb, sind die FW (von 28 auf 37 %) die großen Gewinner.
In Dorfen gibt es keine Gruppierung mehr über 30 %. Sowohl CSU (von 30,3 auf 28,6) wie auch ÜWG (von 18,4 auf 12,4) zerbröckelten weiter; vor allem auf Kosten auch der Neuen Liste (6); aber auch SPD (von 9,9 auf 12,1) und Grüne (von 7,6 auf 9,9) machen Boden gut.
In Erding gewinnt das bürgerlich-konservative Lager weiter hinzu. SPD und Grüne dagegen verlieren. Das Ergebnis: CSU 37,3 (+ 3,6), UWE 30,2 (+ 1,6), SPD 16,9 (-1,5), Grüne 5,6 (-1,0), ÖDP 4,97 (-1,6), Rep 2,6 (-0,6), FDP 2,0 (-0,2)
Sitzverteilung (40 Sitze): CSU: 15; UWE: 13; SPD: 7; Grüne: 2; ÖDP: 2; Rep: 1

In Finsing konnte die SPD leicht zunehmen (von 17,5 auf 19,5 %). CSU und FW-Gemeinschaften pendelten nur leicht.
In Fraunberg verloren die Grünen drei Prozent (von 11 auf 8 %), und bleiben wenige Stimmen hinter der SPD-Liste. Gewinner ist die ÜWG (von 13 auf 20 %)
In Isen geht die Gemeindevertretung mit ähnlichen Sitzverhältnissen in die nächste Wahlperiode. CSU und SPD verlieren geringfügig (37 auf 35, bzw. 12 auf 10) vor allem an die Mittbach-Liste (von 19 auf 22); stark bleiben die FW (33 %).
In Langenpreising verloren CSU und SPD unwesentlich auf Kosten der Wählergemeinschaften Langenpreising und Zustorf.
In Lengdorf nehmen die FW der CSU drei Prozent ab, und ziehen um wenige Stimmen an die CSU/Bürgerblock vorbei (42,5 %). Die SPD-Liste legt auf 15 % zu (+ 2,5)
In Pastetten verloren CSU (von 28,1 auf 25,6), vor allem FWG "Einigkeit" (von 52,5 auf 28,8) und SPD (von 19,3 auf 8,5) auf Kosten der neuen WG Harthofen-Reithofen (23,6), sowie der Bürgernahen Interessengemeinschaft (13,5).
In Taufkirchen gewinnt die CSU hinzu (von 28 auf 36 %). Dahinter überholen die Rep (11,8 auf 13,3) sowohl FW (12,0 auf 11,2) wie SPD (14,1 auf 11,6) knapp; die ÖDP bleibt mit 6,4 % stabil (- 0,2)
In Wartenberg gewannen CSU (von 37 auf 43), SPD (von 20 auf 23) und FDP (neu: 12) auf Kosten von Bürgerblock und FW (von 43 auf 22).

Landrats- und Bürgermeisterwahlen:
Die großen Überraschungen sowohl im Lkr. ED wie in der Stadt Erding blieben aus.
Überraschend aber der Abstand, mit denen sich Bayerstorfer (CSU) auf Anhieb als Nachfolger von Xaver Bauer als nauer Erdinger Landrat durchsetzte.
Landratswahl Bayerstorfer
(CSU)
Schmidt
(SPD)
Kuhn
(Grüne)
Reiter
(ÖDP)
Kellermann
(Rep)
Landkreis Erding 67,9 % 18,5 % 4,2 % 5,6 % 3,9 %

In der Stadt Erding erhält Bauernfeind knapp 60 % der Stimmen. Kronseder (SPD) bleibt unter 10 % hängen, während sich Gotz (CSU) mit knapp 24 % wohl als künftiger zweiter Bürgermeister etablieren konnte. Keine Überraschung für Insider ist das Abschneiden von Bendl (ÖDP), die mit 4,0 % Becker (Grüne) mit 1,7% (1996: 4,1) deutlich überflügeln konnte. Der Abstieg der SPD seit den 60er-Jahren, als Hans Schmidmayer noch 60%-Ergebnisse einfuhr, setzt sich also fort. Und selbst mit dem grünen Kandidaten zusammen sind die 11,6 % in Städten in Deutschland minusrekordverdächtig.
In der Stadt Dorfen setzte sich Sterr (CSU) mit 64,5 % klar gegen seine fünf Mitbewerber durch. Oberhofer (ÜWG), Giller (SPD) und Ermann (Grüne) folgen fast gleichauf mit 11,3, 9,9, bzw. 9,3 %; wobei Ermann deutlich zulegen konnte.
Auch in Taufkirchen gewann der CSU-Amtsinhaber, und konnte seinen Stimmenanteil seit der letzten Wahl deutlich steigern (von 35 auf 63 % jeweils nach dem ersten Wahlgang). Rep-Chef Huber fiel von 26,5 auf 21 %. Während auch die SPD deutlich verlor, steigerte sich ÖDP-Rat Treffler von 8 auf 11 %
Wörth und Moosinning bleiben SPD-regiert. Die Bürgermeister Borgo und Ways setzen sich mit 66 bzw. 58 % klar durch.
Stichwahlen gibt es in Wartenberg, und zwar zwischen Rost (CSU) 46 % und Schickinger (FW) 24,4%. Groh (SPD) 19,4 und Straßberger (FDP) hatten das Nachsehen.

Während die SPD bei den Kommunalwahlen in Bayern deutliche Erfolge in den Großstädten erzielte, war dies auf dem Lande entgegengesetzt. Dafür (Ausnahme Dorfen oder Wörth) war auch die Region Erding ein Beispiel.

Weiteres zur Wahl:

  • www.landkreis-erding.de
  • www.sueddeutsche.de/region
  • Ein Sieger der Kommunalwahl war aber auch xED, die an diesem Wahltag immerhin an die 200 Stimmen erhielt, und damit einen Tagesrekord erzielen konnte;-)