Annemarie Werhazy Zugspitzstr. 21 84405 Dorfen |
Kapelleninnenraum:
Im Jahr 1997 entstand für meine Ausstellung - mit Vorgabe, Bilder berühmter Maler nachzuempfinden bzw. in der eigenen Technik darzustellen - die Gruppe "Leben schenken, Wissen geben, Ruhe finden", nachempfunden nach Michelangelos "Die Erschaffung Adams" aus der Sixtinischen Kapelle.
Das Zentralbild zeigt einen älteren Menschen der einer Gruppe junger Läute den Zeigefinger zustreckt. Dieses Bild hat den Titel "Wissen geben", wobei mit diesem Bild gemeint ist, die Genese der Menschheit. Diese Genese, die ich als ständige Bewegung sehe - lat. Perpetuum mobile - bekannt als utopische Maschine, die ohne Energie zu verbrauchen, dauernd in Bewegung bleibt, ist in den Bildern rundum dargestellt. Das Auf und Ab im Leben eines Menschen, die positiven und negativen Erfahrungen die man macht und der Motor unseres Daseins ist. Das Leben lebenswert macht und uns Weisheit gibt. Um die Bestäöndigkeit der Genese zu ermöglichen muss ALTES "Ruhe findt" (die marmorierte Liege) und NEUEM Platz macht, "Leben schenken" (das Bild über der Liege).
Im Vorraum:
Ich hatte das große Glück auf die Schule von Prof. Heribert Loser zu stoßen. Das war der Einstieg in die Aquarellmalerei. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich vor der Aquarellmalerei immer einen großen Bogen gemacht. Ich hatte Angst vor der Spontanität dieser Ausdrucksform. Ich malte nur in Öl und Tempera. Die Technik, die von Prof. Losert vermittelt wurde, fand ich für mich geeignet: Eine Verbindung der spontanen Aquarellmalerei und überlegtes bearbeiten der Werke. Die Leuchtkraft der Farben, die Durchsichtigkeit, die strengen Formen und strengen Raumaufteilungen in Nass-in-Nass, Lasur oder Schüttungen.
Werke aus der Losert-Schule sind im Vorraum der Kapelle oder im Katalog zu sehen.